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Thema: Holztragfläche tw. mit Harz härten/"Einlassen" ?

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  1. #1
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    Standard Holztragfläche tw. mit Harz härten/"Einlassen" ?

    Hallo - ich möchte bei meinem Nordkap 3.0 (3m Segler, klasssisch), auf den noch unbehandelten Holzttragflächen (Pappelfurnier auf Stryokern) jeweils oben auf dem Flügel ganz aussen einen Streifen von ca. 2cm dünn mit Harz (R&G Harz/Härter L) "streichen", um dort eine Oberfläche für die Tesaverklebung zur Rumpfschulter herzustellen. Auf dem Holz, auch lackiert, wird das nicht dauerhaft durchhalten.

    Es muss nicht perfekt glatt werden, es soll jedoch eine dünne, möglichst glatte Harzoberfläche ergeben. Es soll nicht tropfenförmig zusammenlaufen, also gut benetzen und dann möglichst gleichmässig aushärten. Wie ein dicker Film. Vermutlich tut etwas Thixotropiermittel gut, so dass es schon "steht", aber noch glatt verläuft.

    Einfach drauflos? Vielleicht kann mir hier wer Tips geben, was ich beachten muss. Manchmal macht ja ein Fehlschritt alles zunichte.

    Gruss Markus

    Und nein... ich will keine Multilocks.....
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  2. #2
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    hallo Markus,

    wie soll denn die restliche Holzoberfläche behandelt werden? Wenn nur getönte Lasur oder Beizen/Klarlack, muss das vorher erfolgt sein, denn in eine Harzbeschichtung (oder auch Leim) dringt das nicht richtig ein und gibt dann ungleichmäßige Flecken.

    Laminierharz kannst Du noch etwas verdünnen (z.B. Methanol), dann verläuft es besser und dringt dann auch etwas tiefer in die Holzporen ein. Weit kann das nicht sein, weil sonst hättest Du ja an der Furnieroberfläche jetzt schon das durchgesogene Harz. Alles zwischen dem Harz auf der Innenseite zum Styro hin und dem Harz auf der Oberseite muss das Holz selbst zusammen halten, sonst kannst Du den Tesa mitsamt den Fasern wieder abziehen.

    Bei meinen Reparaturen hab ich in manchmal noch ein Stück PE Folie über das Harz gezogen, das gibt glattere Oberflächen.
    Alternative wäre hinterher Schleifen (und vor dem Laminieren neben dem Streifen mit Tesa abkleben, das auch zum nass schleifen noch drauf bleiben kann).

    Grüße Stefan
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  3. #3
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    Hallo Markus,

    Thixotropiermittel ist keine gute Idee, da ja ein lackähnlicher Verlauf erwünscht ist. Ich hatte das selbst einmal bei einem Asgard (der ja vom Aufbau identisch ist) der Küstenflieger ausprobiert und dazu Epoxydharz HT 2 + Härter HT 2 (Mischviskosität ≤ 450 mPa·s) von R&G verwendet. Mit Epoxdharz L + Härter L bist Du da ne ganze Ecke drüber, sodass es vielleicht sinnvoll ist, es graduell mit Spiritus zu verdünnen. Mach mal vorab Verlaufsversuche mit 10 und 25 % Zugabe.

    Begrenze die Stelle mittels Klebeband (20 mm reichen ja locker), trag dann das Harz mit einem Pinsel auf, lass es in das Holz einziehen und nimm dann den Überschuss mit einem sauberen Baumwolllappen wieder auf. Im Nachhinein Epoxy zu schleifen, ist nur mit sehr großem Aufwand und guten Schleifmitteln wirklich sinnvoll möglich.


    Edit: 2 Stefans, 1 Gedanke (fast). Hatte den Post bereits vor 2 Stunden peu á peu vorbereitet und nicht mehr nachgeschaut.
    Viele Grüße,
    Stefan


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  4. #4
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    Euch beiden tausend Dank! Ja so mache ich es, ich mische mir mit steigender Menge Alkohol ab 10% das Harz an, streiche testmässig aus, beobachte das nen Moment und verdünne gggf. weiter oder streiche eben die Flügelwurzeln, oben, wenns passt. Das ganze wird vorher auf 2cm Breite gut abgeklebt, gut angerieben. Überschuss wird entfernt, so lange es noch gut fliesst (erste halbe Stunde). In der Endphase der Gelierung ziehe ich die Abklebung sorgfältig ab.

    Der Flügel wird komplett mit Parkettlack, matt gerollt. Man wird den Übergang zum Harzstreifen etwas sehen, ist mir aber egal - es wird schön, jede Wette. Danach werden oben Randbogendesigns in rot und unten schwarze Blöcke auflackiert (Dose). So soll es sein, bis jetzt..

    Merci dafür Gruss Markus
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  5. #5
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    Hmm

    Ist Parkettlack nicht schon hart genug ? und Harz darum überflüssig ?

    Gruß Aloys.
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  6. #6
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    Hi Aloys - ich habe Befürchtungen, das ich mit dem Tesa auf Dauer den Parkettlack schuppenwiese abziehe. Harz dürfte deutlich zäher, beständiger sein. Klar nur Parkettlack wäre am einafchsten und schönsten, aber zigmal Tesa rauf und runter...
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  7. #7
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    Servus Markus,
    der Flügel meines Nordkap ist nur mit Parkettlack beschichtet und zusätzlich an der Flächenwurzel mit Klebeband einmal rum um den Flügel gesichert. Darauf kommt dann die Flächensicherung mittels Tesa - hat sich bewährt, da geht nichts ab.
    Gruß Georg
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  8. #8
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    Hi - zu spät habe es eben fertigestellt: ca. 20% Isoprop zugesetzt, gut abgeklebt, und mit nem feinen Borstenpinsel in Längsrichtung "aufgezogen". Der Film hat sich wunderbar geglättet (spiegelt) und nach ca. 30 min hab ich das Klebeband vertikal abgezogen. Danach auf die Heizung bei ca. 50° C. So sind auch die Ränder zur Abklebung hin noch glatt verlaufen. Die Grenze ist schön scharf geworden, alles Gut

    Georg das geht sicher auch, nur mit nem Tesaring um die Wurzel. Ich hatte da aber schon Fälle wo sich das mit der Zeit doch leicht abgelöst und "abgewohnt" hat. Nun habe ich praktisch an der Stelle nen GFK Flügel, das bleibt auch optisch schöner, finde ich.

    Gruss Markus
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  9. #9
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    ...leider hat sich die Oberfläche doch noch tw. zusammengezogen beim polymerisieren. Sieht aus der Nähe etwas uneben aus. Der Zweck, harte glatte Oberfläche für Tesa Haftung ist jedoch gegeben.

    Wie hätte man das "tw. Zusammenlaufen" verhindern können, für eine wirklich spiegelglatte Oberfläche ?
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  10. #10
    User Avatar von Nevermeggs
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    ... weniger Alkohol, denn das zugemischt Alkoholvolumen verdunstet...zusätzlich zu dem schon im Harz befindlichen Verdünner.
    Harz ohne Zumischung zum spiegelnden Verlauf zu bringen mache ich vorsichtig mit Zugabe von Wärme (50-70C Oberflächentemperatur) ... dem Haarfön.
    Lieber Gruß aus Graz
    Volker
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  11. #11
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    Zitat Zitat von Nevermeggs Beitrag anzeigen
    ... weniger Alkohol, denn das zugemischt Alkoholvolumen verdunstet...zusätzlich zu dem schon im Harz befindlichen Verdünner.
    Die Reaktivverdünner (in diesem Fall 1,6-Hexandioldiglycidylether), sind, wie der Name suggeriert: reaktiv, vernetzen also vollständig. Das ist auch der Grund, warum die meisten Epoxydharze als lösungsmittelfrei bezeichnet werden. Epoxydharze für strukturelle Anwendungen unterliegen allerdings ganz anderen Anforderungen wie solche für Beschichtungen, sodass es bei ungünstigen Härtungsbedingungen durchaus zu Problemem kommen kann. Heutzutage sind EP-Beschichtungssysteme meist mit wasseremulgierbaren Härtern ausgestattet, sodass hierbei Wasser als Lösungsmittel verwendet werden kann.

    Hier ein Beitrag über gängige Härtungsstörungen bei EP-Systemen: https://www.pcimag.com/articles/8546...ctive-coatings
    Viele Grüße,
    Stefan


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  12. #12
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    Evtl. schleife ich es nochmals leicht an und probiere Harz mit Thixo und gleich etwas Wärme, so dass es ebener wird. Also so wie Volker vorschlägt.

    Mit 5 min Harz kann man so zB wunderbar "Harzfilme" zB auf Foamiebäuche aufziehen, die werden spiegelglatt. Da kommt einem die schnelle Härtung entgegen.

    Ist aber alles gut, Tesa wird bei mir halten - darum gings primär.
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