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Thema: Motorbehandlung nach Benutzung

  1. #1
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    Standard Motorbehandlung nach Benutzung

    Wenn man Motoren mit 20/80 FAI Sprit benutzt gibt es wenig Probleme. Jahrelang hab ich einen Spritzer WD40 oder LPS1 oder Nähmaschinenöl nach den Rennen hineingegeben und alles war gut. Aber bei der Verwendung von Nitromethan und/oder synthetischen Ölen sieht es anders aus. Hier kann es trotz Konservierungsöl zu ekligen Effekten kommen. Im schlimmsten Fall ist der Motor nach einer Woche innen angegammelt, mit einer gelartigen Masse gefüllt und die Lager, speziell das Hintere sind verrostet. Seit der Verwendung von Nitromethan im Pylonrennen kann ich mir vorstellen, daß der ein oder andere ebenfalls schon solche Probleme hatte. Was macht Ihr um so was zu vermeiden?

    Achim
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  2. #2
    Vereinsmitglied Avatar von kasumi
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    Standard

    Hallo Achim !
    Das Öl ist nicht das Problem , da sind genug Additive drin auch gegen Rost aber beim Nitro sieht das schon anders aus.

    Beim Speeden wo wir ja immer Nitro einsetzen , spühle ich die Motoren nach dem Einsatztag immer aus mit Spritus oder Bremsenreiniger und dann ein gebräuchliches Kompressoröl ( Gibt es in jedem Baumarkt) rein weil es keine flüchtigen oder harzenden Eigenschaften hat.
    WD 40 taugt dafür nichts dann schon besser dein Nähmaschinenöl.

    Ich habe bestimmt 30 Rennmotoren hier liegen und alle sind Rostfrei trotz Nitro u. Synthöl ( Aerosynth 3)


    Gruß Holger
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  3. #3
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    Hallo Holger, das ist ja mal ein guter Tip! Das macht Sinn - den Nitro Schmodder rausspülen. Trocknest Du die Motoren nach der Spülung mit Spiritus oder einfach Öl rein und gut?

    Grüße

    Achim
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  4. #4
    Vereinsmitglied Avatar von kasumi
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    Ich lass den Spritus oder Bremsenreiniger nur auslaufen zur Auslaßseite (auch Kerze raus) und dreh den Prop hin und her (nicht durch) bis nichts mehr kommt und dann durch das Kerzenloch und den Einlass Öl rein / Kerze wieder rein und durch drehen.
    Ich lagere meine Motoren in Zipper Gefrierbeuteln wo auch die ganzen Daten des Motors draufstehen wie Steuerzeiten und Verdichtung .
    Nach der Saison werden die gebrauchten Motoren zerlegt und im Ultraschall gereinigt / auf Schäden überprüft wieder montiert und Konserviert.
    Früher hab ich das nicht gemacht und hatte dann mit Motorschäden zu kämpfen was jetzt nicht mehr der Fall ist.
    Gruß Holger
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  5. #5
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    Standard Motorkonservierung

    Hallo Achim, hallo Holger,
    Ich habe nach jedem Nitro-Einsatz einfach den Motor noch mal ohne Nitro laufen lassen und danach mit Nähmaschinenöl konserviert. Hatte nie Probleme mit vergammelt en Motoren oder rostigen Lagern.
    Ich habe allerdings noch nie Syntetiköl in Speedmotoren verwendet.

    Gruß
    Bernd
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  6. #6
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    Danke für die Rückmeldungen! Das wesentliche scheint mir zu sein, das die Verbrennungsrückstände raus kommen. Durch Laufen mit Normalsprit oder Spülen mit Alkohol oder Bremsenreiniger. Ich werde beides mal probieren. Bei meinen Drosselmotoren ist es vielleicht einfacher nach dem Flugbetrieb einen externen Tank anzuschließen und den Motor durch kurzen Betrieb mit Normalsprit zu reinigen. Bei den Rennmotoren hab ich zur Zeit nur einen IR Q500, den ich mit 10% Nitromethan betreibe. Den werd ich auf jeden Fall mit Spiritus spülen.

    Ich weiß gar nicht mehr wie ich damals bei der Speedfliegerei vorgegangen bin. Wahrscheinlich wurden die Motoren so oft zerlegt, das der Nitroschmodder gar keine Chance hatte. Ich hatte auch nicht so viele Motoren. Es waren zwei.

    Das Ganze war lange kein Problem weil ich kein Nitromethan verwendete. Seit ca. zwei Jahren betreibe ich alle Drosselmotoren mit 10% N und sie laufen viel besser. Bis auf den Rost.

    Grüße Achim
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  7. #7
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    Spiritus scheint aber auch nicht über alle Zweifel erhaben zu sein. Vor Jahren (eher Jahrzehnten) habe ich einmal einen Cox zum Einweichen der Rizinusanbackungen in Brennspiritus eingelegt und vergessen. Der lag vielleicht für 2 Wochen in dem Bad. Danach waren die Aluteile matt oxydiert und das Kurbelgehäuse voll mit einer Gallerte. Der Motor war für die Tonne. (Wahrscheinlich war es auch noch zu Elektrokorrosion zwischen den Stahl- und Aluteilen gekommen, Alkohol zieht ja Wasser aus der Luft.)

    Zum Spülen sicher OK, aber für Langzeit definitv nur gutes Öl.
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  8. #8
    Vereinsmitglied Avatar von kasumi
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    Hallo Markus !

    Hat ja auch keiner geschrieben das man den Motor in Spritus einlegen soll

    Gruß Holger
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  9. #9
    User Avatar von Rennsemmel
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    Ein F2A fliegender Freund von mir nimmt zum Spülen Petroleum.
    Ich selber spüle meine Motoren nicht, nur ordentlich Öl rein und ein paar mal von Hand durchdrehen. (Druckluftwerkzeug-Öl)
    Nutze in meinen F2D Motoren Synth-Sprit und 10% Nitro, kein Rost.

    Viele Grüße,
    Sebastian
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  10. #10
    Vereinsmitglied Avatar von kasumi
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    Sebastian ! Der Spritus oder Bremsenreinger soll aber auch dafür sorgen das angesaugter Staub/Dreck aus dem Motor ausgespühlt wird , nicht nur die Treibstoffrückstände.
    Wenn du da nur Öl rein machst bleibt der Dreck drin !
    Wenn man den Spritus mal in einem Becher auffängt , wundert man sich was da alles so raus kommt.

    Aber da hat wohl jeder seine eigene Vorgehensweise!

    Gruß Holger
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  11. #11
    User Avatar von Rüdiger
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    Tach,

    keiner hat bis jetzt After-Run-Öl erwähnt (InhibitorÖl). Taugt das nichts zum Neutralisieren der Säuren? Angeblich isses doch genau dafür gemacht. Ich habs zwar zuhause, aber noch nicht eingesetzt, weil ich noch einen guten Vorrat an Aerosynth habe, was Säuren per se neutralisiert.

    cu,

    Rüdiger
    Modellbaudateien aller Art ohne Ende:http://corsair.flugmodellbau.de
    Du schreibst Akku's, Servo's und Lipo's? Dann nimm Nachhilfe auf
    http://web.archive.org/web/201302040...napostroph.de/!
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  12. #12
    User Avatar von Rennsemmel
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    Afterrun-Öl finde ich zu teuer für das was es kann, und man weiss nie was drin ist. Sind ja meist um die 8€ für 100ml. Dafür bekomme ich zwischen 0,5-1L Druckluftwerkzeugöl. Davon dann lieber etwas mehr in den Motor.

    Viele Grüße,
    Sebastian
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  13. #13
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    Ich hab mir jetzt auch mal Druckluftöl besorgt. Das scheint mir besondere rostverhindernde Eigenschaften zu haben. Ich hab mir vorgenommen wie folgt vorzugehen:

    -Nach dem Betrieb mit N. ein bis zwei Minuten Lauf ohne N. ( Externer Tank )
    -Dann spülen mit WD 40 weil es sehr sehr dünn ist und garantiert überall hinkommt. Es soll auch Feuchtigkeit verdrängen. Da es mit der Zeit verdunstet, danach Druckluftöl.
    -Versuchsweise das WD 40 weglassen und dafür direkt Druckluftöl.

    Die Ergebnisse werden in einigen Monaten kommen...

    Achim
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  14. #14
    Vereinsmitglied Avatar von fly2pylon
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    Ich zerlege die Motoren vor längerer Nichtbenutzung, spüle die Teile/Lager gründlich mit Bremsenreiniger und konserviere beim Zusammenbau mit Instrumentenöl von Castrol.
    Dieses ist günstig in der Bucht zu bekommen.
    http://www.rc-network.de/forum/showt...ay#post3418520

    Meiner Erfahrung nach ist das Öl in den auf den europäischen Pylonwettbewerben eingesetzten Spritmischungen (z.B. Fuel Factory, Rapicon, Tornado) ausreichend inhibiert um beim Nitromethananteil von 15% eine Korrosion zu verhindern.
    Handle speed intelligently!
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  15. #15
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    Spülen mit bremsenreiniger, so etwa eine 400ml dose für jeden motor.
    Dann ölen mit Castrol A747. Zerlegen nür wenn du neue Lager drin machts.

    Aber ich muss sagen, dass ich biss herr wenig probleme hatte mit rost.
    Hab auch schon mal ein Q40 motor im regal gelegt ohne reinigung...und der kam nächstes jahr raus wie er rein gegangen ist.
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