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Thema: Maximale Entladerate NIMH-Akkus?

  1. #1
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    Frage Maximale Entladerate NIMH-Akkus?

    Hallo RCN,

    wie hoch ist die maximale Entladerate von NIMH Akkus für ca. 3 Sekunden Burst?

    Hat da einer Erfahrungswerte aus NIMH Zeiten?

    Finde im Internet nur Herstellerangaben von max. 15C bei SUB-C Zellen. Wie weit kann man die ggf überschreiten ohne das die Spannung komplett abknickt?

    Und nein Li Akkus kommen nicht in Frage, es geht um einen Wettbewerb wo nur NIMH oder NiCad Akkus verwendet werden dürfen..

    Schonmal danke im Vorraus!
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  2. #2
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    Die alten NiCad Akkus Sanyo 1000 oder Sanyo 2000 wurden Mitte bis Ende der 90er Jahre wettbewerbsmäßig mit deutlich über 50 C belastet und haben das eine gewisse Zeit lang gut vertragen.

    NIMH Akkus hatte ich auch, die waren waren aber bei höheren Strömen schon echte Sensibelchen oder Glühwürmchen.

    mfg
    der Nichtflügler
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  3. #3
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    1) um welche Art NiHm handelt es sich?
    2) Unbehandelte Zellen, gepusht, oder gar gequetschte ?


    Sub C Zellen, selektiert, gepuscht und leicht gequetscht
    wurden hin und wieder bis 150A eingesetzt.... oder auch mehr.


    Gruß
    Andreas
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  4. #4
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    Hi,
    da Er heute weder gepuschte noch gequetschte noch sonst irgendwie behandelte Zellen bekommen dürfte würde ich ganz Pragmatisch eine Zelle ordentlich Aufladen bis sie gut 45 Grad warm ist. Dann mit einem Widerstandsdraht der im Wasserbad angenehme Temperaturen sucht quasi Kurzschließen . Denn das Leistungsmaximum wird bei halber Leerlaufspannung erreicht. Das sind somit 0,6 Volt und um da 150 Ampere fließen zu lassen braucht es nur einen Widerstand von 0,004 Ohm.Wichtig , die Spannung dabei messen und zusehen wie sie sich verhält. Stürzt sie heftig ab , kannst gleich abbrechen und den Widerstand vergößern um mit einen kleineren Strom zu belasten. Bleibt die Spannung halbwegs stehen hast du Glück und den Punkt maximaler Leistung gefunden. Ich kann dir wenn du wilst ein paar Seiten zukommen lassen die aufschluß geben wie man den Zelleninnenwiderstand messen kann und was man sonst noch so beachten sollte. Sind die 3 Sekunden die maximale Zeit oder wird das in bestimmten abständen öfters widerholt ? Bei einmal 3 Sekunden habe ich kein Problem da mal die Spannung auf 0,6 Volt zu drücken. Tiefer bringt nicht mehr Leistung . Der Akku wird dann nur noch stärker durch seinen eigenen Innenwiderstand geheizt. Das tut er aber auch so sowieso. Nicadzellen waren meine ich immer Robuster gegen extrem hohe Ströme, wir habe damals meist die Sanyo Cutoff Zellenreihe mit 1200 mAh und 1500 mAh eingesetzt. Cutoff bedeutete das die Zellen per Temperaturschalter geladen werden konnten also wenns zu heis wurde war der Akku voll.

    Viel Spaß beim Zellen quälen
    Happy Amps Christian
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  5. #5
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    Danke für die Antworten!

    Zur Erklärung worum es genau geht:
    Auf dem Wettbewerb soll auf einer 3m langen Rampe, mit ordentlich Nutzlast gestartet werden und danach paar Platzrunden gedreht werden. Also für ca 3 Sekunden Start volle Power und danach dann bei geringer Belastung Platzrunden. Bei um die 6kg Fluggewicht sind dann bei 12V um die 100A nötig, wenn ich das richtig einschätze. Die Spannung sollte dann auch nicht allzuweit einbrechen. Auf dem Wettbewerb sind es drei Starts, es kann für jeden Start ein neuer Akku verwendet werden.

    @Nichtflügler hatte NiCad Akkus gar nicht so auf dem Schirm, wegen der halben Energiedichte wie NIMH Akkus. Aber wenn man da einen höheren Strom rausziehen kann wäre das auch eine Option.

    @Andreas Maier die Art der NiMH Akkus ist nicht weiter im Regelwerk definiert. Was genau versteht man unter gepushten bzw. gequetschten Zellen?

    @Christian Lucas sollte man die einzelnen Zellen dann nach dem Verfahren selektieren? Wäre top, wenn du mir da etwas zukommen lassen würdest bzgl Innenwiderstand messen und was man sonst noch so beachten sollte.
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  6. #6
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    Hallo Pilot,
    ich habe früher selber gepusht. Da brauchst Du eine entsprechende Apparatur dazu. Große niederohmige Kondenstoren werden bis 60 oder 75V aufgeladen und dann mittels eines Thyristors schlagartig an einer Zelle entladen. Dabei fließen kurzzeitig Ströme von ein paar tausend Amperere. Manche Zellen sind danach belastbarer, manche überleben es nicht. Bei diesem Vorgang werden die Ableiter in der Zelle besser verschweisst. Wenn man bei den Zellen vorher den Boden etwas eindrückt (quetscht), liegen die Ableiter besser an und das Ergebnis des Pushens wird in der Regel besser.

    Danach hat man die Zellen entsprechend noch selektiert. Solche Zellen gaben am Anfang des Entladevorgangs locker 150A her und die Spannung ist nicht bis 0,6V zusammengebrochen.

    Es kann sein, dass ich noch ein paar neue selektierte NiCds im Keller habe.

    Bei Deinem Wettbewerb scheint aber nicht nur maximale Power von Nöten sein, sondern auch ein optimaler Flieger mit gut angepasstem Propeller. Kannst Du noch ein wenig mehr darüber erzählen?

    P.S.: Meinen 2,8kg Sharon fliege ich mit 180W und relativ gutem Steigen.
    Fliegergruß
    Gerhard
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  7. #7
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    Hi GC, vielen Dank für die Antwort!
    das mit dem pushing hört sich sehr abenteuerlich an!
    Klappt das denn mit NiMH und NiCd Akkus? Und wie hoch ist da ungefähr die Erfolgsquote?
    Wie viele bleiben nach dem selektieren noch übrig?
    Gibts da irgendwo eine ausführliche Anleitung zu oder einen Thread?


    Hier die Regeln zum Wettbewerb: https://www.aiaadbf.org/DBF-Rules-2019/
    Zusammenfassung: 3m Startbahn mit Rampe, Klappbare Tragflächen: muss im zusammengeklappten Zustand durch eine 90cm Breite Gasse geschoben werden können und sich danach selber Flugfertig machen (ohne das das Modell berührt wird), danach Platzrunden drehen und Nerfpfeile abwerfen.

    Wir befinden uns auch noch in der Startphase, nur Ideen und Konzepte bisher. Wo ich eines der Probleme sehe, ist die Startleistung aus NiCd/NiMh Akkus zu holen.
    Aber die Antworten machen mir echt Hoffnung!
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  8. #8
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    Hi,
    ja , das Puschen benötigt schon etwas erfahrung. Gibt da einige Methoden vor allem ist auch das Eindrücken nicht ganz Unwichtig. Habe da irgendwo noch das Buch vom Heinz Keller zum Puschen , meine aber dass du ohne auskommen solltest.
    Wir bei den Rennbooten haben da die Zellen abgedreht um Gewicht zu sparen , so ging in ein 1 kg Boot nach dem Zellmantelabdrehen eine Zelle mehr rein bzw. etwas mehr Kapazität , das hat mehr geholfen wie das apuschen bei uns. Selektieren war aber schon vorher angesagt wenn es auch um Kapazität ging.Beim Puschen kann man ohne Erfahrung schnell einige Zellen killen. Für einen ordentlichen Startrums könnte man sich auch bei den Kondensatoren mal umsehen , wenn sie für den Wettbewerb zugelassen wären. Ich scan mal ein paar Seiten zu den Zellen , schick mir bitte eine e-mail per PN an die die pdf dann senden kann.

    Habe mal,schnell die Wettbewerbsschrifft überflogen. Bisschen Brainstroming : Möglichst große Propeller mit viel Startschub ersetzt viel Akkuleistung. Ihr müst ja nicht Senkrecht starten. Aeroelastische Propellerblätter die bei höherer Leistung die Steigung reduzieren und den Startschub erhöhen andenken. Zwei Antrieb an den Tragflächenhälften anbringen und damit die Tragflächen zur vollen Spannweite aufziehen lassen ohne extra Antrieb ,spart Gewicht. Die Zellen bis kurz vor dem Start mit einem seperaten Akku (Drückerkiste) vollladen wies nur geht und auf Temperatur halten,bei 45-60 Grad sind die Zellen am Aktivsten.

    Happy Amps Christian

    ps: hatte mit einem Freund auch mal an so einem Wettbewerb teilgenommen , da gings um Leichten Energieträger der 200 Watt dauerleistung und 500 Watt Kurzzeitleistung liefern konnte Transportierbar möglichst wenig den Träger belastend. Haben eine Brennstoffzelle mit 200 Watt dauerleistung und einem Nicadakku für die Kurzzeitleistung kombiniert und den Wasserstoff zum Teil in einem Ballon mitgenommen der das alles selbst getragen hat,sowie den Wasserstoffträger Litiumhydroxid in Pulverform mit etwas Wasser. Hat funktioniert keiner war leichter zu transportieren. Macht Spaß so ein Bewerb , zieht es durch.
    Happy Amp´s Christian
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  9. #9
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    Das Abdrehen der Zellen ist leider nicht erlaubt. Der Hersteller, Zellentyp, etc. muss klar erkennbar sein.
    Kondensatoren hatte ich auch mal überlegt, aber die haben auch ein ordentliches Gewicht.

    Danke für die Tipps!
    Habe dir eine PN geschickt.

    Hört sich auch nach einem interessanten Wettbewerb an
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  10. #10
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