QUASAR

Matthias Dorst

Das ist das neueste Pferdchen in meinem Stall.

Das Voll-GfK-Gerät kommt von Thommy´s Modellbau und ist vom Allerfeinsten. Ich musste das Teil auf der Modellbaumesse Sinsheim einfach haben und nach harten Verhandlungen mit Thommy habe ich das gute Stück mit nach Hause nehmen können. Hey, danke Thommy, war absolut lustig und hat einen Riesenspaß gemacht.

Thommy hat mir auch die entsprechenden Servos (4 x Volz-Wing-Maxx) beschafft, inkl. den genialen Halterungen. Überhaupt war der ganze Service von Thommy´s Modellbau absolut vorbildlich.

Normalerweise ist der QUASAR natürlich in einer einheitlichen Farbe zu haben, aber ein komplettes Modell war in Sinsheim nicht da. So habe ich halt einen gelben Rumpf und ein weißes Tragwerk... bunt kommt weiter, musste natürlich ein Preisnachlass bei rausspringen. Nebenbei bemerkt, das Teil ist in der vorliegenden Qualität äußerst günstig, da müssen sich die Mitbewerber warm anziehen, zumindest erscheinen die Qualität und Vorfertigung um Welten besser als die des DRAGON.

Der QUASAR ist für F3F ausgelegt, d.h. quasi alles was F3B kann aber halt nicht so brutal an der Winde.

Hier der Link zum Flieger bei Thommy´s

Im Vordergrund der QUASAR, hinten mein alter DOGAN und umgekehrt.

Der 4-Klappen-Flügel ist sehr sauber aufgebaut, die Klappen sind quasi in Hohlkehlen gelagert, die Wölbklappen haben einen gigantischen Ausschlag nach unten, sind also optimal für die Butterfly-Stellung ausgelegt. Die Fläche (3-teilig) ist innen an den Servoschächten mit Kohlefaser ausgesteift und schon mit allen Bohrungen versehen (Steckung über Kohlerohr und Verdrehsicherungsbolzen) und montagefertig. Als Zubehör sind die Augenschrauben zur Anlenkung der Ruder beigefügt. Leider sind die Teile um ca. 4 Gewindegänge zu lang. Kürzt man sie nicht, gibt´s Dellen in der Ruderklappe. Nicht so schön. Die Aufnahme der Bolzen ist tropfenförmig ausgelegt und bereits mit einer Vertiefung zum Zentrieren des Bohres versehen. Mit 2,5mm bohren, 3mm-Gewinde schneiden, fertig ist die bombenfeste Anlenkung, garantiert spielfrei. Die Volz-Servorahmen werden in den Schacht geklebt und die Servos damit verschraubt. So kann bei Getriebedefekten das Servo superschnell ausgetauscht werden! Perfekt!!!!


Hier sind gut Ruderlagerung und Abdeckung zu sehen, nebst Flächenübergang.

Die Fläche wird mit zwei Bolzen auf dem Rumpf befestigt, in dem bereits die Durchführung für die Servokabel hergestellt wurde. Klar, dass hier alles versteift ist, sehr stabil wirkt und natürlich bereits montagefertig ist. Der Rumpf wurde mit Kohlebändern von vorne bis hinten verstärkt, einzig die Deckschicht erscheint mir etwas dünn, das Gelb schimmert leicht milchig.

Das V-Leitwerk ist einteilig und wird ebenfalls mit einem Bolzen von unten mit dem Rumpf verschraubt. Selbstverständlich, dass auch hier bereits alles fix und fertig ist und nur noch die Kugeln für die Kugelköpfe auf die Anlenkung geklebt werden müssen. Die Anlenkung des VLW erfolgt mit Kohleschubstangen. Diese laufen ganz oben im Rumpf, so dass genug Raum zum Platzieren des Empfängers bleibt, eine gute, praxisnahe Lösung.

Ist die Anlenkung fertig, wird das Heck mit einem passgenauen GfK-Konus aerodynamisch geschlossen.

Die technischen Daten und Einstellwerte:

ACHTUNG, nicht erschrecken! Im Normalflug ist das HR ca. 1mm auf hoch gestellt, die EWD stimmt!!!!! Bei Speedstellung ist die Sachlage normal, will heißen, die Klappen stehen auf neutral!

Hier die Gewichte der Einzelkomponenten:

Rumpf mit zwei Midi-Servos 340 Gramm
VLW 100 Gramm
Flächenteile außen je 380 Gramm
Flächenmittelteil 680 Gramm

Bilder vom Erstflug am 04. Mai 2003 am Vörlinsbach in Oberried:

Der Erstflug fand in einer absoluten Schwachwindwetterlage statt und war dennoch völlig problemlos! Der QUASAR ist sehr angenehm zu fliegen und reagiert sauber und exakt auf die Ruder, der Strömungsabriss kommt "gut spürbar", das Modell wird schwammig, aber nach kurzer Fahrtaufnahme ist es sofort wieder steuerbar. Der QUASAR ist etwas schwierig zu werfen, das ist aber Übungssache. Zumindest hatte ich das Vergnügen, mit einem SOARMASTER und einem DYNAMIX zu kreisen und habe dabei nicht viel "Federn" lassen müssen, obwohl der QUASAR noch nicht optimal eingestellt war. Das lässt hoffen!!!! Nach ca. 35 Minuten konnte die Landung eingeleitet werden, wobei mich auch hier das F3F-Gerät überzeugte.

Nachtrag vom 09.06.03:

"Das Ding geht wie Sau und bringt Sonnenbrand ohne Ende..."

Stand: 09.06.2003