Bubble-Poxi - innovativer Werkstoff für Laminate

Redaktion

Ein neuer Werkstoff revolutioniert die Verarbeitung von Epoxid-Harz. Bubble-Poxi ist so genial einfach, dass man unwillkürlich die Frage stellt, warum niemand schon früher auf diese Idee gekommen ist.

Harte Schale - weicher Kern, mehr verbirgt sich eigentlich nicht hinter Bubble-Poxi. Epoxid-Harz und -Härter in Form von Dragees. Jeweils eine Komponente befindet sich in einem roten oder weißen Dragee. Die Härter-Dragees sind rot und die Harz-Dragees weiß. Besonders interessant ist die voreingestellte Dosierung. Jeweils ein rotes und ein weißes Dragee ergibt das richtige Mischungsverhältnis. Denkbar einfach ist die Verarbeitung. Die Hülle der Bubble-Poxi-Dragees ist aus einem Material, dass sich in Verbindung mit Alkohol auflöst. Zwei Dragees lösen sich mit 1 cl Alkohol auf. Der Alkohol verflüchtigt sich während des Anrührens und die Mischung erhält exakt die gleichen Eigenschaften, als würde sie aus konventionellen Gebinden verarbeitet. Fertig angerührt ist das Gemisch, sobald es seine Rotfärbung verliert, also transparent wird. Der Alkohol sollte ca. 40% Vol. aufweisen. Eine zu geringe Konzentration kann zu viele Reststoffe beinhalten.

Erste Tests ergaben:

Die Verarbeitung des angerührten Harzes sowie die Eigenschaften des ausgehärteten Laminates lassen subjektiv keinen Unterschied zu den althergebrachten Materialien erkennen. Laut Hersteller ist Tempern bis 60°C möglich. Die Verbindung mit den Fasern, also das Tränkungsverhalten, kann durch die Zugabe weiterer geringer Mengen Alkohol nach dem Anrühren nochmals leicht verbessert werden. Dies ist ein Vorteil, um bei der Tränkung von Hand ein besseres Harz/Gewebeverhältnis zu bekommen. Die Verarbeitung von CfK- und GfK-Gewebe ist identisch dem Verfahren herkömmlicher Harze. Hier gab es ebenfalls subjektiv keine Nachteile. Das Laminieren auf in die Form gespritzte Farbe wird noch getestet. Grundsätzlich aber sind bei Zweikomponentenfarben keine Probleme zu erwarten.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Kein Ärger mit verklebten Behältern.
  • Immer das richtige Mischungsverhältnis.
  • Keine Verwechselung von Harz und Härter möglich.
  • Harz und Härter werden durch den kontrollierten Rührprozess optimal miteinander vermischt.
  • Selbst geringste Mengen können problemlos angerührt werden.

Der Preis ist geringer als bei klassischen Gebinden, da die Lagerung und das Handling bei den Herstellern und Großhändlern wesentlich einfacher und komfortabler ist. Die Zulassung für die Luftfahrtnorm wird in Kürze erteilt.

RC-Network hat sich den Alleinvertrieb in Europa für diese Neuheit gesichert.
Voraussichtlich ab dem 01.04.2005 wird diese Innovation im RCN-Shop erhältlich sein. Sämtliche Datenblätter befinden sich noch in der Übersetzung und werden bis zum Verkaufstermin online gestellt.

Mehr braucht man nicht. Jeweils ein rotes und ein weißes Dragee und ein halbes Glas Schnaps. Das fertig angerührte Harz ist je nach Alkohol leicht gelblich.

Händleranfragen an werkstoff@rc-network.de

 

Stand: 28.03.2005