Anzeige 
Seite 2 von 2 ErsteErste 12
Ergebnis 16 bis 28 von 28

Thema: Tipps und Tricks für die perfekte GfK Hülse/Tasche

  1. #16
    User Avatar von Griffon
    Registriert seit
    28.08.2005
    Ort
    Gwatt / CH
    Beiträge
    661
    Daumen erhalten
    4
    Daumen vergeben
    5
    0 Nicht erlaubt!

    Standard

    Hallo zusammen
    Seit Jahren baue ich Steckungshülsen für alle Varianten von Tragflächen. Ob Rippenflügel Styroflügel oder Schalen-GFK Fläche. Ich bin der Überzeugung, dass die Hülse nur die Führung für die Steckung bildet und somit überhaupt keine Kraft aushalten muss. Einerseits steckt in der Hülse das tragende Rohr, andererseits steckt die Hülse in einer Rippe oder einer Führung je nach Konstruktion. Selbstverständlich ist am Anfang und am Ende in der Fläche ein Passung (zB.Rippe) und das Steckungsrohr reicht bis zum Ende die Passung (Rippe).
    Für eine Steckungshülse verwende ich max.2 Lagen 105Gramm Gewebe. Habe auch schon eine Lage 93Gramm Kohle verwendet.
    Mein Aufbau: Das Alurohr wird mit Vaseline eingestrichen dann eine Schicht möglichst dünne Folie. (Ganz dünner Kehrichtsack oder Vakuumfolie die ich vom Industrie Verarbeiter als Abfall habe). Auf diese Folie kommt sicherheitshalber Trennwachs. Dann die zwei Lagen Gewebe 105 Gramm. Das mit Epoxydharz getränkte Gewebe wickle ich sehr stramm mit Geschenkband ein. So wird sehr viel Harz ausgepresst. Zugegeben eine Arbeit die bei langen Rohren die Hilfe einer zweiten Person zum drehen benötigt. Das Geschenkband verklebt nicht mit dem Harz und kann nach dem Aushärten abgerollt werden. Das Resultat ist eine äusserst leichte passgenaue Steckungshülse Hülse.

    Viel Spass und schöne Grüsse
    René
    Like it!

  2. #17
    User
    Registriert seit
    21.02.2007
    Ort
    Rheinfelden
    Beiträge
    10.066
    Daumen erhalten
    178
    Daumen vergeben
    316
    0 Nicht erlaubt!

    Standard

    Zitat Zitat von CH_MEIER Beitrag anzeigen
    zu den Aramidrovings: ich kenne das so, dass diese nicht um die Verbinderhülse sondern um den gesamten Holm gewickelt werden. Der Zweck wäre, das Aufhebeln des Holmes zu verhindern, also dass der Gurt nicht von der Hülse herunter reisst.
    Genau so. Zum ersten mal gesehen habe ich das so bei einer Konstruktion von Mark Drela. Und der weiss nun definitv, was er tut.

    Zum Unterschied der E-Moduln: Die Aramidwicklung soll ja verhindern, dass die zwei Holmgurte auseinandergehebelt werden. Diese werden an der Steckung durch zwei extreme Querkräfte beaufschlagt, die über eine kurze Distanz das Biegemoment (AKA Kräftepaar) in den Verbund einleiten. In den Holmgurten liegt das Kräftepaar in Spannweitenrichtung. In diese Richtung sind die Gurte steif / fest. An der Steckung ist die Kraftrichtung vertikal, also um 90° gedreht. Längsdehnung der Aramidwicklung sieht der Gurt als Biegung des Einzelgurts. Die unterschiedlichen Steifheiten von Aramid und Kohle kommen also gar nicht zum Tragen.

    Im Übrigen: Full ack zu Griffon. Die Hülse selbst soll nicht steif sein, im Gegenteil (das kann höchstens zu Klemmern führen). Die Anbindung an den Verbund an beiden Enden und die Druckfeste Ausgestaltung der Übertragungsflächen muss aber gewährleistet sein.
    Like it!

  3. #18
    User
    Registriert seit
    31.07.2011
    Ort
    Rutesheim
    Beiträge
    2.989
    Daumen erhalten
    70
    Daumen vergeben
    63
    0 Nicht erlaubt!

    Standard

    Hallo,

    gute Erklärung; folgende Nachfragen:

    Primär sorgt der Holmsteg dafür, dass die Holmgurte auf Abstand bleiben. Damit sollte der Vergleich Aramid vs.CFK doch eher gegenüber der Stegbeschichtung erfolgen und nicht gegenüber dem Gurt, oder?

    Wo sind die beiden Enden der Hülse? An der Wurzel und am Ende im Flügel?

    Was macht man bei Schalenflächen? Dort wird der Holmgurt in der Regel mit der Schale vakuumiert. Ein Umwickeln mit der Hülse ist praktisch unmöglich. Lässt man es dann ganz oder umwickelt man dann nur die Hülse? Wenn letzteres - warum?

    Danke
    Stefan
    Like it!

  4. #19
    User Avatar von Griffon
    Registriert seit
    28.08.2005
    Ort
    Gwatt / CH
    Beiträge
    661
    Daumen erhalten
    4
    Daumen vergeben
    5
    0 Nicht erlaubt!

    Standard

    Grundsätzlich ist das Thema Perfekte Hülse / Tasche und nicht Verbindungen zu Holmen.
    Gruss René
    Like it!

  5. #20
    User
    Registriert seit
    31.07.2011
    Ort
    Rutesheim
    Beiträge
    2.989
    Daumen erhalten
    70
    Daumen vergeben
    63
    0 Nicht erlaubt!

    Standard

    hat die perfekte Hülse eine Aramid-Armierung?
    Like it!

  6. #21
    User Avatar von Griffon
    Registriert seit
    28.08.2005
    Ort
    Gwatt / CH
    Beiträge
    661
    Daumen erhalten
    4
    Daumen vergeben
    5
    0 Nicht erlaubt!

    Standard

    Nein, für was denn, Glas reicht vollständig aus. Die Hülse muss ja nur das Stechungsrohr führen.

    Gruss René
    Like it!

  7. #22
    User
    Registriert seit
    21.02.2007
    Ort
    Rheinfelden
    Beiträge
    10.066
    Daumen erhalten
    178
    Daumen vergeben
    316
    0 Nicht erlaubt!

    Standard

    Zitat Zitat von fireball412 Beitrag anzeigen
    Primär sorgt der Holmsteg dafür, dass die Holmgurte auf Abstand bleiben. Damit sollte der Vergleich Aramid vs.CFK doch eher gegenüber der Stegbeschichtung erfolgen und nicht gegenüber dem Gurt, oder?
    Jein. Der Steg hat zwei Aufgaben: Schubfeste Verbindung der zwei Holmgurte (dafür ist die diagonale Glasbeschichtung) und Gurte gegen Knickung des Druckgurts auf Abstand halten (dafür soll er druckfest sein, z.B. stehendes Balsa). Die Steckung ist aber ein Spezialfall. Über die ganze Länge des Flügels baut sich das Holmmoment allmählich auf. An der Wurzel wird es über eine sehr kurze Strecke aufgenommen. Das geschieht mit zwei hohen Einzelkräften an der Wurzelrippe und am Ende des Steckungsstabes. Diese Querkräfte kommen in dieser Form nirgends sonst vor. (Das Äquivalent entlang des Holms sind die jeweils lokalen Auftriebskräfte, die von der Schale her übertragen werden.) Die Aramidwicklung verstärkt die Anbindung auf Zug des Stegs an den Gurt, verstärkt also in erste Line die Verklebung zum Gurt.

    Wo sind die beiden Enden der Hülse? An der Wurzel und am Ende im Flügel?
    S. oben. Wurzelrippe und Ende des Steckungsstabes. Dort hilft eine (Teil-) Rippe, die Last aufzunehmen und zu verteilen.

    Was macht man bei Schalenflächen? Dort wird der Holmgurt in der Regel mit der Schale vakuumiert. Ein Umwickeln mit der Hülse ist praktisch unmöglich. Lässt man es dann ganz oder umwickelt man dann nur die Hülse? Wenn letzteres - warum?
    Ersteres. Sinnvoll verstärken kannst Du in dem Fall nicht. Entsprechendes Augenmerk sollte man auf die Verklebung der Hülse und des Stegs in diesem Bereich legen. Allenfalls etwas breiterer Steg vor und hinter die Hülse. Der wird in diesem Fall vor allem auf Zug (vertikal) belastet.
    Like it!

  8. #23
    User
    Registriert seit
    16.04.2017
    Ort
    Bareuth
    Beiträge
    40
    Daumen erhalten
    7
    Daumen vergeben
    0
    0 Nicht erlaubt!

    Standard

    Hallo!

    Anbei mal ein Foto aus Eigendoku zum Steckungs- und Huelseneinbau mit Kevlarwickel.Etwas ungewoehnlich,
    ich weis, die Experten moegen mich zerlegen! Bis jetzt aber keine Probleme mit Bruechen,
    trotz DS usw.
    Bild zeigt Holmgurt ,Steg, Verbinderhuelseneinbau und rueckgesetzte Wurzelrippe nass eingebaut fuer bessere Klebung in Oberschale (auf Verbinder steht Beschwerung)
    Untergurt dann auch nass an Holmsteg beim Form schliessen! Denke die Verklebung ist sehr wichtig
    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	C2E78FC2-8480-4509-B3DD-85A5752210C8.jpeg 
Hits:	14 
Größe:	709,4 KB 
ID:	1896392

    Erwarte aber schon die Schellte der Experten !

    Fliegergruss. Gerhard
    Like it!

  9. #24
    User
    Registriert seit
    24.11.2003
    Ort
    Weitenung
    Beiträge
    3.328
    Daumen erhalten
    34
    Daumen vergeben
    38
    0 Nicht erlaubt!

    Standard Backpapier und Vakuumsack

    Hi zusammen,

    Heute habe ich mal den Tipp mit dem Backpapier getestet.

    Na ja, so ganz überzeugt hat mich die Verarbeitung nicht.
    Was ist mir aufgefallen.
    1. Das Backpapier kann ich nicht fixieren.
    2. Dadurch liegt es nicht super plan auf dem Verbinder
    3. Beim Umwickeln des 105er Glasgewebes hatte ich das Gefühl, dass sich das Backpapier verdreht bzw. weg rutscht.
    Das Einlegen in den Sack ist ein guter Tipp. Alles wird schön angedrückt.

    Mal schauen, wie das Ergebnis morgen ist.
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	IMG-20180112-WA0002.jpg 
Hits:	4 
Größe:	305,8 KB 
ID:	1896819   Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	20180112_203114.jpg 
Hits:	2 
Größe:	691,5 KB 
ID:	1896820  
    Gruß Thomas
    Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt (Zitat :A. Einstein)
    Like it!

  10. #25
    User
    Registriert seit
    15.03.2006
    Ort
    Wien
    Beiträge
    264
    Daumen erhalten
    4
    Daumen vergeben
    0
    0 Nicht erlaubt!

    Standard

    Ich trage das Trennwachs (Blue wax) sehr dick auf und lasse es nicht trocknen-
    somit "klebt es zusammen und kann auch nicht verrutschen!

    LG

    Hannes
    Slopesoaring Austria - www.f3f.at
    Like it!

  11. #26
    User
    Registriert seit
    28.07.2007
    Ort
    -
    Beiträge
    156
    Daumen erhalten
    2
    Daumen vergeben
    0
    0 Nicht erlaubt!

    Standard

    Hier findet ihr noch ein weiteres Bild, als ich damals nach Anleitung von Ch. Baron einen Kevlar-Wickel um Holmkern plus Gurte im Wurzelbereich gemacht hatte...

    http://www.rc-network.de/forum/attac...1&d=1199387191
    Like it!

  12. #27
    User
    Registriert seit
    07.10.2003
    Ort
    Ulm
    Beiträge
    964
    Daumen erhalten
    4
    Daumen vergeben
    0
    0 Nicht erlaubt!

    Standard

    Thomas, ich streiche das Backpapier bei jeder Umdrehung mit Butter (Margarine geht auch) ein. Dadurch verrutscht das Backpapier nicht.
    Außerdem "ritze" ich bei jeder Umdrehung das Papier mit einem Lineal an. Dadurch hat es die richtige Breite. In Verbindung mit dem Butter hält das Backpapier sehr gut auf dem Holm.
    Insg. 1,5 Umdrehungen ergibt bei mir eine saugende Hülse.
    Gruß Jochen
    Like it!

  13. #28
    User
    Registriert seit
    24.11.2003
    Ort
    Weitenung
    Beiträge
    3.328
    Daumen erhalten
    34
    Daumen vergeben
    38
    0 Nicht erlaubt!

    Standard

    Hallo Jochen,

    Danke für die Tipps.
    Das mit dem Backpapier hat gut geklappt.
    Auch mit dem Vakuum Sack hat sich das Material gut an den Verbinder angelegt.

    Mit beiden Tipps habe ich eine Verbesserung erzielt.

    Danke an alle.
    Gruß Thomas
    Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt (Zitat :A. Einstein)
    Like it!

Seite 2 von 2 ErsteErste 12

Ähnliche Themen

  1. Neuen weißen GfK-Rumpf schwarz-weiß lackieren, Tipps und Tricks?
    Von jimmy.laessig im Forum Folie, Lack, Dekor
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 27.11.2015, 16:50
  2. Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 01.10.2013, 10:33
  3. Tipps und Tricks
    Von yodi im Forum Flugmodellbau allgemein
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 26.10.2011, 19:54
  4. Tipps und Tricks für Cockpitausbau
    Von Andi77 im Forum Scalemodellbau
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 25.10.2011, 09:51
  5. Tipps und Tricks
    Von JB 359 im Forum Rennsegelyachten
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 10.01.2008, 07:32

Lesezeichen

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •