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Thema: GFK Teile "ohne sichtbare Naht" ==> Wie genau wird das gemacht ???

  1. #16
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    Kann ich mir nicht vorstellen das man eine Naht unsichtbar kriegt ohne überlackieren. Nahtband und Vorgelat hält nicht, wie schon erwähnt.
    Nimmt man weises Epoxy gilbt es und wird sichtbar.
    Ausserdem ist eine gute Naht so dünn und mit Epoxy bzw Mumpe (aus was auch immer) gefüllt, so das man da schwerlich nachträglich was reinbekommt.
    Ich vermute das solche Rümpfe von Haus aus mit einer beschissenen und breiten Naht sind, dann gespachtelt werden und lackiert.
    Soll ja Länder geben wo der Stundenlohn relativ niedrig ist und man sich so Scherze erlauben kann.
    Es soll ja auch immer noch so Spezialisten geben die ihre Teilung mit irgendwelchen Knetmassen zuschmieren. Mit so einem Rotz bekommt man sowieso
    keine vernünftige Naht zusammen.
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  2. #17
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    Hallo Dagobert !
    Zitat Zitat von Dagobert Beitrag anzeigen
    Ich vermute das solche Rümpfe von Haus aus mit einer beschissenen und breiten Naht sind, dann gespachtelt werden und lackiert.
    Soll ja Länder geben wo der Stundenlohn relativ niedrig ist und man sich so Scherze erlauben kann.
    Glaubst Du ,daß zB. Fw-models seine Rümpfe wegen extra breiter ,beschissener Naht lackiert, sicher nicht!
    Das macht man wegen der von Kunden gewünschten Optik, ohne Nahtlinie .
    Und die sind in „germany“ gefertigt,wo der Stundenlohn hoch ist und sich keine Scherze erlauben kann.
    Es gibt schon Billiganbieter, die eine Ganzlackierung machen, aber darum ging es hier eigentlich nicht!

    Fliegergruss. Gerhard
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  3. #18
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    War ja nur eine Vermutung.
    Auf der Seite von FW-models kann man es nachlesen.
    " Die meisten unserer Modelle sind in der Serienfertigung als Vollcarbonversion aufgebaut und bei allen Modellen wird nach dem Entformen die Rumpfnaht lackiert"
    Dann wäre das ja geklärt.
    Ganz schöner Aufwand, aber wenns schee macht und der Kunde zahlt, alles gut.
    Dann muss das Material an der Naht eingefärbtes, pures Harz sein. Eventuell mit etwas Aerosil. Andere Füllstoffe würden eine poröse Oberfläche haben mit kleinen Mikrolöchern, was sehr schwierig zu lackieren ist. Blankes Harz lässt sich schön schleifen und hat eine geschlossene Oberfläche.
    Oder Industriekleber?? Hat der eine glatte, schleif und polierbare Struktur? Nur Harz neigt doch etwas zum ausbrechen an der Naht und man hat wieder Löcher.
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  4. #19
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    Die Frank und Waldenberger GmbH ist ein LTB. Da wird für die Modelle sicherlich auch nichts anderes verwendet.
    Viele Grüße,
    Stefan
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  5. #20
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    Standard Rumpfnaht

    ich hab in meinem Leben ca. 4000 Gfk Rümpfe hergestellt. 500kg Vorgelat im Jahr verbraucht. Da lag das aussehen der Naht immer an der Qualität der Trennebne. Je passgenauer um so schmaler das Ergebniss. Selbst der damalige Gustav Schäfer (1996) aus Niederbayern, Gott hab ihn selig, einer meiner Mentoren hat die Mumpe zum zusammenkleben immer eingefärbt. und gesagt, wenn einer keine Naht will soll er halt lackieren. Nachlackieren kam überhaupt nicht im Produktionsdenken vor. Dann kam um´s Jahr 2000 der Herr Glatthorn auf die Idee Rümpfe in Thailand herzustellen und alle später abzuschleifen und zu lackieren...da waren die Nahtlosen Rümpfe da. Alle Modell hersteller haben sich draufgestürzt , bis zu dem Zeitpunkt, als die mm dicke Farbschicht aus Gelcoat überall abplatzte und die Gewichte der Teile wesentlich zu hoch waren. Erste Chargen waren gut, was danach kam war Schrott. Schade das einige Rumpfersteller in D dadurch dann den Bach runter gingen..incl Mir.als die grossen Rumpfabnehmer das merkten, wars für manche Hersteller zu spät. Bei dünnen Gelcoat Deckschichten ist es fast unmölich nur die Naht nachzulackieren und beizuschleifen. Ein Ritt auf Messers Schneide.,..schleifst etwas zu viel schmeisst alles in die Tonne. zigmal versucht mit tränenreichen Ergebnissen. Letztens hab ich einen Voodoo Pylon gesehen. Da hattest aber echt Schwierigkeiten die Rumpfnaht zu sehen, so haarfein war die.absolute Spitze der Handwerkskunst. davon hab ich immer geträumt und nie hinbekommen.Vermutung liegt bei einer CNC gefrästen Alu Negativform. Eine meiner Formen ist 25 Jahre alt, hat mehr als hundert Entformungen, wie am ersten Tag hochglänzend und wellenfrei. Gebaut mit Araldit SW404 Formenharz. Selbst da ist die Formnaht auf 2-3 10tel Breite angewachsen.Nacharbeiten, nachschleifen, nachpolieren.. ..Pustekuchen, da muss halt das Urmodell passen und das ist die Kunst.Nicht irgend einen Schrott abformen und dann sagen ..schleif ich nachher raus...dann bröckeln auch die Kanten weils polierbare Formenharz nicht so kantenstabil ist. Bei weiss eingefärbter Mumpe und ner neuen guten Form sieht man von der Naht fast garnix.Ist das Laminierharz auch noch weiss eingefärbt, was das Laminieren sehr erschwert, man sieht keine Blasen mehr, wird die Naht nochmal einiges besser. Ich hab bei meinen Rümpfen immer einen kleinen Überstand stehen lassen.Soll der Kunde doch selbst schleifen und sich den Rumpf selbst versauen.und die die mit ihren ungewaschenen Fingern erstmal über die Naht fühlten, konnten ihre Spuren selbst entfernen. Damit auch was bei rauskommt. Verputzen der Naht..mit....einer stumpfen Schruppfeile..häää???? Stumpf,, was soll das..ganz einfach. Die glatte polierte oberfläche kriegt garnix ab, wenn ich da drüberfeile..aber die poröse spröde Mumpe wird schön weggefeilt und nur die wollen wir ja weg haben. Je stumpfer die Feile um so besser.
    Eine Superidee ist es nur den Formrand mit SW404 ,( 10mm breit) zumachen und den Rest der Form nass in nass ,polierbares Harz zu nehmen, das werd ich demnächst mal ausprobieren...

    Wer keine Naht will , soll seinen Rumpf lackieren..dann glänzt es überall..und die Hirnis von Rumpfherstellern haben das Urmodell umsonst poliert.

    Bernd Jäger
    Schaumwaffelfreie Zone...
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  6. #21
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    Hallo Bernd !
    Das mit der Feile und dem Nahtüberstand mache ich auch so ähnlich,
    halt nicht mit so grobem Gerät.
    Zuerst die ,wenn vorhandenen Harzplättchen mit dem Cutter weg, den
    letzten Rest bis auf Rumpfoberfläche ,dann mit einer quer
    zur Naht schabenden Schlüsselfeile, die über die lackierte Rumpffläche
    gleitet ohne zu kratzen.
    Schwierig wird es nur ,wenn die Naht auf relativ geraden, nicht runden Flächen sitzt,
    dann braucht man etwas mehr Geduld.
    Ohne vorher die Naht mit eingefärbtem Harz zusammen zubauen ,wird auch überlackieren
    die Kohlegewebe als dunklen Strich durchscheinen lassen.
    Am seltsamsten finde ich die fernöstlichen Teile ,die den eigentlich schwarzen Rumpf,
    mit weißer Nahtmumpe zusammenbauen.
    Dabei sähe man bei z.B. bei einem Sichtcarbonrumpf noch am allerwenigsten von der Naht.


    Fliegergruss. Gerhard
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  7. #22
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    im Originalflugzeugbau wird die Naht auch überlackiert und dann poliert.
    Vielleicht gibt's user die darüber Näheres wissen.
    eges
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  8. #23
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    Zitat Zitat von Milan Beitrag anzeigen

    Am kommenden Wochenende bin ich mit meiner "Quelle" beim Hangfliegen und werde ihn mal interviewen.
    So - das Wochenende ist rum. Zum Thema:

    Zumindest vor vier - fünf Jahren wares noch so, das die Rumpfnaht plangeschliffen und mit einer Airbrush nachlackiert und später poliert wurde.
    Jedoch wurde da kein 2K-Lack benutzt, sondern 1K- Farbe von "Clou".

    Überlackierte Nähte sind im manntragenden Bereich wohl auch üblich - im Laufe vieler Jahre werden jedoch die Farbübergänge wieder sichtbar.
    Da haben es wir Modellflieger besser; bevor der Alterungsprozess seine Spuren hinterlässt sind die Flieger ja oft schon nur noch auf Bildern existent...

    LG

    Harry
    Der frühe Vogel kann mich mal.

    http://www.funkgefluegel.de
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