ELITA von Euromodell

Thommy Seidel

Eine kurze Vorstellung von Jaro Müllers neuem Hangflugmodell, gesehen von Thommy Seidel am Stand der Firma Euromodell auf der Faszination Modellbau in Sinsheim.

 

Es war schon immer etwas besonderes, ein Modell von Jaro Müller in der Hand zu halten. Der Mann ist ein Künstler und setzt Maßstäbe in der Branche.

Mit seinem neuesten Modell, der ELITA, ist das kein bisschen anders. Auf der Messe in Sinsheim hat Euromodell, der Vertriebspartner von Jaro Müller, das neue Hangflugmodell vorgestellt. Die Flächenform ist eher wenig spektakulär.

 

Der Rumpf spaltet allerdings die Modellfluggemeinde. Auf den ersten Bildern fand ich seine Form nicht gerade hübsch. Jetzt, nachdem ich ihn in Natura gesehen habe, muss ich zugestehen, er hat was.

Der dreieckige Rumpfquerschnitt soll mit seinem Kiel für mehr Richtungsstabilität sorgen, die bei V-Leitwerksseglern zum Teil so schmerzlich vermisst wird.




Die Steuerung von Höhe und Seite erfolgt durch ein Pendel-V-Leitwerk. Die Lagerung ist doppelt ausgeführt und die Anlenkung ist äußerst präzise, so dass Bedenken, die einem bei Pendel-V in den Sinn kommen, schnell verflogen sind.



Während sich die vermeintlichen Fachleute über Rumpfform und Pendel-V vermutlich streiten werden, gibt es für die inneren Werte nur Bewunderung. Die Fläche ist in einer bisher noch nicht gesehenen Technologie gefertigt. Es handelt sich hierbei um die sogenannte „Wavetechnologie“.

Wie man auf dem Foto gut erkennen kann, verbindet dabei eine Welle aus Carbongewebe die Ober- und Unterschale. Diese Stege aus Kohlefaser im Abstand von nur wenigen Zentimetern machen die Fläche unglaublich steif.


Die wellenartige Kohleverbindung wird vorab in Formen hergestellt und, wie man hört, nass in die Flächenform eingelegt. Durch diese Stege entsteht auch eine hervorragende Oberflächenhärte, so dass kein Stützstoff notwendig ist. Hierdurch entfällt das zeitaufwendige Absaugen, so kann ein großer Teil der für die Produktion der „Wave“ benötigten Zeit wieder eingespart werden.

 

Die Querruder werden in separaten Formen in gleicher Weise hergestellt und nachträglich mit Klebeband befestigt, die Dichtlippe ist natürlich angeformt...

 

Ebenfalls richtungsweisend ist der Verzicht auf Torsionsstifte. Bei der ELITA werden diese durch eine passende Anformung ersetzt. Dies hat bei der Herstellung den Vorteil, dass mühsame Anpassarbeiten entfallen.

Für mich als Kunden hat es den Vorteil, dass eine relativ große Öffnung vorhanden ist, durch die ich z.B. problemlos mein Picolario in den Rumpf stecken und hinten, über der Ballastkammer, platzieren kann.

Apropos Ballastkammer, sie kann einen riesigen Messingstab von ca. 1200g aufnehmen. Wie man auf dem Foto erkennt, gibt es auch noch passende Ballaststifte für den Flächenverbinder, so dass auf jeden Fall 1450 g Zuladung möglich sind.

 

Weitere Info können demnächst der Seite  www.euromodell.de entnommen werden.

Stand: 19.03.2003