1st MM-Ocean Race am 14-11-04

Eric Lhoir

Am 14. November 2004 fand das erste MM-Ocean-Race an der Doven Elbe in Hamburg statt. Die Überlegung war, einmal etwas anderes als einen Dreiecks-Kurs zu organisieren und auf Grund der späten Jahreszeit und der daraus resultierenden kühlen Temperaturen sich durch Bewegung aufzuheizen.
Die hohe Anzahl an Zusagen brachte dann im Endeffekt zunächst das Rennkomitee ins Schwitzen. So fanden sich schließlich 22 MMs an der Doven Elbe ein, eigentlich das wegen des guten Windes reservierte Gebiet der IOM-Segler.
Und – das Glück stand auf unserer Seite: Sonne, Wind und Mehr!!!

Als das Rennkomitee endlich um 10:45 Uhr eintraf, segelte sich schon eine beachtliche Gruppe ein. Dummerweise hatten sie allerdings ihre Boote über die Felsen eingesetzt, statt sich des etwa 20m weiter weg gelegenen, weitaus praktischeren Steges zu bedienen.

Diejenigen, die schon da waren, hatten die weiteste Anreise. Kym aus Flensburg war mit seiner ganzen Familie und seinem Wohnmobil schon am Vortag angereist. Auch die Rheinländer segelten schon fröhlich vor sich hin, obwohl das Rennkomitee befürchtet hatte, dass sie es zeitlich nicht schaffen würden.

Zwei Last-Minute-Anmeldungen gab es noch: Christoph, der gerade am Vorabend das MM-Forum entdeckt hatte und zwei Läufe mitsegeln konnte, und Dieter Lagemann, der nach sechsmonatiger Bauzeit seine MM endlich taufen durfte.

Um 12:00 Uhr ging es nach einer kurzen Besichtigung der Strecke mit dem ersten Lauf los. Es musste eine etwa 300m entfernt liegende Bake umrundet werden – und zwar genau im Luv, so dass die Freunde der Kreuzstrecke auf ihre Kosten kamen. Danach wurde mit halbem Wind auf eine mitstrom liegende Bake zugesteuert. Der Wind war frisch, vor allem in der Mitte der Elbe, so dass einige Bötchen auf der danach folgenden Vorwindstrecke Probleme hatten und einige Ausfälle zu verzeichnen waren. Holger durfte daher mit seinem Wagen auf die andere Seite fahren, um dort seine ausgerissene Dodger wieder in Empfang zu nehmen. Das Boot des Rennkomitees musste wegen massiver Defekte an der Sendeanlage erst einmal geslipt werden. Nach diesem Extrem-Einsegeln fand die verdiente Mittagspause statt. Anschließend ging es dann richtig los. Es wurden noch weitere fünf Läufe gesegelt, jedoch ohne die mitstrom liegende Bake zu umrunden, da der raue Nordseewind dies nicht mehr zuließ. Das Event wurde bildlich von Birgit Lagemann festgehalten. Auch einige Filmchen wurden gedreht. An diesen wird noch gearbeitet, um sie anschließend ins Netz stellen zu können.

Bei allmählich hereinbrechender Dunkelheit fand gegen 16:00 Uhr die Siegerehrung statt. Die Bremer hatten mal wieder abgeräumt, auch wenn Kym ihnen dieses Mal schon bedrohlich nahe gekommen war. Gleich dahinter lagen die Rheinländer, die sich von Lauf zu Lauf steigern konnten, da sie immer besser mit den Hamburger Windverhältnissen klar kamen.

Die Dove Elbe ist ein relativ anspruchsvolles Segelrevier und hat gezeigt, dass hier ein stabiles und wasserdichtes Boot benötigt wird (es löst sich ja immer der eine einzige Knoten, den man vergessen hat, mit Sekunden-Kleber abzusichern).
Ich würde mich freuen, diese Veranstaltung im nächsten Jahr wiederholen zu können, allerdings, wie schon angeregt, an einem Samstag. Außerdem schlage ich vor, aufgrund der besonders schwierigen Bedingungen die Ergebnisse mit dem Koeffizient 1,2 in die Rangliste aufzunehmen.

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Stand: 05.12.2004