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Thema: Herreshoff 12 1/2 ft class in 1:5

  1. #1
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    Standard Herreshoff 12 1/2 ft class in 1:5

    Nathanael Greene Herreshoff....

    .... meiner Ansicht nach der größte Yachtkonstrukteur aller Zeiten!!!

    Legendär sind seine Yachten! Jeder der sich für klassische Yachten interessiert, kennt sie. Pokale haben sie gewonnen, noch und nöcher und um die vorletzte Jahrhundertwende dominierten Captn Nat's J-class Yachten den Americas Cup. Technologisch war er seinen Konkurrenten deutlich voraus. Was aber viele nicht wissen ist, dass dieser Superstar seiner Zeit auch ein Faible für kleine Segelbooote und sogar Motorboote hatte. So verbrachte er seine Sommerferien meist auf Bermuda, wie es sich für einen Bootsnarr gehörte, natürlich seglender Weise. In einem der vielen Bücher über ihn, wurde dieses Bild veröffentlicht:
    Name:  NGH_12_5ft_Bermuda.jpg
Hits: 287
Größe:  72,9 KB
    Es zeigt den großen Yachtkonstrukteur in einer seiner kleinsten Konstruktionen, dem Buzzards Bay Boy Boat, wie der Herreshoff 12 1/2ft auch liebevoll genannt wurde, wie er in seinen Sommerfrien einen neuartigen Baumniederhalter für den Fockbaum ausprobierte. Mich hat dieses Bild fasziniert und elektrisiert, so ein Boot wollte ich als Modell bauen. Das war vor etwa 15 Jahren....
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  2. #2
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    Standard Welcher Maßstab???

    Wenn man ein Bootsmodell bauen möchte, das einem Original entsprechen soll, dann ist immer die erste Frage in welchem Maßstab es entstehen soll. Meine Segelbootsmodelle sind alle in 1:10 oder kleiner gehalten. Aber das ist für den H12,5 deutlich zu klein. Ich dachte mit ein amerikanisches Boot sollte auch einen für Amerika typischen Maßstab haben. Quarterscale!!! also 1:4.

    In 1:4 wird das Modell schon ein ordentliches Schiff. Hier die Daten:
    Name Herreshoff 12 1/2 ft class
    Modell Original
    Lüa 118,0 cm Länge über alles 4,72 m
    Büa 44,5 cm Breite über alles 1,78 m
    LWL 93,3 cm Länge der Wasserlinie 3,73 m
    BWL 39,8 cm Breite der Wasserlinie 1,59 m
    AW 2350 cm² Wasserlinienfläche 3,76
    V 11,09 kg Verdängung 0,71 t
    D 6,25 kg Ballast 0,4 t
    T 18,5 cm Tiefgang 0,74 m
    AS 7313 cm² Segelfläche 11,7
    11 kg Verdrängung und eine Breite von 44 cm das ist schon eine Hausnummer. Aber was solls, ich war begeistert. Das war vor 10 Jahren.....
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  3. #3
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    Standard Captn Nat

    Es wurde lange hin und her überlegt weelche Sonderfunktionen das Modell bekommen soll. Jede Menge, das stand von Beginn an fest!!!

    Die wichtigste Funktion: Catn Nat sollte seinen Hut zum Gruße ziehen können, sofern er an geneigten Zuschauern vorbei segelt.

    Grübel und Studier, wie mache ich das? Um es kurz zu machen, die Antwort habe ich heute noch nicht. Er wird sich eben nur an die Krempe tippen, ist eh viel cooler. Aber über all das Grübeln habe ich schon mal mit dem Bauen begonnen. Nein, nicht wie üblich mit dem Rumpf, sondern mit Captn Nat persönlich. Und so entstand während eines Dänemark Urlaubs (In Dänemark-Urlauben hat man immer Muße...) der Kopf von Captn Nat. Da ist er:
    Name:  DSCN5490.JPG
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Größe:  171,2 KB

    Ist doch gut geworden, oder? das hier ist das Original:
    Name:  NGH_2.gif
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Größe:  48,8 KB
    und noch eins von hinten:
    Name:  NGH_1.gif
Hits: 273
Größe:  30,5 KB

    Ich war stolz auf mich und bin es immer noch, denn das ist mein erstes Schnitzwerk. Ich habe Ahorn verwendet und mir extra dafür feines Schnitzwerkzeug gekauft. Mein Sohn, damals 11, hat auch fleissig mitgemacht und so saßen wir einige Nachmittage gemütlich vor dem Wohnwagen und haben in stiller Eintracht vor uns hin geschnitzt. Das macht wirklich Spaß und wir beide haben uns nicht einmal in die Finger geschnitzt und freuten uns, weenn wir nach getaner Arbeit von jeder Menge Schnitzspäne umgeben waren.
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  4. #4
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    Standard Ruhepause

    Über das Problem des Hutziehens bin ich, wie bereits erwähnt, nicht hinweg gekommen. Dadurch war das ganze Projekt gestoppt. Ich hatte zwar den Spantenriß schon mal vergrößert und ich hatte auch schon ausbaldowert, wie der Spinnaker gesetzt und geborgen werden sollte, aber es ging nicht weiter. Bis ich beim Hochseesegeln 2019 Walter Ludwig, unserem Master hier in diesem Forum, beim Schmökern in tollen Büchern davon erzählte. Zu meinem erstaunen kannte er den H12,5. Nicht mal Gerhard kannte den H12,5, unser Experte schlechthin, mit einer traumhaften Bibliothek. Nicht mal er. Aber Walter war sofort begeistert von meinem Projekt und so begannen wir Pläne zu schmieden. Wir haben beschlossen den H12,5 gemeinsam zu bauen. Der Abend war toll....

    Aber Puff, dann kam der Hammer! Walter sagte mir, dass ihm 118cm Rumpflänge zu lang wären. Er wolle nicht mehr über 1 m Länge bauen. Whow, das ist ein Wort! Eines, das mich umgehauen hat. Das geht gar nicht, war mein erster Gedanke. Was ist mit dem schönen Quarterscale? Soll ich daraus einen schnöden metrischen 1:5 machen? Nein, nein, nein, das geht gar nicht!!!


    Nach dem Hochseesegeln folgte ein reger Mailverkehr. Wir näherten uns langsam an.Walter konnte sich doch vorstellen größer zu bauen und ich fing an an mein Kreuz zu denken und wie es wärre 11 kg durch die Gegend zu schleppen und zu Wasser zu lassen. Die wichtigste Frage war: Wie kriege ich so ein Monster auf 2000 m hoch, um damit auf dem Asitz segeln zu können? Letztendlich ließ ich mich überreden in 1:5 zu bauen. Damit ergeben sich für das Projekt diese Abmessungen:
    Name Herreshoff 12 1/2 ft class
    Modell Original
    Lüa 94,4 cm Länge über alles 4,72 m
    Büa 35,6 cm Breite über alles 1,78 m
    LWL 74,6 cm Länge der Wasserlinie 3,73 m
    BWL 31,8 cm Breite der Wasserlinie 1,59 m
    AW 1504 cm² Wasserlinienfläche 3,76
    V 5,68 kg Verdängung 0,71 t
    D 3,20 kg Ballast 0,4 t
    T 14,8 cm Tiefgang 0,74 m
    AS 4680 cm² Segelfläche 11,7

    Auch meine Rechnerei ergab, dass das möglich ist und das Modell noch immer bis 3 Bft einsetzbar wäre, aber nur die Hälfte wiegt. Das sind doch Argumente, Hochseesegeln wir kommen!!!

    .... fragt sich nur wann.
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  5. #5
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    Standard Südeseesegeln

    Bis zum Südeesegeln in Wendlingen war dann wieder Grübeln angesagt. Wie baue ich nun zwei Rümpfe?

    Eigentlich wollte ich den Rumpf in Spantenbauweise aus Depron bauen. Coole Sache und mal was Neues. Aber ich hatte keine Lust zwei mal die ganze Arbeit zu machen. Auch wenn ich für mein Leben gerne Rümpfe baue, zwei Mal das Gleiche, das geht gar nicht. Jedenfalls nicht, wenn der erste Rumpf was geworden ist. Also GfK mit Negativform. Ja, das habe ich auch schon lange nicht mehr gemacht. Hab ich Lust drauf! Basta! Beim Hochseesegeln meldete dann Uwe auch Bedarf an einem Rumpf an. Und Gerhard leibäugelte damit auch. Uff, gleich vier Rümpfe bauen! Das wollte ich nun auch wieder nicht und wir diskutierten, ob man nicht so einen Rumpf tiefziehen könne und dann gleich 20 machen kann, damit man alle Hochseesegler damit beglücken kann.

    Tiefziehen: Puuhh, habe ich noch nie gemacht. Wie geil ist das denn?

    Also wurde Mario gefragt wie das mit dem Tiefziehen gehe, denn er ist der UHU-Tiefziehweltmeister. Naja, zumindet kennt er jemanden, der das ganz toll für ihn macht. den Hr. Ulmer, von Ulmer Kunststoffteile, der damit seine Brötchen verdient:
    http://www.ulmer-kunststoffteile.de/vakuumformen.html
    Mario war natürlich auch sofort von der Idee begeistert. Und wenn Mario von etwas begeistert ist, dann macht es brrrt und das neue Modell ist fertig. aber Mario wollte keinen ABS-Rumpf haben und hat erst mal selbst einen gebaut und mit nach FN auf die Messe genommen, um ihn dort den anderen zu zeigen. Ich habe mit Hr. Ulmer geredet und festgestellt, dass Tiefziehen doch nix ist, denn mein H12,5 hat zu hohle Formen, und der Kiel zu kleine Ausformschrägen.

    Also doch GfK und wir waren wieder einer mehr in dem Projekt. Mario wollte wissen, ob ich seinen Rumpf bis Weihnachten fertig haben könnte. Er meinte damit Weihnachten 2019! Na bei dem bisherigen Fortgang des Projektes wäre das ein Ariane 6 Start....
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  6. #6
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    Standard Formenbauen

    ich darf eine Form bauen. Juhuuu!!!

    Und weil ich das noch nie gemacht habe, wollte ich zwei halbe Formen bauen. Erst mal zwei halbe Schiffe bauen und dann eines daraus machen, damit man sich mit der Trennebene leichter tut, so war die Idee.

    Ein paar Bildimpressionen, wie das gehen tut.

    Wir fangen mit den Halbspanten an. Die haben den Vorteil, dass sie links und rechts gleich sind, wenn man sie zusammen fertigt:
    Name:  01.jpg
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Größe:  115,8 KB

    Die kommen dann auf die Trennebene aus Presspappe
    Name:  02.jpg
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Größe:  89,3 KB

    Wenn man das nun mit zwei Passstiften zusammen hält, dann sieht das schon nach Schiff aus:
    Name:  04.jpg
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Größe:  123,9 KB

    Aber Beplanken tun wir ganz bequem die beiden halben Schiffe:
    Name:  03.jpg
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Größe:  156,0 KB

    Habt Ihr schon mal Spaxschrauben verwendet, um die Planken an den Rumpf zu bekommen? Ich auch nicht, macht aber Spaß, ist fast wie richtige Bootsbau (den ich ja auch für mein Leben gerne betreibe...)
    Name:  05.jpg
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Größe:  132,1 KB

    Die Presspappe ist auf einer Seite sehr glatt, eine ideale Trennebene:
    Name:  06.jpg
Hits: 269
Größe:  165,5 KB

    Dann wird wieder alles zusammengebaut und mit 80 g/m² Glasgewebe belegt:
    Name:  07.jpg
Hits: 264
Größe:  147,0 KB

    Heute habe ich zwei mal geschliffen und gespachtelt. Wahrscheinlich werde ich das nun zwei Wochen lang tun. Un dich hasse schleifen. damit ich kein drittes Mal mehr schleifen musste, kam ich auf die Idee diesen Thread zu öffnen. In der Zwischenzeit sind wir übrigens noch einer mehr geworden, Thomas möchte auch einen H12,5....

    Jetzt seid Ihr dran. Ich bin gespannt auf Eure Kommentare.

    Schreibt fleissig, dann habe ich einen Grund die Schleiferei zu unterbrechen. Denn ich hasse Schleifen. Sagte ich das schon?
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  7. #7
    Moderator Rennsegelyachten
    Mini 40, 10 Rater
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    Börse
    RG 65, Basic Jolle
    Avatar von Stephan Ludwig
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    Standard

    sehr geiles Projekt.

    Besonders der Nat ist spitze. Ich ziehe schon mal meinen Hut
    Stephan




    A bad day at sea is still better
    than a good day in the office!“
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  8. #8
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    Lächeln Herreshoff 12 1/2 ft in 1:5

    Hi Klaus,

    nun dann will ich mal auch was schreiben. Das "Nähkästchen" ist zum bärsten voll mit Info`s meiner Seit`s.

    Ja wenn Mario mal los legt, kam es schon Mal vor, dass es über Nacht die Poltergeister als Kellerkind Werkzeuge bewegen ließ. Was zu einem spontanen Holzrumpf geführt haben mag.
    Das mit den Bildern hier einstellen... naja umständlich würde ich mal sagen. Drag und Dop direkt wäre Anwenderfreundlich. Bis auf einen Link mehr will Wohl der Plattformbetreiber nicht zu lassen. Über ein Verwaltungsframe ... also etwas Umständlich.
    Dann halt ohne. In Textform sind es pro Bild dann 100 Worte. Mal sehen ob die Anregung hilft STRG+C u. STRG+V wäre was. Ist halt ne Protokollfrage.

    Nach dem Klaus nun doch in Gfk den Plan "A" wieder aufgenommen hat und R&G das bestellte Material geliefert hat, wird bestimmt auch ein Abzug für mich dabei sein? Weil mit Gfk bin ich wieder dabei. Mein Holzdummy war auf die Schnelle nix.
    Hat eine Idee als Bauweise, die noch als versteckte Auftriebsmittel in der Fläche vom Ansatz das offene Boot wieder nicht sinkbar machte. Aber ich als Schlaubi? Versuch macht Klug?! Mit dem zu schweren PU Kleber Soudal 40 Pro statt dem sonst verwandten Fermacell (orange) kam zum Schluß in erster Runde spontan ein zu schwer Rumpf raus.

    Als Grabbelschalen-Dummy ist er aber sehr hilfreich für den 2. Versuch. Dann halt in Gfk. Klaus und ich sind uns einig. 2 kg zu der geplanten Gfk Rohlingschale mit 600 g ist ein deutlicher Unterschied.


    Was die spätere Stabilität auf dem Wasser anbelangt:

    Nach meiner Dix Pied in 1:5 und des im Bau befindlichen Hummerfischer-Kutter auch in 1:5, passt die Herreshoff 12,5 ft super in diese meiner kleinen Flotte. Vor allem Bandscheiben freundlich. Nicht nur räumlich beim Transport für an den See. Auch so mal im Haus transportiert… ? Sie wäre genau von der Länge was dazwischen. Von der Höhe allerdings nicht nur transportfreundlicher. Nein auch bei etwas mehr Wind ist sie bedingt bzw. bestimmt noch gut zu handeln.

    Wo wir zum Thema mit mehr Wind und Seetüchtigkeit kommen sollten:

    Klaus meint die H12,5 ft in 1:5 kann so gut wie nicht oder kaum Wasser übernehmen. Ich als alter Schlechtwettersegler, bin hier schon mehrmals von Fallböen oder Windwalzen am Ufer zusehend leicht blaß werdend überrascht worden.
    Wo mir meine 10 Fuß auch nicht nur einmal gut voll lief. Achterlicher Wind kann hier selbst so einen großen Maßstab in Bedrängnis bringen. Wobei meine 10 Fuß "Dix Pied" bis hinter dem Mast ins Tauchen geriet. Es sah mehr wie spektakulär aus. Wie ein Endlein, Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh. Ade war die Ruderwirkung etc... Der berüchtigte Schuß in die Sonne. Die Plicht war voll geflutet worden und die Selbstlenzeinrichtung funktionierte Spitze. Der kleine Mario sitzend an Bord hatte zwar die weißen Seglerhosen voll. Aber er steuerte mein Modell souverän zu mir ans Ufer.
    Bei der Herreshoff ist spannender Weise die Gretting unterhalb der Wasserlinie. Somit ist eine selbstlenzende Plicht technisch leider nicht möglich. Auch gut. Mein Scale-Opti im Alinghi Design auch in 1:5, hat wie das Original Auftriebskörper wie Seesäcke mit PS gefüllt als Rollen mit Klettband an Bord. Was ich 3 Mal schon gut gebrauchen konnte. Bis ans Ufer langte es immer. Selbs beim berüchtigten Kentern. Was für ein Albtraum. Dank der Auftriebsnudeln war alles im Nachgang gut ausgegangen. Die RC-Technik war getrocknet und der NiMh-Accu überstand das auch. Will sagen H 12,5 braucht dringend meiner Meinung nach Auftriebskörper. Die aber unsichtbar sein müssten. Weil die gab es 1914 übern Teich so nicht. Bei den Dix Pieds in Brest war das Vorschrift. Nach dem einige als Nichtschwimmer was für ein Übel Fischer als Sonntagsrace abgesoffen waren. Wurde das als Vorschrift und neue Regel als Startbedingung mit aufgenommen. Säcke mit Korkreste unter die halb offene Plicht zu verteuen. Beim H 12,5 geht das unsichtbar bestimmt anders dachte ich mir.
    Meiner Einschätzung nach habe ich den Holzrumpf zwar zu schwer gebaut. Aber das würde ich bei einem Gfk Rumpf gern noch einmal neu und viel leichter ausprobieren.
    Auf der Messe in FN vor einer Woche habe ich das Prinzip noch mit Holz und Kunststoff so mal auf die Schnelle vorgestellt. Und meine Minisail-Classiker fanden die Idee simpel und mit Züricher Dialekt niccccht schlecht. Genial entfleuchte es ihnen es als Bemerkung. Bis aufs Gewicht. Naja Runde 2 darf gespannt abgewartet werden. Klaus Du bist nun mit Deiner Form ein gefragter Mann. Gelle.

    Windentechnisch kam Manfred W. von den Nordlichtern mir bereits zuvor. Die Windentechnik-Idee, welche Franz A. aus Bern in ABS mit einer MaxiKing-Winde 14 kg Zugkraft bei 6V. Er hat sie uns Stolz aber bescheiden wie er nun einmal ist vorgeführt. Sowohl für eine Großschot ca. 1,5 Meter sowie zwei Schoten für eine um den Masten und Wanten überlappende Fock. Das Prinzip ist so simpel wie genial. Und das ohne den befürchteten Wuling unter Deck. Der Alptraum jeden Scale-Modellbauers, der so ungern am See resigniert mit seinem ach so schönen Segelböötchen in solch einem Fall wieder Heim trotten darf. Weil die Winde mal wieder nicht so tut. Wie sie sollte. Frust .... aber nicht mit der Mitnehmerscheibenwinde vom Franz A.. Manfred hat diese Winde weiter optimiert und in MS bzw. Alu nach gebaut. Hut ab sage ich da nur. Zu Beiden. So sehen Vorbilder aus.

    Klaus mit dem Formenbau nimmst Du mir dieses Mal den Part ab. Da sage ich schon mal Danke.
    Ich bin beim H 12,5 -er in Gfk gern dabei. Holz wird das „Sandwitchrümphchen“ dann hoffentlich in Kunststoff glaubhaft verbergen. Wie immer, wenn es um unsere Schätzchen auf dem Wasser geht. Gelle. :-)

    LG Mario das Kellerkind.
    Der Weg ist das Ziel.
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  9. #9
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    Standard

    Danke Stefan und Mario

    Ich hatte Euch eigentlich gerade eine tolle Linksammlung zusammengeschrieben. 1,5h lang, "Antworten"-Button gedrückt und alles weg. Das macht keinen Spaß

    jedenfalls für heute habe ich keine Lust mehr. Ich gehe eben schleifen. Hab ich schon gesagt, dass Schleifen mir keinenn Spaß macht?

    Schöne Grüße

    Klaus
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  10. #10
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    Standard Unterlagen

    Also hier der zweite Versuch, diesmal in Word geschrieben und dann nur reinkopiert:

    Originale
    Der Herreshoff 12 ½ ft wurde von 1914 bis 1943 auf der familieneigenen Werft gebaut. In dieser Zeit entstanden 364 Boote in Karweel-Bauweise auf Mallen über Kopf. Die kleinen Boote standen überall auf der Werft, zwischen den großen Yachten. Die Quincy Adams Werft übernahm danach die Lizenz und baute 51 weiter Holzboote, gab aber die Lizenz und die Mallen an die Cape Cod Schipbuilding Company, die weitere 30 Holzboote baute, dann aber mit der Produktion von Glasfiber Booten begann. Diese GfK-Version wurde Bullsey genannt und hatte eine kleine Kajüte, von ihr sind mindestens 800 Einheiten gebaut worden. Auch der Dougdish ist eine Abwandlung des Herreshoff 12 ½ ft und mit einem GfK-Rumpf ausgestattet, allerdings verfügt er über keine Kajüte. Wer heute einen Herreshoff 12 ½ ft aus Holz haben möchte, der bestellt ihn bei Artisan Boatworks. Die bekannteste Weiterentwicklung unseren H12,5 ist der Haven 12 ½ von Joel White, dessen Pläne und Baulizenz im Wooden Boat Store bezogen werden kann. Diese Version des H12,5 hat weniger Tiefgang, dafür aber ein Ballastschwert. Allerdings muss man sich dann eine eigene Werft suchen. Auch in Deutschland kann man sich H12,5 bauen lassen. Um die Jahrtausendwende bekam ich Briefkontakt mit einem alten Herrn, der im Sommer auf Fehmarn zu wohnen und segeln pflegte. Er hatte sein ganzes Leben tolle und schöne Yachten gehabt, sich aber im Alter einen Herreshoff 12 ½ ft in Deutschland bauen lassen und sagte von dem Boot, dass es sein bestes gewesen sei. Davon sind sicherlich noch mehr Segler überzeugt, denn sonst gäbe es nicht heute noch, 105 Jahre nach der Geburt des Buzzards Bay Boy Boat, noch eine rege Klassenvereinigung.

    The Registry
    … ist ein Verzeichnis aller 364 originalen Herreshoff 12 ½ ft, die jemals gebaut wurden. Natürlich ist es nicht vollständig, denn Verbleib so kleiner Boote ist sehr schwer nachvollziehbar. Aber Steve Nagy, der das Verzeichnis eigentlich zum 100ten Geburtstag fertig haben wollte, arbeitet noch immer daran. Es ist interessant zu lesen, denn es gibt tolle zu den Details.

    Pläne

    … gibt es beim Mystic Seaport Museum, das 1975 seine NETTLE geschenkt bekommen und in den folgenden drei Jahren restauriert hat. Von diesem Boot wurden vollständige Pläne abgenommen. Zudem hat das Herreshoff Museum ein tolles Archiv an Original-Zeichnungen. Auch hier gibt es Linien, vermutlich die, die NGH gezeichnet hat. NETTLE entstand auf den Original Mallen, beide sind also irgendwie richtig.

    Bilder

    … kann man sich überall runterladen, aber die offiziellen findet man im Museum und auf der Homepage der Klassenvereinigung. Dort kann man sich auch von den Seeeigenschaften dieses unglaublichen kleinen Bootes überzeugen. Einfach toll!


    Links:

    Cape Cod Shipbuliding Company:
    http://www.capecodshipbuilding.com/f...?boat=bullseye
    Bullseye Klasssenvereinigung:
    http://bullseyesailing.org/
    Artisan Boatworks:
    https://www.artisanboatworks.com/cla...rreshoff-12-12
    Dougdish:
    https://doughdish.com/
    Herreshoff 12 ½ ft Klassenvereinigung:
    https://www.herreshoff12.org/
    Herreshoff 12 ½ foot calls Registry:
    https://www.herreshoffregistry.org/doc/h12_reg.php
    Mystic Seaport plans:
    https://store.mysticseaport.org/ship...1-2-class.html
    Herreshoff Museum:
    https://www.herreshoff.org/hmm/index.html

    Schmökert einfach mal ein weenig und gebt hier Eure Einung preis.

    Euer Klaus
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  11. #11
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    Standard

    Hab ich heute schon gesagt, dass ich nicht gerne Schleife? Naja, durch den RC-Network Absturz und die damit verbundene Doppelarbeit, bin ich heute um eine weitere Schleifsession rumgekommen. Eine Dose Spritzspachtel werde ich wohl noch braucheen bis alles glatt und rund ist. Ich weiß schon warum ich so gerne Knickspanter baue...
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  12. #12
    User Avatar von Guido.Kruse
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    Standard

    Moin Klaus,
    bezüglich Hut abnehmen.
    Ich könnte mir vorstellen an einer Hand (mit Öse) eine Schnur zu führen der Hut wird mit Magnet auf dem Kopf gehalten und ist an der Schnur befestigt das andere Ende der Schnur irgendwo unten am Körper.

    Wenn nun die Hand nach oben geht und die Schnur am Hut angelangt ist sollte die Schnur am Ende sein und in der weitern Bewegung den Hut mitnehmen (ev noch ein Gummi am unteren Ende der Schnur einbauen) und beim zurückgehen den Hut absetzen auf dem Magnet.

    Selbstversuch: Ich nahm einfach mal ein Band lose in die Hand. Auf dem einen Ende stehen und das andere am Hut fest tappen.
    Wichtig ist das Gummi um die Schnur zu straffen.

    könnte klappen was meinst Du?

    P.S. ich schleife auch nicht gern hoffe Dich für 10Min zu Erlösen
    Geändert von Guido.Kruse (11.11.2019 um 15:28 Uhr) Grund: P.S.
    Gruß Guido

    Hängt der Lateralplan schief sinkt die Yacht ganz instinktiv :-)
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  13. #13
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    Hallo Guido,

    danke für den Tipp, klngt irgendwie, als ob es funktionieren könnte!

    Das probiere ich mal live an mir aus. Momentan bin ich noch mit dem Schleifen beschäftigt. Ich möchte erst mal die Rümpfe fertig bekommen, bevor ich mit den Details weitermache. Vielleicht annimiert das ja die anderen auch ein paar Decks, oder Masten oder Ruderblätter, oder Segel zu bauen. Dann wäre Zeit für solche Sachen.

    Schöne Grüße

    Klaus
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    Von g.muellner im Forum Freiflug
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    Letzter Beitrag: 26.05.2010, 12:37

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