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Thema: Absturzursache Servos?

  1. #1
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    Standard Absturzursache Servos?

    Problem:
    Ich flog den Gnumpf zwei mal in folgender Konfiguration: Motor Webra 35-er; Gasservo HS-81; Höhe und Quer Volz Metallgetriebe; Empfänger Micro 8 DS ACT; Empf.akku 4x1000 mAh Sanjo

    Das Modell ist mir zwei mal mit gleichen Erscheinungen abgestürzt, wobei nach dem ersten Crash natürlich komplett neu gebaut wurde (da war nix mehr zu reparieren) und auch ein Teil der Innereien ersetzt wurde (Akku, Schalter, Gasservo).

    Aber was war passiert? Gnumpf wird ja mit Dauervollgas geflogen, was auch sehr gut zu beherrschen ist. Er flog dann (von allein!!!) mal eine halbe Rolle mit anschließendem Außenlooping. Ein anderes Mal folgten einer undefinierbaren Figur viele Loops bis zum Einschlag. Alle unkontrollierten Zustände fanden in relativer Nähe zu mir statt. Ein Reichweitenproblem hatte ich grundsätzlich nicht (wurde getestet).

    Ich habe also versucht, die Ursache für die Abstürze einzugrenzen.
    Mein Sender funktioniert mit allen anderen Modellen ohne Probleme.
    Der Empfänger funktioniert in anderen Modellen ohne Probleme.
    Akku und Schalter wurden ja gewechselt, waren also jeweils andere.
    Gasservo wurde gewechselt.
    Die beiden Volzservos (Quer, Höhe) waren in beiden Modellen verbaut.

    Jetzt mal meine konkrete Vermutung/Frage:
    Die beiden letztgenannten Servos waren meiner Meinung nach die einzigen Komponenten, welche nicht auch in anderen Modellen verbaut sind/waren bzw. die ausgetauscht worden sind. Ist es möglich, dass ein (defektes?) Servo die Anlage massiv stören kann? Kann das etwas mit dem Metallgetriebe zu tun haben (Knackimpulse)?

    Ich habe aus Sicherheitsgründen bisher darauf verzichtet, den Gnumpf noch einmal zu bauen, da mir diese unkontollierbaren Abstürze echt zu heiß sind. Deshalb fällt auch das Experimentieren mit den Kompnenten flach, da ebenfalls zu gefährlich. Hat jemand schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht? Kann man mit einem Servotester ein Servo wirklich sicher checken? Was ist in diesem Fall eine sichere Methode?

    Okay, das sind viele Fragen. Aber ich bin halt etwas ratlos...

    Unten ist der Gnumpf zu sehen, falls ihn jemand nicht kennt.

    Gruß Mirko
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  2. #2
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    Avatar von Andreas Maier
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    Standard

    wie war die Verbindung Gasservo zur Drossel?

    sollte an der Drossel ein Metallgabelkopf eigehängt gewesen sein,
    dann hattest du Knackimpulse.


    gruß Andreas
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  3. #3
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    Standard

    Da war ein Kunststoffbowdenzug dran, an dem ein Plastikgabelkopf hing, eben wegen der Knackimpulse. Das mache ich bei allen Verbrennern so, da mir diese Fehlerquelle schon bekannt ist. Aber danke für die Antwort.

    Mirko
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  4. #4
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    Standard

    Hallo Mirko,
    ich hatte vor kurzem einen recht ähnlichen Effekt, allerdings bei so billigen Mikro Servos. Die Ursache an meinen Servos war wohl die Qualität des Poties. Ich konnte das Problem nur einmal am Boden nachvollziehen. Das Servo blieb einfach in einer Position stehen und war vom Sender aus nicht mehr zu bewegen. Ein leichtes Bewegen des Ruderblattes mit der Hand und das Swervo lief wieder. In der Luft ist das dann fatal, hatte aber in meinem Fall keine gravierenden Auswirkungen das es sich um eine Schaumwaffel gehandelt hat. Ein elektronische Rückwirkung der Servos in den Empfänger und dadurch verursachte Störungen halte ich für unwahrscheinlich.
    Gruß -Stephan-
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  5. #5
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    Hallo,

    als ich vermute mal fast der Fehler liegt im Empfänger oder Spannungsversorgung. Ich hatte vor 3 Wochen auch einen Absturz mit dem DSQ DS8 digital von ACT. Plötzlich war die Kontrolle weg und ich konnte nur noch zugucken wie sich meine Ex- „Extra“ mit Vollgas in den Boden bohrt.

    Gruß
    Paul
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  6. #6

    Idee Störungen durch Servos

    Hatte ich schon mal , Pluskabel an einer Servoplatine hatte schlechte Verbindung,und alle restlichen Servos gestört.Nachlöten der entsprechenden
    Lötstellen brachte dann Abhilfe. Bei einem Wackelkontackt in der Steckerleiste des
    Empfängers ,kann der gleiche Fehler auftreten.


    Gruß EDE
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  7. #7
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    Zitat Zitat von Stevie-1
    ...

    Die Ursache an meinen Servos war wohl die Qualität des Poties. Ich konnte das Problem nur einmal am Boden nachvollziehen. Das Servo blieb einfach in einer Position stehen und war vom Sender aus nicht mehr zu bewegen. Ein leichtes Bewegen des Ruderblattes mit der Hand und das Swervo lief wieder.
    ...
    Moin,

    das beschriebene Fehlerbild spricht eigentlich gegen das Poti und für einen defekten Motor, z. B. mit minderwertigem, verbranntem Kollektor.

    Hintergrund: So ein servo ist ein Regelkreis, der Servoimpuls gibt die Sollposition, das Poti meldet die Ist-Position und die Elektronik lässt den Motor so lange in die eine oder andere Richtung laufen, bis beides übereinstimmt.

    Wenn das Poti einen Wackler hat, steht das Servo deswegen eher nicht still sondern spinnt unkontrolliert rum, da die gemeldete Ist-Position nicht stimmt, über den Sender sollte das Servo zumindestens zum Leben zu erwecken sein.

    Wenn es nur still steht und nach einem manuellen Bewegen wieder läuft, ist das ein ganz anderes Fehlerbild. Dies tritt beispielsweise auf, wenn ein Elektromotor eine verbrannte Kommutatorlamelle hat und die Bürste somit keinen elektrischen Kontakt bekommt. Drehst du von Hand den Kollektor auf eine andere position, haben die Bürsten wieder kontakt. Verbrannter Kollektor, Kohlenklemmer, ... da kommt einiges in der Mechanik in Frage, das Poti aber nicht wirklich, auch wenn sie viel gescholten sind .
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  8. #8
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    Ja und nu?

    Was mich eben ratlos macht, ist die Tatsache, dass beide Modelle einige Zeit lang völlig problemlos flogen. Nach dem ersten Crash habe ich den Akku und das Schalterkabel gleich entsorgt. Der Empfänger wurde auch getauscht. Wenn ich Knackimpulse oder sowas hätte, dann müssten die doch permanent auftreten. Oder?
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  9. #9
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    Moin,

    wenn du andere Flieger hast, die einwandfrei funktionieren, solltest du davon ausgehen können, dass dein Sender i.O. ist.

    Ansonsten stecken in dem Flieger wenn ich das richtig verstanden habe, 3 Servos, ein Empfänger und ein bischen Verkabelung.

    Ich verwende beispielsweise fast nur selbst gelötete "Kabelbäume" in meinen Fliegern, wenn ich sie mal so nennen will. Da ist die Kontrolle recht einfach. Schalter sind Kontaktstellen und somit theoretisch problematisch. Ansonsten Servos aufschrauben und die primären Lötstellen kontrollieren, wurde indirekt alles schon geschrieben.

    Wenn du nichts offensichtliches findest und so ein mangelhafter Motor, wie ich ihn oben beschrieben habe, den findest du nicht unbedingt direkt, hilft eigentlich nur das Entsorgen der kompletten Komponenten, alternativ das Testfliegen in einem Flieger, der es ab kann, z. B. ein EPP Nuri, aber die Frage ist, ob du dir das antun willst.

    Ansonsten hätte beispielsweise die MC24 einen servotester, der dauerhaft läuft. Damit könntest du die Servos längerfristig laufen lassen, ohne dass du dauernd in den Knüppeln rühren musst. Primär fragwürdig wären die von dir in Frage gestellten Servos. Wenn du mit nur diesen den Fehler reproduzieren kannst, gut, dann nimm weitere Teile weg und das so lange, bis du das Teil gefunden hast.

    Wenn du an den Bauteilen hängst und an den Service der Hersteller glaubst, dann schicke sie ein und lasse sie kontrollieren. Ist aber wie mit einem Auto: "Alle 3-4 Wochen habe ich kurzzeitig Motoraussetzer, habe schon etwas gebastelt, konnte es aber nicht beheben!" Was kommt dann von der Werkstatt? Wenn sie seriös sind, sagen sie klar, dass sie eine Sichtprüfung machen, den Fehlerspeicher auslesen, daraus aber nicht zwangsweise schlau werden und wenn es nicht bei ihnen auftritt und sie nichts offensichtliches finden, sie halt auch machtlos sind.

    Deshalb: Schau nach, ob du was offensichtliches findest und ansonsten überlege dir, ob du mit den besagten Fernsteuerkomponenten noch ein weiteres Modell riskieren willst.

    Ich befürchte nur, dass du lieber was anderes lesen willst . Denke aber nicht, dass es das "Garantie-Kochrezept" gibt.
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  10. #10
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    Eike,

    ich will ehrliche Meinungen hören!!! Danke.
    Hab natürlich schon darüber nachgedacht, die restlichen Komponenten schön im Schrank zu lassen. Aus Sicherheitsgründen ist das wohl besser so. Es ist schon ein blödes Gefühl, wenn so`ne Rennmaschine plötzlich ihr Ding macht. Ehrlich! Ich hatte ja auch zwei Mal Glück, dass die Kiste relativ weit vom Platz entfernt (ca. 300-400 m) eingeschlagen ist. Ich will nicht darüber nachdenken, wenn sowas im Vorbereitungsraum abgeht...

    Deswegen suche ich ja nach Lösungsansätzen. Es wäre ja genauso möglich, dass die grundsätzliche Anordnung der RC-Anlage scheiße war. Aber da lässt sich modellbedingt nicht viel dran ändern. Oder auch externe Störquellen kann ich ja nicht grundsätzlich ausschließen. Ist ja auch schon alles da gewesen. Bis jetzt habe ich mich halt damit beruhigt, dass ich eben kein Gnumpf mehr baue und auch die Bauteile nicht mehr verwende. Aber das Teil fliegt sooo geil...

    Gruß Mirko
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  11. #11
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    Moin Mirko,

    ich kann deinen Punkt voll und ganz nachvollziehen, fliege selbst gerne sowas - nur halt elektrisch. Tokoloschi beispielsweise. Möchte nicht erleben, dass der wo unkontrolliert einfährt, hatte bisher Glück bzw. habe sich anbahnende Fehler bisher immer rechtzeitig gefunden.

    Ich halte den Gnumpf störungstechnisch für wesendlich harmloser als einen Tokoloschi oder sogar einen Pylon400. Es ist "nur" ein Glühzünder, die fließenden Ströme sind nur die der Servos, ... und der Bauraum im Rumpf ist für meine Maßstäbe üppig. Dafür hast du aber die Vibrationen des Verbrenners, wobei ein wesendlich höher drehender Elektroantrieb auch nicht zu unterschätzen ist...

    Meine Einschätzung ist durchaus geprägt davon, dass ich schon mal einen Gnumpf habe fliegen sehen und selbst auch nicht zu artfremde Flieger bewege . Ansonsten weiß ich aus beruflicher Erfahrung, dass gerade sporadisch auftretende Fehler extrem schwer zu finden sind und du nicht die Garantie bekommen wirst, dass er beseitigt ist, es sei denn du findest wirklich etwas eindeutiges.
    Kann auch sein, dass die 3 Servos am gehabten Empfänger mehrere Abende problemlos durchlaufen (z. B. MC24 Servotest) und im Flieger mit Vibrationen nach einer halben Stunde wieder was auftritt.

    Wenn du einen eindeutigen Fehler findest, mit dem weiterhin fehlerhaften Teil der Fehler in obigem Test reproduzierbar ist und er ohne das Teil bzw. nach Reparatur nicht mehr auftritt, dann würde ich persönlich den restlichen Komponenten noch eine Chance geben. Sonst nicht, vor allem nicht in einem solchen Flieger.
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  12. #12
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    Idee

    ...siehe Paralleluniversum...

    Matias
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  13. #13
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    Jepp,

    danke für die Hinweise!!!

    Gruß Mirko
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  14. #14
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    Ich hatte durchaus schon leitungsgeführte Störungen, die durch laufende Servos verursacht wurden.
    Bsp1: Immer wenn ein bestimmtes Servo bewegt wurde, haben die anderen Servos angefangen zu zappeln.
    Bsp2: Bei jeder beliebigen Servobewegung wurde das Bild der BEC-gespeisten Funkkamera gestört. Da es eine 2-mot war, konnte ich die Cam an das zweite BEC hängen und seitdem gibt es diese Störungen nicht mehr. Ein klarer Hinweis darauf, dass die Störungen leitungsgeführt waren.
    Ob bestimmte Servos mehr oder weniger zu so etwas neigen und ob etwas vergleichbares bei dir aufgetreten sein kann, vermag ich allerdings nicht zu beurteilen - ich kann lediglich sagen, dass es diesen Effekt grundsätzlich gibt.
    Dieter
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  15. #15
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    Hallo Mirko,

    mich würde interessieren ob Du in der Lage warst noch Gas wegzunehmen?

    Wenn das nicht der Fall war kommt eigentlich nur eine Störung des Empfängers in frage. Ich Tippe auf die Stromversorgung. Oft laufen die Servos bei abnehmender Spannung irgendwann in die Endstellungen. Vielleicht war es beim ersten mal das Alter des Akkus, und beim zweiten mal ein neuer, noch nicht richtig formierter Akku. Das Ergebnis ist gleich, es kommt zu einem Zusammenbruch der Spannung. Das passiert ohne Warnung ziemlich plötzlich.

    Gruß Holger
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