Kurztest - MSaver ultra von Orbit Elektronik

Andreas von Wolff

Auch interessantes Zubehör sollte meiner Meinung nach einmal einer genaueren Betrachtung unterzogen werden. Ich hatte schon seit langem ein Auge auf die Spannungskontrolle von Orbit geworfen und da bot sich die laufende Sonderangebots-Aktion regelrecht an. Ich orderte 2 Sets der dreier Offerte des MSaver Ultra. Die Kostenersparnis ist mit 4,84€ pro Stück nicht unerheblich. Hinzu kam noch ein ungewollter Servicetest, da ich aus besonderem Grund eine spezielle Versandart wünschte. Dieser „Test“ wurde mit Bravour bestanden, denn der folgende Kontakt per Email war ausgezeichnet und der anschließende Versand entsprach meinem Sonderwunsch.

Nun zur Spannungsanzeige selbst. Sie besteht aus 12 Leuchtdioden, die in einer Reihe angeordnet sind und einzeln angesteuert werden. Die aktuelle Spannung wird durch eine blinkende Leuchtdiode angezeigt und der jeweilige Spannungsbereich kann in nebenstehender Grafik abgelesen werden. Die Farbwahl der ultrahell leuchtenden LEDs beginnt bei gelb für den optimalen Betriebszustand, geht über orange bis rot. Wobei die Bereiche orange und rot wohl nur die größte Belastung anzeigen sollten. Diese Besonderheit der Anzeige des niedrigsten Spannungszustandes des Akkus (wird neben der aktuellen Spannung permanent angezeigt), war für mich das kaufentscheidende Feature. Die Spannungskontrolle MSaver Ultra liegt preislich zwischen den einfachen Ketten mit bis zu 8 LEDs und den Blinki-MCs von Schulze Elektronik.

Wobei beim Letztgenannten der Störungszähler ein weiteres, sicherheitsrelevantes Feature darstellt. Auf den vorhandenen Ortungspiepser können jedoch sicher viele verzichten. Warum gehe ich auf die Produkte anderer Hersteller näher ein? Der technische Aufwand zwischen einer einfachen Anzeige von bis zu 8 Werten und den bei Blinki-MC und MSaver Ultra verwendeten 10 bzw. 12 LEDs ist beachtlich. Hinzu kommt noch die Anzeige von kurzzeitigen Spannungseinbrüchen. Dieser Aufwand spiegelt sich natürlich im Preis wieder. MSaver Ultra kann die Spannungslage von 4- oder 5-zelligen Empfängerakkus anzeigen. Die erforderliche Umschaltung erfolgt manuell durch Schließen einer Lötbrücke auf der Rückseite. Dazu muss man ein kleines Fenster in den Schrumpfschlauch schneiden und dann einfach die Lötbrücke schließen. Das ist fix erledigt.

Mein Fazit: Zur besseren Unterscheidung der Zustände hätte ich mir statt der gelben LEDs die Verwendung von grünen gewünscht. Der Farbunterschied ist schneller zu erkennen. Die pulsierende Anzeige ist gewöhnungsbedürftig. Könnte man nicht eine permanente und trotzdem stromsparende Ansteuerung mit 50Hz in Betracht ziehen? Ansonsten kann ich nur festhalten, dass bei einem Stückpreis von 19,66€ im Sonderangebot mein Fazit sehr empfehlenswert lautet.

Stand: 03.06.2003