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Thema: ASH 26 - Flügelgrundriss

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
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    Standard ASH 26 - Flügelgrundriss

    Habe folgende Grundrisszeichnungen verglichen:
    a) Schleicher-homepage
    b) Heft Flugzeugtypen Bd.5, Zeichnungen von H.J.Fischer.
    Meines Erachtens unterscheiden die sich beträchtlich bei der Rückpfeilung des Außenflügels. Kann das sein oder täusche ich mich da? Was stimmt?
    Wer kann dazu was sagen?
    Gruß
    Wilhelm.
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  2. #2
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    Standard

    Hallo Wilhelm,

    vor diesem Problem stand ich auch; insgesamt finde ich, dass der Teil über die ASH hinter viele andere, gute Scaledokus von Herrn Fischer zurückfällt, da fehlen auch andere Angaben.
    Aber es gibt ja noch den Simons, da sind bemaßte Skizzen in 1: 50 drin und das sieht eher so aus, wie die 3-Seitenansicht bei Schleicher.
    Außerdem ist mir aufgefallen, dass sich das Verhältnis von 1:2 bei der Pfeilung von Nasenleiste und Endleiste sowohl bei den beiden Flächentrapezen (wenn auch umgedreht, dh. beim Haupttrapez ist die Hinterkante, beim Außentrapez die Vorderkante stärker gepfeilt), wie auch beim Pfeilungsverhältnis im HLW wiederholt. Ich glaube nicht, dass das ein Zufall ist - wirkt ja auch sehr harmonisch. Ich haben meine derzeit im Bau befindlichen Flächen jedenfalls so angelegt.

    Nachfrage: Welche Größe/Maßstab hast Du in Planung, wo willst Du den Rumpf kaufen?

    viele Grüße
    Matthias
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  3. #3
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    Standard

    Hallo Wilhelm

    Die MFI Zeichnung stimmt nicht wirklich, aber ruf doch mal bei Schleicher an, die werden dir gerne eine bemaßte 1:10 Zeichnung schicken. Die passt dann auch

    MfG
    Benjamin
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  4. #4
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    Standard ASH 26

    an Benjamin: danke für den Tipp

    an Matthias: gut, dass ich nachgefragt habe!
    Zu deiner Frage:
    Franz Köttermann hat einen neuen Rumpf gemacht, Maßstab 1:3, also für 6m Spannweite, angenommenes Fluggewicht 12kg. Für Franz versuch ich jetzt, einen neuen Flügel zu entwerfen. Favoriten für die Profilierung sind z.Z.
    a)ein Strak auf Grundlage des mh32,
    b) das neue HQ/DS, gestrakt auf das HQ-Winglet.
    Bei Ranis sieht das HQ viel besser aus (GZ u. SR), aber das beschreibt eben nur den Flügel. Worüber ich mir im Moment Gedanken mache, sind
    a) das sehr unterschiedliche cm0 der beiden Profile!!!(ob hier das scale-HLW wohl ausreicht?)
    b) die sehr unterschiedlichen alpha0 (wegen der Profilanformung am Rumpf).
    Gute Ratschläge dazu höre ich mir gerne an.
    Gruß
    Wilhelm.
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  5. #5
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    Standard

    Hallo Wilhelm,

    da ich ja selber beim Bau eine ASH26 bin (Flächen sind aber schon fertig) hatte ich dasselbe Problem. Muss mal die Unterlagen suchen.

    Zum Strak.

    RANIS hat den Eppler-Code hinterlegt und wenn dort zufällig an einer Stützstelle kein Berechnungsergbenis ermittelt wird, so rechnete es mit Widerstand 0 an der Stelle. Kam in den früheren Versionen öfters vor als in den neuen, eventuell wird es auch jetzt abgefangen. Winglets kann RANIS gar nicht berücksichtigen. Ich beurteile mit RANIS daher nur die Auftriebsverteilung, nicht die "Güte".

    Meine ASH hat einen eigenen Profilentwurf, heute würde der aber schon wieder anders aussehen. Das HQ/DS habe ich noch nicht angesehen, vom HQ-Winglet bin ich nach der Analyse mit XFOIL nicht besonders angetan. Ich kann Dir bei Interesse meine Profilentwürfe für Flügel und für Winglets zusenden und erläuteren, warum die speziell beim Winglet so sind wie sie sind. Bei Winglets kann man verschiedene Ansätze verfolgen. Ich habe mich an den Erfahrungen von Maughmer orientiert, andere orientieren sich an den Erfahungen der Nuri-Szene. Hier gab es schon mal eine Diskussion über Wingletprofile.

    Wichtig ist auf jeden Fall, dass die Einstellwinkel zur Rumpfmittelachse zur Auslegung passen.

    Hans
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  6. #6
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    Standard ASH 26

    Hallo Hans,
    [Ich kann Dir bei Interesse meine Profilentwürfe für Flügel und für Winglets zusenden und erläuteren, warum die speziell beim Winglet so sind wie sie sind.][/QUOTE]

    Daran hätte ich natürlich großes Interesse. Würde mich freuen, wenn du dir die Mühe machen würdest. Hier meine mail-Adresse:
    niethammer-berglen@gmx.de
    Gruß
    Wilhelm.
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  7. #7
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    Standard ASH 26 Profil

    Hallo Wilhelm,

    ein schönes Vorbild hast Du Dir da zum Nachbau ausgesucht – gerade weil die Flügelgeometrie so schlicht und ohne Winglets ist, ist sie meiner Meinung sehr gut für einen Nachbau geeignet.

    Bezüglich Deiner vorgesehenen Profilierung würde ich Dir nicht unbedingt zu einem der neuen HQ/DS Profile raten. In der Nähe der Tragflügelwurzel ergibt das im Gleitflug bei ca=0,6 das (hoffentlich) untenstehende Bild. Das HQ/DS 2,5/12 hat auf der Ober- und Unterseite bei 65% der Profiltiefe recht heftig einsetzende Druckanstiege, die ich mit Pfeilen gekennzeichnet habe. Von hieraus bildet sich jeweils eine laminare Ablöseblase, die mit unter nicht unerheblich zum Widerstand beiträgt. Das Problem bei dieser Art von Profilen wird im Außenflügel durch die Abnehmende Reynoldszahl noch verschärft. Dort würde ich vorschlagen die Profile anzupassen (was Du wahrscheinlich ohnehin vorhast). Damit meine ich sanftere Druckanstiege einzubauen sowie ein leichtes Ausdünnen. Christian Baron macht das sehr effektiv indem er den Punkt der größten Dicke Richtung Nase (~25%) schiebt, man kann aber auch die Druckverteilung in Xfoil direkt modifizieren.
    An dieser Stelle kann man nur wieder auf die Konstruktionen von Mark Drela verweisen, die in Sachen Tragflügel- und Profildesign vorbildlich ausgelegt und dankenswerter Weise noch öffentlich verfügbar sind.

    Ich bin gespannt mehr von Deinem Entwurf zu lesen.

    Viele Grüße,
    Benjamin

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  8. #8
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    Standard Sehr schön!

    Hallo Wilhelm,
    ich kann meinen Vorrednern nur beipflichten: ein wirklich schönes Projekt! Zumal der ASH-26 Flügel, sowie die Hebelverhältnisse ganz hervorragend zum Scalenachbau geeignet sind. Momentan ist mir kein Doppeltrapezflügel mit derart "hoher" elliptischer Güte bekannt. Ich kann mich zudem, was die emaßung anbelangt erinnern, dass Dieter F. Heinlin mal eine Scaledoku mit allen relevanten Maßen in der Aufwind veröffentlich hat...war aber bestimmt noch im letzten Jahrhundert!
    Schön auch, dass sich Benjamin und Hans wieder mit Rat und Tat an der Diskussion beteiligen.
    Der Anmerkung von Hans, das Ranisprogramm nicht als Grundlage für Flügel- oder gar Gesamtflugzeugpolaren heranzuziehen, solltest Du unbedingt Folge leisten. Grenzschichtparameter (lokale Ablösecharakteristik z.B.) werden hier allenfalls rudimentär berücksichtigt. Ranis eignet sich sehr gut um Auftriebsverteilungen zu optimieren oder die örtlichen Re*sqrtCL´s zu bestimmen.
    @deftones:
    Sehr schönes Bild! Das sollte wohl die allenfalls "bedingte Tauglichkeit" des HQ-DS-Entwurfs untermalen. Die Druckanstiege sind hier schon mächtig heftig und selbst bei diesen Re-Zahlen für die eigentlich schon dünne Grenzschicht zu viel des Guten! Soll heissen, selbst bei einem Scalesegler der geplanten Größe wird man im mittleren Ca-Bereich mit Ablöseerscheinungen rechnen müssen.
    Um kurz die grundlegenden Re´s zu umreissen, bei 9kg Fluggewicht haben wir im Innenflügel bei der 1:3 ASH-26 etwa Re*sqrtCl von 200000, bei 12kg etwas 233000. Das HQ-DS macht so etwas ab Re*sqrtCl = 300000 eine passable Figur. Wenn Du also nicht gerade mit einer Turbine auf Deinem Großsegler (das hab ich schon gesehen - tststs) Gas geben willst, gibt es bestimmt geeignetere Erntwürfe als das HQ-DS. Das HQW 2.5 ist hier deutlich weniger extrem ausgelegt. Ich hingegen versuche hier ja gerne neue Vorschläge anzubringen.
    Für Dein Vorhaben kann folgendes Profil sehr gut geeignet sein (ganz sicher für den Innenflügel) und wäre ganz bestimmt einen Versuch Wert. Es handelt sich um einen Entwurf von Ashok Gopalarathnam (ehem. wissenschaftlicher Mitarbeiter von Michael Selig und das "A" in den SA-Profilen), der eine Profilserie (A-7024, A-7025, A-7026) als Grundlage für eine wissenschaftliche Studie (Paper gibt´s hier: http://www.aiaa.org/content.cfm?page...mport&gID=3157) zum Design von Profilen mit Turbulatoren bei sehr kleinen Re-Zahlen entwickelt hat. Er hat ferner auch die Eignung von Turbulatoren gegenüber dem Bubblerampkonzept abgewogen - aber das nur am Rande....
    Das A-7026 ist als Grundlage für ein Großseglerprofil, wie ich finde hervorragend geeignet. Es stellt ein Bindeglied zwischen den Profilen für kleine Re´s (z.B. SD 7003, AG-4xx-Serie) und jenen für lange bis sehr lange laminare Lauflängen (z.B. FX-60, DU-Serien oder eben auch dem HQ-DS) dar. Auf passende Wölbung und Dicke gebracht und etwas nachgeglättet ist es denke ich ein heißer Tipp! Hier mal die Koordinaten für rechenfreudige Mitleser:
    A-7026mod. (11.9 / 2.5)
    1.000000 0.000171
    0.993121 0.001344
    0.980072 0.003794
    0.964745 0.006768
    0.948534 0.010032
    0.931887 0.013470
    0.915087 0.016992
    0.898193 0.020559
    0.881290 0.024123
    0.864445 0.027648
    0.847654 0.031111
    0.830903 0.034501
    0.814193 0.037803
    0.797512 0.041005
    0.780853 0.044098
    0.764201 0.047073
    0.747540 0.049929
    0.730847 0.052670
    0.714129 0.055301
    0.697390 0.057821
    0.680633 0.060231
    0.663863 0.062530
    0.647081 0.064717
    0.630292 0.066790
    0.613491 0.068748
    0.596682 0.070591
    0.579866 0.072315
    0.563037 0.073923
    0.546205 0.075412
    0.529372 0.076780
    0.512530 0.078026
    0.495695 0.079148
    0.478862 0.080141
    0.462029 0.081005
    0.445210 0.081736
    0.428396 0.082329
    0.411593 0.082783
    0.394805 0.083092
    0.378033 0.083252
    0.361283 0.083258
    0.344555 0.083105
    0.327848 0.082789
    0.311173 0.082304
    0.294534 0.081643
    0.277935 0.080800
    0.261391 0.079767
    0.244902 0.078534
    0.228484 0.077092
    0.212150 0.075428
    0.195916 0.073531
    0.179801 0.071383
    0.163828 0.068969
    0.148027 0.066269
    0.132419 0.063260
    0.117051 0.059923
    0.101974 0.056235
    0.087266 0.052178
    0.073046 0.047743
    0.059513 0.042947
    0.046969 0.037860
    0.035833 0.032658
    0.026555 0.027640
    0.019297 0.023067
    0.013832 0.019051
    0.009760 0.015565
    0.006711 0.012520
    0.004415 0.009822
    0.002689 0.007393
    0.001422 0.005170
    0.000556 0.003102
    0.000086 0.001167
    0.000032 -0.000680
    0.000474 -0.002524
    0.001483 -0.004359
    0.003004 -0.006142
    0.005039 -0.007899
    0.007650 -0.009680
    0.010982 -0.011550
    0.015290 -0.013567
    0.020985 -0.015797
    0.028609 -0.018296
    0.038585 -0.021016
    0.050818 -0.023764
    0.064698 -0.026313
    0.079598 -0.028549
    0.095099 -0.030451
    0.110984 -0.032041
    0.127130 -0.033354
    0.143464 -0.034418
    0.159958 -0.035263
    0.176583 -0.035919
    0.193303 -0.036409
    0.210102 -0.036750
    0.226962 -0.036957
    0.243871 -0.037043
    0.260825 -0.037019
    0.277810 -0.036894
    0.294824 -0.036675
    0.311861 -0.036370
    0.328920 -0.035984
    0.346002 -0.035523
    0.363096 -0.034993
    0.380209 -0.034397
    0.397341 -0.033742
    0.414481 -0.033030
    0.431641 -0.032267
    0.448811 -0.031457
    0.465990 -0.030603
    0.483184 -0.029708
    0.500389 -0.028777
    0.517603 -0.027813
    0.534827 -0.026818
    0.552057 -0.025796
    0.569297 -0.024748
    0.586545 -0.023678
    0.603797 -0.022587
    0.621055 -0.021477
    0.638323 -0.020350
    0.655601 -0.019210
    0.672887 -0.018057
    0.690190 -0.016897
    0.707502 -0.015733
    0.724813 -0.014569
    0.742121 -0.013409
    0.759415 -0.012252
    0.776695 -0.011108
    0.793962 -0.009975
    0.811199 -0.008863
    0.828421 -0.007778
    0.845625 -0.006723
    0.862796 -0.005706
    0.879928 -0.004737
    0.897004 -0.003832
    0.914037 -0.003003
    0.931023 -0.002258
    0.947887 -0.001605
    0.964354 -0.001067
    0.979795 -0.000643
    0.992997 -0.000276
    1.000000 -0.000171

    Um möglichst Allroundeigenschaften gewährleisten zu können habe ich die Wölbungshöhe auf 2,5% zurückgenommen und die Dicke aus statischen Gründen auf knapp 12% gebracht. Vielleicht kann man im Mittelflügel schon wieder etwas dünner werden. Zum Randbogen hin sollte man dann auf ein Profil mit kürzeren laminaren Lauflängen (das auch dünner sein sollte) straken, so wie das Benjamin bereits angedeutet hat.
    Ein Vergleich mit den HQ´s:
    Name:  RCN_ASH26_01.GIF
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    Das HQW zeigt ein besseres Ca-max als das modifizierte Ashok-Profil, das HQ-DS bessere maximale Gleitzahl, aber nur in einem sehr engen Peak! Für die Allroundeignung (v.A. im mittleren und unteren Ca-Bereich z.B. für den Schnellfug) ist das Ashok Profil klar überlegen. Auch mit 2 Grad Negativklappe:
    Name:  RCN_ASH26_02.GIF
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    Vielleicht ein weiterer Punkt dafür, das HQ-DS eher an einer 1:2 ASH-26 zu verwenden...? Zusätzlich und abschliessend bleibt noch festzustellen, dass auch der Momentenbeiwertverlauf des Ashok-Profils deutlich geringer ist, als der des HQ-DS, was für die Eignung an Scaleseglern ja eher zuträglich ist.
    Schöne Grüße und ein schönes Wochenende:
    Fredo
    P.S. Schaut wieder mal nach einem sehr interessanten thread aus!
    Geändert von Sebastian St. (11.02.2007 um 10:02 Uhr)
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  9. #9
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    Hallo,

    langsam versammelt sich ja wieder die Profilbande

    Ich kann mich den Ausführungen von Fredo erst mal nur anschliessen. Seinen Vorschlag schaue ich mir auch noch an.

    Helmut Quabeck hält ja nach seinen Ausführungen auf seiner Webseite nicht viel von den Programmen zur Polarenbestimmung. allerdings denke ich, geben sie schon deutliche Fingerzeige, wo die Probleme, Stärken und Schwächen eines Profilentwurfs liegen. Und wenn Herr Quabeckwie bei seinen Wingletprofilen die Rezahleneignung anhand von Rippenflügeln nachprüft muss man sich fragen was ungenauer ist, die Ergebnisse des Rippenflügels oder die von XFOIL, Eppler etc.

    Hier zunächst mal - um auf den Hintergrund und die Erfahrungen von Wilhelm einzugehen - ein Vergleich des HQ-DS-2512 mit einem auf 2,5% Wölbung und 12% Dicke gebrachten MH32 auf ihre Eignung als Wurzelprofil.

    Name:  mh32-hq-ds-2512-polaren.gif
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    Zumindest bestätigt XFOIL die hier vorgebrachten Meinungen. Das HQW 2,5/12 sieht übrigens etwas besser als das HQ-DS aus. Mehr Wölben bringt bei dem HQ-DS fast nichts, da laut XFOIL die Strömung aufgrund des harten Druckanstiegs eh schon völlig überfordert ist.

    Das MH32 sieht gar nicht schlecht aus und passt prima zu den Erfahrungen auf der DG800 im Vertrieb von Thommys und anderen Großmodellen. Es hat nur eine kleine Schwäche im Bereich des besten Gleitens um ca=0,8, dafür aber die vom originalen bMH32 bekannten gutmütigen Abrißeigenschaften.

    Ich habe daher das MH32-2512 mal mit meinem aktuellen Entwurf für die Kategorie verglichen:

    Name:  mh32-hr-gs-5xx-2512-polaren.gif
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    Das xx in der Bezeichung sagt aus, dass es nicht geflogen ist (dafür steht das erste x) und dass ich es nicht als ausentwickelt betrachte (das zweite x). Obwohl es schon sehr gut aussieht und die meine vorherigen Entwürfe auf den Pixeln klar hinter sich lässt.

    An den Aussenprofilen bin ich dank der Floaterdiskussion vor ein paar Tagen hier noch mehr am feilen.

    Hans
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  10. #10
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    Hallo,

    habe das S-7026mod mal kurz gegen mein hr-gs-5xx durchlaufen lassen. Da habe ich wohl in eine ganz ähnliche Richtung gedacht.

    Name:  a-7026mod-hr-gs-5xx-2512-polaren.gif
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    Liegen ganz ähnlich, nur die Nase oben ist leicht unterschiedlich.

    Dabei ist mir aber aufgefallen, dass bei den obigen Polaren das hr-gs-5xx nicht mit 12% Dicke und 2,5% Wölbung, sondern mit 10,5% dicke und 2,4% Wölbung durchgelaufen ist. Das ist mir nämlich beim Vergleich mit dem A-7026mod zunächst auch passiert. Das wertet die Eignung des MH32 noch auf.

    Nebeneffekt: man konnte schön sehen, dass das dünnere Profil unter Berücksichtigung von Wölbklappen in allen Bereichen besser war, auch bei hohen ca! Also nicht dicker Bauen als notwendig verbessert die Leistung mehr, als das letzte Rumtüfteln am Profil.

    Die Bilder von Fredo sehe ich übrigens nicht.

    Hans
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  11. #11
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    Hallo Gemeinde,
    ihr macht mir ja Mut, dass ich mit meinen Überlegungen nicht ganz falsch liege. Mein vorläufiger Profilierungsvorschlag wäre (Ausgangsprofil ist immer das mh32):
    Wurzel: 2,2/12,7 (aus stat. Gründen)
    l= 950mm: 2,2/11
    l=1840mm: 2,2/10 (Trapezknick)
    l=2380mm: 2,2/10
    l=2900mm: 2,6/9,6-26% (Ende QR)

    Ausgangspunkt war für mich auch die Erfahrung mit meinem "Leistungssegler"-Projekt extension/high-extension. Hier hat sich das mh32 m.E. sehr gut bewährt. Beim dem großen (6,5m) habe ich im tiefen Überflug nach 45Grad-Anstechen aus 250m Höhe 270km/h gemessen, das mit 65g (!) Flächenbelastung, und bei etwas Gegenwind könnte man ihn auffangen, so langsam lässt er sich machen.
    Inzwischen habe ich einen neuen, elliptischen Außenflügel (ab l=850mm) konzipiert.
    Für den ex2 (4,62m) sähe das dann so aus:
    Wurzel: 2,2/10 (bestehendes Mittelteil)
    l= 850mm: mh32
    l=1430mm: mh32
    l=2110mm: 2,55/8,55-24%
    l=2260mm: 2,71/8,26-22,4%
    Da ich meine Flügel in Negativ-Formen komplett in CfK baue, kann ich dünner bauen als es bei der ASH (Styro-Abachi) möglich ist.
    Zur ASH besteht sicher ein großer Unterschied, was die Flächenbelastung angeht. Mit 65g dürfte diese bei weitem nicht zu realisieren sein.
    Weiterhin ist mir das niedere cm0 des mh32 immer noch sehr sympathisch, v.a. auch beim Langsamflug mit Wölbklappen.
    Was haltet ihr davon (bitte um schonenden Umgang mit mir)?
    Gruß
    Wilhelm.

    P.S.: die Bilder von Fredo sehe ich auch nicht.
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  12. #12
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    Hallo,

    ich ja kein Profilpapst, aber wenn ich mir das A7026mod gegen ein HN 475 ansehe, sieht es für mich unterhalb ca 0,7 besser für das HN-475 aus. Oberhalb von RE= 200.000 wird dann das A7026mod besser.

    Was meinen die gelehrten hierzu?

    Gruß
    Claus
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  13. #13
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    Hallo,

    Name:  A7024-hr-hn474-polaren.gif
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    Also ich sehe untenrum ziemlich Gleichstand, zumal das HN4747 einen Tick dünner ist.

    Für Wilhelm habe ich mein meinen Entwurf (beim A-7026mod würde dasselbe rauskommen) mal seinem MH32-Wurzelprofil angeglichen und verglichen. Danach ist mein Entwurf bzw. das A-7026mod im oberen Ca-Bereich einen Tick besser, aber hat das etwas höhere Moment. D.h. wenn ich jetzt mit den Klappenauschlägen spiele, verschmiert sich das ganze zu einer nahezu deckungsgleichen einhüllenden Polare.

    In Styro-Abachi und mit Wölbklappen gerechnet gehen die Unterschiede meiner Meinung nach vollends unter. Dont't worry, be happy.

    Hans
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  14. #14
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    Hallo,

    wieso zeigt mein Vergleich nicht das gleiche Ergebnis?

    Name:  Vergleich.jpg
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    Gruß

    Claus
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  15. #15
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    Hallo Claus,

    weil Du was anderes betrachtest wie wir.

    Du siehst Dir an, wie sich der Profilwiderstand der Profile sich bei einer festen Rezahl über den Anstellwinkel ändert (Polare Type 1 in XFOIL). Das ist die Flugsitutation, wenn man das Flugzeug aus dem Thermikflug bei ca=1 0 Re=200.000 bei der 6m ASH26 abrupt auf den Kopf stellt vor jeder Fahrtaufnahme. D.h. Du beurteilst also in gewisser Weise die Fahrtaufnahmefähigkeit der Profile.

    Wenn man dagegen wie wir Polare Type 2 ansiehst, dann entspricht dies der Aneinanderreihung kleiner Polarenstückchen, bei denen ca-Wert und lokale Rezahl (hier an der Wurzel) jeweils bei stationärem Gleitflug zusammenpassen.

    Bei der ASH26 (6m, 10kg) entsprechen dabei
    ca = 1,00 -> Re ~ 200.000
    ca = 0,50 -> Re ~ 300.000
    ca = 0,25 -> Re ~ 420.000
    ca = 0.10 -> Re ~ 660.000

    Ich habe mal die Polaren Type=1 der obigen Rezahlen von HN-475 und A-7026mod eingetragen und dann eine rote Linie eingezogen, die die Widerstandswerte der dazu passenden Auftriebsbeiwerte verbindet und dann unserer Polare vom Type=2 ergibt.

    Name:  Polare-t1-T2.gif
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    Und da siehst Du, dass bei allmählicher Fahrtaufnahme das A-7026mod oberhalb ca=0,5 besser ist und drunter quasi gleich. Nur wenn Du das Modell abrupt auf den Kopf stellst, wird das HN-475 etwas schneller Fahrt aufnehmen.

    Interessanter als die Fahrtaufnahme aber ist ausserhalb der stationären Betrachtung wie gut ein Modell mit Fahrt um eine Wende kommt, also ca > 0,5 bei dafür zu hohem Rezahlen.
    Und da schenken sich beide Profile nichts.

    Ich hoffe es einfach und verständlich erklärt zu haben.

    Wenn Du es jetzt perfekt machen willst, musst Du noch für verschiedene Flugzustände die Klappenstellungen optimieren und dann die Einhüllende rechnen. Dann schrumpfen aber oft die Unterschiede noch weiter, vor allem zwischen ähnlich guten, aber unterschiedlich gewölbten Profilen.

    Wer deshalb Wert auf den letzten Schrei in der Profilfrage legt, aber die Klappenstellungen nicht ausgiebig erfliegt, sollte sich nicht wunderen wenn ein Pilot mit einen HQ-Eppler-selbstgeschnitzt als Profil ihm davonfliegt.

    Hans
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