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Thema: Orbis oder AFT - Klapptriebwerke

  1. #1
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    Standard Orbis oder AFT - Klapptriebwerke

    Guten Tag liebes Forum,

    diese Frage gehört vermutlich eher unter "Elektrosegelflug", allerdings bezieht sich die Frage auf Triebwerke, die in erster Linie in großen ScaleModellen verbaut werden. Und eben diese Modelle finden sich eher hier in diesem Forum und so erreiche ich vermutlich eher hier die richtigen Leute.

    Mir geht es nicht darum welches Triebwerk ist besser, leichter, leiser, effizienter, schöner ist.
    Mir geht es speziell um das AFT19 Evo 1.8 (Einblattpropeller 19" (?) und 1.400 Watt) und das "kleine" Orbis 3.0 mit 14,5 Zoll Zweiblattpropeller und 1.900 Watt.

    Welches der genannten Triebwerke hat mehr Schub um zu starten?

    Allein von den Daten auf Papier her fehlen mir die Fähigkeiten das miteinander zu vergleichen. Die Konzepte sind ja recht unterschiedlich (andere Motoren, Propeller, Akkuspannung).
    Vermute eine Einblattpropeller ist effizienter, aber bei gleicher Größe (hier nicht der Fall -> 19" vs. 14,5") weniger Schub.
    Also hätte ein Zweiblattpropeller (bei gleicher Größe und gleicher Drehzahl) mehr Schub, würde aber mehr Strom ziehen (Stromverbrauch ist für mich zweitrangig).

    Hintergrund ist, dass ich beide Triebwerke gebraucht haben könnte und kann die ja schlecht beide in ein Modell einbauen und ein Vergleichsfliegen machen. Da ist der Einbau mit Spanten verkleben, Klappenausschnitten doch zu aufwändig im Vergleich zu herkömmlichen Nasenantrieben.

    Also gibt es jemanden der beide Triebwerke miteinander vergleichen kann?
    Da wir einen relativ kurzen Platz haben wäre natürlich eine kurze Startstrecke besser.
    Wie gesagt Lautstärke und Stromverbrauch etc. sind weniger wichtig.

    Modell wird ein Eigenbau eines Duo Discus in 1:3,5 (in etwa; hat 5,6m Spannweite; Modell ist nicht von mir) und würde mit dem 2 Kilo Triebwerkszusatzgewicht knapp über 15kg haben.


    Fliegergruß
    Joachim
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  2. #2
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    Idee Orbis oder AFT KTW

    Hallo Joachim,

    Als erste Orientierung kannst du dir das hier ja mal durchlesen.

    http://www.rc-network.de/forum/showt...ighlight=Orbis
    Gruesse Christian
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  3. #3
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    Standard

    Hallo Hugenotte,

    Vielen Dank für deine Antwort.
    Ja den Beitrag kannte ich, nur konnte ich daraus nicht erschließen, welches nun das Klapptriebwerk ist, was besser zu einer "kurzen" Startbahn passen würde.
    Sprich welches mehr Leistung in den Flieger bringt.
    Oka Leistung ist klar. Orbis 1.900 Watt und AFT 1.400 Watt, aber anderer Motor, anderer Propeller...
    Da muss die reine elektrische Leistung des Antriebs ja nicht aussagekräftig sein. Wenn ich beim Orbis einen 7 Zoll Propeller mit 4 Zoll Steigung drauf machen würde, ist das gesamte Konzept natürlich deutlich schwächer als das AFT.
    Eventuell unglücklich formuliert.
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  4. #4
    User Avatar von JogDive
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    Ich benötige mit einem 16 Kg wiegenden Ventus 2cxM mit AFT 19 geschätzt ca. 15-20m Rollstrecke bis zum Takeoff. Trotz der jährlichen Inspektionskosten würde ich es allein wegen dem kleinen Rumpfausschnitt und der Effizienz immer wieder wählen.
    Liebe Grüße, David
    Fliegen ist doof, teuer und gefährlich. <<<Das war keine Landung, es hörte einfach auf zu fliegen...>>>
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  5. #5
    User Avatar von gringo
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    Man sollte für einen objektiven Vergleich einfach beide Triebwerke
    mindestens eine Saison lang geflogen haben.
    Idealerweise noch ein-zwei weitere.
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  6. #6
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    Zitat Zitat von JogDive Beitrag anzeigen
    Ich benötige mit einem 16 Kg wiegenden Ventus 2cxM mit AFT 19 geschätzt ca. 15-20m Rollstrecke bis zum Takeoff. Trotz der jährlichen Inspektionskosten würde ich es allein wegen dem kleinen Rumpfausschnitt und der Effizienz immer wieder wählen.
    Darf ich fragen welches AFT19?
    Da gibt es ja verschiedene mit verschiedenen Leistungen.

    @Gringo
    Ja das stimmt wohl
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  7. #7
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    Idee Orbis oder AFT KTW

    hallo Joachim,

    ich habe bis dato bereits 2 Orbis KTW im Einsatz gehabt.
    Einmal das große mit 10 S im Horky Arcus 1:3 (18,5 kg) und einmal das 14,5 Zoll mit 9 S in einer ASG 29 1:3 von Paritech (16,5 kg)


    Aktuell habe ich wieder zwei weitere Flieger die ich mit einem Orbis betreiben möchte in Bau.

    Einmal in der großen DG 303 von FW mit rund 23 - 24 kg Abfluggewicht und fast fertig in der DG 808 von FW, Abfluggewicht rund 16,5 kg.


    Denke mal das für dich das Orbis 14,5 Zoll und 9 S völlig ausreichend ist.

    Die ASG 29 war, ohne jegliche Tendenzen auf die Nase zu gehen, nach ein paar Metern vom Boden weg.
    Hier war ich immer sehr erstaunt wie zügig und vor allen Dingen oft ich wieder auf Höhe durchstarten konnte.

    Beide Triebwerksgrößen liefen immer extrem unproblematisch und müssen vor allen Dingen auch nicht extra gewartet werden wie ein AFT.
    Ist für mich schon mal ein NoGO.

    Der Klappenausschnitt des Orbis ist glaube ich nicht wirklich größer als ein AFT. Kann ich aber nicht mit letzter Bestimmtheit sagen.

    Zumal ein AFT, warum auch immer, ein ganzes Stück teurer ist als ein Orbis. Daher stellte sich bis dato auch niemals die Frage nach einem
    anderen klassischen KTW als das Orbis.


    ich betreibe die Orbis KTW`s immer mit YGE Reglern.

    Wenn du hier weitere Fragen los werden möchtest, solltest du vielleicht auch einfach mal den Martin Thoma oder Florian Schambeck anrufen.
    Beide werden dir sicherlich sehr präzise Antworten geben können.

    Am Ende denke ich, hat halt jeder auch seine Vorlieben.
    Gruesse Christian
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  8. #8
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    Zitat Zitat von hugenotte Beitrag anzeigen
    hallo Joachim,

    ich habe bis dato bereits 2 Orbis KTW im Einsatz gehabt.
    Einmal das große mit 10 S im Horky Arcus 1:3 (18,5 kg) und einmal das 14,5 Zoll mit 9 S in einer ASG 29 1:3 von Paritech (16,5 kg)
    ...

    Die ASG 29 war, ohne jegliche Tendenzen auf die Nase zu gehen, nach ein paar Metern vom Boden weg.
    Hier war ich immer sehr erstaunt wie zügig und vor allen Dingen oft ich wieder auf Höhe durchstarten konnte.
    Das klingt ja gut.
    Auf der Seite von Martin Thoma steht ja dass man das 14,5 Zoll in Modellen bis 15 kg nutzen kann. Dann ist die Aussage ja konservativ gewählt um niemanden zu enttäuschen vermute ich.


    Zitat Zitat von hugenotte Beitrag anzeigen
    ...
    Am Ende denke ich, hat halt jeder auch seine Vorlieben.
    Das sowieso...
    Die Geschmäcker sind halt verschieden
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  9. #9
    User Avatar von gringo
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    Man sollte, falls möglich, auch mal die Tonlagen anhören.
    Da gibt es sicherlich auch unterschiedliche Empfindungen,
    vor allem durch den Ein-+ZweiblattBetrieb.
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  10. #10
    User Avatar von JogDive
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    Zitat Zitat von HajoSch Beitrag anzeigen
    Darf ich fragen welches AFT19?
    Da gibt es ja verschiedene mit verschiedenen Leistungen.
    Ich habe das AFT 19X Turbo der ersten Generation. Dies sollte dem heutigen T1.8 entsprechen, kläre das aber bitte mit Florian Schambeck im Detail. Für meinen Ventus passt das von der Leistung her einfach perfekt, die Beschleunigung am Boden ist mehr als ausreichend wie auch der Steigflug.

    Fairerweise muss ich gestehen, mich nie mit dem Orbis befasst zu haben. Laut der Homepage ist der Rumpfausschnitt sogar noch kleiner verglichen zum AFT. Christian ist ein sehr versierter Kollege und schätze seine Expertise sehr, daher wirst Du mit dem Orbis auch nichts falsch machen so wie er schreibt. Das einzige mechanische Problem des 19er AFT ist eine mögliche Weitung der CFK-Kulisse. Dies lässt sich allerdings sehr einfach durch Beilegen (0,5mm für den Anfang) der hinteren Spantverschraubung beheben, sollte das Zahnrad rausrutschen.

    Ich persönlich finde den Sound vom AFT abgefahren. Kernig beschreibt es wohl ganz gut und erinnert etwas an die großen Vorbilder
    Liebe Grüße, David
    Fliegen ist doof, teuer und gefährlich. <<<Das war keine Landung, es hörte einfach auf zu fliegen...>>>
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  11. #11
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    Cool Orbis oder AFT KTW

    Hallo David,

    Danke dir für das Lob, jedoch muss ich das an meinen Fliegerkumpel Ingo Seibert weiter geben.

    Alles was ich darüber mittlerweile weiß, hat er mir hierzu beigebracht.

    Er hatte mich damals mit seiner langjährigen Erfahrung dazu ermutigt, mangels Schleppermöglichkeit bei uns im Verein
    und entsprechend Größer werdender Fliegern die ich irgendwie selbständig in die Luft bringen wollte, mal über KTWˋs nachzudenken.

    Ist ja erstmal schon ein Riesensprung eine solche Technik in einem Modellsegler zu verbauen und dann damit zu starten.

    So habe ich mich dann unter Anleitung von Ingo auf das Experiment eingelassen, ... naja war einigermaßen erfolgreich 😎😎 und es
    Macht einfach Spaß Mit solchen Seglern zu fliegen.

    Alternativ je nach Modell und Effektivität verwende ich heute auch mal gerne einen Jetimpeller oder einen Torcman als Antrieb.

    Grüße Christian
    Gruesse Christian
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  12. #12
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    Für eine kurze Startstrecke ist nicht nur eine hohe Leistung des KTW nötig.
    Man muss diese auch auf den Boden bringen ohne das das Modell auf die Nase geht.
    Daher sollte man auf alle Fälle ein Fahrwerk mit einer zusätzlichen nach vorne versetzten Startstellung einsetzen.
    Das Hybridfahrwerk von WEMO ist meiner Meinung nach dafür das Beste was man bekommen kann.

    Gruss Hartmut
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  13. #13
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    Hallo Joachim,
    und das die Sache mit den 3-Positionen Fahrwerken Sinn macht kann man hier bei den Big Glider Meeting 2020 Videos schön sehen.
    Eigendlich eher ein "worst case scenario" für KTW/AFT Modellsegler...Bergauf auf gemähter Feldwiese, weit weg von gepflegten Modellflugplatz.
    Auch die Robustheit der ORBIS Triebwerke wird hier auf die Probe gestellt.



    Gruß Michael
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  14. #14
    User Avatar von JogDive
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    Danke Michael für Dein Video. Wie der Threadstarter nun gut sieht, ist die Position des Fahrwerks, mit welchem System auch immer, ganz essenziell. Bei meinem Vogel hat man seitens des Herstellers das Glück des relativ weit vorn sitzenden Rads. Ich rolle dennoch voll gezogen an und lasse mit steigender Geschwindigkeit nach, zumal das AFT elektronisch beim Anrollen auch nur zu ca. 80% den Regler öffnet und die 100% Regleröffnung erst nach ein paar Sekunden Laufzeit erreicht. Diese Sequenz wird vollautomatisch von der AFT-Steuerung übernommen. Im Steigflug muss man immer ein Quentchen gezogen halten, aber dies ist wohl bei jedem System gleich.

    Hier mal einen Start mit AFT (habe den baugleichen Ventus):
    Liebe Grüße, David
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  15. #15
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    Tag.

    Wenn ich schon erwähnt werde (Christian, übertreib nicht immer so furchtbar ...):

    Die Debatte bezüglich Fahrwerk führt etwas am Thema vorbei. Deswegen nur soviel: ich habe noch nie ein Fahrwerk extra weit nach vorne setzen müssen oder ein spezielles FW eingesetzt. Die Einsitzer wie ASH-31 und Konsorten sind per se nicht sonderlich anfällig für Nasenbohrerei und bei den DoSi ist es eben so. Deswegen haben die Originale auch ein Bugrad . Wenn schon scale, warum nicht auch beim Start? Stattdessen werden da die tollsten, teuersten und gewichtigsten Klimmzüge unternommen. Nun ja, ist vielleicht auch die technische Spielerei?!
    Da das Orbis zudem unbegrenzt teillastfest ist, kann man auch einfach etwas langsamer Gas geben, dann geht die Fuhre noch weniger auf die Nase. Apropos: bei meiner 31 musste ich einfach nur voll ziehen, Vollgas geben und warten, bis sie abhebt. Völlig easy.

    Bezüglich Vergleich, Standschub usw: Ich glaube, da gibt es nicht DEN Unterschied, der kriegsentscheidend wäre. Wichtig ist einfach die zur Verfügung stehende Leistung und wie schnell diese anliegen kann. Das ist kein Unterschied zu anderen Antrieben. 1400W zu 1900W ist eben ziemlich genau 25% Unterschied - das wiegt beim Propellerantrieb kein noch so guter Wirkungsgrad auf.

    Der Rest ist meiner Meinung nach Glaubens-, Geschmacks- und Ansichtssache. Ich kenne in meinem Bekanntenkreis allerdings niemanden, der vom Orbis wieder auf was anderes zurückgewechselt hätte. Andersrum schon.
    Gruß

    Ingo

    Libenter homines id quod volunt credunt
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