Akkus inline verlöten

Ein Bericht von Gerhard Hanssmann

 

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Die Lötstellen werden durch ein Kohlerohr (Durchmesser 6mm ( innen 4 mm)) gegen Verbiegen gestützt. Dies ist ab 10 Zellen sinnvoll. Da das Kohlerohr leitend ist, müssen die Berührstellen zum Akku auch isoliert sein. Beim Kleben des Goldfixbandes darauf achten. Die Endkappen halten das Kohlerohr zusammen mit dem Schrumpfschlauch.



Die rot-weiße Schnur dient zum Herausziehen des Akkus aus dem Akkuschacht. Nicht an den Kabeln ziehen.



Akku beschriften und in durchsichtigen, leichten Schrumpfschlauch einschrumpfen. Zuerst an den Enden einschrumpfen, dann von der Mitte nach außen einschrumpfen. Temperatur ca 250 Grad.



Der fertig verlötete Akku mit Schrumpfschlauch und Kabeln.



Anlöten des Steckers an das Kabel. Die Lamellen des 3,5 mm2 Steckers dürfen nicht ausgeglüht werden. Zur Wärmeabführung wird der Stecker in eine Aluplatte gesteckt oder die Lamellen werden nur zum Löten entfernt.



Stecker und Buchse mit Schrumpfschlauch versehen. Bei der Buchse den Schrumpfschlauch etwas überstehen lassen. Die Kabellängen sollten unterschiedlich sein, damit es nicht durch zufälliges Berühren zu einem Kurzschluss kommt. Dieses Steckersystem ist verpolsicher, aber nicht kurzschlusssicher. Für Stecker und Buchse gibt es Kunststoffkupplungen, dann ist das Steckersystem auch kurzschlusssicher.



Einige Massenangaben bei 10 Zellen:
· 10 Zellen neu, ohne Bearbeitung: 596 g
· Schrumpfschlauch entfernen: 10 g
· Inlineverlötung: 3 g
· Kohlerohr 6 / 4 mm: 3 g
· Akku fertig: 611 g

Sollte man eine inline verlötete Akkustange aufbrechen müssen, so geht das am einfachsten durch Abkühlen in der Gefriertruhe und durch anschließendes Abbrechen über einer Tischkante.
Nach einem Absturz bzw. wenn der Akku auf Steinboden gefallen ist, sollte der Schrumpfschlauch entfernt werden, damit kontrolliert werden kann, ob eine Inlineverlötung aufgebrochen ist.


Formieren des Akkus

Nach dem Löten wird der Akku mit 250 mA geladen. Hierbei werden deutlich mehr als 2400mAh eingeladen. Nach der Vollerkennung wird der Akku mit 100 mA einige Stunden weiter geladen. Dadurch haben alle Zellen zum Schluss denselben Ladezustand. Für volle Akkus ist dieses Laden unschädlich. Sie werden nur geringfügig warm.
Danach wird der Akku mit 250 mA entladen. Dieses Laden und Entladen mit 250 mA kann man ein paar Mal wiederholen.
Nach dem letzten Entladen wird der Akku mit dem Schnellladegerät noch ca. 2 mal ge- und entladen.
Nach ca. 5 Flugeinsätzen bringt der Akku seine volle Leistung.
Zu oft sollte man den Akku mit dem Ladegerät nicht entladen. Beim Messen der Einzelzellenspannung wird man bei fast entladenem Akku feststellen, dass die schwächsten Zellen schon völlig entladen sind und zum Teil schon umpolen, während andere noch 0,9 V Spannung haben und das Ladegerät noch weiter entlädt. Aus diesem Grund verwende ich nicht gerne bedenkenlos den Modus "Formieren" beim Ladegerät.

Gerhard Hanssmann, Juli 2002

Stand: 02.10.2002

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