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Thema: Abformen eines ABS-Rumpfes

  1. #1
    User Avatar von matt
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    Standard Abformen eines ABS-Rumpfes

    Hallo,

    ich möchte gern den ABS-Rumpf eines alten Robbe Motorseglers (Easy) abformen. Der Rumpf ist bis auf ein paar kleine Löcher in den Flächen für die Anschlussrippen noch so wie er aus Blasform gekommen ist.
    Meine Frage ist, wie sollte man so einen alten Rumpf für das Abformen vorbereiten? Der Rumpf ist noch nicht kurz vor dem Zerbröseln, ist also noch ziemlich eleastisch und kann gut gehändelt werden. Ich würde jetzt einen 2K-Füller spritzen und den dann schleifen, ist das empfehlenswert?
    Ziel ist es eine Form für den Rumpf zu bauen, die nicht unbedingt eine Spitzenoberfläche bietet, die Naht muss sowieso nachgespachtelt und der Rumpf lackiert werden.
    Wenn überhaupt sollen mal so 3 Rümpfe daraus entstehen. Dass sich das finanziell nicht lohnt ist mir klar, es ist eben Hobby und ich würde gern mal lernen wie man sowas macht.
    Für den Formenbau würde ich mich an die brilliante Anleitung von "Eisvogel" halten.
    Über ein paar Tipps von den Profis hier würde ich mich freuen.

    Gruß Andreas
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  2. #2
    User Avatar von Peter Maissinger
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    Hi
    ich würde den Rumpf 2k füllern, dann mit 2K Autolack lackieren gut aushärten lassen, 5 bis 6 mal wachsen und eine Schicht Trennlack PVA.

    bei so wenigen Abformungen würde ich aus Kostenfründen dann die Form aus Polyester fertigen.
    Gruss aus dem Paradies, www.modelcity.eu
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  3. #3
    User Avatar von matt
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    Hallo Peter,

    welchen Polyesterharz kannst du da detailliert empfehlen? Hast du Links zu Laminierharz und Formenharz?

    Gruß Andreas
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  4. #4
    User Avatar von Peter Maissinger
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    Deckschicht: Norpol NGA
    Laminierharz: Havelpol 1

    1x 200g Glasmatte
    2x 400g Glasmatte
    1x 200g Glasmatte
    Gruss aus dem Paradies, www.modelcity.eu
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  5. #5
    User Avatar von Rennsemmel
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    Hi !

    Das würd ich lieber nicht machen, da der Styrolanteil im Polyesterharz das ABS anlösen könnte.
    Desweiteren stinkt Polyesterharz wie die Hölle und wird in dicken Wandstärken recht schnell heiss.
    Ich würd Epoxi nehmen. Ist auch weniger Verzugsgefährdet als Polyestherbauteile.
    So hoch ist der Preisunterschied auch nicht mehr. Du brauchst ja eh Epoxi für die Rümpfe, hast also auch ein Harzgebinde weniger offen, ausserdem kannst du dann ein größeres, preiswerteres Gebinde Epoxi Kaufen und nicht zwei kleine mit Epox und Polyesther.

    Grüße !
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  6. #6
    User Avatar von matt
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    Ja ich erinnere mich gerade an die Motorradverkleidungen die wir mal mit Hobbyplast (DDR-Polyesterharz) abgeformt haben.
    Das Hauptproblem war wirklich der Gestank, den wollte ich vermeiden.

    Welches Epoxy-Harzsystem ist zu empfehlen? Wenn ich mal ein Langzeitharz einsetze, dann immer R&G Harz mit Härter L, hatte da noch nie Probleme.
    Aber vielleicht gibt's ja Systeme die preiswerter und vielleicht sogar besser sind. Wieviel Formharz und Laminierharz sollte man eigentlich für so eine Form (ca. 1m langer schmaler Rumpf) einplanen?
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  7. #7
    User Avatar von Eisvogel
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    Die Oberfläche lassen wie sie ist.
    Das ABS-Zeugs ist die ideale Oberfläche zum Abformen. Einfach die Löcher zuspachteln, die Naht planschleifen, wachsen und abformen.
    Alles was draufkommt ist ein Risiko und völlig unnötig.
    I mog nimma
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  8. #8
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    Hallo schau mal auf die HP von HP-Textiles dort bestelle ich Harz und Matten
    gruß ewald
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  9. #9
    User Avatar von matt
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    Braucht man eigentlich zwingend "Finish" Glasgewebe oder tut's auch "Silan" für den zu laminierenden Rumpf?
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  10. #10
    Vereinsmitglied Avatar von Gideon
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    Zitat Zitat von matt Beitrag anzeigen
    Braucht man eigentlich zwingend "Finish" Glasgewebe oder tut's auch "Silan" für den zu laminierenden Rumpf?

    Name:  Glasgewebe_finish.png
Hits: 1401
Größe:  340,3 KB

    Quelle: R&G Faserverbundwerkstoffe GmbH
    Viele Grüße,
    Stefan
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  11. #11
    User Avatar von matt
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    Danke Stefan!

    Ich würde jetzt das Formenharz P und den Härter 161-P verwenden, als anschließenden Laminierharz dann Harz L und Härter L oder auch den Härter 161-P für längere Topfzeit.
    Gibt's da Einwände oder andere Empfehlungen?
    Welchen Laminataufbau für die Form sollte man verwenden? Als Koppelschicht Baumwollflocken? Silan-Gewebe würden für die Form doch sicher reichen, oder?

    Gruß Andreas
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  12. #12
    Vereinsmitglied Avatar von Gideon
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    Die Härter 161-P oder EPH 161 sind identisch. Da dieser aber recht lange Verarbeitung- und Reaktionszeiten aufweist, ist eine der Anhärtung bei 23 °C über 24 h folgende Nachhärtung bei > 40 °C über 10 h absolut sinnvoll. Alternativ auf Härter P gehen und mit mehreren Ansätzen arbeiten, (Epoxydharz L +) Härter L ist indes kein Problem für den Formenbau und die Bauteilfertigung. Besser wäre aber grundsätzlich, Epoxydharz L mit Härter CL zu verwenden. Das ist mechanisch besser, hat eine längere Topfzeit (60 min) und das Tränkungsverhalten ist optimiert.

    Kauf Dir einmal Gewebe und verwende das für den Formenbau als auch für die Bauteilfertigung. Alles andere ist wenig sinnvoll.

    Vorgehensweise:

    - Formenharz P + Härter P dünn mittels Modlerpinsel auftragen. Dabei in eine Richtung arbeiten, um Lufteinschlüsse zu vermeiden

    - Gelierzeit von rund 90 Minuten abwarten. Fingerprobe machen, die Oberfläche muss noch leicht klebrig sein

    - Dünne Kupplungsschicht aus Harz, Thixotropiermittel und Baumwollflocken auftragen. Vorwiegend damit Hohlkehlen ausrunden. Flächig sehr dünn verwenden

    - Laminataufbau:

    1. Lage: Glasgewebe Interglas Style 92110 163 g/m² in +/- 45°
    2. Lage: Glasgewebe Interglas Style 92110 163 g/m² in 0°/90°
    3. Lage: Glasgewebe Interglas Style 92140 390 g/m² in +/- 45°
    4. Lage: Glasgewebe Interglas Style 92140 390 g/m² in 0°/90°
    5. Lage: Glasgewebe Interglas Style 92140 390 g/m² in 0°/90°
    6. Lage: Glasgewebe Interglas Style 92140 390 g/m² in +/- 45°
    7. Lage: Glasgewebe Interglas Style 92110 163 g/m² in 0°/90°
    8. Lage: Glasgewebe Interglas Style 92110 163 g/m² in +/- 45°


    Alles Finish FK 144 und Köper 2/2. Das leichtere Glasgewebe 163 g/m² kannst Du auch später für den Bau des Rumpfes verwenden.
    Viele Grüße,
    Stefan
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  13. #13
    User Avatar von matt
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    He Stefan, das ist genau das was ich gebraucht habe, vielen Dank für deine Mühe!

    Darf ich noch kurz fragen wie man den Rumpf dann laminieren sollte? Es ist ein ziemlich schmaler Rumpf mit ca. 1m Länge.
    Welches Vorgelat ist zu empfehlen wenn ich mit dem Harz L und Härter L oder CL weiterarbeiten will?
    Welcher Laminataufbau wäre korrekt, 80g/m² + 2x 163g/m²?

    Grüße Andreas
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  14. #14
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    Standard Formenbau...

    Hallo Andreas,

    meinen Bericht über Formenbau und viele Bilder findest du hier, vielleicht hilft dir das. Wenn Fragen auftauchen kannst du mich gern ansprechen.

    https://www.retro-modelle.de/bauberi...lung-urmodell/


    Viele Grüße
    Udo
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  15. #15
    Vereinsmitglied Avatar von Gideon
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    Zitat Zitat von matt Beitrag anzeigen
    Welches Vorgelat ist zu empfehlen wenn ich mit dem Harz L und Härter L oder CL weiterarbeiten will?
    Das klassische UP-Vorgelat genannte Polyester-Gelcoat.

    Zitat Zitat von matt Beitrag anzeigen
    Welcher Laminataufbau wäre korrekt, 80g/m² + 2x 163g/m²?
    Für einen ersten Versuch würde ich nur das Glasgewebe mit 163 g/m² verwenden. Einmal in 0°/90° und auch in ± 45° + zusätzliche Verstärkungen.
    Viele Grüße,
    Stefan
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