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Thema: alte Technik simulieren

  1. #1
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    Standard alte Technik simulieren

    Moin Zusammen,

    ich muß sagen: wirklich schöne Bilder

    Inzwischen habe ich den Varioprop- Sender etwas aufgearbeitet und die Rumpfattrappe mit dem Varioprop RC- Einbau angepasst (nun ist das System stimmig). Die rote Farbe auf den Empfängerbausteinen ließ sich gut entfernen, ohne daß die Beschriftung großen Schaden nahm. Nun wird noch der Empfänger- Akku "gängig" gemacht (danke für Deine Idee, Patrick ). Den Original Schrumpfschlauch mit der Beschriftung konnte ich ohne großen Schaden von den DEAC- Zellen abziehen. Die neuen Akku- Zellen (2x2,4V im AAA- Format) kommen in einen kleinen GFK- Becher, der mit den Original Kappen abgeschlossen wird. Dann kommt der besagte Schrumpfschlauch wieder drüber. Es ist ein Versuch wert

    Name:  a Varioprop System 70er.jpg
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    Das Varioprop Sender-/ Empängersystem in Stil der 70er- Jahre

    Name:  a Empfängerakku.jpg
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    Akku- Umbau. Ich weiß nicht, ob die DEAC Zellen nochmal zu regenerieren sind (Restspannung zwischen 0,12V und 0,58V pro Zelle).

    Viele Grüße
    Bill

    PS: Der Fuzzi- Bericht für Wiki kommt noch
    Die Menschen streiten; die Natur handelt.
    www.mfg-kutenholz.de
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  2. #2
    User Avatar von Patrick Kuban
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    Standard alte Technik simulieren

    Weil hier eine ausführliche Antwort offtoppich ist, mach' ich mal einen neuen Thread auf ("Da hat man was eigenes. Für's ganze Leben!" Loriot zum Jodeldiplom). Vielleicht kann Bernd Langner Beluga-Bills Post noch vor meinen hier schieben.


    Hallo Bill,

    ich vermutete, daß meine Anmerkung wohl nicht ankommt, daß diese Zellenbauart nie eingestellt wurde. Das liegt nicht an Dir, sondern daran, daß Modellbauer sie seit Jahrzehnten nicht mehr wollten. Andere durchaus, ich kenne sie aus medizinischen Geräten, weil dort die früher[TM] nicht registrierte Abwesenheit einer Selbstentladung durchaus eine eminente Rolle spielt. Man kann diese Batterie ..

    Name:  Variophon-DEAC-Akku_k.jpg
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    .. als Einzelzelle genau maßgleich mit Herstellungsdatum Sommer 2016 hier kaufen. Vergiss den Kauf im medizinischen Bereich, da muß all sowas doppelt und fünffach gegen <glaubstsowiesonedwassesallesgibt> getestet sein, was den EK auf schlapp das vierfache erhöht. Es gibt auch das Format der früheren 500er NiCd-Massezellen, jetzt als NiMh mit doppelter Kubatur und doch ein wenig erhöhter Stressbarkeit: man darf sie tatsächlich mit einem genau angegebenen Strom <soundsoviele> Stunden überladen und mit einem geringeren Strom <soundsoviele> Tage, was dann ein Vierteljahr ergibt. Die oben gezeigten NiCds wurden durch sowas und durch Tiefentladung umgehend getötet = aus Deinen alten Zellen wird da ziemlich sicher das erste Servo Stehenbleiben, wenn Du das zweite auch anzusteuern wagst ;-)

    Ich hab' ned geschaut, was dieser Anbieter noch alles hat und welcher andere ebenfalls, mir reichte der erste Treffer. Das Bild ist von (m)einem Variophon-Akkuklötzchen, bei dessen Anblick sich mit die Fußnägel aufrollen, wenn ich dessen mechanische Dürftigkeit und Viielzahl an Kontaktstellen mit meinen gemachten Erfahrungen (vor allem im Fahrzeugbereich - italienische Moppeds ähnlichen Alters) zusammenbringe. Die Akkus sind daran nicht schuld, sondern die Firma Grundig ;-/


    [weiter im Text]

    Ich dachte als einfache Version (dazu weiter unten noch) die Verwendung des KU-Gehäuses, das 1968 oder '69 rausgekommen war (= alt genug für Dein Diorama ist):

    Name:  Varioprop-Akku_1969_k.jpg
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    Ich hab' da nur zur Anschauung einen ollen 340er Kokam reingelegt, der mal die Empfangsseite eines DLGs versorgte. Der hat dort locker dreimal Platz, um die Verschraubung kann man ihn herumkneten. Er war das in der Rumpfspitze ja auch.

    [ab hier das aufwendige - wobei mit der Übung auch die Erfolge sicherer werden ;-]
    Ich habe nämlich beim Versuch des Runterpuhlens den alten Schrumpelschlauchs oft genug zerrissen. Ich weiß nicht, ob der altert oder ob er damals nicht besser sein konnte oder musste. Denn mit aktuellen habe ich da wenig Probleme. Ich will aber unbedingt den weißen Aufdruck erhalten, sonst könnte ich mich ja einfach im eigenen Warenbestand um kleines Geld bedienen

    Der kommt vorher bei rund 50° in den Ofen. Sonst ist die Gefahr recht groß, daß man mit dem Föhn weiterfährt und zieht, der Blechmantel mit seiner großen Wärmekapazität aber den "gerade erledigten" Schrumpfschlauch sogleich wieder abkühlt. Ich drängel' dabei alte Pinselgriffe mit sanftgeschliffenen Spitzen da durch, um die Erweiterung beim erneuten Föhnen zu halten


    Name:  DEAC_entschrumpeln_1k.jpg
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    Dann ist er nämlich irgendwann so weit (und unzerrissen), daß man ihn einfach drüberschieben kann:

    Name:  DEAC_entschrumpeln_2k.jpg
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    Über die o.e. neuen Knopfzellen. Oder auch ein Alurohr mit angedrehten Rippen und eingelagerten Eneloops.

    servus,
    Patrick
    "die anderen dürfen natürlich weiterhin ihre Bleistifthalter NC-fräsen ..." von purzel
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  3. #3
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    Zuerst wurden alte bzw. kaputte Verbrennungsmotoren mit elektrischen Herzen wiederbelebt, dann alte Sender auf 2.4 Ghz umgerüstet und jetzt sind die Akkus dran. Über einen Mangel an Ideen braucht die Retro-Szene wirklich nicht zu klagen!

    Die guten alten DEAC Knopfzellen kenne ich auch noch, die hatte ich mit 225 und 500 mAh Kapazität. Hat man die nicht versehentlich überladen oder mit zu hohen Strömen überlastet, haben die fast ewig gehalten. Mein erster 2-Kanal AM Handsender von robbe mit 27 Mhz hatte einen 12 Volt 500 mAh Deac eingebaut. Das Teil hatte ich damals als Schüler gebraucht gekauft, da war der Akku schon über 5 Jahre alt. Bei mir hat er dann trotz nicht immer artgerechter Haltung nochmal 5 Jahre mitgemacht, bevor die Kapazität nachließ und ich beim nachsehen weiße Kristalle entdeckte. Meine ersten Empfängerakkus waren auch DEAC, den damaligen Servos genügten die. Bei heutigen Digitalservos würden die sicher gnadenlos zusammenbrechen. Aber für die damaligen Analogservos waren die gut, solange es nicht mehr als 3 oder 4 waren und alle Anlenkungen wirklich leichtgängig waren. Wurden sie leer, hat man das an der Geschwindigkeit der Servos gemerkt, denn die DEAC sackten dann langsam in der Spannung ab. Ihr größter Nachteil war die Empfindlichkeit gegen Überladungen, die Ladezeit mit passendem Ladestrom mußte eingehalten werden - falls man denn wußte, daß der Akku leer war, ansonsten konnte man nur raten. Für mich war es eine Haßliebe mit den DEAC Akkus.
    Nehmt das Alles nicht zu ernst - es ist doch nur Spaß ;-)

    Hobbyaufgabe aus gesundheitlichen Gründen...
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  4. #4
    User Avatar von GC
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    Deac ist doch nix besonders. *prahl*

    Rulag war das einzig Wahre. Damit ist Militky schon in den 50-ern seinen Silentius geflogen. Das Ladegerät hatte eine mechanische Abschaltung. Der Akku wurde dabei in eine Halterung geschoben und wenn er voll war, wurde er dicker und der mechanische Kontakt unterbrochen. Ende des Ladevorgang!;D
    Fliegergruß Gerhard
    Wer Frauen verstehen kann, kann auch durch Null dividieren;).
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  5. #5
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    Ja, Gerhard, und die Lebensdauer des Rulag Akkus lag dabei bei ungefähr 5 - 10 Ladungen. Falls der Silentius nicht wegen Versagen der Zeitschaltuhr schon vorher auf Nimmerwiedersehen verschwand.
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  6. #6
    User Avatar von GC
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    Schorch stimmt alles. Rulag waren, glaube ich, Blei Akkus. Welch verwegene Idee, den Ladezustand an der Bauchigkeit zu messen!

    Meine DEAC Akkus habe ich irgendwann entsorgt und gegen gesinterte SAFT getauscht.
    Fliegergruß Gerhard
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  7. #7
    User Avatar von Patrick Kuban
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    Zitat Zitat von Ingrid L. Beitrag anzeigen
    Man kann diese Batterie als Einzelzelle genau maßgleich mit Herstellungsdatum Sommer 2016 hier kaufen.
    Da ist mir beim Auslagern der Link flöten gegangen. Den oben abgebildeten Akku, über dessen Grundigpräsentierung ich mich echauffiert hatte, gips >hier< in neu und Null Kilometer.

    @Eberhard
    Ich deutete oben schon an, daß die DEAC-NiCd-Massezellen aufgrund ihrer Zellenchemie fast keine Überladung (= Absorption des überschüssigen Wasserstoffs) wegstecken können. Die Krümel sind vom Sauerstoffüberschuß herausgedrücktes Nickelhydroxyd -> da fehlt dann Material in der Zelle und sie ist mechanisch angeknackst. Man hat dazugelernt, könnte heute NiCds deutlich beständiger herstellen. mMn sind die roten Sanyos immer noch ungeschlagen was Lebensdauer, rauhe Behandlung und Tieftemperaturtauglichkeit angeht. In der Kapazität waren NiMhs von Anfang an überlegen, sind aber unter modellbauüblichen Belastungen anfangs massivst, später immer noch deutlich zurückgegangen. Bei den Sanyos hat man nach einer Winternacht im Auto schon gemerkt, daß die gerade nicht soo gut sind. Bei NiMhs hatte man dann gar nix mehr gemerkt. Modellbau-Lithiumakkus fallen sogar bei 20° deutlich ab, ab 10° taugen sie nur noch für LED-Taschenlampen, aber nicht mal mehr für Li-Akku-Heizungen.

    Die Massezellen können leer herumliegen ohne Schaden. Sie vertragen aber Tiefentladung unter 0.9..0.8V/Z nicht so problemlos wie die Sinterzellen von Anfang an: die dürfen bis 0.0V runter. Nur eine Umpolung vertragen alle Nickels nur mit massiven Leistungs- und Lebensdauereinbußen. In einer 12V-Batterie aus zehn Zellen mit Masseelektroden ist bei Tiefentladung der Batterie immer eine die Schwächste, durchfährt die "Strecke" zwischen 0.9 und 0.0V gaanz schnell und - schwupps - isse umgepolt. Bei der nächsten Tiefentladung ist diese angeknackste Zelle noch viel früher dran. Usw ...

    Militky hatte seine Motorlaufbegrenzungen immer nur mit Glimmschnur gemacht, ein Autoknips + Schalter war für seine Schwebefliegerchen um Welten zu schwer. Beim ersten Flugversuch seines u.e. Fliegerchens fand er sie trotzdem unnötig.

    @GC
    Die Rulags waren Bleisammler, sie wurden im Westen (Trizonesien) wie im Osten (SBZ) hergestellt. An der Qualität bestand aber kein Unterschied. Bleiakkus brauchen für gute Qualität eine hohe Sauberkeit der Fertigung, die halt noch nicht überall gegeben war. Die Rulags waren auch als eher billige Versorgung gedacht, wo doch ein wenig mehr Strom gefordert war, als damalige Primärzellen überhaupt liefern konnten. Nickels hätten Militkys FM-248 nicht zum Entfliegen bringen können. Das Gasen beim Überladen unmittelbar als Abschaltkriterium zu nehmen, ist unbedingt zielführend. Die Nickels waren zu sowas nicht in der Lage, konnten außerdem ihre Ladung bei weitem nicht so schnell wie die Rulags aufnehmen.

    BTW: Wegen der Nicht-Sauberkeit gab's in der SBZ, dann DDR, in den Anfangsjahren für die Emzetten und die Simson AWO 425 alternativ (offene) NiCd-Batterien. Die konnten den Dreck vertragen - jahrzehntelang. Meine hatte ich bei Dixiland & Sausewind in Jüterbog (gips heute noch) als NOS frühachtzig gekauft, im Karton stand eine Jahreszahl vorm Mauerbau. Die habe ich vor zwanzig Jahren erstmals befüllt, als ich eine Batterie für meine Motobi brauchte. Sie brachte nicht die aufgedruckte Kapazität, aber dazu kann ich über Bleiakkus aus aktueller Herstellung ebenfalls eine Abhandlung schreiben ... Nach einiger Benutzung habbich die Kalilauge fachgerecht ausgespült und das Ding wieder eingelagert. Da ich davon ausgehe, daß sie in zehn Jahren immer noch einsetzbar ist.

    servus,
    Patrick



    Den da meinte ich, Fred hatte vorher noch ein Bild gemacht:

    Name:  Militky_Silentius_(FMB_Juli59).png
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  8. #8
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    Die Rulag waren Bleiakkus mit der Eigenschaft, sich bei beginnender Überladung leicht aufzublähen. Sie wurden anfangs auch militärisch (Funkgeräte) verwendet, da die Ladetechnik einfach, robust und zuverlässig war, und die Rulag Akkus hielten das erstaunlich lange durch. Im Elektroflug wurden sie strommäßig aber weit über ihren Spezifikationen betrieben, sodaß sie nie lange lebten. Die Frage war, was zuerst stirbt, der überlastete Faulhaber-Motor oder der Akku? Meistens war´s dann doch der Akku. Und in den Funkgeräten lösten die DEAC dank fortgeschrittener Ladetechnik die Rulags ab. Bis auch diese von den gesinterten SAFT NC-Akkus abgelöst wurden, die gegen Überladungen ziemlich resistent waren und dank ihrer Belastbarkeit auch höhere Sendeleistungen ermöglichten.

    Ich denke, daß man mit einem simulierten Retro-Innenleben eines Modells die Zuschauer noch mehr verblüffen kann als mit dem Modell selbst. In alten, nicht mehr funktionsfähigen Rudermaschinen könnte man moderne Servos verstecken, in den Graupner/Grundig Bausteinen einen modernen Empfänger. Die Verkabelung könnte teils Attrappe sein, teils funktionsfähig. Wie man mit den Akkus faken kann, hat Patrick schon gezeigt. Nur die Quelle der heutigen DEAC-Nachfolger hat er nicht preis gegeben.
    Nehmt das Alles nicht zu ernst - es ist doch nur Spaß ;-)

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  9. #9
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    Mal etwas off topic: die Technik aus den 50-ern / 60-ern war eigentlich so schlecht nicht, denn meine Bellamatics / Servo AutoMatics funktionieren auch heute noch tadellos, müssen also nicht simuliert werden. Im Gegenteil: bei mir sind 2 ServoAutomatics seit nunmehr fast 30 Jahren (!!!) im Dauereinsatz, ohne daß sie bis heute schlapp gemacht hätten! Dauereinsatz heißt alle 6 Stunden einmal für ca. 15 Minuten laufen, und das "rund um die Uhr"! Letzteres ist wörtlich zu nehmen, denn ich nutze sie als Aufzug für mechanische Standuhrwerke, die ich auf "Automatikbetrieb" umgebaut habe: wenn die Gewichte nach ca. 6 Stunden nach unten gelaufen sind, werden sie innerhalb einer Viertelstunde (und damit unmerklich fürs Auge) wieder hochgezogen.

    Es war und ist für mich völlig überraschend, was diese Faulhabermotoren mit ihren hauchdünnen Silberdrähten als "Kohlebürsten" so an Laufstunden vertragen!
    Mit freundlichem Gruß
    Gerhard
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  10. #10
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    Hallo,

    Zitat Zitat von Oldchap Beitrag anzeigen
    ---
    bei mir sind 2 ServoAutomatics seit nunmehr fast 30 Jahren (!!!) im Dauereinsatz, ohne daß sie bis heute schlapp gemacht hätten! Dauereinsatz heißt alle 6 Stunden einmal für ca. 15 Minuten laufen, und das "rund um die Uhr"! Letzteres ist wörtlich zu nehmen, denn ich nutze sie als Aufzug für mechanische Standuhrwerke, die ich auf "Automatikbetrieb" umgebaut habe: wenn die Gewichte nach ca. 6 Stunden nach unten gelaufen sind, werden sie innerhalb einer Viertelstunde (und damit unmerklich fürs Auge) wieder hochgezogen.

    Es war und ist für mich völlig überraschend, was diese Faulhabermotoren mit ihren hauchdünnen Silberdrähten als "Kohlebürsten" so an Laufstunden vertragen!
    Die SERVOautoMATIC verwendet, wies mir scheint, nicht die Faulhaber Motoren, sondern eine Sorte von der Fa. Marx-Lüder. Diese Motoren werden auch in anderen Graupner Servos verwendet, z.B. die Unimatic. Diese haben wohl andere/stärkere Bürsten als ein MikroMax.

    Meine Erfahrung mit dem MikroMax Motor, speziell gefertigt für das Flugmodell Silentius aus dem Jahr 1960, war, dass die Bürsten die Stromaufnahme von etwa 3-4A nur so um die 8 Flüge aushielten; die Motorlaufzeit war mit der Glimmschnur-Abstellmethode auf 20 Sekunden begrenzt, wie empfohlen. Die Marx-Lüder Motoren haben da bestimmt eine andere und kräftige Ausführung, und sind nicht mit den MikroMax zu vergleichen. Leider kann ich nicht berichten was für Bürsten die Marx-Lüder Motoren haben, da ich noch keinen geöffnet hab. Es könnten Kohle, oder Kupfergewebe oder auch Blechbürsten sein. Häng hier zwei Bilder zu den Motoren an.

    Die gewöhnlichen MikroMax Motoren in den Bellamatics waren wohl nur für etwa max. 0,7A Stromaufnahme ausgelegt. Siehe das Bild dazu mit dem S&H Logo - die waren wohl von Faulhaber für die Fa. Siemens & Halske gefertigt, und sind bestimmt baugleich mit denen bei Graupner.

    Zitat Zitat von Beluga Beitrag anzeigen
    Moin Zusammen,
    ---
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    Akku- Umbau. Ich weiß nicht, ob die DEAC Zellen nochmal zu regenerieren sind (Restspannung zwischen 0,12V und 0,58V pro Zelle).

    Viele Grüße
    Bill
    ---
    Also das mit dem regenerieren würd ich tunlichst nicht machen. Hatte da mal eine Erfahrung was passieren kann. Meine Empfehlung: Stell den Blaustrumpf in die Vitrine bis zur nächsten Fasnacht, und verwend den dann als 'Knallfrosch'. Gibt bestimmt einen sehr guten Effekt her! Siehe Bild von meinem wies den zerrissen hat.

    Gruss,
    Eppo
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  11. #11
    User Avatar von Patrick Kuban
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    Zitat Zitat von Patrick Kuban Beitrag anzeigen
    Vielleicht kann Bernd Langner Beluga-Bills Post noch vor meinen hier schieben.
    Danke!


    Zitat Zitat von Schorch Beitrag anzeigen
    Zuerst wurden alte bzw. kaputte Verbrennungsmotoren mit elektrischen Herzen wiederbelebt, dann alte Sender auf 2.4 Ghz umgerüstet und jetzt sind die Akkus dran.
    Ein Ratespiel frisch von der Retro Nord:

    Name:  Camouflage-RXen_k.jpg
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    Welcher MPX Royal-Empfänger enthält Jeti, welcher HOTT?

    Nicht mehr ganz so frisch ist das "Wir simulieren einen Elektromotor mit einem Elektromotor" ;-)

    Die Idee mit dem Akku-"Nachbau" kam mir dabei, und meine Begeisterung nahm großen Aufschwung, als ich kurz danach eine der o.e. medizinische Stromversorgung tauschen musste. Das kommt ned oft vor, die Dinger sind ganz offensichtlich besser als die "Hochleistungsakkus" von Feinkost-Albrech^h^Lebensmittelhöker = Nachbau unnötig, ein neuer Anstrich tut's völlig.


    Zitat Zitat von Oldchap Beitrag anzeigen
    [..] denn meine Bellamatics / Servo AutoMatics funktionieren auch heute noch tadellos, müssen also nicht simuliert werden.
    Man kriegt die Motörchen mit ihren 2.4V Nennspannung allerdings nicht unmittelbar an einem Propempfänger zum Laufen. D.h. man kriegt sie schon dazu, sie werden dann vermutlich schnell einen getakteten 5V-Tod am mechanischen Anschlag sterben.

    servus,
    Patrick
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  12. #12
    User Avatar von GC
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    Zitat Zitat von Schorch Beitrag anzeigen
    ...

    Ich denke, daß man mit einem simulierten Retro-Innenleben eines Modells die Zuschauer noch mehr verblüffen kann als mit dem Modell selbst. In alten, nicht mehr funktionsfähigen Rudermaschinen könnte man moderne Servos verstecken, in den Graupner/Grundig Bausteinen einen modernen Empfänger. Die Verkabelung könnte teils Attrappe sein, teils funktionsfähig. Wie man mit den Akkus faken kann, hat Patrick schon gezeigt. Nur die Quelle der heutigen DEAC-Nachfolger hat er nicht preis gegeben.
    Schorch,

    warum eigentlich?

    Mein Mosquito fliegt immer noch sehr gut mit den Graupner Empfängersteckbausteinen und den 4 Servos: HR, SR, Motor ein/aus, Rückwärtslauf (Termikabstieg). Der andere hat dafür 2 Stufen. Die 2x4NiCd wurden einmal parallel und einmal seriell geschaltet. Allerdings mit 35MHz und nicht mit 2,4GHz.

    @Patrick,

    eindeutig: der rechte enthält hott. Sieht man am Telemetrieanschluss und an den Antennen. Habe ich jetzt den ausgelaufenen DeaC Akku ohne Schrumpfschlauch gewonnen?
    Fliegergruß Gerhard
    Wer Frauen verstehen kann, kann auch durch Null dividieren;).
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  13. #13
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    Patrick, du bist liebenswert verrückt

    Ich müßte irgendwo noch ein paar Relikte aus der Elektronen-Steinzeit haben, mehrere Widerstandladekabel, eine Zeitschaltuhr und eine Abschaltautomatik dafür, beide von Titan, ganz in blau. Die Abschaltautomatik hat - wenn überhaupt mal - nur mit NC-Akkus von Varta und Daimon funktioniert. Mit den General Electric und den "Billigzellen" im Pappmantel von Flug-Bufe in Berlin versagte die Abschaltautomatik. Die Billigzellen von Flug-Bufe waren überraschend leistungsfähig, dank des Pappmantels nur ein wenig größer, und man mußte seine Packs selbst zusammen löten. Dabei habe ich erstmalig festgestellt, daß frisch gelieferte Zellen durchaus genug Ladung haben, um die dünne Verbindungslasche gerade dann zum glühen zu bringen, wenn man mit dem Finger da drauf packt *autschiautsch*. Zu der Zeit habe ich 1:12 RC-Cars und E-Rennboote mit 7 und 8 Zellen gefahren, da war ich ca. 12 - 14 Jahre jung. Aus eben dieser Zeit habe ich sogar noch ein paar Analoginstrumente liegen, Voltmeter für 15 Volt, Ampèremeter bis 5 A. Damit hatte ich die Spannungen der 2 kleinen 6 Volt Motorradbatterien im Blick und den Ladestrom auch. Das Ganze war auf einem Bollerwagen mit weichen Luftreifen aufgebaut. Für die damalige Zeit war mein "Ladewagen" schon die Deluxe-Variante, besonders für einen Schüler mit schmalem Taschengeld. Später habe ich die Widerstandskabel eingemottet und mir eine einfache Ladeschaltung selbst gebaut, auf Basis des robusten 2N 3055 Transistors auf einem massiven Kühlblech mit Lüfter und einem Poti zur Regelung des Ladestroms. Dabei diente der Transistor als regelbarer Widerstand. Das funktionierte prima, und meine Freunde haben mich glühend um meinen Ladewagen beneidet.

    Mein Taschengeld floß zwar nicht üppig, aber es reichte, um immer wieder etwas zu basteln, teilweise wurden dafür schonmal alte Zigarrenkisten als Gehäuse wiederverwendet. Da wurde auch mal ein Schuhkarton mit stabilem Papier beklebt und angestrichen, bekam Fächer innen drin und diente dann als Transportbox für die Akkus.

    Ich denke, bei meinen Schilderungen kommen euch Ideen, wie man diese alte Eigenbau-Technik heute in modernisierter Form wiederbeleben kann
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  14. #14
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    Zitat Zitat von GC Beitrag anzeigen
    Schorch,

    warum eigentlich?

    Mein Mosquito fliegt immer noch sehr gut mit den Graupner Empfängersteckbausteinen und den 4 Servos: HR, SR, Motor ein/aus, Rückwärtslauf (Termikabstieg). Der andere hat dafür 2 Stufen. Die 2x4NiCd wurden einmal parallel und einmal seriell geschaltet. Allerdings mit 35MHz und nicht mit 2,4GHz.
    Weil man nie Fernsteuerungstechnik von Graupner hatte, sondern gleich auf die viel modernere von robbe gesetzt hat auch robbe hatte einen solchen Mehrfachschalter zum aufsetzen auf ein Standardservo. Halbe Kraft mit Akkus parallel, volle Kraft in Reihe, halbe Kraft rückwärts parallel, Kurzschlußbremse des Motors bei Motor aus. Ich hatte mit Graupner damals nicht viel am Hut, sondern bin eher mit robbe, Simprop und Multiplex aufgewachsen. Der Graupner-Katalog war der am seltensten durchgesehene, weil da nur wenige interessante Modelle für mich drin waren. Simprop und Multiplex hatten wunderschöne Modelle und tolles Zubehör für Schiffsmodellbau, robbe die Fernsteuerungen und RC-Cars meiner Wahl, und eben auch schöne Modelle
    Nehmt das Alles nicht zu ernst - es ist doch nur Spaß ;-)

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  15. #15
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    Standard

    Hallo Schorch,

    mit den selbstgebauten Ladegerät mit 2N3055 hatten wir wohl die gleiche Idee. Nur hatte ich nur einen Transistor davon, dafür aber die doppelte Spannung und konnte deshalb auch 10NiCd laden.

    Guckst Du hier:

    http://www.rc-network.de/forum/showt...ighlight=fritz
    Fliegergruß Gerhard
    Wer Frauen verstehen kann, kann auch durch Null dividieren;).
    Like it!

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