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Thema: Rock4K (RS-AERO): Bau- und Erfahrungsbericht

  1. #406
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    Standard Ein kleiner Foliercrashkurs

    Da ich ja mehrmals schon gefragt wurde, wie man die Streifen auf die Folie bringt, möchte ich Euch ein wenig Licht ins Dunkel bringen.

    Na dann, lasst uns losstarten

    Werkzeug! ganz wichtig
    Was braucht man für Werkzeug, damit es was gescheites wird?
    Hier meine Utensilien

    Name:  F_WE_01.jpg
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Größe:  585,0 KB
    Falls es dann jemand genauer erklärt haben will, bitte einfach Fragen.

    Dann beginnen wir mal mit den Streifen für die Ruderscharniere.
    Beim rock4K sind das 12-14mm breite Folienstreifen, die zuerst in die Ruderkehle gebügelt werden.
    Hier kann man schöne und interessante Farbakzente setzen.

    Name:  F_01.jpg
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Größe:  295,9 KB

    Gebügelt wird mit dieser Einstellung/ mit dieser Temperatur

    Name:  F_BE_02.jpg
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Größe:  562,0 KB

    Der rote Streifen ist hier bei der Wölbklappe, der dunkelgraue beim Querruder.
    Beide Ruder am Rücken liegend, damit die Kehle eine ebene Fläche von Ruder und Flügel bildet. So den Streifen dann aufbügeln.

    Wenn die Ruder wieder in der Neutralstellung sind, schaut das folgendermaßen aus.
    Name:  F_02.jpg
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Größe:  376,1 KB

    Jetzt wird zuerst auf der Flächenunterseite die Folie aufgebügelt.
    Ich hab mir diesmal ein besonderes Muster gegönnt . . . weiß/rot karriert
    Die Folie mit 1cm Überstand zuschneiden und die Trägerfolie abziehen und auf den "entstaubten" Flügel legen. (so faltenfrei wie möglich)

    Zuerst wird die Folie an den beplankten Oberflächen angebügelt.
    Ich beginn hier immer am Holm und arbeite mich zur Nasenleiste vor.

    Name:  F_04.jpg
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Größe:  382,3 KB erster Kontakt mit der Folie

    Name:  F_05.jpg
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Größe:  470,8 KB die erste Linie ist geschafft. Jetzt gehts weiter Richtung Nasenleiste.

    Dann an der Endleiste fortsetzen (hier darf man ruhig mit der anderen Hand die Folie ein wenig straffen und nach Hinten ziehen), beim Wurzel- und Randbogenbereich die Folie ebenfalls anbügeln. Jetzt sollte diese auf allen 4 Seiten der Fläche lückenlos kleben.

    Nun wird über die Ecken, Kanten und Nasenleiste gebügelt, damit die Folie auch überall wirklich gut klebt und sich nicht mehr löst.
    Die Temperatur wird nun dafür auch etwas erhöht.
    Name:  F_BE_01.jpg
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Größe:  540,8 KB

    Die Überstände der Folie werden mit der Schere abgeschnitten. Hier die Schere ansetzten und über die Kante (die als Führung dient) ziehen/schieben.
    Nicht den Fehler machen und wirklich zu schneiden versuchen. Das schaut dann wie abgebissen aus und fördert nur das Wachsen der grauen Haare

    Die Folie klebt jetzt auf allen Holzoberflächen. (nur noch nicht auf den Rippen!!)
    Bei den Übergängen zu den Rudern wird das noch nicht ganz astrein sein.
    Jetzt schneid ich die Ruder frei, um die Folie auch hier über die hinzukommenden Ecken zu bügeln.

    Name:  F_06.jpg
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Größe:  482,7 KB Freischneiden von der gegenüberliegenden Seite und den Schlitz als Führung verwenden!

    Name:  F_07.jpg
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Größe:  397,4 KB hier das QR von der Unterseite

    Name:  F_08.jpg
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Größe:  354,5 KB hier die Wölbklappe.
    Man sieht deutlich, wo sich die Folie noch aufstellt und nachgebügelt werden muss.
    Ganz wichtig ist, dass sich beide Folien an der feinen Linie (Fläche-Ruderübergang) verkleben. Diese Linie ist somit die Scharnierlinie.

    Name:  F_09.jpg
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Größe:  428,3 KB zuerst am Ruder

    Name:  F_10.jpg
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Größe:  432,5 KB dann auf der Flächenseite

    Sind diese Bereiche nun sorgfältig gebügelt, kann mit dem Straffen der Folie fortgesetzt werden.
    Beim rock4K hat man den Vorteil, dass die Fläche sehr verwindungsteif ist und man sich keine Gedanken über einen Verzug machen muss.

    Name:  F_11.jpg
Hits: 569
Größe:  371,0 KB schaut dann fertig so aus

    die Temperatur bleibt Anfangs auf der 2er Stufe. Sollten sich doch an einer Stelle Falten abzeichnen, die sich nicht straffen lassen, einfach die Temperatur ein wenig erhöhen.
    Wichtig ist auch, dass man nicht zu schnell dann über diese Stellen streift, sonder der Folie Zeit gibt, sich zu straffen.

    Sooo, die Unterseite ist geschafft

    Oberseite:
    grundsätzlich weiß, mit roten Streifen in verschiedenen Dicken und dann noch ein grauer Streifen für den richtigen Pepp!!

    Alles was mehr als 2 Rippenfelder überspannt, wird bei mir nicht mehr Folie auf Folie gemacht sonder abgesetzt. Überlappt werden die Streifenteile mit ca. 6mm genau über einer Rippe oder an beplankten Teilen. Nun ist es wichtig, dass der Übergang Rippe auf Beplankung wirklich stufenfrei ist, damit die Folien nicht in der Luft hängen. Nur so bleibt dann eine gerade Folienkante auch gerade und die Folie lässt sich dauerhaft spannen.

    Name:  F_12.jpg
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Größe:  479,5 KB

    Naja, und dann beginnt das Spiel wieder von vorn.
    Zuerst die beplankten Teile, dann die Endleiste und dann an den seitlichen Rippen.
    Und g'scheit wär natürlich, dunkle Folie auf helle Folie zu bügeln . . sonst kann es schon mal passieren, dass man einen Streifen ungewollter Farbe plötzlich am Flügel drauf hat.

    Name:  F_13.jpg
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Größe:  490,0 KB hier Folie auf Folie

    Der Streifen ist nur ein Rippenfeld breit und wird gleich Folie auf Folie gebügelt. Hier muss man tückisch aufpassen, damit man keine Luft einschließt, die dann die unschönen Blasen bildet. Daher langsam und geduldig arbeiten.
    Hab's diesmal wirklich gut erwischt

    tja, und noch ein Hinweis, der (in diesem Fall) die Unterseite mit dem Karomuster betrifft.
    Wenn die zweite Fläche gebügelt wird unbedingt auf den Linienverlauf achten! Nichts ist schlimmer, als wenn hier ein Linienversatz von 2mm passiert.
    Name:  F_03.jpg
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Größe:  409,4 KB

    Schlussendlich kommen dann noch die Aufkleber drauf, die dem Flieger dann erst den letzten Schliff verpassen.
    Name:  F_14.jpg
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Größe:  412,1 KB

    Und fertig schaut das Ganze dann so aus . . .
    Name:  F_15.jpg
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Größe:  258,8 KB


    Fazit:
    Bügeln muss man üben. Das kann man nicht von heut auf morgen. Das braucht ein paar Modelle bis die Handgriffe sitzen.
    Also nicht entmutigen lassen.

    . . nur rot/weiß wär in diesem Fall (für mich) fad gewesen. Der graue Streifen gibt dem Flieger den nötigen racing Character.
    Stimmt's?

    na dann viel Spaß beim Nachmachen
    -Robert
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  2. #407
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    Standard Folie kleben

    Vielen Dank für den tollen Bericht.
    Das schwierigste ist für mich nachwievor das schieben der Schere entlang der Nasenleiste ohne einen Scherenschnitt auszuführen.
    Ich werde es üben.
    Mein Rockit4k ist fertig und wartet auf den Erstflug.
    Hab mich noch nicht getraut ...
    Viele Grüße Reinhard
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  3. #408
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    Standard Folientools

    Das schwierigste ist für mich nachwievor das schieben der Schere entlang der Nasenleiste ohne einen Scherenschnitt auszuführen.
    Hallo Reinhard,
    zum sauberen Schneiden der Folie entlang einer Führungskante (Nasenleiste) habe ich mir schon vor einiger Zeit dieses Tool zugelegt.

    Name:  chenille_cutter_p1.jpg
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    Wie es funktioniert kann man hier sehen


    Manchmal lohnt es sich über den Modellbauzaun hinaus zu schauen.

    Viel Erfolg beim Erstflug

    Harald
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  4. #409
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    Standard

    Gestern war wieder mal "Fliegen bei Freunden" angesagt.

    Ist schon ein komisches Gefühl, wenn man das erste Mal an einem neuen Hang steht und sich erst mal orientieren muss . . . .

    . . . wo gehts rauf?
    . . . wie mach ich die Landeeinteilung?

    daher war auch der erste Flug mehr als verhalten.
    Der zweite ging dafür um so besser.

    Es wurde gekurbelt bis zum Abwinken . . . war mehr Thermikfliegen als Hangflug

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	Kärnten_2020.jpg 
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Größe:	422,4 KB 
ID:	2326603

    schön wars trotzdem . . der 30°!!

    Grüße Robert
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  5. #410
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    Standard

    Nabend zusammen,

    da ich durch Zufall auf den rock4k gestoßen bin, und ich den "Vogel" vielleicht bald mal live sehe (an einem tollen Berg), wollte ich mal fragen, ob schon Jemand eine 4s Variante gebaut und geflogen hat.
    Da ich einen NTM 2830 1200kv noch "rumliegen" habe, plane ich 4s mit YEP40A und einer 9x6 Aeronaut Cam Klapplatte.
    Lt. ecalc kommen da ganz passable Werte raus: ca. 17m/s Steigen, ca. 415 Watt - keine dramatische Temp. für Motor und Stromaufnahme deutlich unter 40A.

    Das Bauen muss ich noch üben ;-) ....Robert weiß Bescheid, haha

    VG
    Dietmar
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  6. #411
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    Standard

    Hallo Dietmar,

    scheint keiner mit 4s den rock4K zu betreiben.

    Du kannst deinen Motor aber auch mit 3s befeuern. Da sollte er trotzdem noch genug Power liefern lt Hersteller.
    Oder willst Du einfach vorhandene Akkugrößen weiter einsetzen?

    schöne Grüße . . und wir sehen uns bald
    - Robert
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