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Thema: Elektrische Radbremse (Kavan): Aufbau? - Funktion? - Nachbaumöglichkeit?

  1. #1
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    Frage Elektrische Radbremse (Kavan): Aufbau? - Funktion? - Nachbaumöglichkeit?

    Hallo Zusammen,

    kennt jemand von euch die elektr. Radbremsen von Kavan ? (werden von Conrad vertrieben)?

    Wie sind die aufgebaut ? Wie gut funktionieren die ? Kann man sowas nachbauen ?

    Es handelt sich doch um nichts anderes wie ein elektromagnet, der die Metallscheibe anzieht, oder ?

    Danke Stefan
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  2. #2
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    Hallo Stefan
    Ich kenne zwar das System von Kevan nicht, ich weiss aber, so glaube ich, wie man diese Bremse in der Fachsprache nennt: Wirbelstrombremse!
    So viel ich weiss, kommt das System vorallem bei der Eisenbahn zum Einsatz, und dürfte nicht so schwer sein zum Nachbauen. Wir haben das ganze schon mal im Physikunterreicht als Modell gesehen, das war aber halt ein grosses Modell.
    Die Scheibe wird nicht direkt von den Magneten angezogen, sondern verändert etwas mit den Elektronen in der Scheibe.
    Grüsse
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  3. #3
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    Hallo Stefan

    Die Karvan Bremse ist "nur" eine Ringspule mit einem sie umschließenden U förmigen Eisenkern .
    Auf der "offenen" Seite wird der " Anker " (die Blechscheibe) , davon angezogen ,und erzeugt durch Reibung die Bremswirkung.
    Nix ist mit Wirbelstrom !!
    Ich überlege auch ob ich mir 2 stück baue oder kaufe
    Die Anzieungskraft steigt linear mit der Fläche im Luftspalt und quadratisch mit der Feldstärke im selbigen !!
    Bei selbstbau kann man die größe ja selbst bestimmen .
    Wie groß müßten Deine den sein ??

    Gruß Aloys.
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  4. #4
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    Servus Aloys,

    ich hab noch keine festen Vorstellungen. Ich baue gerade ein elektr. Einziehfahrwerk und möcht nun auf eine Bremse nicht verzichten.

    Mir ist das Kavan-Ding zu teuer (35€ pro Stück = 70€ Satz)

    Also ich habe gedacht das da 4-5 kleinere Spulen zu wickeln und diese dan zu verbauen(eingiesen...).

    Oder ist das mit dem Ringkern besser ?

    Gib mal deine Wissen preis, damit ich weis in welche Richtung ich da weiterdenken muss.

    Danke Stefan
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  5. #5
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    Hi

    Also "eine" Ringspule ist sicher einfacher und auch efektiver (leichter).
    Für mich sind die Eisenteile das Problem, krige ich aber auch hin.

    Man braucht also ein innen und ein außen-Rohr mit einem seitlichen Rückschluß.
    Wandstärke 1 bis 2 mm.
    Nachdem in das Seitenblech die Öffnung (2 mal 5 mm) für die untere Zuleitung gemacht ist kann dieses auf das Innenrohr geklebt werden.
    Oder die kombi aus dem vollen drehen.
    Dann Rohr und Seite isolieren und die offene Seite mit einer Isolierscheibe versehen.
    Dann seitlich festspannen und die Wicklung aufbringen.
    Das Ende wider seitlich oder nach außen herausfüren (öffnung im Außenrohr),und das Außenrohr aufkleben.
    Als "Wickelraum" erstmal 5 mal 5 mm (pluß platz für die Isolierung) vorsehen.
    Der "Anker" ist dann wider ein gleichstarkes Eisenblech.
    Die Feldstärke des Magneten hängt nur von der Windungslänge der Betriebsspannung und dem CU Querschnitt des Wickeldrahtes ab.
    Natürlich auch vom Luftspallt.
    So viel zur Spule.
    Es müssen aber auch Befestigungspunkte dran sein (nach bedarf und geschmack) .

    Gruß Aloys.
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  6. #6
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    Hallo Aloys,

    ich bin dabei. Aber ich kapiere leider noch nix

    du beschreibst es sehr ausführlich, aber vielleicht kannst du mal was skizzieren.

    stefan
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  7. #7
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    Hallo Stefan

    Ich hoffe es wird so verständlicher !!!


    Name:  Bremsmagnet Kopie.,3 jpg.JPG
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    Gruß Aloys.
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  8. #8
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    Servus
    Hab sowas von Graupner.
    Ist von anno irgendwas, noch die schöne grüne Graupnerschachtel.
    War für die Air-X Räder.
    Teil 1 ist Eisenscheibe. Teil 2 müsste Spule sein, leider vergossen.
    Und 2 kleine Lötanschlüsse dran. Wenn man bremst spielt die Anlage verrückt.
    Eisen auf ? Eisen.
    Besser wärs 2 Scheiben von den Autofahrern zu verbauen.
    Oder schöne Trommelbremsen. Bau ich gerade für meine Bücker.
    Gruss Franz
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  9. #9
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    Hallo Franz,

    ich habe vor vielen Jahren diese Bremsen von Kavan gekauft und eingabaut.
    Aber offensichtlich war das Modell zu schwer. ( C-Falke 17 kg)
    ob man bremst oder nicht, konnte ich nur an der Schalterstellung am Sender feststellen.
    Der verwendete Akku versorgte gleichzeitig den Bordanlasser. Manchmal kam es vor, das beim Bremsen der Anlasser loslief. Nach ein paar Versuchen habe ich die Dinger als untauglich wieder ausgebaut. Um die Bremswirkung zu verbessern hat mir damalsHerr Kaven empfohlen, die Bremsplatte (Blechscheibe ) mit einer weichen Klebefolie zu
    bekleben. Das sollte gleichzeitig Knackimpulse verhindern. Nach 2-3 Flügen bzw. Bremsungen war die Folie aber durchgewetzt. Bei einem leichteren Modell mit kleineren Rädern müsste aber wahrscheinlich klappen. Lipo sei Dank ist das Gewicht auch nicht mehr so tragisch. Bleibt aber immernoch das Problem mit dem Schalten und dem Tiefentladeschutz des Lipo`s.
    Ich muss mal in der Wühlkiste suchen, ob ich die Eumel noch finde,dann kannst die gerne haben. Ich bin aber nicht sicher, ob die nicht schon einer Müllentsorgungsaktion zu Opfer gefallen sind. Ist ja alles schon etwa 13 Jahre her.

    Liebe Grüße aus Bayern

    Raimund
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  10. #10
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    Ja hallo erstmal (ich glaube so heist das)

    Bremsen mit Eisen auf Eisen sollte natürlich NICHT sein, deswegen Bremsbelag.
    Und da ich gerade (mal wieder) das Fahrwerk der P61 repariere, ist eine Bremse mit eingeplant.
    Modellgewicht aber 19 kg und Raddurchmesser 230 mm.
    Eure Erfahrungen lassen nicht gerade freude bei mir aufkommen
    Wie sah es den mit Betriebsspannung und Strom aus, könnt Ihr mehr dazu sagen ?????
    Es interessiert bestimmt noch mehr User !

    Gruß Aloys.
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  11. #11
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    Hi

    Eine solche Spule muß natürlich auch endstört werden wie ein E Motor .
    Mit Freilaufdiode und Kodensator, erst recht wenn eine getacktete Spannungsversorgung im Spiel ist.

    Gruß Aloys.
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  12. #12
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    Hallo Aloys,

    des ist ja einfacher als ich gedacht habe. Wenn ich das noch richtig aus der Schule weis, ist es doch so, dass die Magnetische wirkung nur am innersten ring wirkt, oder ? Oder wirkt die Metallumhausung da anders?

    Sowas muss man einfach mal bauen?

    War kann mir sagen wieviel strom da fliesst bei wieviel spannung (z.b. Kavan)? damit ich mir die Drahtstärke grob ausrechnen kann.

    Grüsse Stefan
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  13. #13
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    Hallo Stefan

    Die " Magnetische -Wirkung" ist um die gesamte Spule und natürlich in BEIDEN Luftspalten!!
    Die länge DIESER adiert sich dadurch !
    Weiter gilt (grob) halber Luftspalt gleich doppelt so starkes Magnetfeld und dadurch 4 fache Anziehungskraft .
    Darum möglichst kleiner Luftspalt !!!!
    Bremsbelag nicht vergessen !

    Rechenbeispiel für die Spule :
    Wickelraum 5 mal 5 mm = 25mm² . CU Füllfaktor 50% = 12,5 mm² CU .
    Mittlere Windungslänge bei ~ 4 cm Durchmesser = 0,12 m.
    Nimmt man einen 0,3 er Draht bekommt man so 180 Windungen rein.
    Das sind dann 21,6 m.
    Der Wiederstand ist so 5,4 Ohm und an 6 V fliessen dann 1,1 A.
    Das ist sicher nicht zufiel für die 0,07 mm² des 0,3 er Drahtes, und "nur" 15,7 A/mm².
    Für kurze Bremsmanöver kann das auch das doppelte sein, also mehr Spannung oder dickerer Draht.

    Noch ein Tip : (habe ich aber noch nicht getestet) Am Luftspalt die "Eisenrohre" mit einem "Bart" versehen um den Querschnitt des Luftspaltes zu vergrössern (wie ein T bei E Motoren) jedenfals nach einer Seite (innen oder außen).
    Das müsste was bringen den das Eisen ist längst nicht durch die kleine Spule in der Sättigung.
    Dadurch wird der Eisenrückschluß nur gegingfügig schwerer aber der Magnet doppelt so stark.

    Wie groß sollen den die Bremsen werden ?????

    Gruß Aloys.
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  14. #14
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    Hallo Aloys,

    ist ja echt gut deine Vorabreit :-)
    ich habe einen Jet mit bis zu 13 Kg im Kopf und dfür möchte ich mir was stricken. Aber wenn mann das für andere Modelle auch verwenden kann, wäre das nicht schlecht- also bis 20 Kg ect.

    Ich würde es so gross wie das Kavan machen (40 mm Durchmesser, 10 mm dick)
    was meinst du ?
    ich lasse mir da mal was einfallen, wie man das einfach machen kann und werde mir da ein Testteil machen lassen ;-)
    Wenn ud wünsche hast, dann los.

    LG Stefan
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  15. #15
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    Hi,
    so eine Elektrische Radbremse ist schon sehr elegant,Ihr müst aber aufpassen das sich das Eisen nicht zu sehr Magnetisieren läst ,wodurch auch nach dem eigentlichen Bremsvorgang soviel restmagnetismus übrigbleibt das sich das rad dann nur schwer dreht.Denkt mal darüber nach die Reibflächen konisch zu gestalten.Das ergibt bei gleichen Bremsdruck durch die Spule ungleich mehr Bremskraft.Ich habe solche Bremsen mit richtigen Bremsbelägen aus irgendeiner Mechanischen Maschine wo sie einfach die Welle feststellten.Ich such sie mal und wenn ich sie sie Finde könnt Ihr Euch drum raufen.
    Eine einfachere Methode gab es auch mal mit einer Feder deren Drahtenden als lange Schenkel einmal am Fahrwerksbein befestigt wurden und am anderen Ende hat das Bremsservo über ein dünnes Stahlseil gezogen.Die eigentliche Ferder war über eine Kunststoffhülse gezogen.Ohne ziehen ist sie lose auf der Hülse gerutscht und durch das anziehen verjüngt sich der ferderinnendurchmesser und klemmt die Hülse ,die mit dem Rad verbunden ist ,ab.
    Noch etwas,in Schrittmotoren sind oft zwei Identische Ringspulen verbaut die mit einem Mittelabgriff versehen sind.Die Spulen sind auf einfachen Kunststoffspulenkörpern aufgewickelt ,Das erleichtert die Herstellung ungemein.
    Happy Amp´s Christian
    GO FAST TURN RIGHT AND GET OUT OF MY WAY
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