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Thema: Welches Airbrush-Set ist für Modellbauer geeignet?

  1. #1
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    Frage Welches Airbrush-Set ist für Modellbauer geeignet?

    Hallo Zusammen,
    das Thema war sicher schon paar mal akut, aber ich starte nochmal neu im Jahr 2019!
    Will meinen Flieger nun endlich auch mal ein schönens finish verpassen und nicht wie bisher mit der Spraydose aus dem Baumarkt oder dem Pinsel.
    Also so ein Airbrushset muss her! Ja ich hab gesucht hier, aber die Beiträge sind schon paar Jahre alt.
    Was ist den aktuell zu empfehlen wenn man da mit dem Thema beginnen will!
    So ein Kompletset von Revell z.B. Taugt sowas auch für Flieger bis 2m?
    Natürlich nicht den ganzen Flieger nur das was man halt sonst mit Decor-Folie macht!

    Für Empfehlungen und links bin ich dankbar!
    Grüße Kurt
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  2. #2
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    Hallo Kurt,
    prinzipiell hat sich bei der Technik von Airbrushes seit den 70er Jahren praktisch nichts mehr getan (mit wenigen Ausnahmen). Grundsätzlich gilt also heute auch alles noch, was damals galt.

    Die Revell-Sets kannst du mE komplett vergessen. Wenn du nur Bildchen auf Papier spritzen wolltest, könnte man die sicherlich für die ersten Übungen nehmen, aber gerade im Modellbau wäre es allzu ärgerlich, eine Tragfläche halbwegs zu ruinieren, nur weil der Kompressor keinen anständigen Wasserabscheider hat. Ich würde auf jeden Fall die Pistole und den Kompressor getrennt kaufen (Händlersets können natürlich trotzdem interessant sein). Beim Kompressor ist die erste Frage, wie laut der sein darf. Wenn er lärmen darf, kannst du einen Membrankompressor nehmen, der ist billiger. Wenn nicht, empfiehlt sich ein Öldruck-Kolbenkompressor(Prinzip wie Kühlschrankkompressor); der ist flüsterleise und geht sogar nachts neben dem Kinderschlafzimmer. Die zweite Frage beim Kompressor ist, wieviel "Puste" der haben soll: Für kleine graphische Anwendungen reicht ein Drucktank von 1,5 l, wenn du aber auch Flächen lackieren willst (und ich rede hier beileibe nicht von Lackierpistolen, sonder immer noch von vergleichsweise feinen Geräten mit 0,4- bis 0,6-mm-Düse), sollten es mindestens 5 l sein. Sonst musst du ständig unterbrechen, weil der Kompressor den Vorratsdruck nicht nachliefern kann. Für regelrechte Lackierpistolen müssen es noch deutlich mehr sein.
    Jeder Airbrush-Kompressor muss einen einstellbaren Druckreduzierer und einen Wasserabscheider haben.

    Dann die Pistole selber: Wenn ich mich heute neu mit dem Thema auseinandersetzen würde, würde ich mir die Aztek-Pistolen genauer anschauen (vergleichsweise junges System, das erst Anfang der 90er auf den Markt kam). Die sind ein bisschen exotisch im Handling, wenn man konventionell gebaute Pistolen gewohnt ist. Aber wenn man eh neu anfängt, muss man ja keine Gewohnheiten ablegen. Vorteile der Aztek sind der modulare Aufbau (ein Ventilkörper, unterschiedliche austauschbare Düsen inkl. Nadel und Farbbehälter) und die leichte Reinigung. Durch die tauschbaren Düsen und Behälter spart man einiges Geld, weil man nicht für jede Düsengröße die ganze Pistole neu kaufen muss. Erfahrung habe ich aber keine damit, das muss ich dazusagen - vielleicht hat die ja auch schon jemand aus dem Forum probiert und festgestellt, dass sie aus dem einen oder anderen Grund für unsere Zwecke eben nicht optimal ist.

    Tschöö
    Stephan
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  3. #3
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    Zitat Zitat von sbuerger Beitrag anzeigen
    Dann die Pistole selber: Wenn ich mich heute neu mit dem Thema auseinandersetzen würde, würde ich mir die Aztek-Pistolen genauer anschauen (vergleichsweise junges System, das erst Anfang der 90er auf den Markt kam). Die sind ein bisschen exotisch im Handling, wenn man konventionell gebaute Pistolen gewohnt ist. Aber wenn man eh neu anfängt, muss man ja keine Gewohnheiten ablegen. Vorteile der Aztek sind der modulare Aufbau (ein Ventilkörper, unterschiedliche austauschbare Düsen inkl. Nadel und Farbbehälter) und die leichte Reinigung. Durch die tauschbaren Düsen und Behälter spart man einiges Geld, weil man nicht für jede Düsengröße die ganze Pistole neu kaufen muss. Erfahrung habe ich aber keine damit, das muss ich dazusagen - vielleicht hat die ja auch schon jemand aus dem Forum probiert und festgestellt, dass sie aus dem einen oder anderen Grund für unsere Zwecke eben nicht optimal ist.
    Ausgerechnet die Atztec? Das ist die Pistole mit den längsten Troubleshooting-Diskussionen auf den einschlägigen Foren. Der Luft-"Ventil"-Mechanichtsnutz ist wohl extrem bruchanfällig. Ich will nicht verschweigen, dass es Experten gibt, die darauf schwören. Aber die Zahl derer, die sie ins Pfefferland wünschen, ist deutlich grösser.

    Wenn Du nicht besonders fein arbeiten willst, sondern nur ein paar Farbverläufe, machst Du wahrscheinlich mit einem billigen Chinaböller aus der Bucht nichts falsch. Es hat sich, wie bereits gesagt, in diesem Bereich nicht wahnsinnig viel geändert. Für Flugmodellbau besser eine etwas grössere Düse (so ab 0.6 mm). Die hat dann aber entsprechenden Luftbedarf. Ich habe mir für die Arbeit mit problematischen Lacken, mit denen ich meine feine Airbrush nicht gefährden möchte (Gelcoat) so ein Teil zugelegt und kann mich nicht beklagen (ausser, dass es für den dort nötigen dickeren Lackauftrag durchaus eine Minijet oder ein Clone sein dürfte.) Legst Du Wert auf ein wirklich feines Sprühbild, bleib besser bei den etablierten Marken (H&S, Iwata, Badger...) Für feine Arbeiten habe ich eine Harder & Steenbeck, aber das ist für Plastikmodellbau und Gelegenheitsgrafik. What can I say; ich bin Edelbastler...

    Dann musst Du Dich entscheiden ob Pistolengriff, oder klasischen, geraden Luftpinsel. Letzterer ist für Detailarbeiten einfacher zu führen. Ersterer ist besser für flächiges Arbeiten.

    Ach ja: unbedingt eine Pistole mit Innenmischung, nicht so ein Extrem-Simpel-Teil Prinzip Fixierspritze.

    Wenns auch RICHTIG laut zu und hergehen darf, geht auch ein Werkstattkompressor mit relativ grossem Windkessel. Am besten rausgehen, während der lädt, und dann aus dem Windkessel arbeiten.
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  4. #4
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    Zitat Zitat von MarkusN Beitrag anzeigen
    Ausgerechnet die Atztec? Das ist die Pistole mit den längsten Troubleshooting-Diskussionen auf den einschlägigen Foren. Der Luft-"Ventil"-Mechanichtsnutz ist wohl extrem bruchanfällig. Ich will nicht verschweigen, dass es Experten gibt, die darauf schwören. Aber die Zahl derer, die sie ins Pfefferland wünschen, ist deutlich grösser.
    Wie gesagt, Erfahrung habe ich keine damit. Wenn ich sie ausprobieren würde, würde ich wohl die mittlerweile verfügbare Metallvariante nehmen, in der Hoffnung, dass das Innenleben hält, was das Gehäuse verspricht... kann mich noch an die deutsche Markteinführung um 1991 rum erinnern, wo das Plasteteil sehr argwöhnisch beäugt wurde. Allein die Tatsache, dass das System fast 30 Jahre später immer noch am Markt ist, hat mich zu der (vielleicht unberechtigten) Annahme verführt, dass die Kinderkrankheiten mittlerweile behoben sein sollten. Wenn das natürlich nicht so ist, wird das wohl auch nix mehr...

    Wenn Du nicht besonders fein arbeiten willst, sondern nur ein paar Farbverläufe, machst Du wahrscheinlich mit einem billigen Chinaböller nichts falsch.
    Kommt drauf an, wie billig - ich habe einmal eine Pistole erlebt, die so unsauber gearbeitet war, dass die Nadel die Düse nicht vollständig schließen konnte. Das zumindest wäre dann unterhalb jeder empfehlenswerten Qualitätsstufe.

    Tschöö
    Stephan
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