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Thema: VH-BOW

  1. #1
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    Standard VH-BOW

    Hallo!

    Im Forum veröffentlichte Videos des X-BOW zeigen erstaunliche Flugleistungen dieser kleinen bis sehr kleinen Flügel. Inspiriert davon habe ich einen Weg gesucht, mit möglichst wenig Aufwand einen Flügel aus Vollholz zu bauen, der seinen GFK-Vorbildern fliegerisch, hoffentlich, wenigstens einigermaßen nahe kommt.
    Uwe hat mir dankenswerterweise den aktuellsten Grundriss seines 90 cm X-Bow zur Verfügung gestellt. Diesen nahm ich als Basis für meine relativ freie Interpretation, die der Bauweise geschuldet, etwas Angstzuschlag die Gutmütigkeit betreffend bekam.

    So sieht mein Versuch bei Maximalauftrieb nun aus:

    Name:  voi-hoiz-bow grundriss.PNG
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Größe:  42,7 KB

    Als Profile kommen S-Schlag-Varianten des AG 03 und des AG 11 zum Einsatz. Diese sollen mittels Drelas Schleiftechnik aus dem Balsholz herausgearbeitet werden.
    Falls Interesse besteht, werde ich die, noch zu erstellenden, Schichtlinienpläne veröffentlichen und vom Bau berichten.

    Liebe Grüsse

    Franz
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  2. #2
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    Standard

    Baubericht würde ich interessant finden ;-)

    Beste grüße
    Max v.P.
    F3-Speed... schneller geht immer!!!
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  3. #3
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    Standard Baubericht

    Servus Franz, schon abonniert!😀
    Gruß von Peter
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  4. #4
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    Standard

    Hallo Franz,

    Ja, bitte Baubericht erstellen. Ist sicher sehr lehrreich und interessant!


    Grüße, Michael
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  5. #5
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    Standard Schritt 1

    Danke für Euer Interesse!

    Für den VH-BOW habe ich den Flügel folgendes Flugzeuges samt den verwendeten Profilen adaptiert: http://charlesriverrc.org/articles/a...gee36_wood.pdf

    Der erste Schritt war nun, die Koordinaten aus dem Nurflügel Programm im Maßstab 1:1 auf Papier zu bringen. Eine Schablone, die später sowieso hilfreich ist, erleichtert das Korrigieren kleiner Unstetigkeiten in der Flügelkontur und ist dauerhaften Träger der wichtigsten Flügeldaten.
    Name:  vh-bow1.PNG
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    Auf 2 A4 Seiten sieht das Ganze dann so aus:
    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	VH-BOW Randbogen 001.jpg 
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ID:	2240224Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	VH-BOW Wurzel 001.jpg 
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Größe:	257,1 KB 
ID:	2240223

    Die beiden Hälften der Halbspannweite können in der richtigen Größe ausgedruckt und entsprechend der Markierungen zusammengefügt werden. Grün sind die vorgesehenen Stöße der 10 mm Balsbretter, samt Faserrichtungen und Raumgewichten, eingezeichnet. Eine durchgehende schwarze Linie zeigt das geplante Ruder. Die strichlierte Linie zeigt an, wo nach dem Schleifen der Profilierung, der hintere Teil des Flügels abgetrennt und an der gegenüberliegenden Halbspannweite mit S-Schlag wieder angeklebt wird.

    Die Profile AG 03 und AG 11 sind an der Unterseite weitgehend gerade und werden, wie oben schon erwähnt, ohne S-Schlag aus dem Balsa herausgearbeitet.
    Im Apogee-Übersichtsplan sind die unterschiedlichen Nasenleisten-Hochlagen beider Profile angegeben. Diese bewirken, dass, wenn man auf ebener Unterlage baut, eine geringe Schränkung von ca. 0,3° entsteht.

    Folgende Vorgehensweise beim Schleifen von Vollholzflügeln hat sich bewährt: http://charlesriverrc.org/articles/c...oilshaping.pdf
    Für das AG 03 gibt es einen Schleifplan: http://charlesriverrc.org/articles/a..._tangents1.pdf
    Nasenbereich AG 03 vergrößert: http://charlesriverrc.org/articles/a..._tangents2.pdf
    Beim AG 11 gilt an der Oberseite der gleiche Plan, nur an der Unterseite werden die Facetten, bei gleichen Winkeln, weniger weit nach hinten geschliffen.

    Die für die Bearbeitung nötigen Daten, wie die Hochlage der Nasenleiste und die Dickenverteilung am Flügel sowie die fürs Schleifen nötigen Linien, folgen.

    Liebe Grüsse

    Franz
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  6. #6
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    Daumen hoch CAD

    Hallo Franz
    Super Idee! Den Apogee hab ich tatsächlich mal aus dem vollen geschliffen => ist sehr gut geflogen! Mit weniger Aufwand als befürchtet (bissi Vorbereitung, eine Staubmaske und ein Bier zum runterspülen.. )

    Wenn gewünscht, könnte ich deine Zeichnung ins CAD übertragen und daraus dann entsprechende PDFs (DXF's odgl.) "produzieren"....

    beste Grüße
    David
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  7. #7
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    Standard Bitte gerne!

    Hallo David!

    Zitat Zitat von DavidSt Beitrag anzeigen
    Hallo Franz
    ... Den Apogee hab ich tatsächlich mal aus dem vollen geschliffen => ist sehr gut geflogen! Mit weniger Aufwand als befürchtet (bissi Vorbereitung, eine Staubmaske und ein Bier zum runterspülen.. )
    ...

    beste Grüße
    David
    Das ist auch meine Erfahrung, am größten ist die Überwindung es zu versuchen.

    Ich wollte niemanden Arbeit aufhalsen, aber Dein Angebot bezüglich CAD nehme ich natürlich liebend gerne an.
    Für mich selbst ist analog kein Problem, weil ich die Linien gleich aufs Balsa zeichne. Fürs Nachbauen ist DXF, PDF .... natürlich wesentlich gescheiter als meine handgezeichneten Geschichten mit den unweigerlich auftretenden Skalierungsfehlern.

    Ich würde mich gerne mit Dir zusammensetzen und die Details besprechen. Bier ist jedenfalls schon kalt gestellt.

    Liebe Grüsse

    Franz
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  8. #8
    User Avatar von UweH
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    Hallo Franz,

    Du hast auf den Skizzen den Schwerpunkt bei 73,3 mm markiert, aber der passt definitiv nicht zu dem Grundriss aus Deiner Ranis-Datei.
    Das Programm "Nurflügel" gibt bei der Einstellung "Wirbelzahl 127" und 4 % Stabilitätsmaß bei Brettern regelmäßig einen zu kopflastigen Schwerpunkt an.

    Mit Einstellung "Wirbelzahl 31" wirds meistens etwas genauer, aber hier immer noch ziemlich kopflastig.

    Die Nachrechnung mit dem recht genauen FLZ_Vortex ergibt für 4 % Stabilitätsmaß einen Schwerpunkt von ca. 76,8 mm, das Nurflügel gibt bei "Wirbelzahl 15" eine Schwerpunktlage von 76,2 mm an.

    Aus der Erfahrung von vielen gebauten und nachsimulierten Brettern empfehle ich für den Erstflug 76,5 mm Schwerpunkt einzustellen, nicht 73,3.

    Gruß,

    Uwe.
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  9. #9
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    Hallo Uwe!

    Danke für die Korrektur! Wie die Wirbelzahl von ursprünglich 31 auf 127 gekommen ist, keine Ahnung, war vielleicht schon etwas spät.
    Deinen Vorschlag für den Erstflug werde ich auf jeden Fall beherzigen, ich bin froh das Du Deine Erfahrung teilst.
    Bei #1 habe ich die aktuellste flg-Datei angehängt. Die Abweichungen sind nicht groß, beim Wert für den Schwerpunkt ca. 1/10 mm.

    Morgen wird mit David gezeichnet, heute wurde das Holz für drei Flügel ausgesucht:

    Name:  Balsa.PNG
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    Liebe Grüsse

    Franz
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  10. #10
    User Avatar von UweH
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    Zitat Zitat von keep-res-simple Beitrag anzeigen
    Wie die Wirbelzahl von ursprünglich 31 auf 127 gekommen ist, keine Ahnung, war vielleicht schon etwas spät.
    Hallo Franz,

    in meiner Datei war die Wirbelzahl auch 127, vielleicht kam es da her?...

    Die (Vorentwurfs-) Auslegung mache ich im Nurflügel mit 127 Wirbeln, aber die Schwerpunktbestimmung mit 31 Wirbeln..... bzw. mache ich die flugmechanischen Parameter wie die Schwerpunktbestimmung zuletzt immer im FLZ_Vortex, das passt dann beim Schwerpunkt von Brettern auf < 0,5 mm genau

    Ach ja, wenn Du den S-Schlag der AG-Profile Deiner *.flg-Datei ganz gut triffst sollten die Ruder beim Erstflug nur ganz minimal hoch stehen, Flugzeug-CA mit X-Foil-Profilmomenten ist dann um 0,3 und die Gutmütigkeit hat reichlich Reserve

    Gruß,

    Uwe.
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  11. #11
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    Zitat Zitat von UweH Beitrag anzeigen
    Hallo Franz,

    in meiner Datei war die Wirbelzahl auch 127, vielleicht kam es da her?...
    Eher nicht war ein "Neuer Flügel".....

    Bezüglich Gutmütigkeit, da brauche ich vielleicht etwas mehr als andere.

    Der Höhenruderausschlag sollte nicht zu üppig werde, laut Rechnung (wenn auch mit Vorsicht zu genießen) knapp 2 mm für Maximalauftrieb. Wird hoffentlich ähnlich wie bei meinem RES-Brett, da liegt nicht viel zwischen leichtem Bahnneigungsflug (Start) und konstantem Langsamstflug (Thermik):



    Fliegt mit dieser Einstellung übrigens noch recht angenehm und lässt sich auch gut ziellanden.

    Sollte der S-Schlag nicht gleich optimal passen: ich baue auf Holz da gibt es andere Möglichkeiten als bei einer Form.

    Liebe Grüsse

    Franz
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  12. #12
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    Während David zeichnet mache ich mit den Flügelrohlingen weiter.

    Vorausetzung für eine saubere Unterseite, die nach dem Verleimen eben auf dem Baubrett aufliegt, ist die exakt winkelige Bearbeitung der Kanten.
    Als letztes werden die äußeren Vorderkanten angeleimt und mit Klebeband fxiert:

    Name:  vh-bow2.PNG
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    Ein gut bearbeitbarer Leim schont beim Schleifen die Nerven und verhindert hervortretende Leimfugen.
    Beim Positionieren der Teile ist eine Schablone hilfreich, besonders wenn man, so wie ich, an den falschen Stellen großzügig war.
    Probeverleimungen helfen beim Abschätzen der nötigen Leimmenge. Eine dicke Leimfuge hält nicht besser und macht beim Schleifen eher Probleme.
    Austretender Leim sollte so schnell wie möglich entfernt und dabei nicht auf der ganzen Oberfläche verteilt werden.
    An den Leimfugen sollten keine Höhenversätze spürbar sein. Sollten die Balsabretter leichte Dickentoleranzen haben, ist eine saubere Unterseite wichtig, den an der Oberseite wird ja sowieso das Profil geschliffen.
    Eventuell passierte Druckstellen sind kein Problem. Mit einem Tropfen Wasser und dem Folienbügeleisen lassen sich die zerdrückten Holzzellen ganz einfach wieder zurückstellen.
    LE-Strip mache ich keinen. Sollte einmal eine Delle passieren, wird ein Tropfen Wasser unter die Folie gespritzt und den Rest erledigt das Bügeleisen.

    Liebe Grüsse

    Franz
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  13. #13
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    Danke, den Trick mit Wasser und Föhn kannte ich noch nicht!

    Deine Leimsorte ist am Bild nicht zu erkennen. Ich verwende seit Jahren meist nur noch Propeller-Holzleim.
    Der wird härter und lässt sich besser schleifen...
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  14. #14
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    Hallo Kampfkoloss!

    Härtere Leime wie Titebond und in meinem Fall Aliphatic Resin (Deluxe Materials) sind besser geeignet als elastischer aushärtender Weißleim.

    Liebe Grüsse

    Franz
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  15. #15
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    Anbei ein Set an PDF's, mit dem einmal starten kann...

    Bei Fragen bitte einfach melden.

    viel Spaß beim nachbauen...

    David
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