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Thema: theEDGE – Stealth Design Brettnurflügel (Allround/Hang)

  1. #1
    User Avatar von RobiWahn
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    Standard theEDGE – Stealth Design Brettnurflügel (Allround/Hang)

    Moin! Ich möchte hiermit meine erste Eigenkonstruktion vorstellen!

    theEDGE:

    Name:  tmpphfape_s.png
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    Dies ist nicht mein erster Nurflügel – ich hab‘ das Fliegen vor ~15 Jahren mit dem F4Y mini von Peter Kienzle begonnen (die Details zu meinem 2. F4Y mini sind hier beschrieben) und seitdem zieren neben diversem motorisiertem Kleinkram, ein paar HLGs, Indoor-Shockys und einem motorisierten Thermiksegler (mit Leitwerk) auch einige Brettnurflügel meinen Flugpark. Dazu gehört ein Übercraft Raven (M60-Verwandter – geniale Bauanleitung; hier im Flug: Link) und ein Kaze40 von SlopeSoarer.com. Demnächst kommt ein AX3 von Sebald dazu. Freunde von mir fliegen das Frettchen und Alula. Eigentlich wollte ich vor einer Weile auch ein Frettchen kaufen – aber das gab’s nicht mehr . Darauf kam die Idee es mal mit einer Eigenkonstruktion zu versuchen…

    Die Größe ist identisch zum Frettchen, also 50in / 127cm Spannweite – das passt prima zwischen den Kaze und den Raven. Aber ich wollte nicht einfach nur ein Brett bauen, sondern dem ganzen auch noch einen markanten Look verpassen. Als Jugendlicher war Stealth gerade groß in Mode. Zu der Zeit hab‘ ich Kunststoff-Standmodelle gebaut (für RC reichte das Geld nicht). Großartig fand ich die F-117 und das von Italeri verkaufte russische Gegenstück – die (komplett fiktive) Mig-37 Ferret (Link). Also auch ein Frettchen . Damit hatte ich also meine Designgrundlage. Eine Google-Bilder-Suche nach „Stealth Design“ bringt übrigens tolle Ergebnisse – von Fahrädern über Staubsauger und Sessel bis zu Weckern…

    Das Aerodynamikdesign lehnt sich an eine tolle Anleitung an: „Die Kurzanleitung zur Konstruktion eines Brettes (bis zu 2m): auf einer A4 Seite!“. Außerdem hab‘ ich mir hier und in anderen Foren einen Wolf zu Does und Dont’s gelesen. Hilfreich fand ich auch aerodesign.de und Peter Wicks Artikel im RCSD und diverses anderes… Da für Stealth Design rechte Winkel tabu sind , hat das Gerät einen etwas ungewöhnlichen Grundriss, der aber an einigen anderen Stellen ähnlich zu finden ist. Wie unten zu sehen hab‘ ich im Mittelteil eine leichte Vorpfeilung drin (mehr als eine gerade Vorderkante ohnehin bewirkt). Und die TNT-Randbögen passten wie die Faust auf Auge zum Design. Die gab’s bei Brettern mal hier und da und sind auf aerodesign.de schön beschrieben.

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	Grundriss.PNG 
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    Das Feintuning hab‘ ich mit dem Program Nurflügel / Ranis gemacht. Das Profil ist PW75 mit einem Übergang auf NACA0010 am Randbogen. Der Flügel ist nach außen leicht verwunden. Als Aerodynamik-Rookie möge man mir grobe Fehltritte verzeihen (Tips nehme ich gerne an). Hier die Daten aus der finalen Auslegungsversion. Die .flg-Datei hängt an, falls sich das mal jemand ansehen möchte. Der berechnete Schwerpunkt passt übrigens hervorragend.

    Name:  Ranis.PNG
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    Anhang: theEDGE_v4_pw75+twist.flg

    Das Detaildesign hab' ich mit FreeCAD 0.16 gemacht. Gebaut ist das ganze positiv aus EPP (Danke an Fabian Kopp und Ralph Pinkhaus für die Kerne). Die Fläche ist einteilig. Rumpf und Leitwerk sind abnehmbar. Im Rumpf und der Verbindungstechnik steckt ein bisschen Experimentalmodellbau drin – dazu in einem späteren Post mehr. Nur kurz vorab: Da stecken diverse Lasergeschnittene Alublechteile drin . Der Rumpf ist aber sonst auch aus EPP mit einer robusten Oberflächenbeschichtung - auch dazu später mal mehr. Und damit das zur Gesamtoptik passt ist er nicht verundet, sondern facettiert. Das ist aerodynamisch mit Sicherheit Quatsch, aber was tut man nicht alles für die Optik . Im Rumpf stecken nur Nasenballast und der Akku (4x AAA-Eneloop). Empfänger, Zepsus, Magnetschalter (und natürlich Servos) stecken in der Fläche. Flächenholme sind konische CFK-Rohre aus dem Drachenbau (SkyShark), dabei kommt gezielt PU-Kleber ins Spiel. Oberflächenveredelung ist wie von meinen US-Modellen gelernt Leichtspachtel (um die EPP-Oberfläche glatter zu kriegen), Strapping-Tape und Oracover. Die Ruderanlenkung ist Crossover (Servohorn unten / Ruderhorn oben) mit einer CFK-Abdeckungsröhre und Gabriel Ruderhörnern - also Heavy-Duty… Als Servos hab‘ ich KST-DS135MG drin – die Servorahmen mit Gegenlager sind massiv im EPP eingebettet. theEDGE hat durchgehende Balsaruder mit 50mm Tiefe. Die Finne ist aus Balsasperrholz. Overall wiegt das ganze 810g. Die optische Gestaltung lehnt sich an die Mig an. Für den Schriftzug Danke nochmal an Mike Hill, der mir den Font freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

    Name:  P1220171s.jpg
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    Name:  P1220181s.jpg
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    Ende November hatte ich die ersten Gleitversuche auf der flachen Wiese um den Schwerpunkt vorabzustimmen und dank Tief Theresa (Link) dann Anfang Dezember Gelegenheit für den ersten Hangflugeinsatz. Und der war gut :



    Seitdem hat der Flieger noch im Januar in DK Luft unter die Flügel bekommen (Saltum, an der Nordseedüne). Einmal bei 7-8 Bft (ja, auch das geht…) und ein weiteres Mal bei entspannten 4Bft schönes Halfpipe-Fliegen mit den Möwen . Das Überziehverhalten ist unkritisch – die Nase kippt dann sauber nach vorne, irgendwelche seitenweise Abrisse hab‘ ich nicht bemerkt. An den Querruderausschlägen muss ich noch etwas optimieren. Bei hohem Ausschlag bremst das ganze mehr als das es ein Rollen bewirkt. Vielleicht könnten die Ruder auch etwas kleiner sein, oder doch nicht durchgehend (??).

    Ich werde hier in loser Folge (kann ein paar Tage dauern) noch ein paar Baudetails und Baufotos ergänzen. Eventuell bau‘ ich demnächst noch einen zweiten. Falls dazu irgendwer signifikante Verbesserungsvorschläge hat – immer her damit. Konzeptionell sollte auch ein motorisierter Rumpf oder eine teilbare Fläche machbar sein.

    Bye,
    Robert
    Tuten Gag! Wo finde ich hier ein hönen Schang zum Flanghiegen mit meinem Bodellmau-Zugfleug??
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  2. #2
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    Gefällt mir, würde zwar nicht stealth sagen mag aber die kantige Form und nach vorne gepfeilten Flächen. Wirst du den auch vertreiben?

    Danke
    beste Grüße aus Wien
    Markus
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  3. #3
    User Avatar von RobiWahn
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    Hallo! Danke das er gefällt! Aber ich habe eigentlich nicht vor das Modell zu vertreiben. In der Bauweise ist das für ein EPP-Modell verhältnismäßig aufwendig und teuer. Als Bausatz würde ich ziemlich sicher deutlich über 200Eur landen :-/
    Tuten Gag! Wo finde ich hier ein hönen Schang zum Flanghiegen mit meinem Bodellmau-Zugfleug??
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  4. #4
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    Herzlich willkommen auf , Robert!

    Wie ich sehe, die ersten zwei Beiträge, und dann auch gleich noch die Vorstellung einer Eigenkonstruktion!
    Weiterhin viel Spaß mit Deinem Hobby, und mit dem Gedankenaustausch hier im Forum!

    Servus
    Hans
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  5. #5
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    Cooles Teil

    gratuliere! Ev. kannst du die Verwindung weglassen und dem Flügel etwas V-form geben.
    liebe Grüsse

    Peter
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  6. #6
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    Zitat Zitat von RobiWahn Beitrag anzeigen
    Hallo! Danke das er gefällt! Aber ich habe eigentlich nicht vor das Modell zu vertreiben. In der Bauweise ist das für ein EPP-Modell verhältnismäßig aufwendig und teuer. Als Bausatz würde ich ziemlich sicher deutlich über 200Eur landen :-/
    naja wenn du mal einen zweiten machst und einen ersten über hast...
    Find den Flieger cool und das du uns teilhaben lässt.

    Ich arbeite gerade mehr an teilbarenflächen für nurflügel aber sobald das funkt will ich auch meine eigene Flächen schneiden. Hast du diese CNC gemacht oder von Hand mit Heißdraht geschnitten?
    beste Grüße aus Wien
    Markus
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  7. #7
    User Avatar von RobiWahn
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    Hy,
    ich versuch's mal mit einer Sammelantwort:

    Zitat Zitat von Hans Schelshorn Beitrag anzeigen
    Weiterhin viel Spaß mit Deinem Hobby, und mit dem Gedankenaustausch hier im Forum!
    Danke für die freundliche Aufnahme!



    Zitat Zitat von Peter Wick Beitrag anzeigen
    Ev. kannst du die Verwindung weglassen und dem Flügel etwas V-form geben.
    Danke erstmal für die Blumen .
    Eine leichte V-form ist bereits drin. Die Scharnierlinie ist so getrimmt das sie gerade ist, und die Oberseite ist eben. Hier ein Querschnitt über alle Profilschnitte:

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	use322.png 
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    Über die Verwindung habe ich lange gegrübelt. Ich hab das ganze auch mit Ralph Pinkhaus dikutiert, bevor er mir Kerne geschnitten hat (der vorgestellte 1. Flieger hat allerdings die Kerne von Fabian Kopp - mit identischen Auslegungsdaten; aus denen von Ralph wird bald der 2. gebaut). Ich geb' das hier nochmal wieder:

    Die Auftriebsverteilung ist ohne Schränkung etwas besser:
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Name:	Auftriebsverteilung_neutral.png 
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    Was mir nicht so gefiel war im Schnellflug die Tendenz, dass das Maximum der Auftriebsverteilung nach außen wandert. Das ist nach meinem Verständnis ungünstig. Und ich hatte Befürchtungen das das in Verbindung mit der Vorpfeilung zu ungünstigem Verhalten führt.
    Hier ist ein Vergleich der Auftriebsverteilung bei ~1,2° Klappen nach unten (jeweils "getrimmt" auf 50m/s (viel zu schnell ;-) ):
    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	Auftriebsverteilung_schnell.png 
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    Das entspricht mit Schränkung - wenn ich das richtig verstanden habe - nach Hartmut Siegmann (http://www.aerodesign.de/aero/randbogen.htm) dem Effekt eines TNT Randbogens:

    Im endgültigen Speedflug erzeugt der Randbogen also Abtrieb, da muss man aber wirklich sehr schnell sein, fast senkrecht gen Erdmittelpunkt.
    Aber das passt aber im selben Abschnitt nicht zu der Aussage das der TNT Randbogen eigentlich ohne Verwindung auf ein symmetrisches Profil gestrakt wird. Da verlassen mich dann meine aerodynamischen Laienkenntnisse... Aus der Summe der Punkte bin ich dann halt bei der Schränkung gelandet... Ralph meinte dazu auch das das unkritisch wäre. Zitat aus seiner email an mich:

    Der leichte Peak in der Auftriebsbelastung im Randbogenbereich ist solange unkritisch als das er deutlich unter dem ca max des Profils bleibt. Wichtig ist der induzierte Widerstand und der wird durch 0,5 Schränkung im Endprofil tatsächlich verringert.Dies liegt aber an der Profilwahl NACA0010 an dieser Stelle (Nullauftriebwinkel u.ä.).
    Je harmonischer der Verlauf des induzierten Widerstands ist, desto weniger Widerstand hat der Flügel. Man könnte sagen der Widerstand ist ein Maß für die Unordnung dieser Kurve. Ein idealer Flügel hat einen ganz gleichmäßigen Verlauf des induzierten Widerstands bei allen Anstellwinkeln.
    Vergrößert man die Schränkung, geht der induzierte Widerstand in den negativen Bereich. Man hat größere Differenzen (Sprünge) im Verlauf. Dies bringt verstärkte Wirbelbildung (änhlich Krähenstellung).
    Aber ich bin dann bei der Schränkung geblieben.

    Außerdem noch dies zu meinen Auslegungsüberlegungen:
    Ich bin gemäß den Empfehlungen von hier (http://www.rc-network.de/magazin/art...rt_059-01.html) von einem "schnellen Allrounder" und damit von einem ca von ~0,3 ausgegangen sowie einem aus Foren erlesenen STM von 4%. Aufgrund "schneller Allrounder" bin ich auch beim PW75 gelandet, statt dem PW51 (welches das EPP-Fun Frettchen das 2 Bekannte von mir fliegen und dem KAZE40 haben). Einen Racer habe ich ja mit dem Übercraft Raven schon.



    Zitat Zitat von ML84 Beitrag anzeigen
    Ich arbeite gerade mehr an teilbarenflächen für nurflügel aber sobald das funkt will ich auch meine eigene Flächen schneiden. Hast du diese CNC gemacht oder von Hand mit Heißdraht geschnitten?
    Bezüglich der teilbaren Fläche: Schau dir mal die Anleitung zum Übercraft Raven an: http://www.ubercraft.com/assets/files/PART%20ONE-RAVEN%20WING%20BUILD%20SEQUENCE.pdf
    Das ist (für eine EPP-Fläche) eine ziemlich coole Methode um die Flächenhälften sauber zueinander zu bekommen.

    Die Flächen für theEDGE hab' ich nicht selbst geschnitten, sondern bei Ralph Pinkhaus (http://pinkhaus.net/) bzw. Fabian Kopp (http://www.epp-shape.de/) schneiden lassen. Die Aluteile für die Flächen-/Rumpfverbindung kommen von fabtools (http://fabtools.de/).

    Bye,
    Robert
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  8. #8
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    danke für den Tip hab das jetzt anders gelöst. Sieht ok aus und funkt anscheinend nur wie belastbar muss ich mir noch ansehen
    beste Grüße aus Wien
    Markus
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  9. #9
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    Hallo Robert

    das was du schreibst und was Ralph sagt ist alles richtig.
    Allerdings ist im Schnellflug der Anteil des induzierten Widerstandes am Gesamtwiderstand fast vernachlässigbar. Mein Vorschlag die Schränkung wegzulassen zielte mehr darauf hin das maximale Ca des Profils besser auszunützen. Das heisst man könnte insgesamt ein wenig langsamer fliegen oder enger wenden. Man könnte sogar noch mehr zuspitzen und noch ein wenig mehr an Auftrieb rausholen, ohne dass das Überziehverhalten kritisch wird - ein Vorteil der Vorpfeilung! Allerdings gibts dann irgendwann bauliche Probleme. Für etwas mehr Schnellflug Performance könnte man auch das PW 51 verwenden, Das hat weniger cm, also stellt sich gleich Schnellflug ein - bei Klappe 0. Allerdings kostet das dann etwas Ca max. Das PW75 ist fast mit dem PW51 identisch, hat allerdings deutlich mehr S-Schlag, quasi wie ein PW51 mit negativem Klappenausschlag. Allerdings ist der S-Schlag "harmonisiert" und die nun kleinere Wölbung kompensiert, so dass sie dem PW51 entspricht. Deshalb kann man die Profile gut miteinander verstraken.
    Die Frage ist auch, ob die V-form reicht. Im Video sieht es ein wenig so aus, als die knapp wäre. Flieger mit neg. Pfeilung brauchen in der Regel etwas Mehr.
    liebe Grüsse

    Peter
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  10. #10
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    Zitat Zitat von RobiWahn Beitrag anzeigen
    ...... Oberflächenveredelung ist wie von meinen US-Modellen gelernt Leichtspachtel (um die EPP-Oberfläche glatter zu kriegen).....
    Hallo Obiwan,

    das kannte ich noch nicht, sofort ausprobiert, funzt super!!!!

    mfg
    der Nichtflügler

    tschuldigung, hier ist noch dein R und dein h
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  11. #11
    User Avatar von RobiWahn
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    @ Nichtflügler:
    Zur Oberflächenbehandlung von EPP: Schau mal in die PDFs auf dieser Seite: http://www.ubercraft.com/PAGES/UC-HowTo.html
    Da lassen sich die Kollegen lang und breit über Methoden und Vor- und Nachteile verschiedener Verfahren aus. Oder halt in die Bauanleitung zum Raven (die hatte ich schon mal verlinkt - saugeile Beschreibung, keine Ahnung wie lange die daran getüftelt haben): http://www.ubercraft.com/assets/file...20SEQUENCE.pdf

    @ Peter:
    Danke für die Tipps. Das mit der V-Form werde ich denke ich beim Nächsten ausprobieren - Kerne hab' ich ja schon. Ich hatte auch den Eindruck (gerade beim Erstflug, an der Düne war das nicht mehr so deutlich), das die Geradeausflugs-Stabilität nicht ganz ausreichend ist. Ich bin noch am Überlegen eine 2., etwas größere Finne auszuprobieren (falls das was bringt). Mit der Ermittlung des STM hab' ich mich schwer getan, da mir keine Methode eingefallen ist den T/4-Punkt der Finne zu ermitteln.
    Tuten Gag! Wo finde ich hier ein hönen Schang zum Flanghiegen mit meinem Bodellmau-Zugfleug??
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  12. #12
    User Avatar von RobiWahn
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    Standard theEDGE: Die Rumpf-Tragflächenverbindung (Metallflugzeugbau)

    Hallo nochmal,
    wie versprochen hier ein paar Details zur Verbindung zwischen Rumpf, Finne und Fläche. Die wollte ich gerne zerlegbar haben, um auf ein kleines Packmaß zu kommen. Das ist in EPP aber nicht ganz einfach, das ist dafür eigentlich zu weich . Robust sollte das Ganze auch noch sein, damit ich mir beim ersten Radschlag nicht gleich ein Bauwochenende einhandele (ich geb's ja zu: EPP-Flieger können halt nicht landen...). Sperrholz war damit raus. Erst hatte ich gefräste CFK-Platten für die Konstruktion angedacht – das wäre aber zu teuer geworden und bei einem ernsten Einschlag hätte es möglicherweise Splitter (und damit wieder komplizierte Reparaturen) gegeben. Also Aluminium! Bei Überlast biegt das, und kann mit etwas Glück wieder gerichtet werden (beim Ausleger für die Finne hat sich das bereits bewahrheitet). Lasergeschnittene Bleche gibt’s bei verschiedenen Anbietern zu vertretbaren Preisen.

    Zunächst hier ein Zusammenbaubild aus dem CAD:
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Name:	Rumpf_rev20_transparent.PNG 
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ID:	1739459

    Zur Übersicht: Alle blauen, lila oder grauen Teile (bis auf die Finne) gehören zum Rumpf. Das rote Teil ist die zentrale Rippe der Tragfläche. Die grünen Teile rechts sind mit der Finne verklebt.

    Rumpf: Dieser besteht aus einer senkechten, zentralen Rippe aus 2mm Blech, an die seitlich mehrere 1mm starke Teile angeklebt und vernietet sind. In der Nase stellen diese eine Aufnahme für einen Flitschenhaken her. Die hellblauen Teile im Bereich der Tragflächennase und weiter hinten bilden Schlitze, in die die Tragflächenrippe eingefädelt wird und damit seitlich und nach vorne gehalten wird. Das lila Teil am Rumpfheck ist aus einem 10x10mm Alu-Quadratprofil gefertigt und dient primär als Aufnahme für die länglichen Bleche der Finne. Im vorderen Rumpfteil sind 2 CFK-Röhren in die Rippe eingeklebt, die den Nasenballast und den Akku aufnehmen. Diese sind von hinten zugänglich, wenn die Fläche nicht montiert ist.
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Name:	Rumpf.PNG 
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ID:	1739461

    Fläche: Die EPP-Flächenhälften sind mit Epoxy an die 2mm Alurippe angeklebt. Der große Ausschnitt vorne ist für den Empfänger. Die Rohrholme gehen nicht durch die Rippe, sondern enden bündig zwischen den beiden senkrechten Schlitzen des Blechs. Dort sind dann 20cm lange CFK-Flachprofile (10mm breit) mit PUR-Kleber eingesetzt, die die Holme miteinander verbinden. Vorne gibt’s noch einen 6mm breiten kürzeren Querverbinder und am hinteren Ende der Fläche sitzt quer noch ein Gusset. Diese Konstruktion gibt’s so ähnlich beim Slopesoarer Kaze. Die Rippe ragt an 3 Stellen aus dem Flächenprofil heraus: Vorne oben und unten, sowie hinten einmal nach unten. Diese hintere Fläche hat eine Querbohrung, die dann der zentralen Verbindung dient.
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Name:	Fläche.PNG 
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ID:	1739462

    Finne: An die aus Balsasperrholz geschnittene Finne sind links und rechts 2 Blechstreifen angeklebt, die in das Quadratprofil am Heck eingefädelt werden. Auch diese Bleche haben Bohrungen am vorderen Ende.
    Name:  Finne.png
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    Und hier ein paar Fotos um das Ganze in der Realisierung zu verdeutlichen .
    Dies sind die angenieteten Aufnahmen im mittleren und hinteren Rumpfteil:
    Name:  DSC00519s.jpg
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    Die Aufnahme für den Flitschenhaken. Diese ist aus insgesamt 4 kleinen Blechen aufgebaut. Der Flitschenhaken selbst ist ein zu einem U gebogener Stahlblechstreifen (nicht im Bild).
    Name:  DSC00521s.jpg
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    Hier die Rumpfnase mit den eingeharzten CFK-Rohren. Das Alublech reicht nicht bis nach ganz an die Rumpfspitze, um Waffenscheinfrei fliegen zu können . Die Form des Seitenrisses ist durch ein Stück Moosgummi komplettiert.
    Name:  DSC00544s.jpg
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    Dies ist der komplette Rumpf vor dem Anbau der EPP-Flächenschalen. Im hinteren Bereich sieht man das Quadratprofil, welches einige Schlitze und Bohrungen hat, um mit dem Rest formschlüssig verbunden zu werden. Das Profil ist von hinten aufgeschoben und dann mit Kleber gesichert. Sobald der Verbindungspin drin ist, ist diese aber eigentlich nicht nötig, da dann alle Teile zueinander fixiert sind.
    Name:  DSC00549s.jpg
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    Und hier nochmal der Rumpfrohbau mit den vorgefertigten EPP-Halbschalen. Zu diesen und der Oberflächenbehandlung später mehr. Einmal vor und nach der Montage dieser Schalen.
    Name:  DSC00559s.jpg
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    Name:  DSC00568s.jpg
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    Das Flächenmittelteil mit den beiden nach unten herausragenden Nasen der Zentralrippe:
    Name:  P1220166s.jpg
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    Zusammengebaut wird das Ganze dann folgendermaßen:
    Zuerst wird der Rumpf quasi ‚mit vergrößertem Anstellwinkel‘ angesetzt. Dann wird der BEC-Stecker zwischen Magnetschalter und Akku gesteckt, und der Rumpf bis zum vorderen Anschlag eingeschoben. Das sieht dann so aus:
    Name:  P1220925s.jpg
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    Dann wird der Rumpf bündig an die Tragflächenunterseite angekippt. Dabei fädelt sich die hintere Nase der Tragflächenrippe in den Schlitz im Quadratprofil im Rumpfheck und der Aussparung in den Blechen darin.
    Name:  P1220926s.jpg
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    Als nächstes wird die Finne bis zum Anschlag eingeschoben:
    Name:  P1220927s.jpg
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    Dann wird ein 4mm Stahlstift mit einem kleinen Hilfswerkzeug aus Messing- und CFK-Rohr (geht auch ohne) in die Bohrungen in der Rumpf- und Flächenrippe und in den Leitwerksblechen eingeschoben. Dieser Stift sitzt mit enger Passung und hält alle Teile ohne zusätzliche Sicherung zusammen.
    Name:  P1220930s.jpg
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    Und so sieht’s dann am Heck zusammengebaut flugfertig aus. Da der Zepsus Magnetschalter nur minimal Strom zieht, kann das Ganze auch für einige Tage zusammengebaut bleiben ohne den Akku zu riskieren.
    Name:  P1220931s.jpg
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    Das war‘s erstmal! Bin gespannt was ihr davon haltet. Kein ganz einfacher Aufbau, aber er erfüllt den gewünschten Zweck. Beim nächsten mal wie gesagt mehr zum Oberflächenfinish des Rumpfes - noch eine Besonderheit .
    Tuten Gag! Wo finde ich hier ein hönen Schang zum Flanghiegen mit meinem Bodellmau-Zugfleug??
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  13. #13
    User Avatar von RobiWahn
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    Standard EPP-Rumpf Oberflächenfinish

    Hier wie versprochen die Beschreibung des Oberflächenfinish des Rumpfes. Den hab‘ ich bei meinem vorigen EPP-Brett (Kaze 40) auch schon so gebaut.

    Hier nochmal der Rohbau:
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    Den fertig geformten Rumpf hab ich zuerst mit Leichtspachtel geglättet (nur dünn aufgetragen und in die EPP-Poren eingearbeitet). Danach kommt eine leichte Schicht Sprühkleber als Haftvermittler für eine Lage Strapping-Tape. Dies wird noch gebügelt (nicht zu heiß, sonst schmilzt die Folie) um ggf. Falten zu entfernen.
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    Als Oberflächenlage hab‘ ich Kinesio-Tape verwendet. Dies wird für flexible Sportbandagen verwendet. Das tolle an diesem Tape ist, das dehnbar ist und somit auch um komplexe Formen faltenfrei gezogen werden kann.
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    Die Oberfläche sieht dann etwa so aus:
    Name:  DSC00600s.jpg
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    Überlappungen sind durch Stöße zu sehen, da das Tape als Gewebe eine gewisse Dicke hat. Die Haftkraft ist sehr gut, aber als Gewebe zieht die Oberfläche so noch Wasser. Außerdem neigen die Stoßkanten ggf. zum aufrippeln. Deswegen kommt als letztes noch eine Lackoberfläche drauf. Da diese den Kleber des Tapes leicht anlöst, sollten heikle Stellen (wie die Tragflächenaussparung oben) mit Sekundenkleber gesichert werden.
    Als Lack habe ich seidenmattes Gummispray aus dem Auto(-Tuner)-Bedarf verwendet (https://www.fluid-gum.de/). Das ganze wird dünn in ~6 Lagen aufgetragen. Für diesen Rumpf ist fast 1 Dose (400ml) drauf gegangen. Die ersten 3 Lagen werden vom Gewebe aufgesaugt, und man sieht an der Oberfläche erstmal nichts. Die späteren Lagen bewirken dann eine saubere, gummiartige Oberfläche. Das EPP wird durch den Lack nicht in Mitleidenschaft gezogen. Auf diesem Bild sieht man die Oberfläche ganz gut:
    Name:  P1210992s.JPG
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    Vorteile des Ganzen:

    • Die Oberfläche bleibt weich und flexibel wie das EPP darunter --> also robust.
    • Die Oberfläche ist schön griffig – man kann den Rumpf prima zum Werfen greifen.

    Bei einer Landung im Modder kann etwas Dreck im Gewebe hängen bleiben, das kann man aber mit einem leicht feuchten Schwamm prima wieder abwaschen.
    Zum Schluss noch ein Bild vom Kaze40 mit derselben Oberflächentechnik, dort mit blauem Tape (und klarem Lack). Dieses Modell hat eine mit Acrylfarben gefärbte EPP-Fläche, die nach der Farbgebung mit Laminierfolie bezogen ist. Rumpf und Fläche sind hier fest miteinander verklebt.
    Name:  P1210994s.JPG
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    Tuten Gag! Wo finde ich hier ein hönen Schang zum Flanghiegen mit meinem Bodellmau-Zugfleug??
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  14. #14
    User Avatar von RobiWahn
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    Standard theEDGE #2

    Hallo,
    nach rund 2 Monaten Bauzeit ist heute theEDGE #2 für einen Bekannten fertig geworden - diesmal mit einem etwas "grelleren" Farbschema. Leider erst im Hangflugurlaub (und nicht davor), aber die Windvorhersage für die nächsten Tage sieht vielversprechend aus für einen Erstflug . Der erste hat die letzten Tage auch ein paar Meter Luft unter die Flügel bekommen. Hier 2 Bilder vom Neuen und 1 Bild vom ersten in der Luft (Hanstholm, DK).

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