TX 2 TX
Lehrer/Schüler-Betrieb unter Berücksichtigung von Unverträglichkeiten zwischen Sendern unterschiedlicher Hersteller.

Olivier Gibon
Aus dem Englischen übertragen von Konrad Kunik und Eckart Müller,
Grafiken von Eckart Müller


Kapitel 1 - Prinzip
Kapitel 2 - Kabel und PPM-Inverter
Kapitel 3 - Steckverbindungen
Kapitel 4 - Futaba
Kapitel 5 - Graupner
Kapitel 6 - Schlußfolgerungen
Kapitel 7 - Beispiele
Links


Kapitel 4

4. FUTABA- & ROBBE-Verbindungen für die Schlauen, die bis jetzt noch kein LSS gekauft haben.

Lesen Sie bitte die vorhergehenden Kapitel, bevor Sie mit diesem Kapitel beginnen!!!

Sie hätten besser einen Sender gekauft, bei dem das LSS gleich serienmäßig geliefert wird – wenn Sie es denn gewusst hätten...
Sie waren einmal gutgläubig, aber jetzt zeigen Sie es ihnen, dass Sie sich nicht ein zweites mal zum Kauf eines LSS verleiten lassen, wenn es nicht notwendig ist...

Offensichtlich sind FUTABA und GRAUPNER (auch ROBBE vor der Vereinigung mit FUTABA) die einzigen Hersteller, die ihre Sender nicht grundsätzlich serienmäßig mit LSSen ausrüsten. Die Zeiten sind eben hart...

Folgende Sender haben standardmäßig kein LSS ab Werk: F 14, F 16, FC 16 und FC 18 alle Typen sowie FUTABA Attack 4. Sie verfügen mehr oder weniger über die gleichen Kunststoffgehäuse (ausgenommen Attack 4).

4.1 FUTABA F 14

Diesen Sender habe ich selbst nie gesehen; ich erhielt die Informationen von Maarten Zanders, die generelle Zeichnung stammt von der Webseite von FMS: Flight Model Simulator


F 14 als Schülersender:

Nehme Masse und PPM OUT vom Anschluß, der mit „MULTI-OP“ bezeichnet ist (Abb. 4-01).
Achtung: Die Kontakte dieses Anschlusses sind völlig unterschiedlich zu denen der F 16, FC 16 und FC 18!
Die FUTABA F 14 als Schülersender funktioniert nicht mit der MC15 als Lehrersender. Maartens schreibt mir dazu: „Ich denke, dass die Amplitude des Signals von der F 14 nicht groß genug ist. Weiterhin benutzt GRAUPNER andere Pausen im PPM-Signal. Ein Microcontroler wäre notwendig, um diese beiden Sender zu verbinden.“

F 14 als Lehrersender:

Es ist möglich, die F 14 als Lehrersender zu benutzen, wenn die in rot und blau markierten Modifikationen angewandt werden. Maarten schreibt: „Die Analog-digital-Platine und die HF-Platine sind miteinander über Drahtbrücken verbunden, die das PPM-Signal weiterleiten sollen. Ich habe eine Drahtbücke vorübergehend durch einen Schalter ersetzt, um die Auswahl zu haben, welches PPM-Signal an das HF-Teil gesendet werden soll: Das originale oder das externe Signal. Die FUTABA Attack 4 als Schülersender und die F 14 als Lehrersender arbeiten großartig zusammen.“

4.2 FUTABA Attack 4

Gemäß Maarten Zanders: Der hellblaue Draht (auf der rechten Seite) führt das PPM-Signal, der andere ist Masse (siehe Bild unten).


4.3 FUTABA F 16, FC 16 und alle FC 18 Modelle

1. Steckverbindungen

Bei der F 16, FC 16 und allen FC 18 Modellen ist der vertikale Stecker mit 4 Stiften mit 2mm Kontaktabstand für die L/S-Verbindung an fast der gleichen Stelle der Platine angebracht und mit dem Wort „trainer“ bezeichnet. Bei abgenommenen Deckel, die Antenne zeigt dabei vom Körper weg, und mit Blick in den Sender, findet man von links nach rechts die nächsten Verbindungen (Abb. 4-02).

Leicht kann man zwei rote BEC/ESC-Stecker aus dem Modellbauladen verwenden (FUTABA Teile-Nr. F1410, Protech Teile-Nr. PL 030). Diese Stecker haben einen Kontaktabstand von 2,5mm, theoretisch passen sie nicht. Sie sollten getrennt aufgesteckt werden, um einen Stecker mit dem GROUND (Masse) und den anderen mit dem IN (EINGANG) oder OUT (AUSGANG) zu verbinden. Eine andere Lösung wäre die Wiederverwendung eines Steckers mit 2mm Kontaktabstand aus einem alten Computer oder CD-ROM-Laufwerk.

FUTABA verwendet für sein LSS 4-farbiges Flachkabel mit folgenden Farben von links nach rechts:
GELB (= IN) ORANGE (= OUT) ROT (= +9.6V) SCHWARZ (= GROUND)

Ich rate davon ab, ein LSS mit der 6-poligen DIN-Steckverbindung (Abb. 3-01) anzufertigen, und zwar aus folgenden Gründen:

  1. Es ist komplizierter anzufertigen als das System mit dem 3,5mm-Klinkenstecker, außerdem muß man eine Platine anfertigen.
  2. Der DIN-Stecker wird unterhalb des Senders eingesteckt, damit kann der Sender nicht einfach abgelegt werden, da der Stecker stört.
  3. Das original FUTABA-Kabel mit zwei DIN-Steckern führt auch die positive Akkuspannung, um den Schülersender mit Strom vom Lehrersender zu versorgen. Dieses System lehne ich aus grundsätzlichen Erwägungen ab (siehe auch Kapitel 1, Absatz 1.2).

Wer also wirklich ein LSS mit DIN-Steckern haben möchte, sollte sich dieses ansehen: www.chez.com/bugpat/ecolage.htm.

Ich schlage aber ein wesentlich einfacheres System mit 3,5mm-Mono-Klinkensteckern vor, wobei die Buchse in eine der zahlreichen Bohrungen für Schalter gesetzt werden kann. Als Stecker empfehle ich einen Winkelstecker.

Nachteile der Klinkenstecker:
a. Die Verkabelung Schüler-Klinkenstecker zu DIN-Lehrerstecker ist nicht die gleiche wie für die Verkabelung Schüler-DIN-Stecker zu Klinken-Lehrerstecker.
b. Die positive Akkuspannung steht bei einem Klinkenstecker nicht zur Verfügung, ist aber erforderlich, falls ein Impulsinverter in der Leitung verwendet wird.

Für all jene, die nicht wissen, wie ein LSK mit 3,5mm-Klinkenstecker auf 6-poligen DIN-Stecker FUTABA hergestellt wird, sollten sich Kapitel 7 für einige Beispiele ansehen. Aber das Grundprinzip bleibt das Gleiche: Masse an Masse, Ausgang auf Eingang (siehe Kapitel 2).

2. LSK für FUTABA FC18V3.x oder FC18V3.x Plus

Die FC18V3.x (im Gegensatz zu den anderen Sendern F 16 – FC16 und FC18V1 und 2) verfügt über eine Software, die es erlaubt, jederzeit den Flug des Schülers zu korrigieren, ohne vollständig die Kontrolle zu übernehmen. Dazu ist das LSS leicht unterschiedlich zu den anderen. Der aktuelle Schalter zur Übertragung der Kontrolle an den Schüler ist unabhängig vom LSS und muss mit einem der Ausgänge (1-9 oder A-D) verbunden sein und durch Programmierung im Menü 37 zugewiesen werden.
In Abb. 4-03 werden drei Möglichkeiten für ein LSS dargestellt. Die Induktivitäten haben einen Wert von 10 µH (MikroHenry), scheinen aber nicht notwendig zu sein (ich bin zwei Jahre als Lehrer ohne Induktivität ausgekommen). Aber wenn FUTABA seine LSSe mit Induktivitäten versieht (und sie verkauft, als wären sie aus Gold), dann gibt es vielleicht einen Grund dafür (Störunterdrückung). So habe ich schließlich diese Induktivitäten direkt auf die Klinkenbuchse gelötet (beruhigt das Gewissen) und eingeschrumpft.

3. LSS für FUTABA FC18V1, V2, V1Plus oder V2 Plus, FC16 und F16

Hier muß der aktuelle Schalter direkt mit dem LSS verbunden werden (siehe Abb. 4-04).
Anmerkung nur für F16: Bei der F16 muß die Originaldrahtbrücke zwischen IN und OUT am Schülerstecker entfernt und aufbewahrt werden (sie wird im Sender benötigt, wenn der Schülerschaltkreis entfernt wird).


Kapitel 1 - Prinzip
Kapitel 2 - Kabel und PPM-Inverter
Kapitel 3 - Steckverbindungen
Kapitel 4 - Futaba
Kapitel 5 - Graupner
Kapitel 6 - Schlußfolgerungen
Kapitel 7 - Beispiele
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Stand: 21.03.2004