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Thema: Glasfaser oder Folie?

  1. #1
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    Frage Glasfaser oder Folie?

    Hallo zusammen,
    ich bin gerade am Bau einer T34B Mentor von TopFlite. Nun kommt langsam der Gedanke auf, wie später die Oberfläche gestaltet werden soll. Was jetzt bereits fest steht ist, dass das Flugzeug eine Lackierung bekommen soll.
    Was ich allerdings noch nicht weiß ist, ob Ich das Modell mit Glasfaser oder mit Folie beziehen soll um dann im Anschluss die Lackierung aufzubringen.

    Der Kern der Tragfläche muss mit einer Schicht Glasfaser verstärkt werden. Würde natürlich Sinn machen im Anschluss gleich alles mit Glasfaser zu versehen.
    Nun meine Frage in punkto Glasfaser an Euch:
    - Mit welcher Gewichtsklasse sollte hier gearbeitet werden?
    - Kann Ich mühelos die Ruderelemente mit Glasfaser beziehen? Ich meine, das sich das Gewebe an scharfen Ecken bzw. Kanten nicht perfekt verarbeiten lässt, sondern sich "aufbauchen" wird.
    - Wie sollte gearbeitet werden? Gewebe mit Harz einstreichen, überschüssiges Harz z.B. mit Toilettenpapier aufsaugen?

    Und als letztes noch meine Fragen zur Folie:
    - Ich habe eine Stück Oratex Folie lackiert und festgestellt, dass der Lack nach dem Lackieren gerissen ist. Das wäre natürlich am fertigen Modell die Katastrophe.
    - Die Ecken und Kanten könnten mit Folie doch sauberer überdeckt werden, nur fehlt natürlich die spätere Festigkeit am kompletten Modell im Vergleich zum Glasfasergewebe.

    Wie ihr seht, baut sich ein Pro und Kontra Vergleich auf. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir berichten könntet, wie ihr das meistern würdet. Was Ich noch dazu sagen muss ist, dass das Flugzeug komplett beplankt ist.
    Viele Grüße
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  2. #2
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    Hast du mal über Alternativen nachgedacht?
    Es wären noch Seide und Papier möglich. Beides könnte mit Parkettlack oder G4 aufgebracht werden und hätte sehr wahrscheinlich nen Gewichts - und Aufwandvorteil.
    MFG Torti

    F3A...F3P...egal....hauptsache F3-irgendwas!
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  3. #3
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    Hallo,

    Wenn Glasfaser, dann reichen 25r /m2. Mit der Rolle aufbringen, so trocken wie möglich, dann braucht es auch kein Toilettenpapier. Die Ecken sind durch das Harz versiegelt. Sobald trocken, dass Ganze anschleifen und mit 2K-Grundierer lackieren. Schleifen und wenn nötig ein zweites mal Grundierer. Danach hast Du eine Oberfläche wie beim PKW.

    Oratex geht auch, aber schwerer. Erst recht, wenn du keine Gewebestruktur mehr sehen willst . Falls eine Gewebestruktur erwünscht ist (Antik, etc.) ist Oratex deutlich schneller zu verarbeiten als Seide etc.. Eines meiner Modelle wurde vor über 20 Jahren mit Solartex verarbeitet, sieht immer noch fast wie neu aus.

    Gruß & frohes neues Jahr

    René



    Zitat Zitat von Flieger Mario Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,
    Der Kern der Tragfläche muss mit einer Schicht Glasfaser verstärkt werden. Würde natürlich Sinn machen im Anschluss gleich alles mit Glasfaser zu versehen.
    Nun meine Frage in punkto Glasfaser an Euch:
    - Mit welcher Gewichtsklasse sollte hier gearbeitet werden?
    - Kann Ich mühelos die Ruderelemente mit Glasfaser beziehen? Ich meine, das sich das Gewebe an scharfen Ecken bzw. Kanten nicht perfekt verarbeiten lässt, sondern sich "aufbauchen" wird.
    - Wie sollte gearbeitet werden? Gewebe mit Harz einstreichen, überschüssiges Harz z.B. mit Toilettenpapier aufsaugen?

    Und als letztes noch meine Fragen zur Folie:
    - Ich habe eine Stück Oratex Folie lackiert und festgestellt, dass der Lack nach dem Lackieren gerissen ist. Das wäre natürlich am fertigen Modell die Katastrophe.
    - Die Ecken und Kanten könnten mit Folie doch sauberer überdeckt werden, nur fehlt natürlich die spätere Festigkeit am kompletten Modell im Vergleich zum Glasfasergewebe.

    Viele Grüße
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  4. #4
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    Hallo René und Airpainter98

    Danke für eure Antworten.
    @Airpainter98: Seide und Papier lasse Ich bewusst aus, da ich einfach mal an einem Modell mit Glasfaser oder Folie arbeiten will.

    @René: Das mit Glasfaser hört sich auf jeden Fall schon mal super an. Wäre auch eher meine Tendenz gewesen.
    Was meinst jetzt Du in punkto Mittelstück der Tragfläche. Soll Ich da zwei Lagen Glasfaser (eine schmale und drüber die normale Deckschicht) aufbringen oder reicht eine?
    Wie würdest Du die Randbögen bearbeiten und wie meinst Du das mit den Ecken bzw. Kanten, soll da das Gewebe erst gar nicht über die Kante gehen sondern davor aufhören und nur die Ecke mit Harz versiegelt werden?

    Grüße Mario
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  5. #5
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    Also die Glasfaser muß überall herumgezogen werden, an den Bögen muss man sie halt etwas einschneiden und überlappen, das schleift sich gut weg.

    Es gibt mehrere Verfahren die Glasfaser aufzubringen. Am bekanntesten ist folgender Aufbau:

    1.) Eine Grundierung der Holzteile mit Porenfüller. Dünn auftragen am besten mit der Rolle. Leicht anschleifen (Pickel entfernen). 25er Matte zuschneiden und sauber auflegen. Wenn es geht vermeiden, Fäden zu ziehen, oder die Matte diagonal zu verziehen... erfordert etwas Ruhe und einen sauberen Tisch. Jetzt das Harz mit etwas Spiritus verdünnen, so daß es recht dünnflüssig wird. Dieses dann mit einer Rolle auftragen, dabei wenig Druck ausüben.

    2.) Jetzt kommt der entscheidende Schritt, der viel Schleifarbeit erspart. Mit einem Rakel (Scheckkarte) und sanftem Druck das Gewebe dicht aufdrücken und das überquellende Harz mit einem Lappen abwischen. Wenn Du das nicht machst bilden sich leicht Blasen, die später ganz doof geschliffen und gespachtelt werden müssen. Am Ende noch die Rundungen antupfen und alles in Ruhe trocknen lassen. Dann die Überstände abschneiden und oder abschleifen.

    3.) Der nächste Schritt ist überaus empfehlenswert, weil es die Arbeit erleichtert und das Gewicht drückt. Irgendeinen Klarlack, am einfachsten Parkettlack mit Talkum eindicken, bis es leicht pastös ist. Diese Masse streiche ich mit einem Pinsel blasenfrei auf. Nach dem Trocknen lässt sich das super trocken abschleifen. Der Staub fällt einfach nur herunter. ich mache das immer über dem Waschbecken, dann kann man das Talkum sofort wegspülen.

    Jetzt ist die Oberfläche schon so glatt, daß eine dünne Lage Primer als Haftvermittler genügt. Ich nehme dazu Primer aus der Dose aus dem Autozubehör. Der hat sehr wenig Körper, die Schicht wird entsprechend dünn. Dann Naßschliff, feinspachteln und fertig. Ach ja, gespachtelte Stellen nochmal leicht überprimern, der lackierfertig Körper sollte gleichmäßig grau sein.. Wenn Du das nicht machst, wirst Du die gespachtelten Stellen immer sehen können, was recht unsauber aussieht.

    Zu Oracover ist zu sagen, daß es sich kaum ordentlich spritzen lässt, wenn überhaupt, muß die Oberfläche der Folie angebrochen werden mit ca. 1000er Papier. Auf Oratex halten alle Lacke, dafür muß man hier mehrere Gänge spritzen, egal ob man die Gewebstruktur erhalten will oder nicht. In jedem Falle empfieht es sich Weichmacher beizumischen. Wenn Du es zur Endlackierung weggeben willst, musst Du das den Lackierern sagen. Das gemeine ist, daß Anfangs alles gut aussieht, erst nach Wochen und Monaten beginnt der Lack zu brechen. Das alles ist nicht nötig, wenn man mit Glas arbeitet.

    Und .. es ist nicht ganz so einfacht wie es sich sagt... Man benötigt Geduld und Ruhe.

    Das beschrieben Verfahren habe ich mir in den letzten 20 Jahren angeeignet. Meine Oberflächen sind immer blitzsauber. So muß das.

    PeterKa
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