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Thema: Düsenkonus zur Feineinstellung?

  1. #1
    User Avatar von FranzD
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    Standard Düsenkonus zur Feineinstellung?

    Hallo,
    bin Turbinenneuling, aber technisch versiert, will also von den Erfahrenen lernen: bei meiner (Gebraucht-)erwerbung, einer Funsonic FS-70, ist der innere Konus in der Düse exzentrisch (steht nach rechts unten). Einfach beim Vorbesitzer so passiert, oder macht man sowas bei Bedarf auch mal um die Schubrichtung zu justieren?
    Sorry, schlechtes Foto, aber es sind doch etwa 2mm Unterschied. Hab kein Problem damit, möchte nur gerne verstehen, ob das eine praktisch eingesetzte Justiermöglichkeit ist.
    Ach ja, das ist eine Montage über dem Rumpf von einem Speeder.
    Danke,
    Franz

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  2. #2
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    Standard

    hallo franz!

    dein foto ist leider etwas unscharf. bei einer solchen fragestellung dann evtl. etwas schwierig zu beurteilen...
    aber ich kenne dein problem bei der fs 70 genau.

    grundsätzlich:
    mit dem innenkonus wird keine feinjustierung der schubachse vorgenommen. nie!
    dieser innenkonus dient dazu, verwirbelungen des abgasstromes bei eintritt vom turbinenrad in die schubdüse abzumildern, gleichzeitig reduziert er die lärmentwicklung.
    das ist aber eine prinzipielle erwähnung, denn es gibt auch binen mit schubdüsen ohne diesen konus.

    in deinem falle:
    bei dir sind die drei kleinen schraubstege verbogen und/oder locker, die den innenkonus fixieren. dies hatte funsonic konstruktiv etwas unglücklich gelöst.
    bei der neujustage ist zwingend darauf zu achten, daß der innenkonus erstens mittig in der düse sitzt und auch gerade fluchtend. zweitens ist sehr darauf zu achten, daß durch justageversuche der konus nicht zu weit in der düse nach unten "rutscht" und am turbinenradteller schleift.

    leider ist das foto unscharf, sodaß ich die genaue fixierung des innenkonus nicht sehen kann.
    hab aber eben bei einer meiner einigen fs-70 nachgesehn.

    sofern niemand am originalzustand der inconel-stegschrauben rumgebretzelt hat (hab ich auch schon gesehen...), ist nur die abschlußmutter innen im innenkonus verschweißt. die beiden in das innenlumen der eigentlichen schubdüse weisenden muttern kann man normalerweise lockern und den innenkonus justieren. aber nur in maßen. bei grober dejustage muß man auch etwas biegearbeit durchführen, aber VORSICHTIGST!!! du mußt drei feine lange dünne inconel-schrauben miteinander so harmonisieren, daß es paßt.
    leider können sich die angesprochenen kleinen muttern im laufe der zeit wieder lockern, sollte man immer wieder kontrollieren, ob der innenkonus leicht wackelt (so war das bei meinen fs-70 mit dieser schubdüse...). dann mußt du die schubdüse wieder demontieren, nachjustieren bzw. mütterchen nachziehen.
    denk bei allen dieser montage/justage/demontagearbeiten daran: alle schrauben an der schubdüse sind, auch wenn inconel, hoch thermisch belastet. und alle verschraubungen leiden durch häufiges daran arbeiten. und nach fest kommt ganz fest und dann lose.

    wenn du den innenkonus wieder präzise justiert hast:

    da er etwas aus der schubdüse heraussteht, ist er anstoßempfindlich, also VORSICHT beim handling der bine, sonst hast du den innenkonus ruckzuck wieder dejustiert.

    wünsche viel erfolg,
    beste grüße,
    thomas.
    -ich erhebe nicht den anspruch einverständnis des geneigten lesers mit meinem oben geschriebenen erzeugen zu wollen;-)
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  3. #3
    User Avatar von FranzD
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    Danke Thomas!
    ich habe verstanden, es ist, wie Du sagst, eine Mutter hat sich auch tatsächlich gelockert und ist an die Aussenseite gewandert, und ich werde das neu einstellen.

    Musste jetzt sicherheitshalber doch noch bessere Bilchen machen:
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  4. #4
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    hab mir mal fix ne fs-70 als referenz hier an den pc geholt.

    also die originalschrauben sind das bei dir jedenfall nicht mehr! die originalschrauben haben m2,5. deine sind anscheinend sogar m4. oder die perspektive täuscht...
    gut, geht sicher auch mit diesen schrauben, mußt halt sauber nachjustieren, und schaun daß auch nichts am turbinenradteller schleift.
    und dein temp-fühler schaut zu weit in die düse, 4mm ist das normalmaß, wie weit das fühlerende in die düse schaun muß. bei justage des temp-fühlers bloß keine scharfen knicke mit falschem werkzeug oder sogar kürzer abkneifen, dann zerstorts das innenleben des fühlerdrahtelements! abgekniffen hab ich nämlich auch schon gesehen...
    die bine hat ein bestimmter turbinenservice in der hand gehabt, stimmts? siehst du auch an gelben "sicherungsmarkierungen" an den vorderen gehäuseschrauben und diversen aufklebern.
    läuft die bine vibrationsfrei???
    -ich erhebe nicht den anspruch einverständnis des geneigten lesers mit meinem oben geschriebenen erzeugen zu wollen;-)
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  5. #5
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    Ich kann keinerlei Vibration fühlen.
    Es war sowieso Zeit, hier mal nachzusehen, da einge Muttern nicht mehr dort sind wo sie sein sollten.
    Ja die war laut Vorbesitzer erst kürzlich beim Service. Die gelben Aufkleber sind vorhanden.

    Ach ja, es sind 2,5mm-Schrauben.

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  6. #6
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    alles klar

    okay, dann hat die perspektive getäuscht, dann passen die schrauben.

    dann frohes richten
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  7. #7
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    So, alles wieder gerade, zentrisch und fest, T-Sensor weiter herausgezogen, nichts schleift.
    Die Hälfte der Schrauben vom Düsenflansch waren locker. Also sollte man da sowieso ab und zu kontrollieren.
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  8. #8
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    ja, die können sich allein durch den temparaturwechsel immer mal lockern.
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