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Thema: BCD - my electric way

  1. #1
    Moderator Fesselflug
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    Standard BCD - my electric way

    Hallo,

    ich mische nun auch hier mit ;-)
    Ich bin seit einigen Jahren Elektro-Fesselflieger, komme aus dem Raum Bamberg und bemühe mich redlich den Kunstflug zu erlernen. Mit über 55 Jahren etwas mühselig ;-)
    Vielleicht kennt mich auch der ein oder andere aus dem inzwischen abgeschalteten Fesselflug-Forum.

    Letztes Jahr hat mich Robert in Schwalmtal erfolgreich mit BCD infiziert. Das ist so schlimm, wie es klingt: auf lange Sicht überlebt man es nicht ;-)
    Seitdem beschäftige ich mich mit dieser Thematik.
    Der erste Punkt war für mich die Motorsteuerung über eine dritte Leine, da eine 3-Leinensteuerung für mich den Retro-Charm hat, den ich nicht missen will.

    Ich weiß, es gibt viel einfachere Möglichkeiten das zu realisieren. Die Carrier Deck Meister zeigen das hier:
    http://carrier-deck.com/?page_id=669

    Aber keine Angst, ich bin eigensinnig und völlig beratungsresistent!
    Der erste Schritt führte mich also zum Steuersegment nach J. Roberts.
    Mir geht's dabei um die besondere Art der mechanischen Umsetzung. Was glaubt ihr, wie lange ich gebraucht habe, um als 14 jähriger die Beschreibung des 3 oder 4-teiligen „Gassegmentes“ in Moulton’s Fesselflugbibel zu verstehen. Das waren mindestens 2 Tage - das kann ich doch nicht einfach vergessen!! Selbst heute brauche ich immer noch min. 20 Minuten, bis ich mich da rein gefunden habe. Also warum einfach, wenn’s auch komplizierter geht?

    Name:  IMGP5377.jpg
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Größe:  194,7 KB

    Übrigens - man muß es mindestens einmal falsch zusammengebaut haben, um es wirklich zu verstehen.
    Da mir das dann doch fehleranfälliger erscheint als für mich verkraftbar, werde ich wohl J. Roberts Segment verwerfen. Entgegen meiner Vorsätze werde ich die Variante mit den beiden übereinander angebrachten Segmenten wählen, wie ich sie auch bei Robert gesehen habe.

    Da das noch nicht das Ende ist, zeige ich euch demnächst wie es weiter geht ;-)


    Liebe Grüsse
    Martin
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  2. #2
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    Standard Hi ! Martin Bamberger

    Wellcome to the dark (forum) site...may the force with you.

    Erfahrungsgemäß führt eine chronische Beratungsresistenz zu einer zeitlich verlängerten Lernkurve.
    Mann steht sich selbst auf den Füßen , dreht sich im Kreis und es geht nicht voran.
    Gans zu schweigen was mann dabei an Lehrgeld zur Freude der Industrie investiert/verschwendet und
    wertvolle Lern/Lebenszeit quasi in den Sand setzt.

    Zur allgemeinen Info und
    als Anschauungsbeispiele hier "Carrier" Hebelwerke aus der John Brodak Produktion.

    http://brodak.com/control-line-parts...-3-line-4.html

    http://brodak.com/control-line-parts...-3-line-3.html

    http://brodak.com/control-line-parts...ak-c-21-3.html


    Gruß Peter
    c.u.@limeskarkengeier 2019
    Wunderbar.
    "JE SUIS CHARLIE" PRO PRESSEFREIHEIT / KONTRA ZENSUR,
    Pessimisten sind mir zuwider, Optimisten sind mir lieber.
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  3. #3
    User Avatar von Rennsemmel
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    Standard

    Hallo Martin !

    Schön dass du nun auch hier vertreten bist :

    Let you not mad doing..
    (Lass dich nicht verrückt machen )

    Welches Modell willst du denn bauen ?
    Meine Intruder wartet ja auch noch..
    http://www.rc-network.de/forum/showt...Intruder-Alert

    Viele Grüße,
    Sebastian
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  4. #4
    Moderator Fesselflug
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    Standard BCD - Segment

    Hi,

    ich sehe schon: man hat mich wieder erkannt ;-)

    Sebastians Thread zeigt genau das Segment, das ich dann auch verwenden will. Mit den massiven Schrauben und Muttern sieht das unverwüstlich aus! So brauch ich das!


    LG
    Martin
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  5. #5
    Moderator Fesselflug
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    Standard BCD - Funktionsmodell elektrisch

    Hallo,

    jetzt wird's elektrisch!

    Der zweite Punkt meines Projektes ist die Umsetzung der dritten Leine für den BL-Regler. Dabei kam mir sofort der Servotester in den Sinn! Bei einem Gedankenaustausch mit meinem Kollegen Hermann wurde ich aber auf das hier verbaute Potentiometer und dessen Schwergängigkeit aufmerksam. Hermann lieferte mir aber auch gleich eine Lösung mit. Ich muß nur das Potentiometer durch ein Winkelhallsensor ersetzen, die wesentlich leichtgängiger sind.
    Ich penetrierte also Google mit meinen Suchanfragen und fand gerademal zwei passende Hall-Winkelsensoren, die als Output einen Pegel von 0-5V liefern. Wow - doch so viele! ;-)
    Gut - inzwischen habe ich mittels anderer Suchbegriffe weitere Komponenten gefunden. Aber wirklich viele sind es nicht und teuer sind sie auch noch. Egal - Herausforderungen sind dazu da angenommen zu werden.
    Hier die Beschreibung zu dem Hall-Effekt Drehsensor:
    https://german.alibaba.com/product-d...494a1304Tl90QI

    Meine Verschaltung von Servotester (Conrad) und Winkelhallsensor funktioniert zwar, aber mit einer Viertelumdrehung rausche ich durch den gesamten Steuerbereich. Die Ansteuerung führt also zu einer sehr empfindlichen und super-nervösen Drehzahlsteuerung. So geht es nicht!

    Nach vielen Messungen weiß ich, dass der Drehsensor einen Spannungspegel von 0-5V liefert und der Servotester als Eingangspegel 4-5V braucht.
    Meine Logik sagt mir also, ich brauche eine Schaltung, die 0-5V am Eingang in einen Spannungspegel von 4-5V als Output generiert. Das kann doch nicht so schwierig sein. Für mich schon!!!

    Nachdem allein schon diese Überlegungen meinem Ziel widersprechen, eine möglichst einfache Lösung zu finden, habe ich meine Versuche nochmals völlig neu gestartet. Ich habe mir daher einen billigen chinesischen Servotester geleistet (Schande über mich!). Das Ding beherrscht sogar 3 unterschiedliche Modi: Manuell (das ist das, was ich brauche), neutral und eine Prüfautomatik.

    Nachdem meine Messungen gezeigt haben, dass sich das Poti hier eher so verhält, wie ich(!) es erwarte, habe ich das Potentiometer eliminiert. Da die Regelung nun durch meinen Hall-Winkelsensor erfolgen soll, habe ich ihn einfach plump dran gelötet. Wow - es funktioniert!
    Mit einer 360° Drehung gehe ich durch den gesamten Steuerbereich. Und der Sensor läßt sich total leicht drehen. Also habe ich meine Lösung gefunden!

    Damit ihr euch besser vorstellen könnt, was ich nun so vorhabe: ein kleines Video!
    https://youtu.be/bfD_FONX5_U

    Hier passen zwar noch nicht die Verhältnisse der Steuerwege zueinander, aber das Prinzip dürfte wohl klar sein. Das Weinen der Kinder, deren Lego/Fischertechnik-Baukästen ich geplündert habe, muß man ignorieren ;-)


    Liebe Grüsse
    Martin
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  6. #6
    User Avatar von Rennsemmel
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    Standard

    Hallo Martin !

    Es gibt die Hallgeber auch als Linearmodule, wie so ein Schieberegler.
    Zum Winkelsensor : ich find die Vierteldrehung für den Gesamtweg gar nicht so schlecht, wenn man sich vor Augen hält, wie viel (oder wenig) Weg man effektiv am Dreieck hat. Die vollen 360° mit dem Dreieck zu bedienen halte ich für wesentlich schwieriger. Beim kurzen Weg muss man nur einen entsprechend langen Hebel verwenden.

    Viele Grüße,
    Sebastian
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  7. #7
    Moderator Fesselflug
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    Standard BCD - mod. Servotester

    Hallo,

    zur weiteren Erläuterung meines Funktionsmodells muß ich natürlich sagen, dass ich nicht nur das Poti entfernt habe, sondern noch weitere Modifikationen durchgeführt habe.

    Die Ausgangsseite (Im Bild rechts) führt zu meinem Hall-Effekt Drehsensor, der wiederum das Drehwinkel-abhängige analoge Signal (0-5V) liefert. Dieses lege ich auf die Signalleitung der Ausgangsseite, durchtrenne aber die den Pin-Kontakt zur Platine und führe ihn statt dessen zum Mittelabgriff des Potentiometers. Jetzt kann der Servotester daraus das Steuersignal generieren.

    Dieses Signal kommt aber an der Ausgangsseite der Platine als Steuersignal an. Hier hatte ich ja die Verbindung zum Ausgangsstecker durchtrennt. Die „untere“ Leitung mit dem Steuersignal führe ich zur Signalleitung der Eingangsseite (rote Leitung quer über die Platine). Somit kann ich hier einen BL-Regler mit BEC anschliessen, der mir 5V als Spannungsversorgung liefert und gleichzeitig das Signal zur Drehzahlsteuerung erhält.

    Mit einem kleinen Bild kann man vielleicht meiner wirren Beschreibung besser folgen:
    Name:  IMGP5382 2.jpg
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    Im Übrigen entspricht der Widerstand des ausgelöteten Potentiometers (10kOhm) dem Ausgangswiderstand meines Hall-Effekt Drehsensors (als Info für die Elektroniker unter euch).

    So weit - so gut! Da der Drucktaster, mit dem man zwischen den verschiedenen Betriebsarten des Servotesters wechseln kann, für meine Zwecke sinnlos ist, wird er ebenfalls entfernt.

    Der 3. Teil meines BCD-Projektes besteht dann wohl im Bau eines geeigneten Modells. Und das kann laaange dauern ;-)

    In der Zwischenzeit werde ich überall allen ungefragt mein Funktionsmodell vorführen.

    @Sebastian
    Die von dir genannten Hallgeber finde ich nicht, sorry.
    Für BCD werde ich ungefähr den Weg zwischen 30% und 100% Vollgas verwenden. Deshalb auch die Übersetzung mit den Zahnrädern, da wie du ja auch sagst, das Steuersegment selbst nicht viel Weg liefert.
    Der erstgenannte Servotester (Conrad) fällt außerdem vor und nach dem verwertbaren Steuerweg in einen Störmodus, den ich nur mit einem Reset (=stromlos) beheben kann.
    Der China-Servotester verhält sich da wesentlich stabiler.


    Liebe Grüsse
    Martin
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  8. #8
    Moderator Fesselflug
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    Standard BCD

    Hallo Carrier-Freunde,

    ein weiterer Punkt treibt mich um: bei der Landung sind "Bodenberührungen" bzw. "Wasserungen" häufiger zu beobachten. Bei einem Elektro-Modell ist das eine kritische Situation. Der Regler bemerkt, dass die Drehzahl abfällt, und steuert dagegen - bis zum Vollgas. In der Folge raucht der Regler ab (und vielleicht auch der Motor und ...)
    Jetzt kann man diese Situation auch von einem "guten" Regler händeln lassen. Er erkennt die Überlast-Situation und schaltet ab. Toll!
    Die Frage ist: macht das auch mein Regler? Kein Problem - das kann man ja ausprobieren! Man kaufe ein Dutzend unterschiedliche Regler und testet. Okay - das ist nicht sinnvoll!!

    Ich habe einen solchen "guten" Regler. Trotzdem möchte ich das nicht so handhaben! Ziel sollte sein, jede Überlast-Situation zu vermeiden!

    Also was machen wir? Ideen??


    Liebe Grüsse
    Martin
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  9. #9
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    Standard Wasserungen" häufiger zu beobachten

    Beim Wassern berührt zuerst das Heck, oder das äußere Höhenleitwerk den Boden. Da wir mit 30° und sehr langsam unterwegs sind. So kann man die ganze Runde weiterfliegen und es kratzen lassen.
    Wenn wir noch tiefer fliegen berührt das Fahrwerk das "Wasser". Die Luftschraube dreht ohne Bodenkontakt. Vorher hat der circle marchal schon die Rote Karte gezogen und wegen Wasserung den Flug disqualifiziert. In Unwegsamen Gelände oder hohes Gras (hoher Wellengang) einfach den Motor ausschalten. der Flieger muß zurück getragen werden, oder ein Helfer gibt den Flieger aus der Hand frei.
    Ein weiterrollen auf glattem Rasen verhindert meistens der ausgefahrene Fanghaken.
    Also was machen wir?
    Einfach fliegen und sehen das es solche Situationen nicht gibt.
    ich warte auf Deine "Martin MO-1" :-)
    lieben Gruß Robert
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