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Thema: Beilackieren: Erfordert das eine spezielle Verdünnung?

  1. #1
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    Frage Beilackieren: Erfordert das eine spezielle Verdünnung?

    Hallo,

    da ich beim Alpinfliegen ein paar Kampfspuren an der Rumpfunterseite und einen kleinen Riss am Haubenausschnitt reparieren möchte an meinem 2k-lackierten Ventus-Rumpf, würde ich die Schadenstelle nur beilackieren, da sie recht nahe beieinanderliegen.
    Die Originalfarbe hab ich noch. Der eigentliche Trick beim Beilackieren ist ja, dass man nach dem eigentlichen Lackieren die Übergangsstellen mit Beilackierverdünnung benebelt um die Übergänge zu glätten.

    Ist das wirklich eine spezielle, auf lacksystem abgestimmte Verdünnung oder reicht hier auch "normale" Verdünnung, mit der auch der 2k-Lack verdünnt wird.
    Wie macht ihr das mit den freien Stellen und dem Farbnebel? Alles eng abkleben und nur im Bereich des Überganges offen lassen oder weiträumiger und ggf. den Farbnebel später wegpolieren?

    Gruß
    Onki
    Gruß aus dem Nordschwarzwald
    Rainer aka Onki
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  2. #2
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    Hallo,

    vorab: ich kann nicht lackieren, ich versuche es nur immer wieder!

    Ich mache das mit den Übergängen immer wie folgt:
    - den Übergang möglichst so legen, dass die Kante nur eine kurze Länge bekommt und im "guten" Bereich liegt
    - an der Kante breites Tesa Krepp an der Kante zum zu lackierenden Bereich hochstellen, so das beim Lackieren ein ca. 1cm breiter Übergang entsteht, der wird natürlich rauh
    - diesen Übergang mit 4.000 Schleifleinenpapier/Schleiffließ ud Polierpaste bearbeiten ( ich kaufe meien schlfieittel da: https://www.feinewerkzeuge.de/micromesh.html)

    Gruß
    Hans
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  3. #3
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    Zitat Zitat von Hans Rupp Beitrag anzeigen
    vorab: ich kann nicht lackieren, ich versuche es nur immer wieder!
    Hallo Hans,

    prima - dann sind wir schon zu zweit :-).
    Das Abkleben mit etwas abstehendem Band hab ich auch schon als Hilfe gehört, um abrupte Übergänge (Glatt - Sprühnebel) zu vermeiden.

    Bleibt noch die Frage mit der Beispritzverdünnung.

    Gruß
    Onki
    Gruß aus dem Nordschwarzwald
    Rainer aka Onki
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  4. #4
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    Hallo,

    ich habe das bisher nur in Verbindung mit Klarlack akls letzte Deckschicht gehört. Mache ich im Modellbau bisher nicht (igitt , was das wiegt).

    Am KFZ meiner Frau das ein paar Kampfspuren Aufweis (eine davon bezeugte meinen verloren Kampf, beim Ausfahren aus einem fast zugeparkter Doppelparker auf einem engen Hinterhof...) habe ich das gemacht, aber genauso so gearbeitet wie beschrieben, also ohne mit Verdünnung nachzunebeln. Da ist nur bei genauem Hinsehen ein kleiner Farbunterschied zu sehen, wer es nicht weiß sieht es aus 1m Entfernung nicht (Melbourne red metallic mit Sprühdosen von 123Lack Stoßstange am Eck vorne bis zu den Kühleinlässen, Scheinwerfer).

    Hans
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  5. #5
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    Hallo ihr zwei
    Beispritzen ist kein problem.
    Ich gehe immer wie folgt vor;
    Großzügig mit 2000der nass schleifen, 50-80mm über die schadstelle hinaus.
    Abkleben mit einer Luftkannte. ( Abklebeband umschlagen,
    danach innerhalb der Schleiffläche abkleben, sodas die klebekante nicht aufliegt)
    Zuerst wird nur die schadstelle lackiert.
    Dem Lack habe ich aber jetzt schon etwas Beispritzverdünnung beigemischt.
    Jetzt gebe ich nochmal etwas Beispritzverdünnung zu und jetzt lackiere ich dünn bis in den bereich,
    den ich mit 2000der geschliffen habe. Nicht im ungeschliffenem bereich lackieren!
    Wichtig ist jetzt nur das der Lack gut aushärtet bevor geschliffen und poliert wird.
    Beispritzverdünnung, Lacke, Schleifpapier usw kaufe ich hier
    https://autolackcenter.de/avo-autola...rduennung.html
    Gruß hermann
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  6. #6
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    Standard Beispritzverdünnung

    Zur Ausgangsfrage: Beispritzverdünnung ist ein ganz anderes Zeug als die normaler Verdünnung des Farbsystems. Beispritzverdünnung löst sogar ausgehärteten 2K-Lack an (auch Lacklöser genannt), was die Systemverdünnung natürlich nicht kann. Es geht nicht um eine besondere Verdünnung des Lacks, sondern um das Aufweichen des Altlacks, damit der neue Lack dort "einsinken" kann. Das macht vor allem bei Klarlack Sinn. Bei Farblacken hat man nach dem Schleifen und dem Polieren des Übergangs nach meiner Erfahrung keinen echten Vorteil gegenüber dem Arbeiten ohne Beispritzverdünner. Den Übergang wird man immer bei ganz genauem Hinsehen als Farbveränderung im Lack erkennen, selbst wenn man aus der selben Lackbüchse am nächsten Tag schon beispritzt.

    Alles andere ist schon oben gut erklärt.
    --- Kessler-Modellbau.de --- Balsa für die Seele ---
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  7. #7
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    Hallo,

    könnte man also etwas verallgemeinert sagen, dass die Anwendung einer Beispritzverdünnung bei einem Einschickt-Lacksystem nur begrenzt Sinn macht?

    Gruß und ein schönes WE

    Onki
    Gruß aus dem Nordschwarzwald
    Rainer aka Onki
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  8. #8
    User Avatar von ingos
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    Zitat Zitat von Hermann Beitrag anzeigen
    Großzügig mit 2000der nass schleifen, 50-80mm über die schadstelle hinaus.
    Abkleben mit einer Luftkannte. ( Abklebeband umschlagen,
    danach innerhalb der Schleiffläche abkleben, sodas die klebekante nicht aufliegt)
    Zuerst wird nur die schadstelle lackiert.
    Gruß hermann
    Hallo Onki,

    ich lackiere alles ohne irgendeiner Verdünnung …
    Wie Herrmann bereits geschrieben hat, gehe ich so vor wie zitiert. Sobald die Schadstelle ausreichend
    Farbe hat, wird in den Randbereich eingenebelt und wenn möglich das Klebeband nach dem finalen
    Lackieren abgezogen.
    Den Lack lasse ich mindestens zwei Tage trocken um dann mit Schleifpaste den Farbnebel zu entfernen. Danach nochmals
    mit 2000er Nasspapier leicht schleifen und im Anschluss mit Polierpaste auf Hochglanz polieren.
    Da braucht es keine Extraverdünnung und dergleichen. Alles nur eine Erfindung um dir das Geld aus der Tasche zu ziehen

    Grüße
    Ingo
    Thermik ist, wenn große Flieger ganz klein werden ... Reparturen und Bau-Service günstig und zuverlässig; bei Bedarf einfach PN
    http://ingos-modellbau.de, http://www.mff-metzingen.de,
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  9. #9
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    Hallo
    Wer Lack aus der Sprühdose verabeitet braucht tatsächlich keine Beispritzverdünnung.
    bei 2K-Akryl brauchts schon mehr um die Oberfläche anzulösen.
    Das problem ist, das wenn sich der neue Lack nicht richtig mit dem alten Lack verbindet,
    der Lack beim Polieren ausreisst.
    Ps.
    Ich habe 6Jahre in einer großen Lackierei als Lackfinisher gearbeitet, und habe auch
    selber Beilackierungen gemacht.
    Gruß Hermann
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  10. #10
    User Avatar von ingos
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    Zitat Zitat von Hermann Beitrag anzeigen
    Hallo
    Wer Lack aus der Sprühdose verabeitet braucht tatsächlich keine Beispritzverdünnung.
    bei 2K-Akryl brauchts schon mehr um die Oberfläche anzulösen.
    Das problem ist, das wenn sich der neue Lack nicht richtig mit dem alten Lack verbindet,
    der Lack beim Polieren ausreisst.
    Ps.
    Ich habe 6Jahre in einer großen Lackierei als Lackfinisher gearbeitet, und habe auch
    selber Beilackierungen gemacht.
    Gruß Hermann

    … habe ich auch schon erfolgreich bei
    2K-Akryllack umgesetzt

    Grüße
    Ingo
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  11. #11
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    Hallo,

    ich lackiere nicht aus der Dose. Als Pistole nutze ich eine miniJet sowie das Acritop Lacksystem von Lechler zur vollsten Zufriedenheit.
    Am Samstag hab ich den Rumpf beilackiert. Sieht ganz habhaft aus, wenn man mal von 2 heftigen Läufern absieht. Die muss ich halt nach dem Aushärten abschleifen.

    Lackieren selber ist eigentlich einfach. Die Schwierigkeit ist die Erfahrung zu bekommen, wann es genug ist und man dem Impuls, nochmal drüber zu blasen, unterdrückt.

    Welches Poliermittel nutzt ihr denn zum Aufpolieren nach dem Schleifen?

    Gruß
    Onki
    Gruß aus dem Nordschwarzwald
    Rainer aka Onki
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  12. #12
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    Hallo Onki
    wenn Du uns schreibst wie du pollieren willst kann ich dir auch eine Empfehlung geben
    Von Hand, oder Maschine?
    Ich selber Poliere zu 99% mit der Maschine.
    Ich verwende nur G3/G4 von Farécla, https://www.amazon.de/Far%C3%A9cla-S...84910934&psc=1
    Auch der Schleifmittelträger hat einfluß beim Polieren
    Pauschal je härter der Schleifmittelträger, desto größer ist der abtrag,
    das gleiche gilt für die Drehzahl oder Handpolieren
    Ich verwende meistens nur G3, bis zum Hochglanz,
    weil die Schleifkörper bei diesem Produkt immer feiner werden.
    Ps.
    Weniger Poliermittel ist mehr!!!
    Gruß Hermann
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  13. #13
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    Hallo,

    Ich muss notgedrungen erst die Läufer abschaben und dann beischleifen. Das wird manuell erfolgen.
    Der Rest dann mit Bohrmaschine und 50mm Schleifteller mit entsprechenden Schleifpads trocken.
    Abschließend dann die Politur auch mit der Maschine und Polierpad.
    Exzenterschleifer hab ich noch keinen, möchte mir aber mittelfristig einen elektrischen zulegen, der auch mit den kleinen Pads zurechtkommt.

    Gruß
    Onki
    Gruß aus dem Nordschwarzwald
    Rainer aka Onki
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  14. #14
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    Hallo Onki
    Wenn ich richtig verstanden habe, willst du mit der Bohrmaschiene beischleifen und Polieren,
    bei dieser vorgehensweise wird die Oberfläche wellig.
    Schleif mit dem klotz bei geraden Flächen, und bei gewölbten Flächen mit 0,8-1mm Flugzeugsperrholz
    wenn das Sperrholz nass ist liegt es schön an der rundung an, und es werden keine stufen geschliffen.
    wenn du keine Poliermaschine hast kannst du auch mit der Hand polieren. Zum handpolieren nehme ich gerne auch Polierschwämme für die Maschine und 150mm durchmesser und verschiedene härten
    Als Poliermittel empfehle ich eine feinere polierpaste wie G4.
    Am anfang mit einem Baumwolltuch oder einem hartem Polierschwamm polieren,
    danach mit einem weichen Polierschwamm auf hochglanz mit schnellen bewegungen und leichtem druck auf hochglanz.
    Wenn du stufenweise 1500/2000/3000/5000der nassschleifst geht das ruckzuck

    gruß Hermann
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