Selberbauen von Skiern

Gerald Lehr

Eine Anleitung zum Bauen von Skiern für ein Modellflugzeug

Materialbeschaffung

Man nehme Makrolon oder ein ähnliches Material, verzinktes Blech, ein paar Schrauben und Muttern und schwupp, entstehen daraus ein paar wunderhübsche Skier für einen Flieger.

Das Makrolon habe ich von einem Betrieb, der unter anderem Schutzverglasungen für CNC-Fräsen macht. Wenn man nett fragt, bekommt man häufig Abfallstücke jeglicher Größe geschenkt.
Verzinktes Blech erhält man ebenfalls durch freundliches Fragen beim Flaschner geschenkt. Schrauben und Muttern sollten eigentlich zur Grundausstattung eines jeden Modellfliegers gehören.

Der Anfang - mit dem Kunstoff

Das Makrolon wird den Bedürfnissen entsprechend zurecht gesägt. In diesem Falle auf 350 x 60 x 4mm. Zwei Stück sind davon anzufertigen. Es empfiehlt sich, eine Kreissäge zu benutzen, um exakt parallele Schnitte zu bekommen. Wer nur eine Laubsäge sein eigen nennt, muss nachher viel raspeln und feilen, um die Parallelität zu erreichen , so wie der Autor.

Nun werden die Skispitzen aufgezeichnet. Für die Rundung nimmt man eine beliebige Schablone, in diesem Falle war der Rest einer Klopapierrolle das Mittel der Wahl. Wie lang man die Spitzen macht, bleibt jedem selbst überlassen. Ich habe sie diesmal für Tiefschnee gebaut. Deshalb sind die Spitzen 60mm lang.

Nach dem Aufzeichnen sind die Spitzen auszusägen.

Zum Bearbeiten beider Skier klemmt man diese nun so fest zusammen , dass nichts mehr verrutscht.

Nun kann man die Spitzen der Skier auf gleiches Maß feilen und schleifen.

Der nächste Schritt ist das Biegen der Skier. Dazu habe ich mir auf die Schnelle eine Biegevorrichtung gebaut. Man nehme eine alte Lackdose und befestige daran ein Holzbrett. Die Mitte der Dose ist anzuzeichnen und schon ist sie fertig, die Skibiegevorrichtung. Formschön, stabil und unverwüstlich - die Vorrichtung zum Skibiegen aus eigener Herstellung .

Nun geht es ans Biegen. Der Ski wird auf die Vorrichtung gelegt und zwar so, dass die Linie auf der Dose mit der auf dem Ski deckungsgleich ist. Nun wird begonnen, mit dem Heißluftfön das Material zu erwärmen.
Sobald der Ski beginnt, leicht nach unten zu gehen, sofort mit dem Fönen aufhören und mit einem Holzbrettchen oder etwas Ähnlichem den Ski um die Dose biegen. Wie weit bleibt auch hier wieder jedem selbst überlassen.
Wird das Material zu sehr erwärmt, bilden sich unschöne Blasen. Diese tun, wenn man sie gut überschleift, den Gleiteigenschaften des Skis keinen Abbruch, sehen aber hässlich aus.

Stand: 29.11.2004