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Thema: Funkstörungen durch Landwirtschaftstechnik

  1. #1
    User Avatar von waterman
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    Standard Funkstörungen durch Landwirtschaftstechnik

    Hallo,
    Gestern ist meine Funcub XL plötzlich per Spiralsturz in ein Rapsfeld gefallen. Das sehr sicher fliegende Modell zeigte beim gestrigen Start plötzlich Auffälligkeiten auf die Steuerbefehle, wie urplötzliches Ausbrechen nach versch.Richtungen. Dazu ist zu bemerken, daß in ca.800m Umkreis die umliegenden Rapsfelder abgemäht wurden. Nach vergeblichen Versuchen, daß Modell wieder in den Nahbereich des Flugplatzes zu steuern, ging es urplötzlich bei nunmehr ca.300m zu den Mähdreschern in Spiralsturz und schlug in ein noch nicht gemähtes Feld ein. Ist es möglich, daß durch Funktechnik in den Mähdreschern Störungen des Fernsteuerbetriebes ausgelöst werden können? Hat vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen gemacht. Unser Flugplatz liegt auch ca.300m zur Autobahn entfernt, wobei ich auch schon unerklärliche Störungen bemerkt habe. Für mich erhebt sich nun die Frage, wie sicher ist das 2,4GHZ System? Ich fliege übrigens ein Futaba T18SZ mit Futaba Empfänger R7008SB. Eine Diskussion zu dem Thema würde ich begrüßen.
    Gruß Thomas
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  2. #2
    User Avatar von eifeljeti
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    Ob das sein kann, weiss ich nicht.

    Allerdings habe ich EDV-bedingt im Bereich WLAN sowie DSL/Breitband/EMV Störungen bzw. Störer bei der Bundesnetzagentur gemeldet, die waren innerhalb von 2 Stunden mit einem Messwagen da,
    und konnten in 3 von 3 Fällen eine metergenaue Ortung der Störquelle abliefern.
    Kosten: keine, alles sehr unbürokratisch & einfach, hätte ich nicht gedacht.
    Letzter Kontakt ist allerdings 3 Jahre her ...

    Wenn die Mähdrescher also noch fahren ... wäre es einen Versuch wert .
    Gruss Rudi ! -Eifeljeti- aus den Highlands der Eifel.
    Du fliegst hoch,mit viel Strom, oder gar sehr schnell ? VERDACHT ;-) !
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  3. #3
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    Auch wenn die landwirtschaftlichen Geräte das 2,4 GHz Band nutzen sollten, haben sie die gleichen Auflagen wie wir.
    Deshalb würde ich eine Störung durch diese ausschließen.
    Hatten denn andere auch Störungen oder warst du allein ?
    Ohne Logdaten ist das nur ein stochern im Nebel.
    Bis bald, Wolfgang.
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  4. #4
    User Avatar von OE-0485
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    Hallo Thomas !
    - Wäre hilfreich wenn Du sämtliche eingebaute Komponenten incl. Antrieb angeben könntest - vg hans
    Musger Mg 19 7,85 m & Arcus 6,66 m & Quintus 7,66 m
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  5. #5
    User Avatar von UweHD
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    Bei 2.4 Ghz Fernsteuerungen gibt es keine Funkstörungen im herkömmlichen Sinn, wie man es von 35Mhz kennt: Unkontrollierte Ruderausschläge, Zucken, etc. Das ist technisch ausgeschlossen.

    Warum? Bei 2.4Ghz ist die Kommunikation zwischen TX und RX verschlüsselt. Nur gültige Signale werden ausgewertet, ungültige werden ignoriert. Nach wie vor kann die Funkverbindung natürlich gestört werden, sei es durch Hindernisse, überstarke Störsender oder auch technische Defekte z.B. der Antennen. In jedem Fall würde es dann aber im RX zu einer Failsafe-Situation führen und nicht zu unkontrollierten Ruderbewegungen.
    Viele Grüße,
    Uwe
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  6. #6
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    Hallo,

    FunCub XL und Spiralsturz - kenn ich. Keine Funkstörung sondern ggf. Störung zwischen den Ohren. Die FunCubXL mag ohne Klappen nicht langsam geflogen werden und schmiert dann gerne ab.

    Also ggf. auch mal die Flugsituation hinterfragen.
    Wie schon gesagt gibt es bei 2,4G (wie auch schon bei 35MHz mit SPCM) kjeine solchen "Störungen". Die Servos gehen entweder in eine vorbestimmte Stellung oder bleiben wo sie sind.

    Da könnte auch ein Servodefekt sein und deshalb zappeln.

    Gruß
    Onki
    Gruß aus dem Nordschwarzwald
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  7. #7
    User Avatar von Elektrogeflügel
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    Nein, einen Zusammenhang kann ich mir nicht vorstellen.

    Haben die Failsafewerte für alle Kanäle gepasst?

    War dein Sender aufgeladen?

    Und wer hat heimlich den Mähdrescher mit deinem Empfänger gebunden?

    Nein, ganz im Ernst, das gibt es so nicht. Schlimmstenfalls reagiert das Modell träge auf dein Steuern.

    VG
    Frank
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  8. #8
    User Avatar von waterman
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    Standard Funcub geht in Spiralsturz warum?

    Zitat Zitat von onki Beitrag anzeigen
    Hallo,

    FunCub XL und Spiralsturz - kenn ich. Keine Funkstörung sondern ggf. Störung zwischen den Ohren. Die FunCubXL mag ohne Klappen nicht langsam geflogen werden und schmiert dann gerne ab....


    Gruß
    Onki
    Flugfehler hatte ich auch schon in Betracht gezogen, wobei dem das veränderte Flugverhalten der FuncubXL dem entgegenspricht. Da die Funcub im Moment des Absturzes ziemlich weit weg war, ist ein Strömungsabriß ebenfalls nicht auszuischließen, erklärt aber nicht die gestörte Steurbarkeit. Auch hatte am Tag darauf dann ein Vereinskollege ebenfalls bei Mähdrescherbetrieb einen mysteriösen Absturz eines F5J Seglers, der mit einem Log ausgerüstet war. Das Auslesen des Logs ergab nach seinem Bericht mehrere Ausfälle des Signals, so daß der Segler sehr schnell zum Boden strebte und einschlug. Failsafe war aktiviert. Ich hatte in der Funcub kein Failsafe aktiviert. Da der Kollege bisher keinen derartigen Absturz hatte, erhärtet sich der Verdacht auf eine äußere Ursache. Die Mähdrescherfahrer haben meine Funcub zwar gefunden, leider nur noch Schrott. Das hintere Rumpfteil mit Leitwerk wie "abgebissen", war offensichtlich schon erfaßt. Das Rumpfvorderteil mit Empfänger und Antriebsstrang(Luftschraube) gut erhalten und für eine neue Funcub nutzbar.
    Gruß Thomas
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  9. #9
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    Hallo,

    Wer in der Nähe oder über Mähdrescher fliegt muß mit starken Verwirbelungen und Ablösungen samt "Windhosen" rechnen.

    Habe ich selber gestern gesehen, als der bei uns in der Nähe das Feld gemäht hat.

    Störche und ko "freuten" sich übrigen über diese Ereignisse.

    Gruß
    Thomas
    MPX MC3010 mit Jeti 2,4 GHz
    Rafale Aeronaut; F-16 Wemotec mit Minifan; F-16 YA mit Jetfan 110mm;
    F-16 Gleichauf mit DS-94-DIA HST im Bau; Viperjet JTM mit Jetfan 120mm
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  10. #10
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    Mal anThermikeinflüsse gedacht?
    Über einem reifen Getreidefeld flimmert bei Sonne die Luft, und es gibt ständig heftige Ablösungen. Verstärkt noch durch den Mähdrescher und die Erntewagen. Da würde ich nicht mit einem leichten Modell niedrig drüberfliegen. Und wo es heftig rauf geht, geht es auch an anderen Stellen heftig runter. Da kommt auch ein F5J-Segler schon mal ins Straucheln.
    Gruß Hans

    Da war Thomas schneller mit der Antwort
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  11. #11
    User Avatar von waterman
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    Zitat Zitat von eifeljeti Beitrag anzeigen
    Ob das sein kann, weiss ich nicht.

    Allerdings habe ich EDV-bedingt im Bereich WLAN sowie DSL/Breitband/EMV Störungen bzw. Störer bei der Bundesnetzagentur gemeldet, die waren innerhalb von 2 Stunden mit einem Messwagen da,
    und konnten in 3 von 3 Fällen eine metergenaue Ortung der Störquelle abliefern.
    Kosten: keine, alles sehr unbürokratisch & einfach, hätte ich nicht gedacht.
    Letzter Kontakt ist allerdings 3 Jahre her ...

    Wenn die Mähdrescher also noch fahren ... wäre es einen Versuch wert .
    Habe heute die Bundesnetzagentur diesbezüglich konsultiert, aber leider ohne Erfolg. Die Landwirtschaft arbeitet für die Kommunikation und Standortbestimmung mit behördlich zugeteilten Frequenzen. Bei räumlich nahem Parallelbetrieb kann es zu Störungen und Ausfällen kommen, die ggf. in Schäden münden. Die Modellflieger sollten deshalb bei landwirtschaftlichen Arbeiten im Umfeld des Modellflugplatzes den Flugbetrieb einstellen. Schadenersatzklagen sind nicht möglich.(Auskunft bundeseinheitlich Tel. 04821/895555)
    LG Thomas
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  12. #12
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    Hallo.
    mal ganz abgesehen ein moderner Mähdrescher hat zwar allen Schnick Schnack an Bord: GPS, Laserlenkautomatik usw . Er sendet aber rein gar nichts.
    Sondern empfängt nur wie ein Auto Navi. HF technisch ist der also so ungefährlich wie jedes Auto am Flugplatz.


    Er könnte allenfalls Funk an Bord haben um mit den Traktor (Getreidefahrer) zu kommunizieren aber in der Regel kommuniziert man hier mit Handzeichen.
    Und selbst wenn ist es ein Cb Fukgerät mit ganz anderen Frequenzbereichen.
    also was sollte da stören ?

    Gruß Tom
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  13. #13
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    Thermische Ablösungen können "erschreckende" Folgen haben.
    Mir ist schon eine Alpina im Landeanflug über einen aufgeheizten, geteerten Parkplatz in den "Messerflug" richtiggehend "geworfen" worden.
    Hatte gar keine Zeit an "Störung" zu denken...
    "Spiralsturz" und vorhergehendes "Ausbrechen" zu beiden Seiten deutet auf starke Thermik und falsches Reagieren hin.
    Letzten Beweis kann nur ein Log bringen.
    Also die Log-Funktion benutzen. Kostet ja nichts. (sofern vorhanden natürlich)
    Gruss Jürgen
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  14. #14
    User Avatar von waterman
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    Zitat Zitat von Wolfgang Fleischer Beitrag anzeigen
    Auch wenn die landwirtschaftlichen Geräte das 2,4 GHz Band nutzen sollten, haben sie die gleichen Auflagen wie wir.
    Deshalb würde ich eine Störung durch diese ausschließen.
    Hatten denn andere auch Störungen oder warst du allein ?
    Ohne Logdaten ist das nur ein stochern im Nebel.
    Hallo Wolfgang,
    wie die Geräte auf einem Mähdrescher arbeiten weiß ich leider nicht. In einem der folgenden Beiträge wird erklärt, daß der Mähdrescher nur Daten enpfängt und nicht senden kann????
    An dem Tag war ich allein von den Störungen betroffen. Vereinskollegen flogen ungestört, aber nur im unmittelbaren Platzbereich. Aber mein Kollege Klaus Lempart(ist dir sicher bekannt)hatte am folgenden Tag die gleichen Probleme. Er hat auch ein Log von gestörten Flug. Ich muß ihn mal fragen, ob er dich schon angesprochen hat. Ich vermute, daß im Nahbereich der Mähdrescher deren Signalstärke überwiegt und unsere Empfänger blockt. Eine genaue Erklärung der Ursachen wird wohl nicht möglich sein. Ich werde deshalb beim Betrieb der Großmaschinen auf den dem Flugplatz angrenzenden Feldern, nicht fliegen.
    Gruß Thomas
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  15. #15
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    Eine genaue Erklärung der Ursachen wird wohl nicht möglich sein.
    Ich lass dir deinen Glauben.
    Mir würde ein Blick ins Log reichen.
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