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Herstellung von Ballastgewichten
und Transportkiste am Beispiel der ATLANTIS von Robbe
Problemstellung:
- Hohes Transportgewicht des Modells, ca. 18kg
- Problematisches Gießen des Bleis in Formen
Ziele:
- Bleigewicht
- Möglichkeit zur Anpassung an verschiedene Windverhältnisse
- Leichte, spätere Änderung des Bleigewichts zur Trimmung
bei Umbauten
- Gesamtdichte fast wie gegossenes Blei
- Transportkiste
- Leicht, stabil, witterungsbeständig
- Transport auf dem Autodach möglich
- Einmanntransport, vor allem durch Türen, wenn senkrechte Stellung
der Transportkiste notwendig
- Ohne Werkzeug durch einfaches Stecken zerleg- und in einer Wohnung
verstaubar
Lösungen:
- Kalte Fertigung des Ballastgewichtes
- Bleiblech vom Dachklempner, 2mm dick, etwa 3,-DM pro kg. Ich mußte
allerdings eine 50kg Rolle bei einer Einkaufs- und Liefergenossenschaft
abnehmen.
- Auf in Kielraum eingelegtem Papier die Umrisse zeichnen.
- Bleiblech mit kräftiger Schere ausschneiden
- Vorgang so oft wiederholen, bis die Stapelhöhe ausreichend groß
ist.
- Dabei mehrere Stücke anfertigen: leichteres Einfädeln, Anpassen
an Windverhältnisse möglich.
- Bohrung und Verschrauben mit Senkkopfschrauben.
- Je Bleigewicht zwei Bohrungen für Faden zum sprichwörtlichen
Einfädeln der Bleigewichte.
- Wenn alle Teilstücke an der tiefsten Stelle des Kiels eine große
durchgängige Bohrung erhalten, so kann von oben ein Ms-Rohr mit
aufgesetztem Gummiball aus dem Sanitär-/Orthopädiehandel zum
Absaugen des Wassers angesetzt werden, ohne die Bleigewichte auszubauen.

Bild 1
Das Aussehen der Bleigewichte ist natürlich besser,
wenn gleich ein klarer Plan gegeben ist. Ich habe einiges probiert und
das sieht man. Letztlich kann das Blei noch mit Farbe o.ä. beschichtet
werden, denn gesundheitlich ist es nicht unbedenklich.
Einmal war ich zu faul, die BG aus dem Rumpf zu nehmen, nie wieder! Der
Transport im Werkzeugkoffer ist schon anstrengend genug.

Bild 2
- Zusätzlich: Fertigung des Haltewinkels gegen
Verrutschen der Bleigewichte, im Bild 3 zur besser Ansicht auseinandergezogen,
der oberer Aluwinkel muss natürlich unter den Kopf der Feststellschraube:
- Zwei Aluwinkel: 20x15x3, 120 lang,
- Oberer Aluwinkel mit Langloch, unterer mit 2x M4 Gewinde
- Einbau:
1. Lösen der Feststellschraube und Zusammenschieben der Aluwinkel
2. Einfädeln der verjüngten Enden in die Aussparungen der
senkrechten Wandteile
3. Auseinanderschieben der Winkel und Anziehen der Feststellschraube
4. Leichtes Anziehen der Druckschraube, M4x60, gegen das obere, längere
Bleigewicht

Bild 3
- Voraussetzung:
Anderes Innenleben zum Durchfädeln der Gewichte, Bild 4
Mit Vorliebe verwende ich zum Innenausbau Alu-Profile, weil durch die
Verwendung von Schrauben vor allem Inbusschrauben auch an diffizilen
Stellen wiederholt Montagen möglich sind. Die Gewinde halten doch
erheblich besser und Änderungen sind nach dem Herausnehmen des
Gestells leicht möglich! Auf Bild 4 am Beispiel der Segelwinde
für die Umlaufschot zu sehen. Die grauen, geschlitzten Kunststoffisolationsrohre
aus der Elektrobranche sind seitlich verschiebbar und schützen
die Umlaufschot vor dem Hängenbleiben.

Bild 4
Fertigung der Transportkiste
Außenmaße: B x H x T = 1450 x 450 x 430
Zusammenbau:
In die Gegenlager der Grundplatte die hintere Seitenwand, die zwei Stirnseiten
und die vordere Seitenwand stecken. Anschließend die Polystyrolblöcke
einbringen. Dadurch hält das Ganze schon so zusammen, dass der Rumpf
eingesetzt werden kann. Darauf kommen dann die Gegenplatten, die die Seitenteile
um 2-3mm in der Höhe überragen. Durch den Druck stehen die Seitenteile
etwas nach außen, sodass sich der aufgesetzte Deckel durch leichtes
Andrücken der Seitenteile in die Gegenlager der Seitenteile schieben
läßt. Die zwei Spanngurte im Bereich der Polystyrol-Gegenplatten
um die Transportkiste legen und festzurren.
Erstaunlich leicht und stabil!. Extra Griffe oder Schlaufen habe ich keine,
die Finger unter die Spanngurte geschoben und schon kann der Transport,
auch senkrecht, durch Türen und Treppenhaus zum Auto von einer Person
bewältigt werden. Gesamtgewicht Modell mit Kiste etwa 19kg.

Bild 5
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Material:
- Pappelsperrholz: 5mm
- Aluwinkel Außenkanten:
20x15x2mm, an Deckel und Boden außen umlaufend, langer Schenkel
zu den Seitenteilen hin, an Vorder- und Hinterseitenteil nur die senkrechten
Seiten, Stirnseiten ohne
- Aluwinkel Gegenlager:
10x10x2, 50 lang, lichter Abstand zum Außenwinkel Dicke des Sperrholzes
plus 1mm, zum leichteren Einfädeln gut angeschrägt bzw. im
Schraubstock auf etwa 85° gebogen und mit je zwei Schrauben verbunden.
32 Stück:
Boden und Deckel: je 4 für Längsseiten und je 2 für Schmalseiten
vorderes und hinteres Seitenteil: je 2 für Stirnseiten,
Stirnseiten selbst ohne Gegenlager
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- Polystyrol:
50mm dick, je zwei Platten zusammengeklebt, im Bug- und Heckbereich
also je vier Platten. Gegenplatte im Bug- und Heckbereich, Höhe
2-3mm größer als das Höheninnenmaß, nimmt als
Gegenstück den Druck der Spanngurte auf und fixiert den Rumpf.
Aussparungen des Polystyrols, die mit dem Modell in Berührung kommen,
mit Filz oder Schaumstoff auskleiden, sonst gibt es Scheuerstellen.
Bild 5
- Zwei Spanngurte mit Ratsche, gleichzeitig Transportgriffe
- Anstrich: Dickschichtlasur, unbedingt auch innen lasieren, sonst
verzieht sich das Holz.
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Die zerlegte Transportkiste benötigt eine
Grundfläche von nur 16x90cm, da findet sich bestimmt ein Plätzchen
in der Wohnung.
Erreichte Gewichte in kg (+/- 100g Toleranz):
- Schiff, ohne Segel 8,6
- TK, Tara 9,5
- Segeltasche 2,5
- Ballastgewicht, eingeklebt 1,7
- Ballastgewicht 1 1,4
- Ballastgewicht 2 2,0
- Ballastgewicht 3 2,0
- Ballastgewicht 4 3,6
- Ballastgewicht, kpl 9,0 |
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