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Thema: Unendliche Weiten: Astrofotografie

  1. #31
    User Avatar von Joachim Mink
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    Hallo Frank,

    danke für die umfassende Info. Hier habe ich noch mehr über Nebel gefunden.

    Wenn man sich diese sowohl zeitlich als auch räumlich gigantischen Dimensionen des Universums so genau betrachtet wird einem auch die eigene Winzigkeit bewußt und auch das Wunder, dass wir hier auf der Erde Teil davon sind und immer noch existieren ohne dass wir hier bis jetzt von einem der Billionen Himmelskörper abgeschossen worden wären.

    In den letzten Wochen war es ja des öfteren klar und ich habe abends einige Male staunend in den Sternenhimmel geschaut und habe dabei eine gewisse Feierlichkeit empfunden über diese wunderbare Vielfalt.

    Eigene Sternenfotos kann ich hier leider nicht zu beitragen und meine letzten Mondbilder habe ich ja hier und hier schon mal gezeigt. Vielleicht interessiert noch einen kleine Geschichte aus den Anfängen meiner Hobbyfotografie:

    Meine erste Kamera habe ich als Jugendlicher von meinem älteren Bruder gegen ein Karl-May-Buch abgetauscht. Sie stammte ursprünglich von meinem Onkel und war auch 1973 schon vorsintflutlich. Es war eine Adox von Agfa mit Balgenobjektiv, geeignet für einen 6x6cm-Rollfilm mit 12 Aufnahmen. Ich habe sie eben mal ausgegraben und für Euch fotografiert:


    Name:  DSC00953b.jpg
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    Eines Tages kam ich auf die Idee, den Mond zu fotografieren. Ohne Zoomobjektiv hätte man wohl nicht viel gesehen und so habe ich bei uns im Badezimmer auf einem Hocker mein gerade neu auf einem Malwettbewerb gewonnenes Fernglas (8x30) vor dem Fotoapparat aufgebaut, alles mit Büchern unterlegt und abgestützt und auf den Mond ausgerichtet. Den Auslöser habe ich sogar mit Fernauslösung betätigt, um die Aufnahme nicht zu verwackeln...

    Ja und was soll ich sagen: Ich habe den Mond sogar getroffen...

    Doch auf dem Foto, dass ich noch habe und Euch lieber erspare, ist eigentlich nur eine helle "Wolke" auf dunklem Hintergrund zu erkennen, doch für mich war es damals von "höchstem Wert". Das Filmlabor sah das leider etwas anders und hat es dann immerhin nach der dritten Reklamation endlich geschafft einen Abzug von genau diesem Motiv zu liefern...

    Gruß

    Joachim
    Wir sehen was wir glauben...
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  2. #32
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    Sehr schön geschrieben Joachim, fühlte mich prompt an meine Jugendzeit erinnert, als ich meine erste Edixa-Spiegelreflexkamera erstand - ebenfalls damals schon ein Oldie. Besonders deine Formulierung "eine gewisse Feierlichkeit empfunden" teile ich zu 100%, das trifft es genau! Und jedesmal wieder aufs neue. Einmal eingerichtet, werkeln Teleskop und Kamera alleine vor sich hin, sodaß mir Zeit bleibt, währenddessen den Feldstecher ins Gesicht zu stopfen und sich beim Hochgucken eben jenes feierliche Gefühl einstellt. Immer wieder.


    Ach, und da wir gerade bei Supernovae sind, ich hätte da noch eine etwas weniger ansehnliche, dafür deutliche dollere SN, die auch als solche bereits bestätigt ist: SN2019np in NGC-3254.

    Beide, sowohl AT2019abn in M51 und SN2019np in NGC3254 wurden im Januar 2019 entdeckt. Die typische Lebensdauer der Leuchterscheinung liegt für die Otto-Normal-SuperNovae bei so etwa 100 Tagen, mal mehr, mal weniger, aber so etwa um den Dreh. Es besteht also Hoffnung, zeitnah noch weitere Bilder davon zu schießen, um den Helligkeitsverlauf dokumentieren zu können. Das Wetter muß halt mitspielen....


    Auch diese Aufnahme besteht nur aus 9 Einzelaufnahmen zu je 300sec, ohne weitere "Gewürze" à la Darks, Flats, Bias-Frames:

    Name:  SN2019pn_dss_3_800p_mk_fc.jpg
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    SN2019np am Rand von NGC-3254


    Sowohl die Aufnahme von M-51 als auch die von NGC-3254 waren First Light für den großen RC, der schon seit Wochen auf Wetter wartete, um endlich mal Photonen von "da draußen" sammeln zu dürfen. Ich hatte ihn leider ohne Scheibenwischer geordert, wodurch ich ihn bei dem Regenwetter nicht nutzen konnte, ich Dussel, hüstel...
    So sieht das dann aus, wenn ich ins Feld ziehe und Photonen jage:

    Name:  First Light for Big-Ritchy mit SuperNovae SN2019np und SN2019abn am 6tenFebruar2019.jpg
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Größe:  358,9 KB
    First Light für den 10" RC. Im Hintergrund als Strichspur am Himmel zu sehen: der Schwan! Es war der 6 Februar 2019!

    Der Schwan ist eigentlich ein ganz klares Sommersternbild, es sein denn, man ist im Februar um 6Uhr morgens immer noch auf der Wiese (das ist der Nachteil, wenn man einmal anfängt damit, ist es nur gaaanz schwer wieder damit aufzuhören Gut, daß es irgendwann dämmert. Der Blick in Richtung Osten zeigt auch schon leichte Aufhellungen, die Morgendämmerung naht). Ich staunte nicht schlecht, plötzlich den "alten Vogel" da aufkreuzen zu sehen

    Grüße und klare Nächte!
    o.d.
    Glotze aus - Hirn an!
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  3. #33
    User Avatar von BZFrank
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    Hallo Joachim,

    danke für die schöne Geschichte! Ich glaube ein jeder hat irgendwann mal so angefangen.

    Ich erinnere mich an mein erstes Teleskop, ein billiges Kaufhausding, welches mir meine Schwester zum 12ten Geburtstag schenkte. Es war ein schreckliches Teil, wackelig und von einer optischen "Qualität" die schon der Beschreibung des Wortes spottete. Aber es war "meines" und ich habe Stunden damit auf unserer Terrasse verbracht, den Himmel zu bewundern, den Mond anzuschauen, dort nach Kratern zu suchen und die Sternkarte lesen zu lernen. Und ich merkte das ich dabei glücklich war.

    Das war dann auch die Zeit der 27Mhz AM Anlagen, des Graupner Amigo (I) und dem ersten Versuchen des Modellflugs. Der Amigo ist damals kaputt gegangen, die olle 27 MHz Anlage liegt noch irgendwo im Schrank, das alte Teleskop hat vor Jahren mein Neffe bekommen (etwas aufgepepppt mit besseren Okularen und Stativ). Aber die Freude dran den Himmel zu betrachten und zu fotografieren - und am Tag am Modelllfug - habe ich heute noch. Und das zählt.
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  4. #34
    User Avatar von BZFrank
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    Zitat Zitat von Okke Dillen Beitrag anzeigen
    Ach, und da wir gerade bei Supernovae sind, ich hätte da noch eine etwas weniger ansehnliche, dafür deutliche dollere SN, die auch als solche bereits bestätigt ist: SN2019np in NGC-3254.

    Beide, sowohl AT2019abn in M51 und SN2019np in NGC3254 wurden im Januar 2019 entdeckt. Die typische Lebensdauer der Leuchterscheinung liegt für die Otto-Normal-SuperNovae bei so etwa 100 Tagen, mal mehr, mal weniger, aber so etwa um den Dreh. Es besteht also Hoffnung, zeitnah noch weitere Bilder davon zu schießen, um den Helligkeitsverlauf dokumentieren zu können. Das Wetter muß halt mitspielen....
    Super! Das RC ist echt gut! Und du hast ja ein richtige fahrende Sternwarte! Das ist sehr praktisch gerade als SN-Jäger um zu dunklen Ecken zu gelangen.

    Ich muss hier mal eine Petition bei der Stadt eingeben, dass sie die Lichter des Fabrikverkaufs von Hugo Boss nachts runterfahren. (das Gelächter dürfte legendär sein ) Bald hab ich aber wieder eine kleine, schuckelige Vixen GP2 Montierung fürs Mobile und da nachts bei uns auf dem Flugplatz keiner fliegt...
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  5. #35
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    Wow - traumhafte Bilder. Habe auch nun auch einige Winter fasziniert den Orion verfolgt. Der ist ja zur Zeit ganz komfortabel abends sichtbar. Aus Spaß habe ich ein altes OM-Soligor (1:4, 300mm) per Adapter an meine GX80 geschraubt und per Stativ im Schwert des Orion den Nebel fotografiert. Bei um die 0° C konnte ich bei ISO 5000 und offener Blende und 1-2 Sekunden mit Bildausschnitt entsprechend 600 mm (Cropfakror 2, MFT) einigermassen "erkennbare" Bilder schiessen. Man erkennt den Umriss des Nebels ganz gut, er erscheint ohne Filterung rosa/violett, den Running Man oben drüber sieht man kaum. Man könnte nochmals Stacking probieren, aber man muss nicht Die hier gezeigten Bilder mit super Gerät gemacht sind Kunstwerke dagegen. Top! Ohne Teleskop ist da nicht viel zu wollen. Nach langem überlegen hab ich weitere Bemühungen eingestellt, wir haben zu viel Licht hier in der Umgebung, keine Chance. Dennoch bitte weiter posten und berichten, erklären, ein wunderschönes Thema mit traumhaften Bildern. Schwärm

    Wenn man sich im Netz die Hubble- und Spizer Aufnahmen anschaut, da gibts schöne best-of Gallerien, ist das schon faszinierend ästhetisch. Heute weiss man ja auch so richtig viel über Sternentstehung etc. Der Orionnebel ist ja so eine Sonnenkinderstube. Tolles Thema!
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  6. #36
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    Hallo,

    ist glaube wirklich so, dass Astronomie und Modellflug viele Gemeinsamkeiten haben. Bin zwar „nur“ ein visueller Beobachter mit 3 selbstgebauten Dobson-Teleskopen, also kein Fotograf und fahre meistens im Jahr ein bis zweimal zu irgendwelchen Teleskop-Treffen (für die Insider ITV und BTM).

    Witzigerweise trifft man dort sehr oft auf Sterne guckende Modellflieger.
    Übrigens war auch der Erbauer der ersten Modellturbine Kurt Sch. schon öfters dort vertreten und ist ein sehr bekannter Hobby-Astronom.
    Das mal nur so am Rande.

    Finde ich klasse, dass hier so schöne Astro-Fotos eingestellt werden.

    Viele Grüße
    Dietmar
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  7. #37
    User Avatar von BZFrank
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    Das ist NGC6888 oder auch der "Sichelnebel" (Crescent nebula) im Schwan. Aktuell muss man bis zum Morgen warten, aber im Sommer steht das Sternbild wieder günstig. NGC ist übrigens die Abkürzung für "New General Catalogue", ein astronomischer Katalog von Nebeln, Galaxies und Sternhaufen und 6888 ist die Registrationsnummer. Wie man an der Sterndichte der Hintergrundsterne sieht, liegt er ziemlich in der Milchstrassenebene. Das ist kein Zufall, da dort das meiste an "Sternzeug" versammelt ist, gibt es dort auch viele Nebel und überhaupt viele Wolken aus Wasserstoff und anderem "Zeug", die entweder angeleuchtet, angeregt oder Licht blockieren können.

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	NGC6888_1280.jpg 
Hits:	8 
Größe:	432,7 KB 
ID:	2100319

    NGC6888 ist ein sogenannter Emissionsnebel. Er wird von dem hellen Stern in der Mitte, welcher den unspektakulären Namen WR136 trägt, beleuchtet und angeregt. Vermutlich hat dieser Stern diesen Nebel auch erzeugt. Es handelt sich um einen Wolf-Rayet Stern (daher auch das WR in der Bezeichnung). Diese sind extrem grosse Strene, bis zu 200 mal massereicher als die Sonne. Sie sind so gigantisch und leuchtkräftig und dabei auch im Endstadium ihres Lebens instabil, dass sie bei den Schwankungen der Leuchtkraft ihre Hülle durch den Lichtdruck selbst wegblasen können. Das ist hier bei WR136 (15 mal massereicher als die Sonne, 250000 mal so leuchtkräftig!) wohl vor einiger Zeit passiert, ein Teil der Hülle des Sterns bewegt sich nun als Lichtjahre durchmessender Nebel mit 4000 km/sek durchs All.

    In nicht allzu ferner Zeit wird der Stern als Supernova vom Typ 2 ("Core Collapse"-Supernova) sein Leben beenden und kurzfristig einen noch eindrucksvollerener Nebel erzeugen. Man wird ihn dann auch vermutlich von hier aus am Tag sehen können, obwohl er 4700 Lichtjahre entfernt ist. Da WR136 ein Doppelsternsystem ist, und der dicke Stern noch einen Partnerstern hat (kleiner K-Typ Zwergstern, kleiner als die Sonne) wird es vermutlich ein "X-Ray Binary" werden, bei dem der entstehende Neutronenstern oder das schwarzes Loch den übrigbleibenden Stern (wie eine Schwarze Witwe ihren Partner) aussaugt.
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  8. #38
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    Klasse Sichel! Die hab ich auch noch auf der Liste
    Wie lange hast du die belichtet?

    Hier noch ein Kuriosum, beim ersten Test mit neuem Adapter, es ging dabei eigentlich nur um die Überprüfung der Randfarbkonvergenz (ob die sterne in den Ecken immer noch rund und einfarbig sind), ob das jetzt endlich so paßt.

    Eigentlich wollte ich M44 im Sternbild Krebs, als Testobjekt nehmen, ein offener Sternhaufen schien mir ideal für den Test. Der war aber schon jenseits des Himmelsfensters um diese Uhrzeit... was hätten wir denn noch so...? Den Wagen... hmm... okaaay... und M-101 aufs Korn genommen, der stand grad so schön im günstigen Himmelsauschnitt, noch vor dem Haupt-Beam des "Brillux-Nebels" (ein Quecksilberstrahler der keine 300m von mir in den Himmel brüllt). Galaxienaufnahmen sind bei kurzen Brennweiten (hier 432mm) ja eher nicht so ideal, weil klein, aber hey, in der Not, von Teufeln und Fliegen...

    Also zu M101 rübergeschwenkt. Probeaufnahme mit 25600iso/4s zum Gucken ob getroffen oder Zentrierbedarf. Paßt. Auf Alkaid geschwenkt zwecks Scharfstellung, wieder rüber zu M101, Testaufnahme. Ok. Und los!

    Im zweiten Bild sah ich dann das hier und war von da an völlig aus dem Häusschen! Im dritten wieder! Und so weiter! Was war DAS denn?!


    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	Durchflug durch M101_2 - 196sec_fhd_fc.jpg 
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Größe:	1,49 MB 
ID:	2100354
    Dieses Bild umfaßt einen Zeitraum von 196sec, etwas über 3 Minuten, und besteht aus 7 aufeinander-gestackten Einzelaufnahmen. So lange brauchte das Objekt von oben nach unten!

    Was klappert man ab? Klar, die einschlägigen Kataloge und Datenbanken und nach einiger Sucharbeit, fand ich tatsächlich eine Raketenstufe, die da draußen als eine von vielen (also richtig vielen) als Weltraumschrott durch die Gegend eiern... und mir mitten durchs Bild.
    W A S E R L A U B E S T R U N Z ?!?!?!



    Hier die Daten des Fotobombers:


    Name:  Der Delinquent - 210006-COSMOS 2109 GLO.jpg
Hits: 299
Größe:  113,3 KB

    - Name: COSMOS 2109 GLO
    - Helligkeit: 7.0 mag (bei 1000 km Distanz, 50% Beleuchtung), 12.6 mag (im Perigäum, voll beleuchtet), Helligkeit aus Radar-Beobachtungen geschätzt
    - RCS: 2.46m2 (Radarquerschnitt)
    - USSPACECOM Nr: 21006 Internat. Bezeichnung: 1990-110A
    - Orbit: 18912 x 19347 km, 11.26h Inklination: 64.1°
    - Bahnalter: 0.6 Tage

    Quelle: https://www.calsky.com/cs.cgi?cha=12&sec=14



    Und das hätte ich eigentlich machen wollen:

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	M101_dss2_142L_22D_4F_pp_fhd_fc_cmpr.jpg 
Hits:	11 
Größe:	498,1 KB 
ID:	2100356
    M-101 and Friends
    Hier noch ein Links zu den "Friends" --> http://nova.astrometry.net/user_imag...8237#annotated

    Klar, das ist jetzt nicht das Objekt für diese Brennweite....
    Und der Aufnahmeort quer durch den großen "Brillux-Nebel" hindurch (fette Quecksilber-Schleuder keine 300m von hier) war sicherlich auch nicht die beste Wahl, zumal ohne Filter...tststs. Aber in der Not...

    Guts Nächtle,
    o.d.
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  9. #39
    User Avatar von BZFrank
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    Ja, die blöden Satelliten - die und die Flugzeuge haben mir auch schon manches Bild zerleuchet. Allerdings ist das bei dir ja der Volltreffer gewesen! Genau durch die Galaxie durch.... Hast M101, das "Pinwheel" aber gut erwischt! Die ist gar nicht so ohne, wegen der schwachen Spiralstruktur. Auch hübsch in der gleichen Ecke des Himmels ist M106, da ist auch einiges drumherum.

    BTW NGC6888 waren 10 x 300 sec mit dem 10" f/3.8 - der Epsilon ist dafür etwas zu weit.
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  10. #40
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    Wahnsinn. Ich sag´s, wie ich sie finde, Eure Astro-Bilder: Zum Heulen schön.
    O.k. das gilt auch für viele Fotos in den anderen Bilderthreads, aber das ist schon etwas spezielles.
    Eure Fotos hier rücken die Dimensionen wieder zurecht in bezug auf unser blaues Raumschiff und dem täglichen Mikrokosmos. Gruss Dietmar
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  11. #41
    User Avatar von BZFrank
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    Danke Dietmar!
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  12. #42
    User Avatar von BZFrank
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    Passend zu M101 ein M106 mit Umgebung in den Jagdhunden (gleich "unterhalb" des grossen Wagens). 12 x 300 sek am 10" f/3.8 (knapp 1000mm Brennweite). Hätt auch noch etwas mehr Zeit gebrauchen können. So musste ich bei der Nachbearbeitung etwas stärker ran, um die Struktur rauszuholen.

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	M106.jpg 
Hits:	12 
Größe:	154,9 KB 
ID:	2100750

    M106 ist eine hübsche Balkenspiralgalaxie, wie die Milchstrasse auch. Der grosse Schwurbel oben in der Mitte.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Balkenspiralgalaxie

    All die "nebeligen" Flecken auf diesem Bild sind andere Galaxien mit je viele 100 Milliarden von Sternen.

    Noch ein kleiner Exkurs zur Bildverarbeitung:

    Die Astrokamera (SXV-M25C) liefert keine JPEGs oder RAW-Bilder. Sie erzeugt FITS. Das ist ein spezielles Bildformat für Astronomie.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Flexib...ansport_System

    Diese bearbeite ich mit "ImagePlus" weiter - Anwenden Bayer-Maske für RGB-Farbe erzeugen, Registration und Stacking (also aus viele Bildern eines zusammenmitteln/addieren) und Filtering. Ein grosser Vorteil von der Software ist, dass sie pro Pixelwert mit Fliesskommawerten rechnet. Das meiste mache ich damit.

    http://www.mlunsold.com/ILImageProcess.html

    Nacharbeiten dann hintenraus mit Photoshop und/oder Affinity Photo.
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  13. #43
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    Oh prima, da hast du ja gleich die ganze Rasselbande beisammen


    Freut mich, daß ihr Spaß an den Aufnahmen habt!!

    Ich hab hier noch einen Vertrerer aus der Kategorie "waaas errlaube Strruunz?!" aus meinen Anfängen, als ich noch Einzelaufnahmen machte und diese dann "aufblies" mit allerlei Reglern in Photoshop...
    Auch wieder mitten durch, diesmal ein Flugzeug, erkennbar an der Beleuchtung:


    Name:  M-27_11p800 fc_ps_p.jpg
Hits: 226
Größe:  431,4 KB
    M-27 und Strunz

    1x 480sec @ 800Iso
    mit Olympus OMD M5 (die erste)
    OTA: 6" RC Spiegelteleskop
    Autoguiding: MGEN2


    M-27 ist ein beliebtes Anfängerobjekt, weil eingermaßen hell, hübsch bunt, einigermaßen groß (knapp die Hälfte vom Vollmond) und keine brutalen Gradienten (wie zB die Andromeda-Galaxie, die man zwar leicht findet, aber recht schwierig zu fotografieren ist, weil in der Mitte sehr hell und im Randbereich ganz schön dunkel, das macht es einem nicht gerade einfach und bedarf der Übung, bis der Randbereich gut abgebildet ist, aber der Kern noch nicht "ausgebrannt". Noch schlimmer: der große Orion-Nebel M-42). Leider ist Andromeda für alle meine Optiken mit 3,2° viel zu groß! (6mal größer als der Vollmond! Der hat nur 0,5°) Erst der neuerlich angeschaffte kleine APO dürfte sie in der Diagonalen geradeso erfassen. Dafür ist Andromeda ein gutes Ziel für Teleobjektive (bzw Zooms) aus der klassischen Fotografie, ohne daß man ein Teleskop braucht.

    Oft wird unterschätzt, was mit Fotoobjektiven alles geht. Auch mit kurzen Brennweiten gibt es eine ganze Menge lohnender Objekte da draußen, allein die Milchstraße mit ihren ausgedehnten Nebelgebieten. Da braucht man außer seiner Fotoausrüstung nur noch eine kleine Reisemontierung zB à la StarAdventurer von Skywatcher, dort schnallt man seinen Fotoapparat mit gewünschtem Objektiv drauf (erst sauber einnorden, wichtig!) und kann damit bereits nachgeführte Aufnahmen mit Belichtungszeiten bis zu 3 Minuten machen. Das ist schon was. Für längere Nachführzeiten braucht man dann so langsam Guiding. Dies hat eine eigene Kamera und Optik, die parallel zur eigentlichen Aufnahmeoptik ebenfall auf die Montierung geschnallt wird. Damit wird dann ein Stern in der Nähe seines Objekts der Begierde anvisiert und diese sorgt dann dafür, daß die Montierung sogar subpixel-genau nachgeführt wird, damit die Sterne im Bild auch schön rund und punktförmig bleiben.

    Vielleicht wäre das ja was für den ein oder anderen. Ähm... vorsicht! Suchtgefahr!!

    Grüßle und klare Nächte!!
    o.d.
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  14. #44
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    Zitat Zitat von Okke Dillen Beitrag anzeigen
    Leider ist Andromeda für alle meine Optiken mit 3,2° viel zu groß! (6mal größer als der Vollmond! Der hat nur 0,5°) Erst der neuerlich angeschaffte kleine APO dürfte sie in der Diagonalen geradeso erfassen. Dafür ist Andromeda ein gutes Ziel für Teleobjektive (bzw Zooms) aus der klassischen Fotografie, ohne daß man ein Teleskop braucht.
    M31, die Andromedagalaxie ist im Sommer/Herbst immer wieder schön. Der Epsilon E-160 hat auch knapp genug Feld dafür. Hier mal mit insgesamt 3 Stunden Belichtungszeit, über insgesamt 3 Nächte verteilt, bunter Mix von Belichtungszeiten um die Struktur des kosmischen "Spiegelei" herauszuarbeiten:

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	M31_1600.jpg 
Hits:	16 
Größe:	757,1 KB 
ID:	2100940

    Irgendwann mach ich mal noch mehr Bilder um den Randbereich noch besser darstellen zu können. Alles nur eine Frage von Signal-to-Noise. Bin aber ganz happy mit dem Bild soweit, habs in gross an einer Wand im Büro.
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  15. #45
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    Hammer! Gruss Dietmar
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