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Thema: Sender halbtot - Kabel abgegangen!!!

  1. #1
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    Standard Sender halbtot - Kabel abgegangen!!!

    Hallo!

    Gestern ist mir folgendes passiert:
    Lasse den Motor meiner Schleppmaschine laufen, Maschine hing gesichert am Zaunpfosten, da ich die Vollgasnadel einstellen wollte. Als ich den Gasknüppel wieder in Leerlauf schiebe, läuft der Motor bei Vollgas weiter. Verdutzt habe ich ihn dann per Zündschalter abgestellt, und dachte mir, dass das Gasservo defekt ist. Aber dem war nicht so, alles noch da, wo es hingehört.

    Beim anschließenden Check gingen alle Servos, bis auf Gas und Querruder, die liegen am linken Knüppel (Mode 4).

    Hab dann den Picojet genommen, Akku angesteckt - keine Motorfunktion, keine Querruderfunktion, aber die Höhe (rechter Knüppel) ging.

    Sender aufgemacht und siehe da: Das Massekabel von der Elektronik zum linken Knüppelaggregat war an der Lötstelle am Poti abgebrochen, der zweite Poti des Knüppels war damit ebenfalls ohne Funktion, da dieser an den ersten Poti mit Masse gekoppelt ist.

    Es spielt jetzt keine Rolle, welcher Sender es ist (nicht dass hier wieder eine Grundsatzdiskussion losbricht), der Sender ist nun genau sieben Jahre alt und meine Frage ist: Muss ich mir nun Sorgen wegen der Kabel machen? Es macht keinen Sinn, alle Verlötungen nachzulöten, das Kabel ist da abgebrochen, wo die Kabelisolierung endete, also unmittelbar vor dem Lot.

    Das Kabel war nicht unter Zug oder Spannung verlegt, ist aber wegen der Beweglichkeite des Kreuzknüppels entsprechend mit in Bewegung.

    Nicht auszudenken, wenn mir das 5 Minuten später in der Luft passiert.....

    Was meint ihr dazu? Kann es sein, dass das Kabel "oxidiert" ist und deshalb abbrach? Ich kenn das bisher nur von älteren Akkuzuleitungen, wo die Massekabel regelrecht grün sind, aber da fließen auch hohe Ströme - aber nicht doch beim Sender!

    Soll ich die Anlage einschicken und sicherheitshalber alle Kabelstränge neu verlegen lassen???

    Ich bin natürlich jetzt unsicher, ob ich den Sender so nochmal verwenden kann, wer weiß, welches Kabel sich als nächstes verabschiedet.....
    Gruß
    Klaus
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  2. #2

    Standard Hauchdünne Klingeldrähte an den Poti´s ...

    Hallo Klaus

    Das Problem ist herstellerunabhängig, auch wir haben schon nachlöten müssen ...

    Ab und zu Sichtkontrolle, der Rest ist Glaube und Vertrauen an die Technik ...


    Grüße Spunki
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  3. #3
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    Standard

    Das Problem ist nicht neu, bin deshalb schon im Fangzaun "gelandet". Es gibt 2 Möglichkeiten des Bruches oder eine Kombination aus beiden:
    1. Ermüdung im Übergangsbereich hart / weich (grad hinter dem Lot). Abhilfe bessere Litze (höher verdrillt) und gute Fixierung sodass sich nichts bewegt.
    2. die normalerweise verwendeten PVC Aderisolierungen setzen bei Löten etwas Chlor frei das greift dann das Kupfer an. Abhilfe Aderisolierung PE, PP, SPS oder Silikon.

    Aber erzählt das mal den Herstellern. Also bleibt nur eigene Kontrolle und Vertrauen.

    Gruß Hermann
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  4. #4
    Vereinsmitglied Avatar von Michael Brakhage
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    Standard

    hallo

    ist ein typischer bruch. das kann dir immer und überall passieren. da das kabel wahrscheinlich nicht gesichert war wird es durch die leichten knüppelbewegungen immer ganz minimal mitbewegt. irgentwann bricht das kabel. meist kurz innerhalb der isolierung , weil das lötzinn beim löten bis in die isolierung hochzieht(kapillareffekt). die einzig sinnvolle lösung ist es das kabel irgentwie mechanisch um die lötstelle herum zu entlasten. futaba z.b. verwendet hier irgenteinen komischen kleber oder mittlerweile auch stecker(crimpverbindung). du kannst auch Elastosil E43 verwenden.

    sei froh, das du den fehler gesehen hast. und das er dir am boden passiert ist. meist bricht das kabel und du siehst es nicht, weil es durch die isolierung noch gestützt wird. das ist dann äusserst ärgerlich.
    Michael Brakhage
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  5. #5
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    Moin,

    unsere Funken sind nun mal Spielzeugtechnik, eben aus genau solchen Gründen. Solche Lötstellen brechen irgendwann, eben wegen dieser Unstetigkeitsstelle hart/weich und das hat nichts mit der Höhe der fließenden Ströme zu tun sondern nur damit, wie oft das Kabel an der Stelle gebogen wurde und ob das Kabel gerade in eine Richtung absteht von der Lötstelle, so dass es etwas mehr oder etwas weniger auf Biegung belastet wird.

    Wir leben bei uns mit vielen solchen Stellen, wo das Gut/Böse an solchen lapidaren Kleinigkeiten hängt, die nicht mal mehr unter den Begriff "Pfennigartikel" fallen . Teilweise gibt es aber auch Sender, wo die Kabel geschickter verlegt sind und andere, wo dies nicht so der Hit ist, sprich die Lötstellen mehr Bewegung abbekommen.

    Eigentlich kann man gar nicht alle Lötstellen in Sendern, ... Servos, ... immer so kontrollieren, wie man es eigentlich müsste. Der Rest ist eine Mischung aus Gottvertrauen, Leichtsinnigkeit und Sorglosigkeit, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
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  6. #6
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    Solche typischen Allerweltsfehler sind der Grund, weshalb ich meinen Sender nach allerspätestens 10 Jahren ausrangiere, auch wenn er noch bestens in Schuß zu sein scheint.
    Das Zeug altert eben und wenn Du schon mal selbst irgendwo eine Litze angelötet hast und diese Lötstelle nach einigen Jahren kontrollierst, dann weißt Du, wie das Kupfer hinter der Lötstelle durch Oxidation schwarz geworden ist und das Kabel nur noch an wenigen Drähten hängt.
    Etwas länger hält so eine Lötstelle, wenn sie mit Schutzlack oder z.B. Heißsiegelkleber versiegelt und mechanisch fixiert wurde, aber wirklich dauerhaft ist das auch nicht.

    Eine weitere Schwachstelle erster Güte sind die JR-Stecker auf Empfängerseite. Wie schon mein Vorredner schrieb, wir fliegen mit Gottvertrauen in Spielzeugtechnik und verdrängen die hohe Wahrscheinlichkeit eines Versagens der Technik.

    Gruß Gerd
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  7. #7
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    Hi!

    Bei einem deutschen Hersteller wurde das schon vor 25 Jahren mit Pattex (oder Vergleichbarem) gesichert.
    Damals kam es durch Kabelbrüche zu zweierlei Problemen.

    a.) die Funktionen des Knüppelagregates wurden gemischt...(also z.B. Höhe und Seite bewegte sich miteinander.
    b.) Funktion ausser Betrieb...

    Jedoch beides mal ärgerlich, selbst wenn kein Modell dabei zu Schaden gekommen ist.

    Was meint ihr dazu? Kann es sein, dass das Kabel "oxidiert" ist und deshalb abbrach? Ich kenn das bisher nur von älteren Akkuzuleitungen, wo die Massekabel regelrecht grün sind, aber da fließen auch hohe Ströme - aber nicht doch beim Sender!
    Ich denke, daß es sich dabei um einen reinen Ermüdungsbruch handelt...(oder sind Verfärbungen sichtbar?)
    Nebenbei - wo bitte ist denn "Masse" (also Plus und Minus kannte ich ja schon...aber Masse?)
    Sicher meintest Du "Minus"...
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  8. #8
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    Danke für die Antworten!

    Ja, mit Masse meinte ich "Minus", ich sag immer Masse zu Minus, keine Ahnung warum...

    Ich werde mal an allen Kabeln der Knüppelaggregate leicht anziehen, wenn sie noch halten, ist´s gut, wenn nicht, löst sich vielleicht auch das eine oder andere. Anschließend fixiere ich alle Kabel noch mit Heißkleber an den Potis und hoffe auch viel Glück...
    Gruß
    Klaus
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  9. #9
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    @Klaus
    Zitat: "Nebenbei - wo bitte ist denn "Masse" (also Plus und Minus kannte ich ja schon...aber Masse?)
    Sicher meintest Du "Minus"..."

    Frag doch mal Deinen Autoelektriker, er legt den Minus der Batterie immer auf Masse = Karrosserie. Also ist die Masse gleich Minus Ist zwar Umgangssprache, aber noch immer gebräuchlich. Die Jungen lernen so etwas oft nicht mehr, aber dafür weißt Du sicher, dass der Strom von Minus nach Plus fliesst?
    Gruß Hermann
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  10. #10
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    ...eben, ist Umgangssprache.
    Gruß
    Klaus
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  11. #11
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    Standard

    ... sogar recht übliche, wenn es ums Bezugspotenzial geht, was nicht immer gleich Minus für alle Spannungsebenen sein muss, so es mehrere gibt .
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  12. #12
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    Lächeln

    Hallo,

    Masse ist keine umgangssprachliche Bezeichnung, sondern eine feste Bezeichnung in der Elektronik. So wie Plinse schon sagte, der Bezugspunkt einer Schaltung. Kann negativ als auch postiv sein. Gibts auch eine extra Schaltzeichen dafür. In etwa ein umgekehrtes "T". Der Querbalken ab und an fett.

    Tschüß Knut
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  13. #13
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    Zitat Zitat von HFK
    ...aber dafür weißt Du sicher, dass der Strom von Minus nach Plus fliesst?
    Will ja nicht klugscheissen, das kann man so aber nicht stehen lassen!

    Der Strom fließt in einer Schaltung immer von Plus nach Minus. Dahinter steckt, dass der Strom (positive) Ladungen transportiert. Das ist mal so festgelegt worden, als man noch verdammt wenig über die Mechanismen wusste. Alle Grundregeln der Elektrotechnik sind auf diese Konvention aufgebaut.

    In einem metallischen Leiter sind die Träger des Stromtransports Elektronen. Dummerweise sind die Dinger negativ geladen. Damit bewegen sie sich entgegen dem Stromfluss, also von Minus nach Plus.

    Hat man dagegen positiv geladene Ladungsträger (z.B. Ionen), die den Strom führen, dann bewegen die sich auch brav von Plus nach Minus, wie man es sich bei der Definition des Stromflusses einmal vorgestellt hatte.

    Also, man muss schon aufpassen ob den Strom oder die Ladungsträger meint.
    Um die Verwirrung komplett zu machen: Innerhalb einer Stromquelle fließ der Strom tatsächlich anders herum ... Das spielt für uns im Normalfall aber nun wirklich gar keine Rolle
    Gruß aus Teltow
    Achim
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  14. #14
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    Hallo,

    noch eine kleine Ergänzung zur Masse. Für gewöhnlich wird die "Masse" gleichbedeutend mit "Minus" sein, bzw. ist mit dem Potential 0V definiert. Plus auf Masse gibts/gab's unter anderem in engl. Autos und historisch gewachsen, in manchen Fernmeldenetzen.
    Also wenn jemand sagt, er hat die Spannung (Gleichspannung) gegen Masse gemessen hat er sie zu 99% gegen Minus gemessen.

    Tschüß Knut
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  15. #15
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    Standard Technische und Physikalische Stromrichtung

    Hallo Achim,

    Zitat aus Wikipedia (so hab ich es auch mal gelernt):

    Die technische Stromrichtung entspricht angenommenen positiven Ladungsträgern wie z. B. Protonen, die physikalische Stromrichtung den tatsächlich fließenden Elektronen.
    Beachte bitte "angenommenen positiven Ladungsträgern" und "den tatsächlich fließenden...."

    Und: Die Definition für die technische Stromrichtung wurde auch nach der Entdeckung der Elektronen als einheitliche Konvention beibehalten.

    Ist aber für die abgebrochenen Kabel und der "Masse" nicht von Relevanz. Die Hersteller sollten sich mal langsam von bewegten Kabeln im Sender verabschieden, die Technik gibt es ja lange... Wie sieht es denn im neuen High Tech Senda von Futaba aus?

    Gruß Hermann
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