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Thema: Kontronik Kolibri fragwürdige BEC Kapazitätsentnahme

  1. #16
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    Hallo Meinrad,

    warum es in Deinem Fall mit der Kapazitätsentnahme am Ende passt ist schwer zu sagen.

    Schalte doch mal den Heli für etwa eine halbe Stunde ein und bewege dabei hin und wieder sie Servos, den Motor lässt Du dabei aus.
    Am Ende schaust Du was lt. Kolibri an Kapazität entnommen wurde.

    Wie schon zuvor geschrieben habe ich noch zwei Kolibri Regler mit FW 1.0, da passt es in etwa mit der Kap. Entnahme. Bei den neueren
    FW Versionen wurde scheinbar etwas "Kaputt-Optimiert".

    Bei Motormodellen, bei denen generell immer der Motor läuft wird das nicht/falsch berücksichtigte BEC kaum auffallen.

    Gruß,
    Dirk
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  2. #17
    User Avatar von Holger Lambertus
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    Da so eine Messeinheit im Regler oben noch Reserven haben muss (üblich +50%), darf man das als 135A Messbereich ansehen.

    1Promile Messgenauigkeit wäre +- 1,35A
    1Promille Messgenauigkeit wären +- 0,135A (135mA)

    1 Promille Genauigkeit gänzlich ohne Temperaturangabe, wo bekommt man so ein Messgerät unter dem Wert eines Kleinwagens

    Typische AVR-Prozessoren (Atmega) haben einen ADC mit 10Bit, das sind 1024 Messschritte, bei gut abgestimmten Spannungsteiler beträgt die Messauflöung dann 1/1022 - ca 1 Promille (0mA - 135mA - 270mA - 305mA -- alles dazwischen wäre Phantasie).

    Moderne STM32 Prozessoren die Auf den meisten neueren Regler verbaut sind haben 12Bit (ergibt 0mA 34mA - 68mA - 102mA - 136mA, und das nur bei dem theoretischem Optimum...)


    Dann war da noch: ein oder mehrere Prozessoren auf Reglern, jeder verbraucht so ca. 10-20mA, weitere Bauteile die "Strandbyströme" verursachen......(die stehen nicht auf dem Amperemeter im BEC-Kabel).

    Telemterie im RC Bereich sollte man grundsätzlich als das sehen was sie ist, ein Schätzeisen für den Flugbetrieb.
    Kapazität wird in Zeitintervallen nach dem aktuellem Strom errechnet, je nach Länge der Zeitintervalle sind das eher "Hochrechnungen" als reale Werte (der Regler hat primär andere Dinge zu rechnen).
    Für Sicherheit des Lipos sorgt nur die Unterspannung, denn auch nur diese verursacht Schäden am Lipo.

    Im Ernst, verlässt sich jemand derart so auf die Tankanzeige im Auto, wenn die anzeigt 87km, und auf der Bahn auf dem Schild steht "nächste Tanke in 86 km" und fährt nicht die direkt vor einem liegende Tanke an, weil laut Anzeige reicht das ja noch kommende Tanke.

    0,5 Promille bei 87km wäre hier eine Differenz von 43,5m .... Wer erwartet sowas von einen Kleinwagen, im Wert eines Kleinwagens.
    Gruß Holger
    dessen Signatur vom Signatur-Moderationator aufgrund Überlänge gelöscht wurde.
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  3. #18
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    Benutzt Du selber in deinen Modellen Telemetrie ?

    Wie in den Grafiken zu erkennen, zeichnet z.B. der Kolibri sehr genau den BEC-Strom auf. Zur Kapazitätsermittlung
    ist der Strom über die Zeit zu integrieren. In FW 1.0 war das ok, danach leider nicht mehr. Mit Messgenauigkeit
    hat die Integration nichts zu tun, ist reine Mathematik. Der als Basis dienende Strom ist einwandfrei und in ausreichender Genauigkeit
    vorhanden.

    Ich verwende u.A. Kosmik- / Heli Jive- / Jive Pro- / YGE Regler, teils mit JLog, S32 oder Unisense. Die Werte inkl.
    Kapazitätsentnahme sind auf wenige Prozent genau. Das ist alles andere als ein Schätzeisen.

    Was die Spannungslage bei den LiPos unter Last angeht, bei hohen Strömen kann man damit sicher gut arbeiten. Wird
    der LiPo aber nur mit kleinen Strömen belastet (Motor aus, nur BEC) wird das schon schwierig. Da ist die Kapazität
    die bessere Alternative.


    Gruß,
    Dirk
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  4. #19
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    Zitat Zitat von Holger Lambertus Beitrag anzeigen
    Moderne STM32 Prozessoren die Auf den meisten neueren Regler verbaut sind haben 12Bit (ergibt 0mA 34mA - 68mA - 102mA - 136mA, und das nur bei dem theoretischem Optimum...)
    In meinem konkreten Fall geht es um einen Strom von ca. 370 mA, welcher somit auf +/-34 mA aufgelöst werden könnte, gar nicht schlecht.


    Zitat Zitat von Holger Lambertus Beitrag anzeigen
    Dann war da noch: ein oder mehrere Prozessoren auf Reglern, jeder verbraucht so ca. 10-20mA, weitere Bauteile die "Strandbyströme" verursachen......(die stehen nicht auf dem Amperemeter im BEC-Kabel).
    Z.B. beim JLog, S32 und YGE kann der nicht berücksichtigte Strom oder auch permanente Messfehler per Korrekturfaktor berücksichtigt werden.

    Wie schon geschrieben, liefert das recht genaue und brauchbare Ergebnisse.


    Gruß,
    Dirk
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  5. #20
    User Avatar von Holger Lambertus
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    sind auf wenige Prozent genau
    Wenige Prozent sind mindestens 2%
    2% sind bei 135A + - 2700mA

    Das ist auch in etwa die Realität die ich aus der Praxis kenne, hier ging es um 59mA plus minus ein bissl...

    Benutzt Du selber in deinen Modellen Telemetrie ?
    Ja, ich benutze Telemetrie, teilweise benötige auch auch hohe Genauigkeit, z.B. unser Heli Dauerflugweltrekord wäre ohne genaue Datenanalyse im Vorfeld nicht möglich gewesen. Für meine Solarflieger baue und programmiere ich meine Sensoren und den MPP-Regler selber, hier geht es um jedes mA, ich takte hierfür z.B. die Prozessoren runter, teilweise werden die grad inaktiven Servos im Flug deaktiviert, u.s.w. um ein paar mA sparen zu können. Das alles schicke ich per Telemetrie an den Sender, Ja, ich nutze Telemetrie

    in die Gekauften hacke ich mich teilweise mit einem Arduino in der Telemetriestrippe ein, um das Protokoll zu manipulieren (erweitern etc).

    Letztlich ist eine Sache der Erwartungshaltung ....
    Gruß Holger
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  6. #21
    User Avatar von lastdownxxl
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    Zitat Zitat von Blademaster Beitrag anzeigen
    Mit Messgenauigkeit
    hat die Integration nichts zu tun, ist reine Mathematik.
    Hallo Dirk,

    die numerische Integration hat nichts mit der Messgenauigkeit zu tun, die Messfehler werden nur auf integriert. Die Genauigkeit hängt zudem vom Verfahren der numerischen Integration und der Sample Rate ab. Eine numerischen Integration ist immer eine Näherung.

    Gruss
    Micha
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  7. #22
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    Zitat Zitat von Holger Lambertus Beitrag anzeigen
    Wenige Prozent sind mindestens 2%
    2% sind bei 135A + - 2700mA
    Schon ein 6-Bit A/D Wandler würde besser auflösen.

    Sicher bekannt:
    https://www.analog-praxis.de/wie-gen...dler-a-535408/

    Zitat Zitat von Holger Lambertus Beitrag anzeigen
    Das ist auch in etwa die Realität die ich aus der Praxis kenne, hier ging es um 59mA plus minus ein bissl...
    Keine Ahnung wie Du auf 59 mA kommst, in der letzten Grafik habe ich einen Verbrauch von 52 mAh in etwa 8 Minuten eingetragen.
    Grundlage ist dafür ein Strom von ca. 370 mA.

    Ich kann es nur nochmal wiederholen, die von mir genannten Telemetriesysteme liefern recht genaue Werte.


    Gruß,
    Dirk
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  8. #23
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    Zitat Zitat von lastdownxxl Beitrag anzeigen
    Hallo Dirk,

    die numerische Integration hat nichts mit der Messgenauigkeit zu tun, die Messfehler werden nur auf integriert. Die Genauigkeit hängt zudem vom Verfahren der numerischen Integration und der Sample Rate ab. Eine numerischen Integration ist immer eine Näherung.

    Gruss
    Micha
    Hallo Micha,

    das ist sicher richtig. Ich integriere was ich gemessen habe, ist das Falsch, wird auch die Integration ein falsches Ergebnis liefern und den Fehler ggf. noch verstärken.
    Nur wenn mir eine recht glaubhafte "Strommessung" vorliegt (das LOG zeigt es ja), sollte bei halbwegs richtiger Integration kein Ergebnis von etwa 0 rauskommen.


    Gruß,
    Dirk
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  9. #24
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    Zur Doku, hier noch die per Telemetrie ausgewiesene Kapazitätsentnahme und die direkt danach mit einem
    P3 nachgeladene Kapazität.

    Entnommen: 1413 mAh
    Nachgeladen: 1403 mAh

    Abweichung < 1%.


    Gruß,
    Dirk
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  10. #25
    User Avatar von Holger Lambertus
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    Der 16Bit AD benötigt 16x so lange als der baugleiche 12Bit Kollege (SamplingRate vs. Auflösung)

    Ein Blick mit dem Ossszi auf die Leitung am Akku verrät dann noch so ein paar andere Dinge, warum das leider soooo einfach mal eben nicht so fix nicht so dolle is. Üblicherweise nimmt man viele Werte auf, und mittelt dann, oder man "speichert" seinen Messwert mit einem C hinter einem R, der dann aber immer träge hinterhinkt. Aber, irgendwas ist ja immer (auch Samplingrate).
    Gruß Holger
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  11. #26
    User Avatar von lastdownxxl
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    Hallo,

    ohne Kenntnis der Strommessschaltung und dem Code etc. ist alles nur Rätselraten.

    Ich hab mir vor 9 Jahren bei meiner eigenen Telemetrie aufbauend auf dem FrSky Telemetrie Protokoll (D8 Empfänger, DFT HF-Modul),
    eine Messung vom Motorstrom gebaut. Der Sensor ist ein ACS758, 100A Hallsensor. Da hab ich eine Genauigkeit der entnommenen
    Kapazität im Bereich von 3% erreicht.

    Gruss
    Micha
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