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Thema: Aero Commander in Eigenbau (Depron - 1,6 m): Baubericht

  1. #16
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    Standard Bernd hatte Recht...

    Nachdem ich meine neue Konstruktion der Seitenleitwerkssteckung durchdacht hatte, kam ich zu dem Schluss, dass es wohl besser wäre, eine Taschenausführung zu bauen, wie Bernd vorschlug. Das Leitwerk ist einfach zu dünn für eine Steckung (warum hab ich das eigentlich so dünn gemacht?)
    Dicker machen will ich es allerdings nicht, daher kommt eben die Tasche zum Einsatz. Hab im CAD auch schon wieder alles angepasst. Die Beplankung vom Rumpf wird innerhalb der Tasche von zwei Längsspanten gestützt. Scheint mir die stabilste und leichteste Art der SLW Befestigung zu sein. Dafür wird das hintere Rumpfende abnehmbar gestaltet. Es wird sonst echt zu lang für meinen Kofferaum. Die Servos für die Anlenkung der Leitwerke finden innerhalb des Rumpfendes ihren Platz. Ich werde zwei Servostecker oder einen 6poligen Stecker in die beiden Sperrholzspanten einkleben. Ich hoffe, die langen Kabel bis zum Empfänger verursachen keine Funkstörung.

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  2. #17
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    Hallo Max,

    auf obige Frage zu der Form des SLW im Heck, der untere Teil der im Rumpf verschwindet ist rechteckig bzw. Zylindrisch. Verjüngt sich also im Bereich des Rumpfes nicht. Das kann man durch entsprechende Depron Rippen bewerkstelligen.
    Die Trennung des ganzen Leitwerks vom Restrumpf ist auch eine gute idee und lässt sich mit zwei Pappelspanten und Holz- oder Kohlerohrzapfen realisieren. Wenn diese Zapfen noch in Kurze Rohrstücke aus z.B. GFK greifen ist das superstabil. Geht bei der Modellgröße aber auch ohne Führungsrohre.

    Um Gewicht bei Fahrwerk zu sparen könntest du den oberen Bereich, also das Kreuz aus Messing machen und die tatsächlichen Tauch- und Standbeine aus Alu. Einfach das Bein oben im Messingkreuz einkleben. So kannst du auch gut die Radachsen exakt ausrichten wenn die Bohrung nicht ganz hundertprozentig zur Drehachse steht.
    Als Alternative könntest du auch das Kreuz aus Alurohren machen. Dazu ist dann ein Rohr im Durchmesser anders. Ein Rohr wird durchbohrt und das andere durchgesteckt. Um alles dann Kohlerovings mit Harz laminieren. Das reicht an Festigkeit für die Modellgröße dicke! So habe ich sogar mal Kunststoffkreuze von einem größeren Zelt repariert. mit einem Alurohr weil ein Zapfen gebrochen war. Um alles einige male Kohlerovings und Harz und das hielt dann auch Nordseestürme aus. Achte auch bei kleinen Bauteilen immer auf das Gewicht. Schnell läppert sich das sonst bei so einem Flieger zur Bleibombe.

    Grüße, Bernd

    Nachtrag:

    Neue Lösung finde ich gut!

    Denk dran die Offenen Bereiche des "Holzbretts" noch mit Löchern zur Gewichtsreduktion zu versehen. Ich stelle mir immer die Aufgabe bei einem Bauteil mindestens auf die hälfte des Gewichts zu kommen. Mit Lochbohrern kein Problem. Beim Fräsen eh nicht. Zur Not tuts auch der Dremel.

    Nimm Multiplex Stecker. Eine Seite fest einkleben (Stecker) eine Seite lose (Buchse). So gibt es auf den Stecker keine mechanischen Belastungen. Es gibt dafür sogar so Plastiktaschen für die MPX Stecker die Fest eingeklebt werden können. Geht aber auch ohne.
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  3. #18
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    Hallo Bernd,

    die beiden Trennspanten mache ich aus 3mm Sperrholz. Ob das Birke oder Pappel ist, keine Ahnung. Aber es ist schön hart. Zur Gewichtsreduktion werden da sicherlich auch noch Löcher und Aussparungen angebracht. Die Trennspanten werden im Gegensatz zu den anderen Depronspanten nicht in der Mitte halbiert. Nach dem Zusammenkleben beider Rumpfhälften werden sie einteilig auf die Enden geklebt. Das gibt noch mehr Stabilität und v.a. eine exakte Passung von Vorderrumpf zu Heck. Hier werde ich entweder Metall- oder Holzdübel verwenden. Über die Arretierung muss ich mir noch Gedanken machen. Vielleicht ginge auch ein Bajonettverschluss? Dann passen die Stecker aber wieder nicht

    Das mit dem zylindrischen SLW werde ich auch umsetzen müssen, denn es ist unten ja einen Ticken breiter als oben. Somit würde es nicht durch die Aussparung passen, oder diese müsste größer sein wodurch ein Spalt bleibt. Den kann ich aber auch wieder mit Balsaleistchen füllen. Das wäre sogar besser, weil ich sonst das SLW anders konstruieren müsste. So ist es komplett konisch, ohne Übergänge und ich kann es viel einfacher herstellen.

    Das mit dem Fahrwerk dauert ja noch. Aber auch hier könnte ich noch einiges abändern. Klar ist es komplizierter alles aus unterschiedlichen Materialien zu beschaffen und zu verkleben, v.a. mit den Kohlerovings. Aber wenn die Messingvariante zu schwer wird, ist das der einzige Ausweg. Ich probiere erstmal das Messing. Wenn das zu schwer wird, kommt Plan B, nämlich alles aus Alu machen. Messingrohre habe ich bereits, daher auch die Idee. Hoffen wir, dass es sich nicht allzuviel läppert.
    Die Radführung wird entweder durch einen Draht realisiert. Eine Führungsschere ist bei den kleinen Abmessungen nur sehr schwer erstellbar. Wenn ich einen langen Draht nehme, der im unteren Radschenkel fixiert wird, dann führt dieser durch das Standbein bis nach oben durch das Kreuz. Dort wird er zwei mal abgewinkelt, sodass sich ein U ergibt. Auf der waagrechten Seite dieses Us liegt die Biegefeder auf. Das abgewinkelte Ende des Drahts zeigt wieder nach unten zum Rad, parallel zum Standbein. Dieses Drahtstück kann man in einer Bohrung der Drehachse führen, sodass es noch translatorisch hin und her bewegt werden kann. Die Bewegung stellt die Federbewegung dar, wenn das Rad einfedert. Durch den gesperrten Freiheitsgrad durch die Bohrung ist das Rad spurgeführt, kann aber noch einfedern.
    Alternativ (falls der lange Draht im Tauch- und Standbein nicht torsionssteif genug ist) kann man auch eine Führungsschere bauen, aber ob die spielfrei genug hergestellt werden kann, bleibt eine Frage. Außerdem gehts mit dem Draht einfacher und schneller
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  4. #19
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    Standard Hier sind deine Löcher Bernd :)

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  5. #20
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    Standard Es geht los!

    Nun geht es endlich ans Eingemachte, der Rohbau startet. Den Rumpfmittelspant hab ich noch zusätzlich um ein paar Aussparungen erleichtert. Außerdem kann man so hinterher leichter Kabel und ähnliches verlegen.
    Die Halbspanten werden auch leichter gemacht, indem innen eine Aussparung angebracht wird. So kann ich gleich im Vorfeld das Rohgewicht etwas senken. Ist zwar nicht viel, da Depron eigentlich nix wiegt, aber vielleicht bekomme ich so genug Schaumteile zusammen, die doch ein bisschen was wiegen.

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  6. #21
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    Hallo Max,

    schön das es bei dir mit dem Aufbau losgeht.

    Kleiner Tipp;
    erstelle die inneren Aussparungen an den Spanten erst nach dem Aufbauen der Beplankung. So kann sich nicht so schnell was verziehen. und möglichst ohne scharfe Ecken, dort reißt es bei Belastung als erstes ein. Also immer schön runde Ecken machen, zumindest bei den Spanten.

    Grüße, Bernd
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  7. #22
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    Standard Beplankung

    Mittlerweile habe ich die hintere Beplankung angefangen und werde sie auch bald fertig haben. Dazu hab ich ein Teil der Rumpfbeplankung aus 3mm Depron geschnitten und mittels zweier Holzbalken und einem Heißluftföhn (500°C) in Form gebogen. Das funktioniert super! Man könnte damit sogar eine Rumpfhälfte komplett tiefziehen. Nur benötigt man dazu auch eine Negativform. Die kann man aus Holzresten und etwas Balsa herstellen, ist mir aber zu viel Aufwand. Zur Negativform braucht man dann noch einen Stempel umd das Depron in die Form zu drücken. Das es funktioniert bezweifle ich überhaupt nicht. Nur ist mir das momentan zu viel Arbeit. Vielleicht mache ich das später mal.
    Die Beplankung für das Rumpfende werde ich kommendes WE fertig stellen. Allerdings bin ich nicht ganz zufrieden, da die Depronhülle einige unschöne Faltkanten aufweist, die durch die Formgebung mittels Holzbalken enstanden sind. Ist halt das allererste Teil, das ich mit einem Föhn bearbeitet hab. Da passiert das schon mal.
    Die weitere Beplankung macht mir ein bisschen Sorgen, da einige Teile zweiachsig gewölbt sind. Das bekomme ich vielleicht gar nicht hin, ohne tiefziehen. Mal sehen, was mit einschneiden geht. DIe weitere Beplankung werde ich nicht mehr so großflächig erstellen. Das macht nur viel Arbeit beim fixieren. Da der Rumpfmittelspant nicht stabil genug ist, die ganze Konstruktion allein zu tragen, muss eine Bauschablone her. Eine Helling in einfacher Form. Diese müsste drehbar gelagert werden, ähnlich beim Strahlen oder Lacken einer alten Karosserie, die auf zwei Böcken vorn und hinten drehbar gelagert ist. Man kann sich das auch mit einem Spanferkelspieß überm Grill veranschaulichen
    Man sollte eben überall schnell und leicht rankommen, um die Haltebänder zu fixieren.
    Die Drehlagerung ist mir zu viel Aufwand. Ich bin gerade faul Also kommt die vordere Beplankung in einzelnen Segmenten über je zwei Spanten drauf. Dann hat man eben ein paar Nähte mehr auf dem Flieger.
    Was soll's....

    Welche Motoren könnte man hier eigentlich verwenden? Ich dachte da an die Chinakracher aus der Bucht. Wiegen 47g und ham so um die 100W. Davon zwei Stück. Allerdings ergeben die nicht gerade viel Schub. Ich habe den Anspruch hier mal senkrecht fliegen zu wollen Mein jetztiger Flieger kann das nicht und das nervt... Es vermittelt den Eindruck eines schwachen Motors. Und das ist schade. Naja - der Motor ist ja auch etwas schwach... 800g Fluggewicht kann er nur mit viel Schwung kurze Zeit senkrecht halten, dann bleibt die Fuhre stehen.
    Daher befürchte ich, dass mir zwei dieser Motoren nicht ausreichen werden. Welche kommen denn alternativ in Frage? Ich dachte da an so 100g schwere Motoren, die sind dann wohl viel zu stark, aber das bissi Mehrgewicht steckt der Flieger sicher weg. Außerdem hat es einen Grund, solche schweren Motoren zu wählen: Mit vieren dieser Klasse könnte ich später in die 3m-Klasse einsteigen, was mich sehr reizt. Je größer, desto besser fliegt es. Vorausgesetzt die Flächenbelastung bleibt ungefähr gleich oder steigt. Inspiriert hat mich der FW200-Fred hier im Forum. Dort wurden 3536er Motoren vorgeschlagen. Jeder erzeugt min. 1kg Schub. Reicht also für Flieger mit bis zu 6kg Gewicht. Klar geht der dann nicht endlos senkrecht, wie ich gerade verlangte. Aber mein Speedrausch liegt auch daran, dass mein aktueller Einmot auch sehr vom Luftwiderstand eingebremst wird. Schwung kann man praktisch nicht viel holen. Mir gefällt einfach ein Setup, dass langes und schnelles Gleiten mit viel Schwung ermöglicht. Dazu brauche ich automatisch ein schwereres Modell, und wenn ich schonmal zwei 3536er Motoren hätte, ist es sehr viel günstiger einfach dieselben nochmal zu kaufen, anstatt vie komplett andere Motoren kaufen zu müssen. Akkus halten sich dann auch in Grenzen, pro Engine min. 2200er 3S. Mir gefallen sehr gut die Douglas DC6 (wo bleiben die Bilder vom flugfähigen Modell Alex??), Lockheed 188 Electra und ähnliche.
    Aber dazu mehr in einem anderen Fred, den ich dann erstellen werde, wenn die Commander fliegt und ich Zeit für was noch größeres habe.
    Jetzt geht es erstmal an die restliche Rumpfbeplankung, die noch ein paar Wochen verschlingen wird, denn aktuell muss ich langsam anfangen für meine Prüfungen zu lernen, was auch nochmal viel Zeit frisst.
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  8. #23
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    Standard Bugrad

    Während meines Studienaufenthaltes in Stuttgart habe ich neben viel lernen und Vorlesungen besuchen tortzdem noch etwas Zeit für die Commander. Ich hab mal am Bugrad weitergemacht. Momentan ist noch alles in Messing gehalten. Ich werde einen Prototyp daraus anfertigen, wenn der zu schwer ist, dann wirds eben Alu. Die Verriegelung funzt folgendermaßen: Man sieht auf den Bildern hinter dem Drehpunkt (entgegen der Flugrichtung) eine Messingbuchse. In diese wird seitlich ein Drahtstück eingeschoben, also ein Stift, der die Mechanik dann verriegelt. Um keine aufwändige Metallkonstruktion zur Verbindung des Standrohrs mit der Verriegelungsbuchse anfertigen zu müssen, wird alles von einem massiven Sperrholzblock gehalten. Das Standrohr ist darin eingeklebt, ebenso wie die Buchse. In den Block sind vorn am Drehpunkt nochmal Messingbuchsen eingeklebt, somit ist eine verschleiß- und abdruckfreie Lagerung der Mechanik garantiert. Die Mechanik wird im Rumpf an einem Holzgerüst befestigt, das bis zum ersten Depronspant reicht. Die Verbindung an dieser Stelle muss ich noch ein wenig austüfteln. Wenn das Flugzeug steht, dann ist die statische Last wahrscheinlich groß genug, um ein Biegemoment zu erzeugen, das ausreicht, um den Spant von der Rumpfbeplankung entgegen der Flugrichtung abzuscheren. Dazu kommen noch die Belastungen durch etwaige unsanfte Landungen oder Unebenheiten vom Boden. Naja, das hat ja noch Zeit. Am ehesten eignen sich hier Balsaleisten, die vom Haltegerüst nach hinten zur Fläche weglaufen und an die Rumpfbeplankung geklebt sind. Evtl. liese sich auch ein dicker Cockpitboden realisieren, der die obere Kraftkomponente aufnimmt. Dann könnte man die Zugkraft, die am unteren Ende des Gerüsts entsteht, dadurch abfangen, indem man die Balsaleisten entlang des Rumpfbodens verlegt. Irgendwie klappt das schon. Das Gerüst selbst wird noch ausgespart und verstrebt, so wird es leichter.

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  9. #24
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    Standard Verriegelungsmechanismus

    Der Verriegelungsmeachanismus des Fahrwerks (in diesem Falle beschreibe ich die Funktion nur für's Bugrad, der Rest ist analog dazu) funzt so: Ein stinknormales Servo - früher waren das die Graupner C577, heute ein 3,15€-Servo von HK - wird gehackt. Den Begriff kennt der ein oder andere vielleicht schon, wäre schlimm wenn nicht Das heißt, das Poti wird von der Drehachse abgekoppelt und außen seperat angebracht, sodass es von der großen Drehscheibe nur noch zu fest vorgegebenen Positionen berührt wird. Dies erreicht man dadurch, dass auf der Scheibe ein Mitnehmer sitzt, der bei entsprechender Stellung der Scheibe zum Poti diesen berührt und die voreingestellte Sollabweichung von lumpigen 10% (dadurch dreht das Servo auch so schön langsam) innerhalb von Bruchteilen eines Millimeters abbaut. Das Servo kommt also zum Stehen, sobald der Poti auch nur einen winzigen Ticken bewegt wird. Die Verbindung Mitnehmer zu Poti wird durch eine auf dem Poti aufgeklebte Nadel erreicht, es kann auch ein dünner Hebel sein. Dieser ist durch eine zugfeder gespannt, sodass der Mitnehmer auf der Servoscheibe den Hebel mit dem Poti von beiden Seiten aus anfahren kann. Dies gewährleistet den Betrieb des Servos für Vor- und Zurückdrehen. Also Fahrwerk ein- und ausfahren.
    Von der großen Servoscheibe laufen dann drei Bowdenzüge ab. Zwei für die hinteren Hauptfahrwerke, einer fürs Bugrad. Wie das noch alles an eine Servoscheibe passen soll, weis ich selbst noch nicht so recht, ich hoffe keinen Drahtverhau zu bekommen, wenn ich das mal ausprobiere.
    Und jetzt kommt der Teil, bei dem sich alle immer Fragen: Wie krieg ich so ein Fahrwerksbein bloß verriegelt??? Nunja, im Original wurde dies durch doppelte Kniehebel (bei großen Flugzeugen) oder durch einhaken in Verriegelungskulissen realisiert. Bei mir wird es die Verriegelung mittels seitlichem Scherstift sein. Das schwierige daran ist im Modellbau, dass man zwei Bowdenzüge, die unterschiedliche Steuerzeiten haben, an einem Servo betrieben muss. Ok, man muss nicht, man kann's auch aufwändig machen mit Doorsequenzer oder mehreren Servos, die alle miteinander über den Sender programmiert sind. So einen Sender hab ich aber nicht, außderdem soll es ja schön klein werden und leicht bleiben.
    Die beiden Bowdenzüge (zwei für je ein Fahrwerksbein: einer fürs Einklappen, der andere verriegelt) werden irgendwann auf dem Weg zwischen Servo und Fahrwerksbein zusammengefasst. Das gemeinsame Ende sitzt am Servo, vorn am Bugrad zB. kommen zwei Drähte an. Jetzt das knifflige: Während der eine das Bein ausklappt, darf der andere noch nicht verriegeln. Oder anders herum, während der eine verriegelt, darf der andere das Bein nicht weiter ausklappen. Ja das hört sich jetzt mal total perplex an, ist aber so. Die Lösung dieses Problems ist denkbar einfach: Währden der eine verriegelt, dehnt sich der andere. Oder wieder umgekehrt: währden der eine ausklappt, wird der andere gedehnt. Die Dehnung muss sein, denn einer der beiden darf sich ja nicht bewegen, sonst klemmt's. Das geht mit zwei Drähten die von der Betätigung zueinander gekoppelt sind nur dann, wenn einer sich eben bewegen darf, der andere nicht. Nun kann man die Dehnung aber schön einfach abfangen: Über eine Feder! Diese ist im Draht eingebaut, besser gesagt, der Draht wird an einer Stelle zu einer Feder Z-förmig gefaltet. So kann er sich schön dehnen, während der andere weiterzieht und das Fahrwerksbein verriegelt. Der Dehndraht wird dann gedehnt, wenn das Fahrwerksbein vollständig ausgeklappt ist. Dann fängt die Feder an zu arbeiten und wird gestaucht, währen der zweite Draht den Scherstift einschiebt. Beim Einklappen geht das dann in umgekehrter Reihenfolge. Der Scherstift wird herausgezogen, sobald dies geschehen ist, wird die gespannte Feder des anderen Drahts entlastet und das Bein wird wieder eingezogen.
    Puh, jetzt ham wir was geschafft, meine Finger sind wund vom Schreiben, meine Augen sehen nix anderes mehr als einen viereckigen Bildschirm
    Jetzt dürft ihr euch die Köpfe wunddenken, ob da vlt ein Haken drinne is oder ob's tatsächlich funzt. Leider kann diese Methode bei dem kleinen Flieger hier eine Menge Gewicht mitbringen. Mal sehen....

    Jetzt erstmal gut Nacht
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  10. #25
    User Avatar von depronator.
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    Standard Fahrwerk.

    Das waren aber viele Buchstaben.
    Ein Bild sagt mehr.

    Gruß
    Juri
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  11. #26
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    Standard

    Tja, leider gibts das noch nicht so, dass ich ein Foto schießen könnte. Ich habe zwar das Servo und die Idee, aber deren Umsetzung muss noch so lange warten, bis überhaupt mal der Flieger an sich fertig ist. Notfalls kann man ja immernoch ein normales Servo zum Betätigen verwenden, sieht zwar nicht dolle aus, wenns so schnell einklappt, aber man kann zumindest mal fliegen, was ja auch die Hauptintention meines Unterfangens hier ist. Am Fahrwerk selbst habe ich ein bisschen weitergearbeitet. Bilder folgen gleich
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  12. #27
    User Avatar von depronator.
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    Standard

    Zum Verlangsamen des Servos gibt es Module oder Funktion im Sender.
    Ein gehacktes Servo habe ich nur ein Mal gemacht. War mir auf Dauer zu wackelig alles.
    Bin auf deine Lösung gespannt...

    Gruß
    Juri
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  13. #28
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    Standard Bugrad

    Habe das bugrad nochmal überarbeitet. Die Verriegelung erfolgt nun nicht mehr von der Seite, sondern von Richtung Tragfläche aus. Hat den Vorteil, dass ich mir eine aufwändige Umlenkung des Drahts von Längsrichtung auf Querrichtung erspare. Das hätte man zwar trotzdem machen können, aber ich will mich hier nicht unbedingt verkünsteln. Am besten man hält es so einfach wie möglich. Da man von der Mechanik sowieso nix mehr sieht, ist es auch egal, wie einfach oder primitiv sowas gemacht wird. Hauptsache es funzt und ist schön leicht.
    Allerdings wird das noch lange nicht die endgültige Fassung sein, denn ein Servo zum Anlenken des Bugrades muss auch noch in die Mechanik rein. Das Servo wird dann miteingeklappt. Nun wirds ganz schön eng zwischen den Haltern. Daneben ist die Anlenkung vom Servoarm zum Tauchrohr etwas knifflig, da ich hier keine normale Führungsschere verwenden werde. Man könnte vielleicht sogar in dieser Größe eine funktionsfähige Führungsschere bauen, aber dann muss das Standrohr drehbar im Drehbock (der Holzplatte in meinem Fall) gelagert sein. Diese Drehlagerung erspare ich mir, indem ich das Tauchrohr komplett bis oben über den Drehbock einfedern lasse. Die Feder sitzt dann auch nicht im Rohr selbst, wobei dies schon realisierbar wäre, das Rohr hat einen Durchmesser von 6mm innen. Gefedert wird über eine Biegefeder aus einfachem Stahldraht, die kann man schön abstimmen auf statische Einfederung und passende Federrate. Ob das funktionieren wird - nagelt mich bitte nicht fest, ich hab keine Ahnung ob mein Plan aufgeht. Wir werden sehen.

    Juri, das mit dem gehakten Servo probiere ich einfach mal aus. Habe es schon zerlegt, den Poti ausgebaut, am Sender 10% Servoausschlag einprogrammiert auf einen Schaltkanal. Wird dieser betätigt, dann dreht die Servoabtriebswelle langsam genug, dass man über eine Hebelanlenkung das Fahrwerk schön langsam ein- und ausklappen kann. Das Poti fungiert hierbei nur noch als Endschalter. Da der Ausschlag nur 10% beträgt, müsste das Servo sofort zum Stillstand kommen, wenn es den Poti ein ganz klein Wenig weiterdreht. Der Poti wird von der Abtriebswelle entkoppelt und sitzt unter einem Hebel, der durch eine Feder gespannt ist. Das Servo kann diesen Hebel mit beiden Drehrichtungen anfahren und betätigt den Hebel (und damit das Poti) über einen Mitnehmer auf der Servoscheibe. Der Vorteil:
    -Ein schweren Getriebeantrieb mit zusätzlichen Endschaltern und Servo zum betätigen spart man sich, indem man die Eigenschaften eines Servos ausnutzt
    -Man braucht sich kein Delaymodul kofen, oder gar einen teuren Sender mit einstellbarer Servogeschwindigkeit. Sowas hab ich leider nicht
    -Die gespaarten Euros kann man dann in Form von viel Zeit in eine lange und umständliche Fummelei eines gehakten Servos stecken

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  14. #29
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    Oha, schon wieder so viele Buchstaben...
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  15. #30
    User Avatar von depronator.
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    Zitat Zitat von redpyle Beitrag anzeigen
    Oha, schon wieder so viele Buchstaben...
    Das passt schon!

    Gruß
    Juri
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