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Thema: Hawker Hurricane (Semiscale-Projekt): Baubericht

  1. #16
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    Standard Lackieren 1

    Vielen Dank für die Glückwünsche!! Jetzt geht es mit Basteln weiter:

    Nach dem Erstflug steht jetzt ein weiterer entscheidender Arbeitsschritt an; das Finish. Das ist für den Eindruck des Modells vielleicht der wichtigste Schritt. Trotzdem muss ich hier zu Gunsten der Zeit und des Aufwandes immer wieder Kompromisse eingehen.

    Ich habe die Hurri nach dem Erstflug weitgehend zerlegt und Oberflächendefekte soweit mir möglich mit einfachem 1k-Spachtel gefüllt und geschliffen. Dabei habe ich erstmals komplett auf Trockenschliff mit dem Dreikantschleifer gesetzt. Es ist halt Winter und ich kann nicht so einfach mit Wasser panschen, wie sonst, wenn es draußen warm ist und das Arbeiten im Freien so viel mehr Spaß macht.
    Nach dem Ausbessern und Schleifen wird das Modell mit 1k-Grundierung (Rumpf Noname-Füller grau, sonst ColorMatic 1k-Füller in beige) gleichmäßig grundiert und gleich wieder mit dem Eisensägeblatt malträtiert und ein paar Blechstöße eingearbeitet. An harten Stellen (GFK-Beschichtung der Fläche) habe ich fast ausschließlich mit dem steil angestellten Sägeblatt und dem ersten Zahn entlang eines Lineals oder frei geritzt und bei weichen Untergründen mit der Rückseite des Sägeblattes eher gedrückt. Das war an 2-3 Abenden relativ schnell erledigt.

    Etwas mehr Zeit haben dann die Niete benötigt. Wenn ich die walk-arounds aus dem Internet richtig interpretiere, war die Hurri weitgehend mit herausstehenden Nietköpfen gearbeitet. Nur an der Nasenleiste wurden Senkkopfniete eingesetzt. Daher habe ich weitgehend mit Weißleim gearbeitet und an der Nasenleiste einfach gar keine Nietapplikation gemacht. Den Weißleim habe ich jeweils in Kleinstmengen in einem Kronkorken mit der gleichen Menge Wasser aus der Dosierspritze verdünnt und dann mit einem abgeschnittenen Zahnstocher tupfend auf die Fläche und den Rumpf gebracht. Je dünner desto flacher und größer wurden die Nietköpfe. Für die großen, richtig herausstehenden, Niete habe ich den Weißleim unverdünnt und sogar mehrfach getupft aufgebracht.

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    Die aerodynamische Verkleidung wurde bei einigen Varianten mit irgendetwas splintähnlichem angebracht. Ich habe das versucht nachzubilden. Es wirkt aber im Nachhinein etwas grob und klobig.
    Die Schnellverschlüsse der Rumpfbeplankung ließen sich mit einem passenden Messingrohr und einem Kreuzschlitzschraubendreher in die Balsabeplankung einprägen. Für einige Griffe, Einstiegshilfen, Verschlüsse und die Tür eignet sich Lithoblech, das ich mit Klebefilm/Transferklebeband aufgeklebt habe.

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    Jetzt muss Farbe drauf…

    Ilja

    PS: Die Kabinenhaube lag als Tiefziehteil dem Bausatz bei. Ich habe sie mit einem Gitter aus Lithoblechstreifen und dem besagten Klebefilm beklebt, um einen Rahmen zu simulieren. Oben im Thread beim Erstflug sieht man das Ergebnis bereits im Einsatz.
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  2. #17
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    Standard

    Na, da gab´s eben nen Daumen hoch von mir für Deine schöne Hurry, prima.
    Viele schöne Flüge wünsche ich Euch
    Andy
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  3. #18
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    Standard Lackieren 2

    So geht es jetzt weiter:

    1.) Original wählen und Bilder aus dem Internet raussuchen (G-AMAU mit Rennnummer 41, https://www.tapatalk.com/groups/greg...ges/G-AMAU.jpg ; https://static.rcgroups.net/forums/a...-G-AMAU-01.jpg )

    2.) Kennungen und Linien in richtiger Größe zeichnen, dabei Vereinfachungen passend zu Fähigkeiten und Zeit machen

    3.) Für eine Farbreihenfolge (hell nach dunkel, Komplexität beim Abkleben etc.) entscheiden
    Bei mir heißt das: Blattgold, Weiß, Enzianblau RAL 5010, Schwarz (alle Acryl, Duplicolor)

    4.) Plottservice Angebote einholen, Fähigkeiten erfragen (Es gibt wirklich große Unterschiede. Bei mir passte ein lokaler großer Autobeschrifter und Werbeservice am besten.)

    5.) Für einen entscheiden und Maskierfolie schneiden und entgittern lassen

    6.) Bereiche für die goldfarbenen Kennungen grob anzeichnen und mit Gold vorlackieren

    7.) Bereiche für die Rennnummer kennzeichnen, Reste grob abdecken, Weiß lackieren

    8.) Maskierfolien „Kennung und Linien“ und „41“ (positiv) auftragen und bei Blechstößen und Nieten einmassieren

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    9.) Blau lackieren

    Name:  Lackieren_3.jpg
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    10.) Maskierfolien „schwarzer Untergrund“ (negativ) aufbringen

    11.) Abkleben und lokal Schwarz lackieren

    Name:  Lackieren_4a.jpg
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    12.) Maskierfolien abziehen und dabei hoffen, dass der Untergrund am Modell bleibt.

    Name:  Lackieren_4b.jpg
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    Im Ergebnis sieht das schon nicht schlecht aus. Leider sieht man insbesondere bei den weißen Bereichen Übergänge in der Oberflächenrauigkeit. Der weiße Lack hat noch mal glättend gewirkt, so dass die Randbögen jetzt glänzender sind als die Innenbereiche der Fläche. Vielleicht scheint das Weiß auch etwas durch. Das muss ich entweder aushalten oder mit Politur kaschieren. Inwieweit man den Lack sinnvoll polieren kann, muss ich erst ausprobieren.

    Nerviger sind Klebstoffreste der Maskierfolie. Vielleicht war es zu kalt beim Abziehen, oder der Lack nicht perfekt abgelüftet. Ich habe jedenfalls alles ausprobiert um die Klebstoffreste zu entfernen: Wodka, Olivenöl, Wasser, Radiergummi, Spiritus... Bei Terpentinersatz bin ich dann fündig geworden. Damit ließ sich der Klebstoff mit Küchentuch und Geduld entfernen, ohne den Lack anzulösen.

    Name:  Lackieren_6.jpg
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    Ilja
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  4. #19
    User Avatar von Timo Starkloff
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    Sauber :-)

    Man braucht eine Weile bis man sich an bunte Warbirds gewöhnt hat, aber dann gefallen die einem oft besser als die Militärlackierungen. Da gibts klasse Geschichten aus den USA der fünfziger Jahre, als man sich für den Materialwert eine Mustang, Hellcat oder Lightning ausgesucht hat, vollgetankt und losgeflogen ist.

    Grüße, Timo
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  5. #20
    User Avatar von ducro
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    Daumen hoch Hurricane

    Hallo Ilia
    Sieht super aus, sehr gut gemacht
    Interessante Lackierung
    Lg Peter
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  6. #21
    User Avatar von ducro
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    Meine Hurricane mit 60 ccm Laser V Motor
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  7. #22
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    Standard Gratuliere

    Klasse Maschine Peter. Schön verranzt, direkt aus dem Einsatz.

    Das werde ich bei meiner Rennvariante eher vermeiden. Ich habe gesehen wie Toni Eichhorns T-28 nach der Landung sofort gewienert wurde. Früher war das bestimmt kaum anders. Zu viele Abplatzer, Kratzer oder Ölstriemen kann ich mir demnach nicht erlauben. Aber hier und da könnte ich damit Lackierfehlerchen überdecken. Mal sehen.

    Ilja
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  8. #23
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    Standard ein bisschen Zeit

    Hi, weiter geht es. Die Erkältungswelle hatte mich vor einigen Wochen erwischt. Raus sollte ich nicht, immer schön drin bleiben, ausruhen und Ingwersud trinken. So tat ich und hatte prompt Langeweile. Ich habe daher die Zeit genutzt, einen Cockpitausbau zu kreieren. Das war so nicht geplant, so dass ich erstmal schauen muss was rein geht. Alles muss oberhalb der Gestänge angeordnet werden, ausbaubar und leicht muss es sein.

    Name:  Cockpit_Vermessung.jpg
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    Da die Hurri auf einem Stahlrohrrahmen aufbaut, sind das die charakteristischen Elemente im Cockpit. Ich habe mit Trinkhalmen einen ähnlichen Rahmen in den verfügbaren Raum gebastelt. Alle Verklebungen sind mit Sekundenkleber und Aktivator gemacht. Dazu kommen die Fußbretter in Balsa, die Fußschlaufen aus Draht und das Seitenpaneel aus Lithoblech. Der Steuerknüppel ist sogar beweglich und adaptiv in der Länge. Die Knickstelle des Trinkhalmes macht es möglich.

    Name:  Cockpit_Gestell1.jpg
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    Lackiert habe ich mit Felgenspray, Revell-Farbtöpchen und, das Grün, mit eigenhändig angemischtem Acryl. Das sieht alles ganz hübsch aus, nur hinten raus rächt sich der fehlende Platz. Das Armaturenbrett aus Balsa mit aufgeklebten Papieruhren muss extrem schrumpfen. Viel ist nicht übrig geblieben. Immerhin wiegt alles inklusive Sitz und Rückwand lediglich < 20 g.

    Name:  Cockpit_wiegen.jpg
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    Mit ein paar kleinen Holztreibschrauben und etwas Geschick beim Puzzeln passt alles rein und ist auch wieder demontierbar.

    Name:  Cockpit_Ansicht1.jpg
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    Mit dem Piloten geht es weiter..

    bis dann

    Ilja
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  9. #24
    User Avatar von deti
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    Moin,,das sieht ja Toll aus,,Klasse Idee mit den Strohhalmenhabe auch mal wieder was gelernt
    Gruss Detlef,
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  10. #25
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    Standard Pilot

    Weiter geht es mit dem Piloten. Nennen wir ihn Pete (nach Pete Townsend, einem Piloten des Originals). Im ursprünglich erworbenen halb fertig gebauten Konglomerat fand sich seine Büste. Der Kopf ist etwas morsch, aber wenn man nicht groß dran rumfingert ist er gut brauchbar.
    Für meinen Cockpitausbau benötigt er noch Beine mit Schuhen. Aus einem alten Jutebeutel habe ich die Hosenvorder- und rückseite ausgeschnitten. Dazu musste ich mehrere Größen und Schnittarten ausprobieren. Am Ende ist ein straight leg Röhrenschnitt geworden. Die beiden Hälften wurden mit etwas Weißleim entlang der Nähte zusammengeklebt und dann umgedreht. Das ist einfach und komplett ohne Nadel und Faden umsetzbar.

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    Bei den Schuhen hat mir RC-Network sehr geholfen. Hier gibt es nämlich recht nette Pilotenschnürschuhe als 3D-Modell.

    http://www.rc-network.de/forum/showt...=1#post4677305

    Die habe ich mir gezogen und bei einem Kollegen in Schuhgröße 33 mm drucken lassen. Mit Revell-Farbe in der Tönung mattes braunes Leder sieht das wirklich gut aus.

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    Die Beinstruktur, an denen auch die Schuhe mit Heißkleber hängen, besteht einfach aus aufgewickeltem Panzertape. Dicker für den Oberschenkel, dünner für den Unterschenkel und flexibel im Kniebereich. Ein Draht ermöglicht die Einstellung der Beinstellung.
    Zusätzlich habe ich noch ein Kissen als Fallschirmersatz im gleichen Stil geklebt.

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    Noch sitzt Pete sehr hoch im Cockpit, aber mit etwas Ruckeln und Zuckeln und einem eng sitzenden Gurtzeug passt es.

    Ilja
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  11. #26
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    Standard Finish

    Hi,

    auf der Zielgeraden habe ich die Auspuffattrappen mit der Salz-Maskier-Methode angepinselt und „geweathert“, das Spornrad ist mit Seilen angelenkt und alles ist funktionstüchtig gemacht. Aufgrund der Umbauten sind noch mal 160 g mehr Blei vonnöten.

    Obwohl die Radabdeckungen und das eine oder andere Detail noch fehlen, war es das wohl im Wesentlichen mit meinem Baubericht. Der zweite Erstflug in Vollausstattung steht noch aus und ich hoffe ich kann den Thread dann mit einem vernünftigen Flugvideo abschließen. Vorerst habe ich aber noch ein paar Ansichten im zusammen gebauten Zustand vorbereitet.

    Ilja

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  12. #27
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  13. #28
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    Standard Einstellflüge

    Hi,

    die Hurrie fliegt auch in Vollausstattung mit Lack und Nieten. Hier ein kleines Video von den Einstellflügen beim Pilotentreffen. Danke Jutta für deine Aufnahmen!

    Es zeigt sich, dass das Flugverhalten sehr gutmütig ist. Die Leistung mit den 6s (MotorChief, HK-3226 und Ramoser 3 Blatt 16x14) reicht für zügiges Starten und Fliegen. Mehr habe ich noch nicht probiert. Im Video liegt Vollgas nur kurz beim Start an und wird dann schnell zurückgenommen. Die Kühlung muss erstmal zeigen, dass sie ausreichend gut funktioniert.

    Die Landeklappen (auf Stufenschalter) wirken sehr neutral, fast ohne nachtrimmen. Erst ganz spät im Endanflug setze ich die erste Stufe. Trotzdem gelingt mir die Landung bei moderatem Gegenwind irgendwie.




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  14. #29
    Moderator
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    Avatar von Christian Abeln
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    Standard

    Schick isse geworden. Obwohls ungewöhnlich ist eine Hurricane mal nicht im Tarnkleid zu sehen
    Viele schöne Flüge wünsche ich Dir.
    may the thrust be with you,
    Chris
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