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Thema: Modell ganz aus Metall, geht das?

  1. #46
    User Avatar von Patrick Kuban
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    Hallo,

    Zitat Zitat von Huffa Beitrag anzeigen
    Sie wird zur Benutzung in den Schraubstock gespannt und wenn man sie nicht braucht, passt sie gut unter die Werkbank
    http://www.tbs-aachen.de/Abkantbaenk...i272_21919.htm
    [..]
    Für Deine Zwecke (Erstellen von Radien etc.?) müsstest Du sie vielleicht etwas modifizieren.
    Ich fand sie eher pillepalle, hatte sie mir trotzdem für irgendwo um 130.- DM bei Dinosaurier-Werkzeuge auf dem Ulmer Veteranenmarkt geholt. Damit kann man dann Batteriekästen, Sitzbankhaltebleche, 'n Wärmeschutz für die sportliche Jeansbuxe ;-) am Unterschenkel gegen die Wärme von Auspuffkrümmern alter italienischer und englischer Motorräder basteln. Später habe ich sie für den Modellbau angepasst:

    Name:  Patricks_Abkantbank_1k.jpg
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    Unterhalb der Bezeichnung ist die Oberwange ein wenig verrundet (Radienlehre 2mm). Rechts daneben etwas organischer und mehr, falls ein blechgepresster Schutzblechhalter mal des Richtens bedürfe. Das geht auch für elegante Schwünge an den Federdrahtfahrwerken altertümlicher Motormodelle. Die Rißlinien helfen beim symmetrischen Abwinkeln rechts<->links. KHDs/Hegis Auster Aiglet Trainer z.B. hat die Kantungen eh nicht parallel zur Rumpflängsachse, die Räder aber wohl.

    Für größere Biegeradien habe ich mir eine Einsetzbacke gelötet, sie wird mit einem Magneten angeklipst.

    Name:  Patricks_Abkantbank_2k.jpg
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    Genauer:

    Name:  Patricks_Abkantbank_3k.jpg
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    Das kann man auch schöner machen ... Vor allem kann man den (5mm-Feder)Draht hart anlöten, weichgelötet drückt's den immer wieder mal weg. (Erfahrung ist die Summe aller gemachten Fehler ;-)

    Die Duralfahrwerke bau' ich idR im Zehnerpack, das ist nur rund der doppelte Zeitaufwand wie für eines.

    Name:  Patricks_Abkantbank_4k.jpg
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    Das passt nur ein wenig zum topic, denn die Räder untendran sind aus einem Elastomer, der Flieger obendran (bei mir meist) aus Holz. Die abgebildeten Beine sind für Engels Husky oder Klingers Chérie, halt welche, für die man nix mehr vom Hersteller mangels eines solchen zu kaufen kriegt. (Ich bin im richtigen Leben auch jemand, der für Menschen Sachen baut, deren Füße auch nicht mehr so recht tun ;-)

    servus,
    Patrick
    Ich bin über mein Profil anmailbar. Foren-PN finde ich ähnlich geschmeidig zu bedienen wie eine Steuererklärung ...
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  2. #47
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    Standard Bf109 Leichtmetallbau

    Vor ein par Jahren hab ich auch ein par Versuche gemacht ein Modell zu bauen ganz Alu.
    Leider konnte ich kein 0.25mm oder 0.3mm dural finden und dadurch ist das Projekt beendet...

    Anbei Bild von 2 Rumpfteile...
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    freundliche Grüsse aus Flandern,

    Dirk
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  3. #48
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    freundliche Grüsse aus Flandern,

    Dirk
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  4. #49
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    Prinzipel ist es natürlich möglich, ein Modell in Ganzmetallbauweise herzustellen. Ich habe auf diesem Gebiet auch Versuche gemacht. Selbst mein aktuelles Projekt eine Z-226 im Maßstab 1:6 enthält Elemente in Metallbauweise. Im Freiflug (F1C) wurde Dural als Oberflächenbeschichtung verwendet. Ich habe auch solches Material. Dural 0,03 oder 0,05 mm dick. Leider kann ich nicht sagen, wo solches Dural heute zu bekommen ist. Meins war von russischen Modellsportlern auf dem kleinen Importweg besorgt. Größter Nachteil dieses Materials ist die hohe Knitterempfindlichkeit. 0,3mm Dural wäre eine sicher bessere Lösung. Die Verwendung von Dural setzt aber auf jedem Fall Kenntnisse in der entsprechenden Technologien voraus. Auch an die Werkstattausrüstung werden andere Anforderungen als bei GFK/ CFK oder Holzbauweise gestellt. Besonders ist eine Möglichkeit der Wärmebehandlung der Bauteile erforderlich.
    Ich habe mit dem allgemein bekannten Lithoblech gearbeitet. Der größte Nachteil ist aber die hohe Empfindlichkeit gegen Beanspruchungen durch Steinschlag oder andere manchmal schon in der Werkstatt auftredente Wiedrichkeiten.

    Name:  Metall 3.jpg
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    Ich habe deshalb das Blech von hinten mit GFK verstärkt.

    Name:  Metall 2.jpg
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    Aber auch das verbessert die Beulstabilität nicht sonderlich wie das Bild zeigt.

    Name:  Metall 1.jpg
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    Ich binn gespannt, wie PeterK. das Problem bei seiner Mustang lösen wird.

    W.
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  5. #50
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    Ich will kurz dazu Stellung nehmen. Zu ersten ist bei der Mustang die zu überspannende Fläche relativ klein, da die Spanten und Rippen, sowie Holme ziemlich dicht sitzen. Trotzdem ist auch mir da Lithoblech zu weich. Da hilft auch Kaltwalzen nicht. Also verwende ich Duraluminium der 6000 oder 7000 er Reihe. Diese gibt es in Tafeln bis minimal 0,5 mm. Aus denen habe ich den Motorträger und das Brandschott gefertigt. Leider ist 0,5 mm deutlich zu dick für die Außenhaut, es muß also abgefräst werden.

    Die einzelnen Aluflicken haben Abmessungen von etwa 5*5 cm, mal mehr mal weniger. Diese Stücke werden mit Klebewachs unter Wärme und hohem Druck auf eine plane Unterlage geklebt. Hierauf verbleiben sie bis zur Fertigstellung. Danach wird das Blech herunter gefräst, dann geglättet und poliert. Zuletzt werden die Nietenlöcher geprägt und Aussparungen gefräst. Wenn alles gut ist, kann das Blech im Wasserbad abgelöst werden. Bevor irgend etwas weiteres damit geschieht, kommt Maskierfilm als Schutzschicht darauf.

    Stark gebogene Teile werden vor der Verformung heruntergefräst. Nach dem Pressvorgang werden sie auf die Preßform geklebt und zu Ende bearbeitet.

    Wie meistens kneife ich vor händischer Bearbeitung und überlasse die Arbeit meinen Maschinchen.

    PeterKa
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  6. #51
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    Hallo zusammen,

    bin neu hier und beim surfen zufällig über diesen Thread gestolpert. Wirklich interessante Projekte die Ihr hier habt. Gerade das Modellbauen mit Metall finde ich sehr interessant.

    Was das Alu-Blech angeht, wie wäre es denn mit 0,2mm Platten aus AlMg4,5Mn0,7 ? Mit einem Rm von 275-350 MPa ?
    Wäre das für Euch interessant? Von dem Zeug habe ich jede Menge da. Auch in 0,5mm Stärke.

    Ich betreibe übrigens ein kleines Nebengewerbe im Modellbaubereich. Hoffe das ist ok wenn ich das hier so schreibe!? Die Bleche habe ich in erster Linie für meine eigenen Modelle (die ich gewerblich verkaufen will) walzen lassen. Leider werde ich an dieser Baustelle noch einiges an Zeit investieren müssen, bevor ich da was vorzeigbares habe. Aber das Material biete ich auch einzeln in Platten von 300x400mm an.

    Gruß Thimo
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  7. #52
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    Vielen Dank für die Materialproben, Thimo. Nach erstem Augenschein ist das Material gut für Modellteile aus Metall geeignet. Besonders das 0,2mm Blech hat es mir angetan. Mit weiteren Tests werde ich demnächst beginnen. Leider habe ich keine CNC- Maschine, die für meine techologischen Vorstellungen sehr hilfteich wäre.
    Ich denke da nicht an einfache Fräsarbeiten. In diesem Zusammenhang ist auch das beigelegte Hartpapier sehr interessant.

    W.
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  8. #53
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    Das freut mich zu hören.

    Fräsarbeiten kann ich auch noch nicht anbieten. Sollte sich aber demnächst ändern...

    Bislang kann ich das Alu nur über nen Partner Lasern. Das kostet aber ganz gut. Da bist Du fast immer gleich bei nem Hunni...
    Das mache ich auch nur wenn's denn gar nicht anders geht, aber die Ergebnisse sind schon der Hammer. Wenn diese Maschinen nur nicht so verdammt teuer wären...

    Gruß Thimo
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  9. #54
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    Ich konnt nicht wiederstehen. Das Interesse war so groß, dass ich mir das 0,2mm Material vorgenommen habe. Im Keller ist es bei diesen Temperaturen ja am Besten.
    Als Erstes musste natürlich die Waage in Aktion treten. Das 0,2mm Material kommt mit 7g/dm² gerade noch in den Bereich des Möglichen. Maßstab ist dabei die Flächenmasse einer Balsaplatte mit herkömmlicher Lackoberfläche, die mit etwa 10g/dm² recht hoch ist. Ich spreche hier nur über die Eignung des Materials für Beplankungen. Als erstes habe ich einfach ein Stück in Form eines Nasenkastens gebogen. Die dabei erreichte Beulfestigkeit ist recht gut. Ein Rippenabstand von 50 mm ist sicherlich gut geeignet. Aber Vorsicht, mir ist das Teil heruntergefallen und natürlich genau auf den Nasenradius. Eine kleine Einbeulung der Kante war das Ergebnis. Schutzmaßnahmen sind unbedingt einzuplanen. Auch sollte die Oberfläche z.B. durch Schutzfolie gesichert werden.
    Wie ich schon in meinem ersten Beitrag geschrieben habe, erfordert die Metallbauweise eine entsprechende Werkstattausrüstung. Meine Vorrichtungen erwiesen sich für dieses Material als nur Bedingt geeignet.
    Als erstes habe ich dreieckförmige Sicken geprägt, wie sie bei vielen Flugzeugen anzutreffen sind. Hier bestätigte sich wie wichtig das entsprechende Werkzeug ist.
    Die durch das Sicken erreichte Stabilität der Platte ist aber hervorragend.

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    Bei runden Sicken wurde nochmal bestätigt mein Handwerkzeug (Schablone mit Kugelförmigen Druckstift) ist so nicht geeignet. Hier hilft nur eine entsprechende maschinengestützte Technologie oder ein exzelenter Handwerker.

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    Am einfachsten waren dann die Versuche Rundkopfniete einzuprägen. Ich habe das z.B.mit meinem altbewährten Schnittmusterrädchen und mit einem einfachen Druchstempel in einer kleinen Presse ausgeührt. Die Senkniete sind graviert mit einem einfachen Stichel in einer Bohrmaschine mit Anschlag. Wer natürlich den Metallbau ernst nimmt, wird richtige Nieten einsetzen.

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    Für mich war das alles nur ein Test.

    Mein neuerliches Fazit:

    Ein Modell ganz aus Metall geht.

    Vorausgesetzt man eignet sich die entsprechenden Fertigkeiten an und investiert in die notwendigen Vorrichtungen.
    Die Frage ob ein solches Modell auch den Belastungen des Alltags gewachsen ist, wird sich erst zeigen.

    W.
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  10. #55
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    http://www.mhm-scale-aircraft.de/menue03.php?search=F0

    mediathek ab Bild 438 kann man das sehr schön sehen wie die Beaver gebaut wurde.
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  11. #56
    User Avatar von hastf1b
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    Einmal hochhol. Habe ein schönes Prospekt ersteigern können.

    Heinz
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