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Thema: Jonny (Extron) modifiziert

  1. #1
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    Standard Jonny (Extron) modifiziert

    Der Ur-Jonny stammt aus den 80er Jahren und sein Markenzeichen war das dreieckige Höhenleitwerk. Als Antrieb wurde i.d.R ein 6,5er Verbrenner genutzt. Die Fa. Pichler hat den Jonny als Elektroflugmodell unter seiner Zweitmarke Extron neu aufgelegt. Die erste Charge ist ziemlich ausverkauft und Nachschub kommt wohl erst Ende Sept. in den Verkauf.
    Der Jonny ist an zwei Abenden zusammen gebaut, hat getrennte Flächen und wird mit einem Pulsar oder Boost-Motor (900 KV) und einer 11 oder 12 x 6er Latte empfohlen bei ca.36 Ampere. Er fliegt aus der Schachtel heraus sehr gut und ist Anfängertauglich, da er wenig Tendenzen zum Abriss zeigt. Das ist eigentlich alles was man zum Jonny sagen muß - Punkt! Deshalb gibt es auch bislang keine weiter gehenden Informationen im Netz -ausser einem eher langweiligen Video mit einer für Anfänger ausgelegten Antriebseinheit.
    https://www.youtube.com/watch?v=wlS1gTi-pvo
    Nachdem ich meinen "gepimten" Jonny nun mehrmals in meinem Verein vorgeflogen habe, waren die Jungs hellauf begeistert. Der Flieger ist es wert, daß man im RC-Net darüber berichtet -
    meinten sie und mit "man" haben sie natürlich mich gemeint. Also werde ich in einem kurzen Thread meinen Jonny vorstellen. Eines kann ich jetzt schon sagen -ein Wolf im Schafspelz ist gar nichts gegen meinen Jonny!
    Beste Grüße
    Jürgen
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  2. #2
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    Standard Die Flächen

    Das dreieckige Höhenleitwerk des Jonny habe ich auf Normal gekürzt. Nicht weil ich es unschön finde, sondern weil es bei meinen stark gerissenen Flugfiguren eher als Bremse fungiert. Die Vorderkante des gekürzten Leitwerks habe ich mit einem CFK-Streifen versehen. Der 1,55 m Tragflügel hat von Haus aus eine deutliche V-Form und ist absolut identisch mit Pichlers "Joker".. Die Joker sind ja vielfach bewährte Modelle und werden gerne zum Schleppen eingesetzt. Mit dem XL-Joker kann man problemlos Segler über 4 m elektrisch auf Höhe bringen. Bei meinem Tragflügel habe ich die V-Form etwas reduziert und die Flächen fest verklebt. Den Aluverbinder minimal gebogen -beide Flächenenden etwas beschwert und den oben entstandenen Spalt sauber mit 10 min. Epoxi aufgefüllt. Damit die Holzbohrlöcher der Tragflächenverbindung zum Rumpf geschont werden, habe ich noch eine CFK-Platte mit zwei Lochbohrungen für die Schrauben oben aufgeklebt.
    Haube!!!
    Eine Haube hat Fa. Pichler weder beim Joker noch beim Jonny vorgesehen. Ich hatte noch aus meinem EDF-Jet Arsenal die Gipsabformung einer passenden Haube. Ein Vereinskollege hat sie mir mit seinem Equipment abgeformt. Wer gerne eine Haube möchte und sich keine beschaffen kann, sollte auf eine Balsa-Atrappe ausweichen. Zwei Balsabretter in Tropfenform schneiden und einem Mittelsteg verkleben ist eine veritable Notlösung. Achtung: bitte vor verkleben der Tragflügel die Kontur der Tragfläche auf Pappe aufzeichnen -man tut sich dann in der Haubenanpassung sehr viel leichter.
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  3. #3
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    Standard Der Rumpf

    Der Rumpf bietet genügend Platz für die Komponenten. Bei mir ist noch ein zusätzliches Jeti BEC und ein ISSI Rückkanal verbaut. Werksseitig sind Anlenkgestänge für Seite und Höhe im Rumpfmittelteil verlegt. Ebenso sind hinten im Rumpf Ausschnitte für Höhen und Seitenruder vorgesehen. Ich empfehle die Servos erst ganz zum Schluß einzubauen -dann kann man sich wg. Schwerpunkt für die Servoposition entscheiden. Mein Höhenruder ist verklebt. Es ist jedoch unbedingt erforderlich die Ausrichtungen zur Tragfläche zu vermessen. Keinesfalls sollte man sich auf die Werksbohrungen verlassen. Wenn das nicht genau passt, dann fliegt er krumm und schief im Kunstflug. Zusätzlich habe ich einen Sperrholzanschlag zur Fläche auf dem Rumpf verklebt. Dieser Anschlag verhindert -bei gerissenen Figuren- ein Abscheeren der Kunststoff-Verbindungsschrauben. Unter dem Rumpf habe ich hinten ein Loch in die Folie geschnitten, damit die Kühlluft abfließen kann. Die Motorwelle ragt in den Accuschacht hinein. Damit der Accu nicht die Motorwelle berühren kann, habe ich das mit zwei Anschlagklötzen abgesichert.
    Die Motorhaube:
    Die Haube wird an vier Klötzen montiert (etwas abrunden ist nicht verkehrt). Zwei davon hatte ich beim Festigkeitstest gleich in der Hand - ich habe jedem Klotz nun eine Holzschraube spendiert. Die Haube ist kein Joghurtbecher sondern aus CFK.. Sie ist eher etwas zu lang ausgelegt und man muß sie womöglich kürzen. Ich habe sie mit farbigen Tesa abgeklebt und passgenau gekürzt. Wenn die Haube zu lang ist, dann bekommt man nämlich den Accuschacht-Decke nicht auf. (Alternativ muß man die Deckelöffnung umbauen). Vorne beim Motor sollte man der Haube (wg. Kühlung) eine groß dimensionierte Öffnung spendieren.
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  4. #4
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    Standard Accus

    Der Jonny ist perfekt für einen 4 S 4000er Accu ausgelegt -ein 5 S ginge auch noch rein, ist aber unnötig. Ich fliege schon seit Jahren fasst ausschließlich Gensace Accus. Die haben sich bei meinen hochbelasteten Impeller-Jets bestens bewährt. Sie geben lange ihre volle Leistung ab und neigen nicht zum Blähen. In diesem Tread ist eine Accu-Diskussion sicher nicht der richtige Platz. Einige Anmerkungen seien dennoch erlaubt. Die Vereinskollegen haben mir die neuen Extron Accus wärmsten empfohlen -also habe ich mir einen angeschafft.
    Der Gensace Accu stammt aus dem Jan. 2017 und wir fliegen viel und ganzjährig. Trotzdem hat der Gensace nach nunmehr eindreiviertel Jahr noch seine volle Leistung. Ein genau gemessener Vergleich beider Accus (alt und neu) zeigte identische Werte. Gerd Giese hat den Extron-Accu auch getestet und bestätigt, daß die angegebenen Werte 25/40 C voll erreicht werden. Vergleicht man die zwei abgebildeten Accus, dann fällt auf, daß die Abmessungen beider Accus fast identisch sind. Lediglich der Extron hat eine etwas geringere Höhe und wiegt bei höherer Kapazität sogar noch 10 Gramm weniger. Auch der Schub beim Fliegen zeigt keine Auffälligkeiten. Einen gravierenden Unterschied gibt es dennoch -der Extron Accu ist nach dem Flug "deutlich" wärmer. Ob der Extron eine gute Langzeit-Haltbarkeit (ohne zu blähen) aufweist -wird sich erst in den nächsten Monaten erweisen. Generell freut mich die höhere Kapazität auf jeden Fall!
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  5. #5
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    Standard Motoren

    Ich hatte zwei Motoren zur Auswahl: den Langratec 3548 (170 g) oder 4250 (195 g). Diese Motoren sind eine östereichische Entwicklung - haben eine sehr gute Kühlung und hochwertige Lager. Außerdem ein starkes Drehmoment und sie lassen sich hoch belasten (über Werksangaben hinaus) http://www.modellbau-berger.at/antri...onik/index.php
    Eingebaut habe ich den Langratec 3548 mit 890 KV. Ich habe diesen Motor lange Zeit mit einer 12/8er APC geflogen bei ca. 52 Ampere. Für den Jonny gab es dann aber eine Power "12 x 9" Aeronaut Luftschraube. Die Standmessung lag bei 62 Ampere (geht im Flug etwas zurück) und das ist genau das was ich wollte. Die Flüge bei 33 Grad Aussentemp. zeigten bei dem Motor keine unnatürliche Erwärmung - also alles richtig gemacht. Man kann natürlich auch andere Motoren einbauen um auf diese Leistung (Luftschraubensteigung/Ampere) zu kommen. Die meisten Motoren werden jedoch "schwerer" als die Langratec ausfallen. Macht nichts -denn der Accu zum Schwerpunkt der Maschine kann unproblematisch verschoben werden!

    Räder: Im Baukasten sind 6,5 cm Hartgummiräder enthalten. Die habe ich zunächst ausgetauscht gegen 5,5er Moosgummiräder. Letztendlich habe von meinen Jets (6 cm) -etwas schmalere Moosgummiräder eingebaut. Weiche Moosgummiräder neigen weniger zum Springen!
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  6. #6
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    Standard Fliegen

    Die Größe des Jonny (1,55 m) lässt hohes und weiträumiges fliegen zu. Er kann sehr schnell und gleichsam sehr langsam geflogen werden -das macht ihn Anfängertauglich. Bei voll gezogenen Höhenruder wird er weich -aber er mag nicht abreissen. Die Fläche ist hochstabil und ist auch bei brachialen Manövern kaum zu zerlegen, da reissen eher die Anlenkungen aus!
    Voraussetzung ist natürlich eine sauber verklebte Fläche (1,55 m ist auch noch in den meisten Fahrzeugen gut zu verstauen). So wie ich meine Antriebsauslegung gewählt habe, kann die Maschine nach spätestens 5 m abrupt hochgerissen werden und geht dann senkrecht endlos bis zur Sichtgrenze. In der Vorwärtsgeschwindigkeit steht der Jonny mit meiner 6 S EDF-Venom (90er Impeller) in direkter Konkurrenz -da fehlt nicht mehr viel. Die brettharte Fläche lässt es zu, daß aus sehr hoher Geschwindigkeit mehre "scharf gerissene" Rollen hintereinander geflogen werden können. Damit wird mein gepimpter Jonny zu einem spectakulären (Kunstflug) Allrounder. Wenn man ihm eine Schleppkuplung spendiert, kann der Jonny sehr zügig Segler der 3 m Klasse in den Himmel befördern. Was kann er nicht ? - mit 3D torquen tut er sich schwer, da ihm die dazu notwendigigen vergrößerten Ruder fehlen. Ich denke der Jonny ist sein Geld wert und ich möchte ihn auch nicht mehr missen!
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    Standard Daten

    Der Jonny wiegt unter 2100 g -das ist wenig für ein knapp 1,6 m Modell. Die Tragflächen sind teilbeplankt und äusserst stabil konstruiert. Bei mir sind vier bewährte Hitec-Servos verbaut. Der Schwerpunkt ist mit 80-85 mm angegeben. Ich habe gleich 85 mm eingestellt -das passt sehr gut. Man kann auch noch weiter zurück, die Maschine ist nicht sehr empfindlich auf CG-Verschiebung. Die angegebenen Rudereinstellungen passen für die ersten Flüge. Ich habe zwei Stufen auf dem Schalter -die erste Stufe ist mit 30% Expo ausgelegt. Die zweite Stufe sind dann volle Servoausschläge - alles was geht.
    Beste Grüße
    Jürgen
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