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Thema: Magnum XL 46 klappert - Kugellager defekt?

  1. #1
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    Frage Magnum XL 46 klappert - Kugellager defekt?

    Hallo,

    mein über 10 Jahre alter Magnum XL 46 hat angefangen im unteren und mittleren Drehzahlbereich sporadisch zu klappern. Bei Vollgas sind die Geräusche weg.

    Er startet von Hand, lässt sich gut drosseln, dreht eine Graupner Sonic 11x7 mit 10.200 U/min und läuft zuverlässig.

    Zunächst dachte ich, dass das Fahrwerk oder Rudergestänge diese Geräusche verursacht. Nach Umbau in ein anderes Modell traten diese Geräusche wieder auf, so dass es am Motor liegen muss. Alle Schrauben am Zylinderkopf, Schalldämpfer und Motorhalterung sind festgezogen, die Luftschraube ist ausgewuchtet. Deshalb habe ich die Vermutung, dass ein oder beide Kugellager etwas Spiel haben.

    Ersatzteile für diesen Motor sind bei Händlern im Internet kaum zu finden - auf jeden Fall keine Kugellager. Kennt jemand die genaue Größe des vorderen und hinteren Lagers und evtl. eine Bezugsquelle? Allerdings sollten sich die Kosten in überschaubarem Rahmen halten, da HK im EU-Warehouse aktuell einen ASP S46 AII für 65 € anbietet.

    Würde mich über hilfreiche Hinweise freuen.

    Gruß Bernhard
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  2. #2
    User Avatar von pylonrazor
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    Standard

    Hallo Bernhard,

    wenn du das Geräusch als "Klappern" beschreibst, würde ich eher auf ein Pleuellager tippen. Verschlissene oder rostige Kugellager erzeugen eher ein "Rauschen" oder "Schaben". Drehe mal bei warmem Motor den Kolben auf OT und warte bis der Druck entwichen ist. Dann hält der Unterdruck den Kolben gut fest. Dann bewegst du die Kurbelwelle etwas hin und her. Wenn du dann ein Klicken hörst, ist es das Pleuel. Dann öffnest du den hinteren Deckel und prüfst, ob du am unteren Pleuelauge Spiel erkennst. Ist das so, kannst du versuchen ein Pleuel zu bekommen und es tauschen. Ich würden den Motor wieder zu schrauben und das Geräusch überhören, ihn einfach aufbrauchen, ein paar Stunden wird er es noch machen. Sind es aber wirklich die Lager, kannst du von mir ein Ersatzset bekommen. Ich habe reichlich davon vorrätig.

    Viel Erfolg
    Andreas
    ... uuuuuuund rumm!
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  3. #3
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    Avatar von Bernd Langner
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    Standard

    Hallo Bernhard

    Also Kugellager klappern nicht ausser sie sind schon mehr als kaputt
    Defekte Kugellager rauschen eher und der Motor wird sehr heiss.
    In deinem Fall denke ich eher das das untere Pleullager defekt ist
    oder eventuell das obere(ist eher selten).
    Einige Serien der Magnum hatte das des öfteren.

    Um das zu prüfen musst du den hinteren Deckel abschrauben.

    Hier mal ein Beispiel eines ausgelaufenen Pleullagers beim Magnum(Seite 2)

    http://www.rc-network.de/forum/showt...ghlight=hornet

    Ersatzteile für den Magnum findest du kaum noch unter dem Label Magnum.
    Aber dieser Motor ist baugleich mit ASP,Planet Hobby usw kommen alle aus der
    chinesischen Motorschmiede Sayne.

    ET-Teile findest du z.B hier

    https://www.justengines.co.uk/acatalog/ASP.html

    oder dem freundlichen Händler aus Polen

    http://www.modele.sklep.pl/en/Katalo...-silnikow-ASP/

    oder der freundliche Händler in CZ

    https://www.topmodelcz.cz/index.php?..._eshop_id=1495

    mit etwas englisch klappt das bei den auch Versand übliche 5-6€

    Gruß Bernd

    da war Andreas wieder schneller ich habe aber noch Links eingefügt
    Geändert von Bernd Langner (01.05.2018 um 07:41 Uhr)
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  4. #4
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    Idee Magnum XL 46 klappert

    Hallo Andreas und Bernd,

    vielen Dank für eure übereinstimmende Analyse.

    Ich werde den Motor weiter beobachten und nach dem nächsten Flug den Klappertest am Pleuel durchführen.

    Falls es schlimmer wird, ist das Pleuel bei Just Engines (Bezeichnung: Connecting Rod Nr. 40204) und Topmodel CZ (Bezeichnung: OJNICE S40 - 9LA1046) jeweils für einen vertretbaren Preis vorrätig.


    Gruß Bernhard
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  5. #5
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    Frage Magnum XL 46 klappert

    Hallo Andreas und Bernd,

    die Diskussion hat mich doch nicht in Ruhe gelassen und ich habe heute den Motor auseinandergenommen.

    Zunächst hier die Bilder:

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    Das hintere Kugellager und die Kurbelwelle zeigen doch schon Rostansätze. Das vordere Kugellager scheint noch o.k. zu sein.

    In der Zylinderbuchse und am Kolben ist jeweils eine Vertiefung zu sehen, deren Ursache ich nicht kenne. Wie ich das Pleuel aus dem Kolben entfernen kann, weiß ich momentan nicht - ich möchte es auch nicht mit Gewalt versuchen, um nichts zu beschädigen.

    Das untere Pleuellager hat deutliches Spiel, was das Klappern erklären würde.


    Es stellen sich für mich folgende Fragen:

    1. Reicht ein Wechsel des hinteren Kugellagers und der Pleuelstange aus?

    2. Muss evtl. auch der Kolben erneuert werden?

    3. Wie kann ich das Pleuel aus dem Kolben entfernen?

    Sofern der Kolben und die Zylinderbuchse ersetzt werden müssen, rechnet sich die Reparatur m.E. nicht. Mehr als 25 bis max. 30 € bin ich nicht bereit, in den doch schon etwas betagten Motor zu investieren.

    Wie beurteilt ihr die Reparaturwürdigkeit? Oder ist zusammenbauen und weiterfliegen eine Option für diesen Sommer?


    Gruß Bernhard
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  6. #6
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    Standard Fliegen...

    Hoppla, der hat ja schon was Grösseres hinter sich... Also, wenn es meiner wäre, und er noch zuverlässig läuft, würde ich ihn fliegen bis nichts mehr geht.

    Dominik
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  7. #7
    User Avatar von pylonrazor
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    Standard Gebrauchsspuren

    finde ich eigentlich gut, aber dieser Bursche hier hat schon ernsthafte Narben.

    Hallo Bernhard,

    Diese Schäden habe ich schon ein paar mal gesehen, aber Eines nach dem Anderen:

    1. Das hintere Kugellager sieht noch nicht sooo schlimm aus. Ist es wirklich verrostet und nicht nur mit Ölharz verkrustet würde ich es tauschen. Wenn du ihn so weiterlaufen lässt, wird das abgeriebene Eisenoxid den Verschleiß an der Garnitur extrem beschleunigen. Ölreste wären unkritisch.

    2. Die Kurbelwelle geht noch, wenn du sie mit der Bürste von losem Rost befreist. Die Schleifspuren am Drehschieber sind unkritisch, deuten aber auf angesaugten Schmutz hin.

    3. Die Laufbuchse ist nicht mehr schön, aber sie scheint ja noch zu funktionieren. Die Riefen gegenüber des Hauptschadens deuten auf Ölmangel hin. Überdrehen oder Überhitzung kann es aber auch gewesen sein.

    4. Der fette Kratzer am Kolben stammt von einem abgebrochenen "Anfasser" des Bolzensicherungsrings. Der in die Fläche ragende Stift war richtig montiert (senkrecht) aber vermutlich durch Gewalt beim Einbau angebrochen. Erstaunlich, dass der Motor trotz der Kompressionsverluste noch gut läuft. Vermutlich ist der Motor noch jung und Klemmt noch im OT. Ohne Anfasspin wird es jetzt schwierig die Sicherung zu entfernen und den Bolzen herauszudrücken.

    5. Beim Pleuel musst du die Ölbohrung frei machen.

    Lager, Garnitur, Bolzen, Pleuel müssten neu werden. Das lohnt sich nicht mehr.

    Fazit: zusammenbauen und "aufbrauchen"

    Hier ein Bild vom Bolzensicherungsring MIT Anfasspin.

    Name:  DSC09966.JPG
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    Beste Grüße
    Andreas
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  8. #8
    User Avatar von Rennsemmel
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    Standard

    Hallo !

    Wenn er noch läuft, einfach weiterverwenden.Die Tipps vom Andreas sind sinnvoll. Bei Hobbyking gibts neue Motoren für einen schmalen Taler. Am besten dann irgendwann einen 2. Gleichen kaufen, um Ersatzteile, wie Vergaser oder Gehäuse / Zylinderkopf zu haben. Der Rest ist durch.

    @Andreas

    Auf dem ersten Blick dachte ich auch das Gleiche wie du, aber : Der Kolbenbolzen hat eine Teflonkappe, da ist kein Sicherungsring. Die Riefe hat auch einen Grat zum Kolbenbolzen hin gebildet, also ist das von oben nach unten gegangen, vermutlich eine Glühwendel o.Ä. Wäre interessant, ob der Zylinderkopf an der Quetschkante auch Einschläge hat und ob im Motor noch Späne sind. Der Kolben dichtet wohl noch unterhalb der KoBo-Bohrung ganz gut. Kolbenbolzen und Kolben würde ich zusammenlassen, wenn du den jetzt saubermachst, pfeift da der Druck ab, ist gerade noch vom Rizi versiegelt (oder mit Schraubensicherung hinterher abdichten).

    Viele Grüße,
    Sebastian
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  9. #9
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    Hinweis Magnum XL 46 klappert

    Hallo zusammen,

    die Rostspuren an der Kurbelwelle habe ich entfernt. Kolben und Pleuel lasse ich in Ruhe. Die Ölbohrung am Pleuel ist frei.

    Nach Entfernen des hinteren Kugellagers kann ich nicht beurteilen, ob es sich um Rost oder Ölkohleablagerung handelt. Ich werde wohl vorsorglich die beiden Lager auswechseln.

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

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    Der Zylinderkopf zeigt zum Glück keine Beschädigungen.

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

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    Vielen Dank für eure hilfreichen Beiträge. Wenn er zusammengebaut ist und wieder läuft, werde ich weiter berichten.

    Gruß Bernhard
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  10. #10
    User Avatar von pylonrazor
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    Standard unbekannte Vergangenheit

    Hallo Bernhard,

    ich bleibe bei meiner Diagnose. Ein Glühwendelschaden fällt viel geringer aus. Der würde sich auch nicht am Einlasskanal, sondern am Auslass verklemmen. Die Schadenseite deines Kolbenbolzens sieht tatsächlich aus wie mit einem Teflonpilz verschlossen. Das würde bedeuten, dass schon mal jemand den Motor zerlegt hat und mit kaputtem Kolben wieder montiert hat. Nur eben einen Teflonpilz statt Sicherungsring eingesetzt. Ist aber auch egal, er läuft ja. Also neue Lager rein und ab in dir Luft...

    @ Sebastian: ich sehe eher einen Grat nach oben zwischen Kolbenhemd und -boden.

    Weitermachen!
    Andreas
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  11. #11
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    Hallo Andreas

    Es kann auch etwas durch den Überströmkanal in die Koboöffnung
    geflogen sein was sich dann in der Abwärtsbewegung verklemmt hat.
    Dadurch die Scharte gezogen hat und durch den Auspuff verschwunden ist.

    Dreck und Mist hat der Motor laut den Spuren genug konsumiert.

    Bernhard bestell dir die Lager neu einfach ausmessen mit Messschieber.
    Wenn du für vorn kein Z Lager bekommst nimm ZZ und poppel die eine Deckscheibe heraus.
    Geht mit einer Nadel sehr gut.

    Gruß Bernd
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  12. #12
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    Daumen hoch Magnum XLS 46 - erfolgreich repariert

    Hallo zusammen,

    nachdem mir Andreas die passenden Kugellager geschickt hat, habe ich den Motor wieder zusammengebaut. Das hintere Lager wollte absolut nicht über die Kurbelwelle, aber dazu hat mir Andreas den Tip gegeben, die Kurbelwelle in den Gefrierschrank zu legen. Nach einer Wartezeit von ca. 3 Stunden habe ich dann das Lager mit einer Heißluftpistole erwärmt und über die eiskalte Kurbelwelle geschoben. Ging mit etwas Nachdruck ganz gut.

    Um diese beiden Teile wieder in das Motorgehäuse einzupassen, war schon etwas mehr Wärme und leichtes Klopfen mit einen Holzkeil auf die Kurbelwelle erforderlich.

    Dann wurden alle anderen Einzelteile gut geschmiert und wieder zusammengefügt. Danach den Motor auf den Prüfstand geschraubt. Nach wenigen Umdrehungen mit dem elektrischen Anlasser sprang der Magnum sofort an und durfte 5 Minuten mit wechselnden Drehzahlen laufen. Klappergeräusche konnte ich dabei zwar nicht feststellen, aber den endgültigen Beweis muss der Motor nach Einbau in die kleine Extra 300S noch bringen. Immerhin hat er eine Aeronaut CamCarbon 10x7 auf 12.600 U/min gebracht. Für den Flugbetrieb stelle ich wieder auf APC 11 x 6 um.

    Herzlichen Dank an alle, die mir mit ihrem Rat und/oder Ersatzteilen geholfen haben.

    Gruß Bernhard
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  13. #13
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    Standard

    Um diese beiden Teile wieder in das Motorgehäuse einzupassen, war schon etwas mehr Wärme und leichtes Klopfen mit einen Holzkeil auf die Kurbelwelle erforderlich.
    Da ist dann das Lager leider auch schon wieder kaputt. Wenn einer der Lagerringe eine Presspassung hat, darf niemals über den jeweils anderen Ring eingepresst werden. D.h., niemals dürfen Einpresskräfte durch die Wälzkörper übertragen werden.

    Besser wäre es gewesen, das Lager zuerst in den Motor einzubauen, und z.B. mit einer großen Nuss einzupressen. Dann die Kurbelwelle rein, scheint ja mit Handkraft zu funktionieren.
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  14. #14
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    Standard

    @ Julez:
    die der "Fachpresse" wurde vor jahren eine montageanleitung veröffentlicht, in der das vordere lager mittels der umgedrehten Kurbelwelle eingepreßt wurde.
    MfG
    Tobias
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  15. #15
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    Standard

    Ja, davon habe ich auch schon gehört. Aber nicht jeder Prozess, der reibungslos und angenehm von der Hand geht, läuft schadlos ab.

    Wer's genau wissen möchte:
    https://www.schaeffler.com/remotemed...00_3_de_de.pdf

    S. 18ff
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