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Thema: Antik-Ente "Leipziger Flügel"

  1. #1
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    Standard Antik-Ente "Leipziger Flügel"

    Hallo zusammen,
    Auf der Faszination Modellbau in Sinsheim erstand ich dieses Jahr den Bauplan einer wunderschönen Antik-Ente namens Leipziger Flügel. Die Originalspannweite des Freiflugmodells liegt bei ca. 2m. Ich überlege noch ob ich diesen Segler als RC-Variante mit 4m SW bauen soll. Dazu gibt es aber noch einige Zweifel aus der Welt zu schaffen, vielleicht kann mir jemand dabei helfen .
    Am Nachbaumaßstab gibts nix zu feilen. Durch die Verdopplung der Größe spare ich nicht nur Rechenarbeit, ich kann darüber hinaus billiges 3mm PappelSPH ausm Baumarkt verwenden, wo es auch die passenden Kiefernleisten gibt.
    Fragezeichen sehe ich aber noch in Bezug auf die Ruder. Das Freiflugmodell besitzt nur aufsteckbare, wingletähnliche Seitenruder im äußeren Bereich der Tragflächen. Können diese ein ausreichende Wirkung entfalten
    Sollte ich lieber Querruder einsetzen Wie ist deren Wirkung bei der extremen V-Form zu erwarten Die Tragflächen besitzen im äußeren Bereich eine negative V-Form: Was würden Querruder an dieser Stelle ausrichten
    Ich glaube die Canards werden ihre Funktion als Pendelhöhenruder gut erfüllen.
    Bitte erschreckt nicht vor der Flut an Fragen, es müssen ja nicht alle auf einmal beantwortet werden.
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  2. #2
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    Standard

    Eine Frage noch, auch wenn sie evtl. blöd ist: Zur Verdeutlichung würde ich euch gerne Bilder vom Plan anbieten, die haben aber etwa 1MB erlaubt sind aber nur 200 K. Wie kann ich die Bilder "zerkleinern"
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  3. #3
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    Hi Tim, Bilder wären sicher nicht schlecht, ich kenne die Ente jedenfalls nicht. Verkleiner tue ich die Bilder mit "easy thumbnail", gibt es kostenlos im Netz und geht recht schnell!

    Gruß,
    Christian
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  4. #4
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    Zwinkern Bild komprimieren

    Bild Mit einem Bildbearbeitungsprogramm laden und als JPG-Datei mit Komprimierung wieder speichern (am besten unter einem neuen Namen).
    Üblicherweise kommt dann so etwas um die 100k bei raus.
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  5. #5
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    Easy thumbnail klappt super, danke. Hier sollten jetzt versprochenen Bilder erscheinen.
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  6. #6
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    Sind aber keine Bilder zu sehen - schick mir die orginalen einfach mal, dann setzt ich sie rein
    rjm
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  7. #7
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    Standard Neuer Versuch

    Nachdem ich alle Varianten ausprobierte die nicht zum Erfolg führen muss es ja jetzt mal klappen:
    Name:  tn_0024.JPG
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Größe:  91,0 KB Name:  tn_0025.JPG
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Größe:  110,5 KB
    Geändert von Eckart Müller (01.11.2007 um 08:15 Uhr) Grund: Bildgröße angepasst.
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  8. #8
    User Avatar von Patrick Kuban
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    Hallo Tim,

    Zitat Zitat von Tim Kleinschmidt
    ich kann darüber hinaus billiges 3mm PappelSPH ausm Baumarkt verwenden, wo es auch die passenden Kiefernleisten gibt.
    Das Pappelsperrholz gibt's auch beim Holzhändler, idR eher billiger als bei Praktiker&Co. Für die Kiefernleisten gilt, daß Du sie Dir genau anschauen solltest: gleichmäßig, astfrei und feinjährig sind für Weihnachtsgestecke nicht zwingend notwendig. Für einen Holm sieht das anders aus.

    Das Freiflugmodell besitzt nur aufsteckbare, wingletähnliche Seitenruder im äußeren Bereich der Tragflächen. Können diese ein ausreichende Wirkung entfalten
    Als Seitenruder oder als festes SLW? In letzter Funktion ist es in etwa gleichwertig, als Seitenruder solltest Du sie differenziert anlenken: das kurveninnere bekommt den Ausschlag, das äußere nicht bzw. nur unwesentlich. Das funktioniert dann eher als Bremsklappe, aber ist letztlich ja egal, wenn der Flieger nur um seine Hochachse herumkommt. Das wird nicht nur bei Modellnuris so praktiziert, das haben schon die Horten-Brüder bei ihren seitenflächenfreien Fliegern so gemacht.

    Die Tragflächen besitzen im äußeren Bereich eine negative V-Form: Was würden Querruder an dieser Stelle ausrichten
    Du willst nach "Stromberg" und "Michael Schönherr" gugln, das beantwortet Dir nämlich alle Fragen, auch die, von denen Du noch gar nichts weißt. Es dürfte auch in diesem Forum genug dazu stehen, allerdings unter Nurflügel. Und die Seitenruder erspart es Dir gleich mit, aber leider auch die Möglichkeit, mit einer Anlage, die das kann, beide gleichzeitig als Landehilfe rauszustellen. Wenn der Segler so gute Flugleistungen zeigen sollte ;-)

    HTH

    servus,
    Patrick
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  9. #9
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    Hallo Tim,
    den Canard als Pendelruder zu gestalten ist keine gute Lösung, da die Einstellwinkeldifferenz stets geändert wird. Die EWD richtet sich bei einer Ente u.a. auch nach der richtigen Profilpaarung von Canard und Hauptlügel. Kann mit einem Exelprogramm wie ENTEX nachgerechnet werden.Querruder auf dem kurzen äusseren Teil müssten grosse Ausschläge machen, um Wirkung zu erzielen. Besser wäre ein Teil des Hecks als Seitenruder zu gestalten.

    Gruß
    Reinhard
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  10. #10
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    Danke Patrick, danke Reinhard,
    ich habe schon gar nicht mehr mit einer Antwort gerechnet, und dann kommt ihr zwei um die Ecke
    Mit dem Baumarktholz habe ich mittlerweile abgeschlossen, der Holzhändler ist in der Tat nicht nur billiger, sondern bietet auch noch bessere Qualität.
    Ich habe mich in meinem Beitrag leider falsch ausgedrückt: Ich wollte ursprünglich den verlängerten Rumpf als SLW nutzen, auf die Idee mit den differenziert angelenkten Winglets bin ich selbst noch gar nicht gekommen (ihr kennt die Geschichte mit dem Wald und den Bäumen...).

    Auf Querruder werde ich unter diesen Umständen verzichten, ich konnte mich mit dem Gedanken eh nicht anfreunden.

    Was den Kopfflügel angeht: Wo liegt das Problem mit der sich ändernden EWD, bei normalen Seglern klappts doch auch. Das ein PendelHLW so exakt und spielfrei wie möglich sein muss ist klar, das umzusetzen ist aber kein Problem für mich.
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  11. #11
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    Standard Kein Pendelruder!

    Hallo Tim,

    wie Reinhard schon erwähnte, ist bei einer Ente die Profilierung des HLW sehr wichtig. Diese muß zum Flügelprofil passen, und zwar gerade dann, wenn du "ziehst", also vorne mehr Auftrieb brauchst. Ein Canard ist sehr hoch belastet, was von einem Pendelruder nicht so gut erledigt wird, wie von einem Klappenprofil. Außerdem muß beim Überziehen die Strömung am Canard schon abreißen, bevor sie am Flügel abreißt. Das geschieht eben durch die passende Auswahl von beiden Profilen, und dem Abstimmen der EWD zum Arbeitspunkt.
    Mit Enten hat sich Dieter Schall intensiv beschäftigt, und in seinem Buch auch eine einfache graphische Methode vorgestellt, mit der die verschiedensten Enten ausgelegt werden können. Such mal hier nach seinem Namen.
    Viel Erfolg mit deiner Ente.

    Grüße
    Klaus.
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  12. #12
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    Standard Profilauswahl und EWD

    Hallo Tim,

    habe mal schnell in Dieters Buch "Berechnung, Entwicklung und Bau von Entenflugzeugen" gestöbert. (Eigenverlag Dieter Schall, aus dem Jahr 1990).
    Ohne groß auf die Grundriß-Geometrie einzugehen, und ohne die Auslegungsgraphiken abzuarbeiten, ergeben sich folgende Eckwerte:
    -Hauptflügel Eppler 201
    -Entenflügel Clark Y
    -EWD 4°

    Dies ist eine einfache Grundannahme, ohne Anspruch auf Höchstleistung, aber mit bestimmt besseren Ergebnissen, als "irgendein" Pendelruder zu verwenden.
    Inzwischen gibt es modernere Profile, aber der Gewinn ist nicht so groß. Wichtiger ist hier die passende Kombination der beiden Profile und die EWD, und die ist ja nun gegeben.

    Es sind noch viele Möglichkeiten in Dieters Buch beschrieben, und bei der 4-Meter Variante ist es bestimmt sinnvoll, diese auszureizen. Auf die QR im Bereich der hängenden Flügel würde ich bei dieser Größe auf keinen Fall verzichten, da sie sehr gut wirken werden. Das Seitenruder ist weniger effektiv, die differenzierten Seitenruder am Flügel schon eher.

    Viel Spaß!
    Klaus.
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  13. #13
    User Avatar von Patrick Kuban
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    Hallo Tim,

    Zitat Zitat von Klaus Jakob
    [..]
    -Entenflügel Clark Y
    BTW: Clark Y ist nicht das, was GR jahrelang bei Topsy, Kadett, Amateur usw. hatte. Das läuft unter "Denzin" oder auch "Spica". Diese beiden Profile unterscheiden sich vor allem im Abreißverhalten, und das des Denzins willst Du am Entenflügel nicht haben.

    servus,
    Patrick
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  14. #14
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    Vielen Dank für die Hilfe,
    Ich werde die Pendelruderidee stornieren.
    Als Profil käme übrigens in "meiner" Ente lt. Plan ein Göttingen 619 zum Einsatz.
    Sorry dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Den Grund dazu werde ich in einem Extrafred im Experimentalmodellbau demnächst vorstellen.

    Gruß, Tim
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  15. #15
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    Standard Profile müssen zueinander passen

    Hallo Tim,

    mein eindringlicher Rat: arbeite dich ein bisschen in die Materie ein. Die Profile von Entenflügel und Hauptflügel müssen in ihrem Abreißverhalten genau zueinander passen, ebenso die Hysterese beim Abreißen und Wiederanlegen der Strömung, sowie die dazu passende EWD. Da kann man einiges falsch machen, und es wurde auch viel falsch gemacht. Die Rippen mußt du ja sowieso herstellen, warum also nicht gleich mit der richtigen Profilkombination?
    Das Flügelprofil darf nie ohne dem Entenflügel betrachtet werden, und umgekehrt. Es ist nicht wie beim konventionellen Leitwerkler, du hast eine Ente, die vorne einen FLÜGEL mit einem sehr hohen Auftrieb benötigt, der aber auf der anderen Seite abreißen muß, bevor der Hauptflügel abreißt. Zusätzlich darf vorne die Strömung auch nicht ZU früh abreißen, sonst nickt die Ente beim Fliegen, und die Leistung ist futsch. An Hangfliegen mit so einem schlecht ausgelegten Canard kannst du dann nicht mal mehr denken.
    Dieter: WO BIST DU?
    Bedenke: dein Plan stellt eine Freiflugente dar, du aber willst sie ferngesteuert fliegen, d.h. die Anstellwinkel werden sich ändern, der Geschwindigkeitsbereich entsprechend auch. Und somit brauchst du andere Profile als das Original im Plan. Nicht nur wegen der besseren Leistung, sondern auch weil die Flugeigenschaften besser werden.

    Grüße
    Klaus.
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