SWAN 44´ - Der MastJoachim Tzyschakoff (22848joachim) |
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Selbstbau von ovalen Mastenfür Modellyachten
Die Yacht auf den Bildern ist das Modell der SWAN 44´im Maßstab 1:10 mit einem Mast nach dieser Anleitung Ich bin vielfach nach der Herkunft des Mastes meines Modells, einer SWAN 44´ im Maßstab 1:10, befragt worden. Die Fragesteller hatten allesamt das gleiche Problem: es gibt keinerlei Masten mit einer Länge von 2 Metern auf dem Zubehörmarkt, die dann auch noch vorbildähnliche Dimensionen im Querschnitt aufweisen können. Der von mir verwendete Mast ist ein kompletter Eigenbau, bestehend aus zwei Aluminium-Rohren, sowie Epoxidharz und Gewebematte. Damit nun jeder Interessent zu seinem Mast gelangen kann, habe ich mich entschlossen, diese Bauanleitung zu schreiben. Auf Grund der unterschiedlichen Ausführung der Salinge, der Mastköpfe und auch des Großbaumbeschlages werde ich hierzu keine Ausführungen machen, hier darf dann jeder der eigenen Kreativität freien Lauf lassen. Als Material für den Mast wird benötigt: Alu-Rohr aus dem Baumarkt ( handelsüblich in 1m und 2m Länge
), Als Rohr kann an Stelle des Alu-Rohres natürlich auch ein Rohr aus Kohlefaser o.ä. verwendet werden, hier ist dann allerdings ein Kostenanstieg zu erwarten. Als Werkzeug benötigen wir: Trennscheiben Nr. 28 810 bzw. 28 812 von Proxxon, Ein konischer Verlauf des Mastes kann durch Auftrennen der zum kleineren Rohr gelegenen Kante des großen Alu-Rohres erreicht werden. Dem kleineren Rohr wird hierdurch ermöglicht, das es etwas in das große Rohr „einsackt“. Ein anschließendes geringfügiges Biegen des größeren Rohres verbessert hier die Passgenauigkeit ein wenig. Durch Umwickeln mit einer Gewebematte ist hier später die nötige Festigkeit gegeben.
Das Schneiden der Nut erfolgt mittels zweier übereinander auf dem
Spanndorn montierter Trennscheiben. Die Dicke der Trennscheiben ergibt
eine Nutbreite von ca. 1,4mm. Als Antrieb kann sowohl zu Antriebsmaschinen
aus dem Proxxon-Programm, wie auch zur Ständerbohrmaschine gegriffen
werden. Die Trennscheiben werden so in die Antriebsmaschine gespannt,
dass sie mittig den Längsschlitz des Rohres schneiden. Zur Stabilisierung
sollte das Rohr auf der Vorrichtungsplatte gemäß Bild 3 liegen.
Die Abbildung 2 zeigt die Führung, die das Verdrehen des Alurohres
verhindern soll. Es ist zwar möglich, ohne eine derartige Vorkehrung
das Rohr zu schlitzen, allerdings geht ein Verzicht zu Lasten der Standzeit
der Trennscheiben. Ohne Führung kommt es leichter zum Verkanten der
Trennscheiben, was deren Zerbrechen zur Folge hat. Die Führung besteht
aus einem Blech in ungefährer Nutbreite (es darf geringfügig
dünner sein) und einem Holzklotz, auf dem es befestigt ist.
Von oben gesehen. Gearbeitet wird in Richtung des eingezeichneten Pfeils.
Die Grundplatte der Vorrichtung sollte gut auf dem Bohrmaschinentisch
befestigt sein.
Hier sind die parallel nebeneinander gelegten Rohre für den Mastbau
zu sehen. Die angegebenen Durchmesser müssen natürlich nicht
übernommen werden! Bei Verwendung von eloxierten Alurohren sollten
diese zumindest im Stoßbereich mit Schleifpapier gut aufgeraut werden.
Die Verklebung erfolgt mit Epoxidkleber in leicht angedickter Form. Die
Verwendung von speziellem Epoxid-Kleber zur Metallverklebung ist nicht
unbedingt notwendig. Es ist aber darauf zu achten, dass der Kleber die
beim Aneinanderlegen entstehende Hohlkehle geringfügig füllt.
Zur Erreichung der ovalen Mastform mischen wir nun Epoxidlaminierharz
mit Glasbubbles zu einer sehr breiigen Spachtelmasse und verfüllen
die verbliebene Hohlkehle. Dabei wird dicker als benötigt aufgespachtelt.
Nach dem Aushärten ( ca. 1 Woche ) wird der Mastrohling in sein Endform
geschliffen.
Nachdem der Mast vollständig in die gewünschte Form geschliffen
wurde, wird er nun mit Glasgewebe umwickelt, wofür 2 bis 3 Lagen
einer 80g/m²-Matte ausreichen. Die im ersten Bearbeitungsschritt
geschnittene Nut wird hierbei mit zugewickelt. Es ist beim Harzauftrag
im Bereich der Nut mit äußerster Sorgfalt vorzugehen, damit
möglichst kein Harz in sie hineinläuft. Idealerweise wird der
Mast so gelegt, dass die Nut nach unten zeigt.
Nach dem Aushärten der Ummantelung trennen wir die verschlossene
Nut mit einer Trennscheibe wieder auf. Im Anschluß glätten
wir die scharfen Trennkanten mit Schleifpapier. Da die Masten im Original
keine vom Mastfuß bis zum Masttopp durchlaufende Nut besitzen, sollte
beim Auftrennen die Ummantelung ebenfalls nicht auf voller Läge geöffnet
werden.
Die hier gezeigten Laschen aus dem KDH-Programm verwende ich zum Anschlagen
der Wanten. Sie werden einfach auf den Mast geschraubt. Es ist aber auch
möglich, sie vor dem Laminieren versenkt in das Spachtelmaterial
einzubauen, um das Glasgewebe über sie hinwegzuwickeln, sodass nur
eine Öse aus dem Mast herausschaut.
Stand: 18.01.2003 |
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