Baubericht Ka 8b von Flair

Michael Tetzner (MTT)

Nachdem ich mehrere fast-fertig-Segler gebaut und geflogen hatte, sollte es diesmal wieder ein Bausatz sein. Bekanntermaßen ist die Auswahl an Holzbausätzen im Bereich der Scalesegler ja nicht so berauschend.

Trotzdem wurde ich dann aber doch fündig. In einer der hiesigen Modellzeitschriften, der S&E Modeler ( silent &electric, vor einiger Zeit in “Quiet Flyer” umgetauft, USA), erschien vor einiger Zeit ein Bericht über die Ka 8b von Flair. Nach mehrmaligem Lesen des Artikels stand mein Entschluss fest, so ein Bausatz musste her!
Mittlerweile bin ich schon bei meiner zweiten Ka 8b, nachdem ich die erste verkauft hatte. Dieser Bericht enthält Fotos vom Bau beider Modelle.

Technische Daten , Herstellerangaben
Spannweite : 375 cm
Länge : 180 cm
Flächeninhalt : 90 dm2
Gewicht : 4,4 – 6 kg ( meine wiegt 4.9 kg, die erste wog 5.3 kg )
Flächenbelastung : 49-66 g/dm2

RC-Funktionen
Querruder
Höhenruder
Seitenruder
Störklappen
Schleppkupplung

Das Modell ist komplett aus Holz aufgebaut, die einzigen nicht aus Holz gefertigten Teile sind der Nasenkonus (aus GfK), die Haube (aus Plexiglas) und einige Beschläge.
Die Holzteile sind aus Balsa oder Liteply ( leichtes Sperrholz, ähnlich Pappelsperrholz) gestanzt.
Der Bausatz ist sehr komplett, es müssen nur noch Klebstoffe und Bespannmaterial beigesteuert werden. Gabelköpfe, Gewindestangen, Seilzuganlenkung für das SR, Landerad, etc., es ist wirklich alles Notwendige dabei.
Als Bauplan gibt es nur zwei Bögen für die Tragflächen, alles andere ergibt sich aus der ausführlichen und gut illustrierten Bauanleitung.

Und so kommt das Ganze an

Da dies, wie schon erwähnt, mein erster Bausatz seit längerer Zeit war, habe ich als erstes die Leitwerke gebaut, sozusagen zum Aufwärmen. Allerdings dachte ich seinerzeit noch nicht daran, einen Bericht zu verfassen, daher habe ich davon keine Fotos. Die Leitwerke sind aber sehr einfach aufgebaut. Sie bestehen aus einem Liteply-Kern, auf den beidseitig die Rippen aus Balsa senkrecht aufgeklebt werden. Diese werden der Profilkontur entsprechend verschliffen und danach mit 2mm Balsa beplankt. Dasselbe gilt für das Höhen- und Seitenruder, mit dem Unterschied, dass diese nicht beplankt werden.

Die Bauanleitung sieht für die Anlenkung des Höhenruders eine 10x10 Balsa-Schubstange vor. Diese Art der Anlenkung sagte mir aber überhaupt nicht zu, daher habe ich statt der Schubstange einen Bowdenzug eingebaut.
Aber auch diese Art der Anlenkung erwies sich als wenig praktisch. Es war beim Aufrüsten immer ein elendes Gefummel, den Gabelkopf für das Höhenruder einzuhängen. Daher habe ich später das HR-Servo (Hitec HS-225) direkt in die HR-Flosse eingebaut:


Das obere Bild zeigt den Einbau des HR-Servos bei meiner ersten Ka 8b mit außen liegender Anlenkung. Bei meiner zweiten Ka 8b habe ich das Servo ebenfalls in die Flosse eingebaut, aber das RDS ( Rotary Driver System) zur Anlenkung verwendet, so das von außen nichts mehr sichtbar ist.


HR-Befestigung und elektrische Verbindung

Tragflächen

Diese werden auf dem Rücken liegend aufgebaut. Dazu muss eine Helling erstellt werden, die aus im Bausatz enthaltenen Sperrholzfüßchen und Balsastreifen hergestellt wird. Auf diese Helling kommt dann der obere Teil der Endleiste, auf welche die Rippen geklebt werden. Zuerst müssen natürlich die Holmgurte aus 3x5mm Kiefernleisten hergestellt werden. Die äußere Lage reicht bis an die Flügelspitze, die innere etwa bis in den Bereich der Querruder.


Helling


Holmgurt im äusseren Bereich

Danach werden dann die ersten Rippen eingesetzt und es wird der Einbau der Flächensteckung vorbereitet. Die Steckung besteht im Holmbereich aus einem Flachstahl und einem 4mm Rundstahl im hinteren Teil. Beim Aufrüsten werden die Flächen zusammengesteckt und mit vier Nylonschrauben oben auf dem Rumpf befestigt.


Teile der Tragflächensteckung, das Vierkantmessingrohr wird beidseitig mit Sperrholz verklebt


Einpassen der Steckungsteile


Fertige Steckung


Hilfsholm


Rippen im QR-Bereich, QR-Hilfsholm

Bei meiner ersten Ka 8b habe ich beim Aufrüsten einige Male die Beplankung der Flächen eingedrückt. Dieses geschieht leicht, weil der Rippenabstand doch recht groß ist. Um dem abzuhelfen, habe ich diese zusätzlichen Halbrippen aus Pappelsperrholz hergestellt und in den inneren sechs Rippenfeldern eingebaut.

Stand: 21.03.2004