FS4000 von Sport Klemm

Volker Cseke

Eine Trilogie über die Gründe zum Erwerb, die technische Ausrüstung und das Fliegen dieses großen Voll–GfK/CfK/AfK-Seglers.

Teil 2 oder die lange Zeit im Keller.

Nun liegen sie da, die wenigen Teile, die es gilt, sinnvoll zusammenzusetzen. Das Modell selbst, der Antrieb und die Steuerung. Bevor mit dem Zusammenfügen – „Modellbauen“ ist es schon nicht mehr - begonnen wird, erst mal auf die Waage. Mein Ziel ist ein fertiger Flieger unter 5kg Abfluggewicht. Auch wenn mir alle im Vorfeld erklärt haben, eine FS4000 dürfe ruhig 5,5kg wiegen, so ist doch der Schritt in die Illegalität für mich ein Gräuel. Durch die Bekanntschaft mit einem Bauern aus meinem Wohnort habe ich das eine oder andere Flugfeld exklusiv vor der Haustür, aber eben kein genehmigtes Modellfluggelände. Somit ist bei 5kg Abfluggewicht Schluss.

Die nachfolgende Wägeliste gibt gleichzeitig Auskunft über die geplanten Einbauten.
Folgende Gewichte wurden ermittelt:

An der einen oder anderen Stelle musste doch noch etwas Material zum Montagesatz hinzugefügt werden. So erklärt sich der Gewichtszuwachs von ca. 50g. Aber ich bin immer noch im Limit und dies beruhigt mich. Um es vorweg zu nehmen, der Schwerpunkt lässt sich in den vorgegeben Grenzen ohne Einsatz von Blei einstellen.

So sehen die Einzelteile des Antriebsstranges aus. Bei meinem Modell war die Montage des Motorspantes und des Abstützungsklötzchens schon erfolgt und machte somit auch keine Arbeit. Die Steckverbinder zwischen Motor und Steller lagen bei und wurden vorab schon mal angebracht. Das Servokabel am Steller musste verlängert werden. Hierzu habe ich ein verdrilltes Kabel mit 0,25mm² Querschnitt verwendet. Der Ferritring wurde wieder aufgefädelt und in die Nähe des Stellers gebracht.

Die von mir vorgesehenen RC–Komponenten, entsprechend der Auflistung in der Gewichtstabelle. Die hier noch sichtbaren MPX-Micro-digi–Servos für das V-Leitwerk habe ich im Zuge der Anpassung an den Rumpf gegen Graupner C3241–Servos austauschen müssen, da die MPX–Servos 3mm zu hoch waren. Der Würfel des Empfänger–Akkus (4 x KR1700AU) wurde gestreckt und in einer zwei lang/zwei breit–Anordnung eingebaut.

Ein Teil der mitgelieferten Kleinteile. Es fehlen auf dem Bild noch einige Teile der Ruderanlenkungen; die kleben, mit Tape befestigt, in den einzelnen Servoausschnitten im Flügel. Ferner sind noch passende Kohlfaserschubstangen für die V-Leitwerks–Ansteuerung im Rumpf versteckt.

Die erste Arbeit, die ich direkt am Modell vollzogen habe, war das Kürzen der hinteren Flügelbefestigungsschraube, welche 10mm in den Rumpf ragte. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, ob ich den Platz vielleicht brauche und mir Schrauben, die mehr als einen Gewindegang aus der Mutter schauen, ein Gräuel sind, habe ich sie kurzentschlossen entsprechend gekürzt. Und schon sind wir mit allen Unzulänglichkeiten des Bausatzes durch.


Der Servoeinbau

Entsprechend dem Hinweis der Bauanleitung, den Anforderung an die Befestigung und dem Anspruch des Fliegers, habe ich mir einige Gedanken über das Einkleben der Servos gemacht. Einerseits kann sich, wenn man Servos dieser Größe in Schrumpfschlauch verpackt und den Schrumpfschlauch einklebt, im Laufe der Zeit eine gewisse Beweglichkeit des Servos innerhalb des Schrumpfschlauches einstellen. Andererseits wollte ich die Servos nicht direkt einkleben, da dann das Ausbauen im Fehlerfalle eine arge Murkserei ist.

Meine Lösung: Ich habe die Servos auf den großen Seitenflächen mit einer Schicht dünnem, doppelseitigem Klebeband beklebt. Es gibt ein Doppeltape, welches klar und sehr dünn ist und somit nicht unnötig aufträgt.

Wenn man das Tape aufgebracht hat, bekommt man aber nach dem Abziehen des Abdeckstreifens den Schrumpfschlauch nicht mehr über das Servo. Also habe ich mir vom Teppichklebeband die Abdeckfolie genommen und diese auf die Klebestreifen des Servos geklebt.

Dann kann man den Schrumpfschlauch aufschieben und positionieren. Dann die Abdeckbänder entfernen und schrumpfen.

Da ich die wunderschöne Oberfläche nicht gleich mit Kleber voll schmieren wollte, habe ich entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten abgeklebt und dann die Servo aufgeklebt. Hierzu den Schrumpfschlauch mit grobem Papier anschleifen – eigentlich nur Riefen ziehen – und dann mit Aceton entfetten. Eingeklebt habe ich mit einer Klebemasse aus 20 Minuten E-Harz, Aerosil als Tixotropiermittel und Baumwollflocken. Bei einer Probeklebung auf einem Holzbrettchen war das Servo auch mit brutalen Stößen nicht mehr locker zu bekommen. Das Rausoperieren war dann auch ein echter Akt, geht aber ohne Beschädigung des Servos oder der Umgebung.


FS4000 Teil 1

Stand: 23.06.2005