MULTIcharger 4010 DC von MPX

Kai Jansen

Was kann man von einem Ladegerät, welches nur 59,- € kostet, erwarten? Diese Frage möchte ich beantworten.

Zunächst einmal die besonderen Eigenschaften des MULTIcharger 4010 DC.

  • Microcontroller gesteuertes 12V-Automatik-Schnellladegerät
  • Geeignet für NiCd- und NiMH-Akkus
  • Ladestrom von 100mA-4.000mA stufenlos einstellbar
  • Entladefunktion
  • Akku-Check mit Akku-Defekt-Erkennung
  • Sichere „Akku-voll“-Erkennung und Abschaltung durch Spannugsüberwachung, δV-Abschaltung, Sicherheitstimer, alternativ zusätzlich Temperatur-Abschaltung
  • Automatische Impuls-Erhaltungsladung nach Ladeende
  • 4-LED-Monitor zur Betriebsanzeige
  • Kurzschluss-, Verpol-und Überlastschutz

Ferner ist noch reichlich Zubehör beigelegt.

Da wäre unter anderem ein roter DC-Stecker zum direktem Anschluss an den Zigarettenanzünder oder alternativ ein Adapterkabel für den Betrieb an einem geeigneten stabilisiertem Netzteil mit 13,8V DC/min. 8A. Mit den ebenfalls vorhandenen Krokodilklemmen ist auch ein direkter Anschluss an die Autobatterie möglich. Dem Paket ist außerdem noch ein Ladekabel mit MPX-Hochstromstecker beigefügt. Das ist sehr lobenswert. Im Ladegerät selbst befindet sich noch ein Fach mit Deckel, das einen Temperatursensor enthält. Damit steht eine weitere Ladeüberwachung zur Verfügung.

Laden

Mit handelsüblichen Ladekabeln (Bananenstecker 4mm Ø) wird der zu ladende Akku angeschlossen. Damit beginnt der sogenannte Akku-Check. Sobald der Akku erkannt ist, leuchtet abwechselnd die rote LED „LADEN/CHARGE“ auf . Das abwechselnde Blinken der LEDs 40%, 80% und „VOLL/READY“ signalisiert die Testphase (Akku-Check). Dieser Vorgang dauert etwa 1 Minute. Sollte ein Defekt des Akkus vorliegen, blinken die 4 LEDs gleichzeitig.

Während des Akku-Checks wird der Ladestrom mit Hilfe des Ladestrom-Reglers (Drehknopf) anhand der Ladestromanzeige eingestellt. Die Ladestromanzeige ist ein Zeigerinstrument. Obwohl die Anzeige recht grob ist, hat man sich schnell an die Skalierung gewöhnt.

Der Schnellladevorgang

Ist die Testphase abgeschlossen, beginnt die Schnellladung mit dem eingestellten Ladestrom. In den ersten 3 Minuten wird mit pulsierenden Strom geladen. Die Ladepausen verkürzen sich dabei und der Akku wird mit konstantem Strom geladen. Für Meß- und Testzwecke wird die Ladephase immer wieder kurzzeitig unterbrochen.

Ladefortschrittsanzeige/ Ladeende

Der Ladefortschritt wird mit den roten LEDs 40% und 80% an der Gerätefront angezeigt. Ist der Akku vollgeladen, wird dies durch Blinken der grünen LED „VOLL/READY“ angezeigt.
Bleibt der Akku weiter am Lader, schaltet das Gerät auf Erhaltungsladen mit einem impulsförmigen Ladestrom um.

Entladen

Um dem Memory-Effekt eines NiCd-Akku vorzubeugen, kann direkt nach dem Anschließen des zu ladenden Akkus die gelbe Taste DISCHARGE gedrückt werden. Ist die 1-minütige Testphase abgeschlossen, hat das Gerät die Entladeschlussspannung festgelegt und der Akku wird zunächst entladen. Es ist aber jederzeit möglich, durch nochmaliges Drücken der gelben DISCHARGE-Taste, die Entladung zu unterbrechen, um den Ladevorgang vorzeitig zu starten.

Fazit

Nachdem ich mittlerweile mehrere verschiedene Akkupacks geladen habe, seien es NiCd- oder auch MiMH-Akkus, kann ich dieses recht günstige Schnellladegerät wärmstens empfehlen. Es ist neben dem mobilen Einsatz auch bei der Akkupflege zu Hause bestens einzusetzen. Und wer nicht unbedingt ein 30-Zellen-Ladegerät benötigt, bekommt für den täglichen Einsatz ein recht günstiges Schnellladegerät für die meisten Belange im RC-Modellbau. So heißt das Fazit für mich einfach nur „Daumen hoch“.

 


Stand: 12.03.2003