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Thema: 2-Mot: Links- Rechtslauf?

  1. #1
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    Standard 2-Mot: Links- Rechtslauf?

    Hallo allerseits,

    ich konnte einen Bausatz für die G-44 Widgeon von Great Planes ergattern.

    Bei Antrieb stellt sich die Frage, sollte ein Motor rechts, der andere links drehen? Wenn ja, welcher Motor dreht in welche Richtung?

    Ich habe gelesen, dass man auf das Wasserruder verzichten kann, wenn man die Steuerung über die beiden Motoren realisiert. Kommt es hier auf die Laufrichtung (1 x links, 1 x rechts) an?

    Gruß
    Horst
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  2. #2
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    Falls Du von elektrischen Antrieben sprichst, dann sind gegenläufige Propeller unbedingt sinnvoll, ganz besonders auf dem Wasser. Beim Fahren auf dem Wasser wirkt sich der asymmetrische Propellerstrahl fühlbar aus - bei Landflugzeugen ist das nicht so ausgeprägt. Das Steuern per Drehzahlunterschied ist ebenfalls eine sehr nützliche Option - damit ist feinfühliges Manövrieren beim "Rollen" auch bei Seitenwind besser möglich.

    Ob die Props nach aussen oder nach innen kämmen, dürfte ziemlich egal sein. Kann man ja einfach mal am konkreten Fluggerät ausprobieren - ich hab nie einen Unterschied feststellen können.

    Gegenläufige Propeller gibts bei Ramoser oder Aeronaut (CAM Carb Light) in vielen Größen.

    Grüße vom Jonas
    (Derzeit im Hangar: Aeronaut Canadair + Aeronaut Catalina)
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  3. #3
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    Zitat Zitat von Jonas Kessler Beitrag anzeigen
    Ob die Props nach aussen oder nach innen kämmen, dürfte ziemlich egal sein.
    Es bietet sich an, das Blatt von oben in Richtung Rumpf laufen zu lassen. Damit wird der Großteil des Wassers, das den Propeller trifft (das passiert meist von unten), nach außen abgeworfen.
    Bei Landflug wohl eher egal.
    Gruß Stefan

    Ich hab auch ein Flugzeug!
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  4. #4
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    Hinweis

    Hallo Horst,

    ich habe bei meiner Catalina ganz auf das Wasserruder verzichtet und steuere die beiden Motoren über einen Mischer zum Seitenruder mit an.

    M1 Seite => Motor 1
    M2 Seite => Motor 2

    Damit ich den Mischer nicht auch im Flug verwende habe ich diesen auf einen Momentschalter gelegt, also ist der Mischer nur dann aktiv wenn ich diesen betätige und halte.
    Sonst vergesse ich das Deaktivieren...
    Beim Manöverieren zum Start und nach der Wasserung ist das ausreichend.

    Beide Motoren haben die gleiche Drehrichtung.

    Allerdings habe ich bei meiner DC-3 von Fiberclassics mit 3,20 mtr. Spannweite einen links-. und einen rechtsdrehenden Motor (und Lutschrauben) .
    Damit habe ich, zumindest das Gefühl , dass das Modell so schön gerade fliegt.

    Viele Grüße
    Beste Grüße
    and always happy landings.
    Frank
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  5. #5
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    Moin Horst,

    ich habe bei allen drei zweimotorigen Wasserfliegern die Motoren
    gegenläufig und zwar die "Steuerbordmaschine" rechtslaufend
    und die "Backbordmaschine" linkslaufend. Das war aus dem Gedankenspiel
    heraus was passiert wenn mal ein Motor ausfällt und es hat sich auch
    einmal bereits bewährt. Der Hintergrund ist, das, sollte zum Beispiel der
    linke Motor ausfallen das Drehmoment des noch funktionierenden rechten
    Motors den Flieger nach links (um die Längsachse seiner Motorwelle) rollen will,
    was aber dann durch den höheren Auftrieb der links dieses Motors ja nun größeren
    Auftriebsfläche teilweise wieder kompensiert wird...
    gleiches gilt für den gegenläufigen linken Motor
    sollte der rechte Motor ausfallen.
    Fallen natürlich beide Motoren aus heißt es ja bekanntlich "Helm ab zum Gebet....!"

    Gruß
    Uwe
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  6. #6
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    ...ähh, ist möglicherweise falsch gedacht?

    Wenn der rechte Motor noch läuft und rechtsdrehend ist, dann erzeugt er durch den Propellerdrall *möglicherweise** ein Gieren nach links (Motorseitenzug zur Kompensation wäre ja üblicherweise nach rechts, hat man in der Zweimot aber meistens nicht) UND durch den asymmetrischen Zug auch ein Gieren nach links, das erscheint mir nicht wirklich sinnvoller, als die "Wasser vom Rumpf wegschaufeln"-Idee.

    Das Drehmoment des Motors ist vernachlässigbar gegenüber der Gesamtspannweite, dafür findet der Auftrieb entgegen Deiner geometrischen Annahme auch eher auf der rechten Tragfläche statt, da diese durch den Motor angeströmt ist, die linke aber vom jetzt stehenden Propeller noch zusätzlich abgeschattet. Der Motorseitenzug bei Einmots kompensiert in erster Linie den Propellerdrall, nicht etwa das (Gegen-)Drehmoment.

    **(wie der Propellerdrall bei einer Zweimot wirklich wirkt, ist nicht so pauschal vorhersagbar, da die Rotation der Luft nicht in der Rumpflängsachse, sondern irgendwo daneben stattfindet und es von der Gesamtgeometrie abhängt, was davon am Rumpfheck und SLW ankommt)

    ----

    Fallen glücklicherweise zugleich beide Motoren aus, kann man in aller Ruhe eine schöne gerade Notwasserung durchführen, ohne einen ungeübt schwer beherrschbaren einmotorigen Flug mit anschließendem Einschlag riskieren zu müssen.
    --- Kessler-Modellbau.de --- Balsa für die Seele ---
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  7. #7
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    Zitat Zitat von Jonas Kessler Beitrag anzeigen
    Fallen glücklicherweise zugleich beide Motoren aus, kann man in aller Ruhe eine schöne gerade Notwasserung durchführen, ohne einen ungeübt schwer beherrschbaren einmotorigen Flug mit anschließendem Einschlag riskieren zu müssen.
    Ich hatte sowas (über Land) vor Jahren. Das gleiche Modell. Die Propzangen hielten nicht so gut. Beim ersten Mal ist er mit einem Motor fast sofort eingedreht und in einen Spiralsturz übergegangen. Beim zweiten Mal war ich schnell genug. Gas raus und segeln, und nichts ist passiert. Vielleicht geht das bei größeren Modellen noch besser, aber bei kleinen sehe ich da nur geringe Chancen.

    RK
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  8. #8
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    Ich mach´s wie Stefan - aber andersrum funktioniert es genau so gut. Sollte ein Motor ausfallen, dann würde ich niemals versuchen, einmotorig weiter zu fliegen und zu landen. Das Wasser ist einfach eine sehr große Landefläche... also Motor aus und sauber landen. Einmal auf dem Wasser beginnt dann das Spiel, mit einem Motor zum Ufer zu kommen. Alternativ: Rettungsboot.
    Die differenzielle Motorsteuerung würde ich aber nie wieder vermissen wollen. Natürlich hilft sie ganz besonders bei Verdrängerfahrt, wenn das SLW noch nicht viel hilft. Ich lasse einen Mischanteil von 15-30% (je nach Modell) aber auch in der Luft eingeschaltet. Das fühlt sich sehr gut an, wenn man´s erst mal gewöhnt ist. Ich hatte sogar schon mal einen Frühausfall beim SLW Servo und hatte den erst bemerkt, als ich versehentlich den Mischer abgeschaltet hatte.
    Dieter
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  9. #9
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    meine Catalina hat 2 rechtslaufende Motoren, bei meiner Do Hab ich 2xRechts 1x Links, und auf der 2ten Catalina hatte ich gegenläufige...

    Der größte Vorteil von Gegenläufig ist ,dass sich die Drehmomente aufheben und somit die Tendenz eine Stützschwimmer aufs Wasser zu drücken gleich 0 ist,

    in welche Richtung die jetz drehen macht nicht wirklich einen Unterschied.
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  10. #10
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    Zitat Zitat von Andyattersee Beitrag anzeigen
    Der größte Vorteil von Gegenläufig ist ,dass sich die Drehmomente aufheben und somit die Tendenz eine Stützschwimmer aufs Wasser zu drücken gleich 0 ist,
    DANKE! Das bringt die Sache auf den PUNKT.

    (ich hab's wohl nicht so klar formuliert).
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  11. #11
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    Moin Horst,

    ich habe auch die Great Planes Widgeon - ich fliege sie mit gleichlaufenden Props (Ramoser - wegen der Optik)/Motoren. Ich konnte jetzt keine negativen Einflüsse feststellen - ich habe allerdings auch die Motoren links/rechts mit Seitenruder/Wasserruder steuerbar. Bei Wind ist sonst nur über die Wasserruder eine Drehung fast unmöglich.

    Gruss

    Yazz
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  12. #12
    User Avatar von Lownoise
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    Die Frage habe ich hier auch schon einmal gestellt. Es gibt ein paar hilfreiche Tipps und Antworten. Bei leichten Modellen ist es (nicht nur) meiner Erfahrung nach sch*** egal, zwei "normal" drehende haben keinen Nachteil. Das Mixen zum Seitenruder ist ideal für zweimotorige (Wasser)flugzeuge. In der Luft gelingen so Flatspins oder Messerflugloopings mit engem Durchmesser, kannst ja mal nach RC Factory Puddle Star Videos googlen, hier sieht man zB dass es auch auf dem Boden gut wirkt:

    i fly bleifrei...
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