Anzeige Anzeige
fly-secure.de  
Seite 1 von 10 12345678910 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 138

Thema: Baubericht: Rhönadler 35

  1. #1
    User
    Registriert seit
    14.06.2006
    Ort
    ETHA
    Beiträge
    223
    Daumen erhalten
    12
    Daumen vergeben
    0
    0 Nicht erlaubt!

    Standard Baubericht: Rhönadler 35

    An dieser Stelle möchte ich in den nächsten Monaten über den Nachbau eines Rhönadler 35 im Maßstab 1:2.9 berichten.



    Nach meinem ersten, zumindest flugtechnisch recht erfolgreichen Ausflug in’s Reich der „Holznachbauten“, hat mich das Oldtimerfieber gepackt. Der Plan aus England hat funktioniert, aber:

    Da ist noch mehr drin!



    Originalpläne wären natürlich eine große Hilfe; es gibt sie wohl aber man kommt einfach nicht ran. Wenn Murphy’s Gesetz recht behält, dürften sie spätestens nach der Fertigstellung des nächsten Rhönadlers vorliegen.



    Wenn es also keine Originalpläne vorliegen wird eben interpoliert.



    Was ich bisher mit akzeptablem Aufwand zusammentragen konnte, sieht aber schon ganz gut aus.

    Der Rhönadler 35 hat es mir irgendwie angetan und ich hoffe, dass mein erster Versuch einen „Vintageglider“ nachzubauen, funktioniert.

    Es wird aber kein detaillierter Bericht entstehen, ab und zu möchte ich euch hier nur über ein paar Informationen zum „Stand der Dinge“ berichten.

    Mittlerweile wurden die Zeichnungen schon drei Mal komplett überarbeitet. Warum: Immer wieder tauchen neue Informationen über den Rhönadler 35 auf.



    Am Wochenende ist Flohmarkt, da gibt es bestimmt etwas für das Instrumentenbrett. Bevor ich mit großem Aufwand Zeiger, Gehäuse oder Gläser nachbaue werden alte Uhren ersteigert. In der richtigen Größe gibt es dann für ein paar Euro alles was man so braucht.

    Einen immer noch funktionierenden Höhenmesser habe ich noch aus meinen Fallschirmspringerzeiten rumliegen. Der wird auch gleich im Rhönadler verpackt.


    Für konstruktive Kritik, Anregungen oder Hilfe bin ich absolut dankbar.








    Name:  spant.jpg
Hits: 5240
Größe:  41,7 KB






    Name:  strak.jpg
Hits: 5230
Größe:  68,0 KB




    Spant 7 und der komplette Spantenstrak.







    Gruß von Jürgen aus ETHA
    Like it!

  2. #2
    User
    Registriert seit
    14.06.2006
    Ort
    ETHA
    Beiträge
    223
    Daumen erhalten
    12
    Daumen vergeben
    0
    0 Nicht erlaubt!

    Zwinkern Instrumententafel

    Jetzt habe ich mir mal die Mühe gemacht und ein paar entsprechende Instrumente mit Corel Draw gezeichnet.

    Man sieht sie zwar nicht mehr wenn die Haube drauf ist, aber egal.





    Name:  Instrumentenbrett.jpg
Hits: 4982
Größe:  57,3 KB







    Name:  Fahrtmesser.jpg
Hits: 5015
Größe:  79,5 KB


    Der Saugdruck-Fahrtmesser stammt aus dem Jahr 1932. Die Skalierung habe ich abgeändert und eine Funktion über ein Staurohr hab ich auch schon im Kopf.



    Name:  Höhenmesser2.jpg
Hits: 5100
Größe:  80,1 KB



    Der Höhenmesser stammt aus den 20ern. Das Zifferblatt wird auf meinen vorhandenen Höhenmesser aufgeklebt und funktioniert.






    Name:  Kienzle.jpg
Hits: 5883
Größe:  59,0 KB



    Die Uhr stammt ebenfalls aus den 20ern. Die passenden Zeiger habe ich bereits aus einer alten Uhr geklaut.





    Name:  Variometer.jpg
Hits: 4945
Größe:  38,3 KB



    Das Variometer bekomme ich auch noch zum Laufen.


    Als Neigungsmesser kommt eine Libelle aus einer Wasserwaage zum Einsatz.



    Gruß Jürgen
    Like it!

  3. #3
    User
    Registriert seit
    29.09.2007
    Ort
    bern
    Beiträge
    5.441
    Daumen erhalten
    3
    Daumen vergeben
    1
    0 Nicht erlaubt!

    Standard

    Hi Jürgen kann es sein das Kompensirt ein "e" fehlt oder ist das alte Deutsche Rechtschreibung?
    Das soll nicht ironisch rüberkommen, bin wirklich gerade am grübeln!?

    Mit freundlichen Grüßen
    Hugo

    Nachtrag: mein Fehler, habs gerade bemerkt " compensirt". (Warum nicht Deutsch?, war das so?)
    Like it!

  4. #4
    User
    Registriert seit
    14.06.2006
    Ort
    ETHA
    Beiträge
    223
    Daumen erhalten
    12
    Daumen vergeben
    0
    0 Nicht erlaubt!

    Standard Compensirt

    Hallo Hugo,

    genau den gleichen Gedanken hatte ich auch als ich es gelesen habe. Hab dann gleich gegoogelt.

    Man hat es damals aber tatsächlich so geschrieben.

    Gruß Jürgen
    Like it!

  5. #5
    User
    Registriert seit
    14.06.2006
    Ort
    ETHA
    Beiträge
    223
    Daumen erhalten
    12
    Daumen vergeben
    0
    0 Nicht erlaubt!

    Standard

    Bei der Rekonstruktion des Rhönadlers gab es noch kleinere Ungereimtheiten. Gestern konnte ich meinen Schlepppiloten dazu überreden, mich zum Museum zu begleiten. Wir sind dann ein Stück durch Deutschland gefahren und haben den Nachbau nochmal unter die Lupe genommen.

    Ok, dafür darf er mich mal wieder schleppen.

    Ergebnis: Die bisherige Konstruktion des Rhönadlers passt, bis auf ein wichtiges Detail.

    Das Seitenleitwerk, genauer gesagt: Welches Profil es haben könnte.

    Wenn man sich die Bilder genauer ansieht entsteht der Eindruck, dass der Verlauf der Rumpfkontur ab dem letzten Rumpfspant bis zum Seitenleitwerk gleich bleibt, oder eventuell sogar dicker wird.

    Ein Naca 0012 ist ja für die Konstruktion eines Seitenleitwerks nie verkehrt. Aber irgendwie ist das Profil beim Rhönadler an der Vorderseite stumpfer.

    Ich konnte auch nicht herausfinden, ob es das NACA 0012 im Jahr 1929 schon gab und glaube auch nicht, dass es beim Rhönadler verwendet wurde.

    Was hat man denn in dieser Zeit so verwendet?

    Ich nehme mal an, dass beim Rhönbussard oder bei der Petrel das selbe Profil verwendet wurde.

    Wäre eine große Hilfe wenn da jemand weiterhelfen könnte?


    Gruß Jürgen





    Name:  heck.jpg
Hits: 4800
Größe:  65,8 KB









    Name:  heck 3.jpg
Hits: 4755
Größe:  26,6 KB




    Gruß Jürgen
    Like it!

  6. #6
    User
    Registriert seit
    09.05.2014
    Ort
    NES
    Beiträge
    20
    Daumen erhalten
    2
    Daumen vergeben
    0
    0 Nicht erlaubt!

    Standard Rumpfende

    moin moin. In der Draufsicht wird der Rumpf nicht Dicker,er wird nur "Gefälliger" in den Sporn einbezogen. Über die Leitwerksprofile würde ich mir keine Alzugrosse Sorgen machen,bei dem Seitenruder die Rumpfbreite beachten und Selber Zeichnen den bei diesen "Geschwindigkeiten" die die Holzbomber Fliegen passiert nicht viel.

    Gruß
    Joe
    Angehängte Grafiken   
    Like it!

  7. #7
    User
    Registriert seit
    14.06.2006
    Ort
    ETHA
    Beiträge
    223
    Daumen erhalten
    12
    Daumen vergeben
    0
    0 Nicht erlaubt!

    Standard

    Vielen Dank,

    die Aufnahmen sind genial und die Erklärung passt auch. Da werde ich mich jetzt mal "reindenken". Der Knoten ist geplatzt!


    Gruß Jürgen
    Like it!

  8. #8
    User
    Registriert seit
    14.06.2006
    Ort
    ETHA
    Beiträge
    223
    Daumen erhalten
    12
    Daumen vergeben
    0
    0 Nicht erlaubt!

    Standard

    Auf dem letzten Bild kann man den Profilverlauf des Seitenruders gut erkennen.

    Ich vermute mal das es sich hier um ein GOE 459 handelt. Passt auch relativ gut in den weiteren Rumpfverlauf.

    Der Rhönadler hatte ja keine Luftbremsen, zumindest der Nachbau im Museum.

    Falls später welche nachgerüstet wurden nehme ich mal an, dass es sich nur um DFS Luftbremsen handeln konnte.

    Da es so langsam an die Konstruktion der Tragflächen geht und es auf kleineren Plätzen ohne Bremsen doch etwas eng werden könnte, hab ich mich dazu entschieden nur auf der Oberseite welche einzuplanen. Ich übernehme mal die Daten vom Rhönsperber.


    Gruß Jürgen
    Like it!

  9. #9
    User
    Registriert seit
    09.05.2014
    Ort
    NES
    Beiträge
    20
    Daumen erhalten
    2
    Daumen vergeben
    0
    0 Nicht erlaubt!

    Standard

    Meine Literatur gibt keine Auskunft über Störklappen beim Rhönadler her. Hier noch ein Bild vom HR-SR Übergang
    Angehängte Grafiken  
    Like it!

  10. #10
    User
    Registriert seit
    14.06.2006
    Ort
    ETHA
    Beiträge
    223
    Daumen erhalten
    12
    Daumen vergeben
    0
    0 Nicht erlaubt!

    Standard

    Hallo Joe,

    auch für dieses Bild nochmals vielen Dank. Ich hab einen Teil des Seitenruders mit dem GÖE gezeichnet. Es läuft jetzt, wie bei der Abbildung, harmonisch in den Rumpf hinein.

    Es ist schon erstaunlich mit einem fast 18 meter Segler ohne Störklappen herumzuturnen. Würde sich heutzutage wohl kaum noch jemand zutrauen.


    Gruß Jürgen
    Like it!

  11. #11
    User
    Registriert seit
    14.06.2006
    Ort
    ETHA
    Beiträge
    223
    Daumen erhalten
    12
    Daumen vergeben
    0
    0 Nicht erlaubt!

    Standard Die Kabinenhaube

    Dem Wetter sei Dank, ein unerwartet dicker Brocken ist geschafft,

    die Kabinenhaube.

    Zählt man die Schrauben des Schiebefensters dazu, besteht die Haube aus insgesamt 71 Bauteilen.

    Ohne einen vernünftigen Plan bleibt einem nichts anderes übrig, als jedes einzelne Teil in mühevoller Kleinarbeit zu zeichnen.

    Eine große Hilfe waren die zahlreichen Fotos die ich vom Originalnachbau aus dem Museum aufgenommen habe.

    Im richtigen Winkel aufgenommen und auf den entsprechenden Maßstab herunterskaliert wurden sie in die CAD Oberfläche eingefügt. Die wichtigsten Konturen abgenommen und jetzt hat man zumindest einen groben Anhalt über die entsprechenden Dimensionen.

    Wird es anschließend in 3D zusammengefügt, sieht man auch gleich wo es beim Konstruieren zwischen den Ohren etwas geklemmt hat.

    Seitenruder und Höhenleitwerk sind auch schon fertig gezeichnet und bereit zum fräsen.

    Die Abbildung zeigt den Aufbau des hinteren Bereichs der Haube, wie beim Original werden alle Details, so gut wie möglich, in den Nachbau eingeplant und beim Modell entsprechend gebaut. Wenn schon, dann richtig!






    Name:  haube.jpg
Hits: 4504
Größe:  64,9 KB




    Name:  haube1.jpg
Hits: 4518
Größe:  195,1 KB




    Noch so ein Sommer und ich plane als nächstes ein U-Boot.






    Gruß Jürgen
    Like it!

  12. #12
    User
    Registriert seit
    26.08.2012
    Ort
    Minglosheim
    Beiträge
    77
    Daumen erhalten
    2
    Daumen vergeben
    0
    0 Nicht erlaubt!

    Beitrag

    Hallo 8up,

    schau doch mal beim FMH auf der Seite evtl. gibt es da noch Material für dich [URL="http://www.fm-hahnweide.de/index.php"].
    Ich hab da ein Original von meiner GÖ 4 gefunden. Die sind da äußerst Hilfsbereit.

    Schöne Grüße
    Andreas
    Like it!

  13. #13
    User
    Registriert seit
    14.06.2006
    Ort
    ETHA
    Beiträge
    223
    Daumen erhalten
    12
    Daumen vergeben
    0
    0 Nicht erlaubt!

    Standard Instrumente

    Jetzt habe ich mir ja in den Kopf gesetzt dem Rhönadler funktionierende Instrumente zu verpassen. Ist natürlich reine Spielerei, bringt nichts, macht aber Spaß sich mal an so etwas heranzuwagen.

    Bis auf die Flächen ist der Adler komplett gezeichnet. Bevor es aber ans Fräsen geht, ist überprüfen der einzelnen Teile angesagt. Es sind viele Teile, sehr viele, also viel Arbeit.

    Als kleinen Ausgleich fange ich schon mal an die Instrumente zu basteln.


    Der Neigungsmesser aus der Wasserwaage funktioniert schon mal 100%ig.


    Bei der Uhr wird es schon schwieriger. Fotopapier ist doch relativ dick und nach dem Aufkleben auf das Zifferblatt bleibt den Zeigern nicht mehr viel Platz sich zu bewegen, sie schleifen auf dem Blatt und verklemmen sich meistens kurz vor 12. Hier sollte also noch etwas geforscht werden.


    Der Höhenmesser funktioniert Dank einer kleinen Aneroiddose tadellos. Die gesamte Mechanik entstammt einem Höhenmesser für Fallschirmspringer. Um das QFE einzustellen, also vor dem Start auf Null zu stellen, wird die Mechanik auf der Rückseite des Instrumentenbretts drehbar angebracht.

    Das Zifferblatt ist fest montiert und der Zeiger wird einfach, vorne auf die Mechanik gesteckt. Ok die 4000 Meter Angabe ist vielleicht etwas hochgegriffen. Der Höhenmesser zeigt es aber sehr präzise an.


    Als Größenvergleich habe ich mal wieder den guten, alten Euro daneben gelegt.





    Name:  b1.jpg
Hits: 4424
Größe:  202,2 KB



    Für ein Vario und einen Tacho ist der Maßstab 1:2,9 schon sehr grenzwertig. Ein Uhrmacher würde vermutlich darüber lachen eine entsprechende Mechanik herzustellen, ich nicht.


    Mal sehen was mir einfällt.


    Gruß Jürgen
    Like it!

  14. #14
    User
    Registriert seit
    14.02.2007
    Ort
    Peißenberg
    Beiträge
    56
    Daumen erhalten
    0
    Daumen vergeben
    0
    0 Nicht erlaubt!

    Standard

    Hi Jürgen,

    nimm doch eine Digitaluhr - dann bleibt dir kein Zeiger hängen...nicht vor zwölf und auch nicht nach zwölf!?

    Gruß Alfred
    "Alle Störche sind Fleischfresser..." !?!? (Wikipedia)
    www.storchschmiede.de
    Like it!

  15. #15
    User
    Registriert seit
    14.06.2006
    Ort
    ETHA
    Beiträge
    223
    Daumen erhalten
    12
    Daumen vergeben
    0
    0 Nicht erlaubt!

    Standard Digitaluhr

    Hallo Herr Schlepppilot,

    daran hatte ich auch schon gedacht. Allerdings hatten 1930 die Digitaluhren noch keinen akkustischen Warnton.

    Darauf sollte man aber schon Wert legen, als mögliche Alternative schwebt mir noch diese Version vor.

    Name:  uhr.jpg
Hits: 4225
Größe:  123,2 KB



    Gruß Jürgen
    Like it!

Ähnliche Themen

  1. Baubericht
    Von heldgard im Forum Elektrosegelflug
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 10.05.2014, 11:31

Lesezeichen

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •