Baubericht einer IOMMichael Scharmer |
Seite 3Der BugfenderFür das Boot reicht auch Sikaflex. Vorne habe ich die Stevenkanten
seitlich abgeklebt, anschließend Sika drauf, dann Tesaband drauf,
Platten seitlich drauf, Wäscheklammern drauf, warten. Leider sind
die Fotos von dieser Aktion nicht zu gebrauchen.
Mit feinerem Schleifpapier kann man eine glatte Oberfläche erzielen..
Damit kann auch der Kieltiefgang ermessen werden (ist unbedingt erforderlich für Leute, die keinen Zugang zu einem Vermessungstank haben). Da im Moment außer schleifen, malen, schleifen und malen nicht viel zu berichten ist, hier eine Kurzzusammenfassung vom Riggbau. Da ich dem guten Dieter alle Riggs mitgegeben habe, sind drei Riggs gleichzeitig zu bauen.
In eine Holzleiste werden nach Vorgabe Nägel eingeschlagen (die Kurve ist durch eine FEM-Rechnung entstanden). Drei Leisten habe ich mit Ponal und vielen Wäscheklammern zusammengeleimt.
Die Bäume sind inzwischen hohl geworden. Sie bestehen aus 0,8mm Sperrholz und 3x2mm Leisten. Daher sind sie 4g leichter als die Massivbäume. Der Fockbaum ist vorne so lang, wie die Schiffslänge es zulässt.
Vorne wird das Blei eingeklebt und, falls notwendig, auch noch von außen. Der Vorteil gegenüber den herkömmlichen Bulbs ist, dass man hiermit bei Kollisionen nicht am Gegner hängen bleibt.
So sollte das aussehen. Die Vorgabe sind Kugellager von Conrad, rostfrei (na ja), außen 9mm und innen 4mm. Dafür wird ein Holz von 10,7mm Durchmesser mit Paketband umwickelt. Ein Massivniroteil mit 9mm Außendurchmesser wird mit Tape aufgeklebt. Diesen Verbund wachsen, mit Kohlegewebe umlaminieren bis etwa 2mm Dicke erreicht ist.
Das erste Photo ist dem Sebastian gewidmet. Es geht um seine Ausführung der Lagerung der Ruderachse.
Diese Bronzelager kann man bei Conrad in Raisdorf kaufen. Sie kosten etwa 1 Euro und passen in ein 10er Rohr. Als Achse nehme ich ein 4mm Messingdraht. Das wird hinreichend spielfrei.
Oben im Cockpit kann die Kante stehen bleiben, im Rumpf feile ich die
Kante ab. Das Ruder soll auf jeden Fall am Rumpf spaltfrei sein, auch
dann, wenn das Ruder etwa 10° gelegt wird. In der Regel geht das nur,
wenn der Ruderschaft senkrecht durch den Rumpf läuft. Bei einem Heckauslauf
von 11° würde das bedeuten, dass der Schaft auch 11° aus
der Vertikalen steht. Beim Ruderlegen ist das dann ganz schlecht. Es ergibt
sich mehr oder weniger ein Höhenruder - buddel, buddel, buddel.
Um den Ruderkoker, sprich die Ruderlager, auszurichten, wird eine Achse mit drei Blättern versehen, deren Spitzen alle auf einer Fläche liegen, die senkrecht zur Achse ist. Diese Punkte sind von der Achse entsprechend der Ruderlänge oben entfernt. Ein Blatt ist auf MS, die anderen beiden etwa 35° verdreht. Das entspricht dem maximalen Ruderwinkel, der gefahren wird. Nach diesem Modell wird bei der unteren Buchse der Rand abgefeilt, bis die Spitzen des Modells am Rumpf anliegen.
Nebenbei kann ich einige Kleinigkeiten vorbereiten, z. B. die Riggs.
Diese Haken werden als Vorstagbeschlag benutzt, indem sie durch Löcher gesteckt und hinten umgebogen werden.
Um die Mitte festzustellen, wird der Mast auf eine ebene Fläche gelegt (bei mir ist das ein Spiegel) und mit dem Bleistift parallel zur Fläche markiert, dann wird der Mast umgedreht und im gleichen Abstand von der anderen Seite markiert. Die Bohrungen für die Wanten, Salinge, etc. bohre ich von beiden Seiten. Um die gleiche Höhe zu bekommen, klebe ich einfach ein breites Tesaband um den Mast. Wenn die eine Kante nach dem Umrunden die andere trifft, ist das Tape rechtwinklig zum Mast. Es darf gebohrt werden. Ich habe das Boot am Wochenende lackiert und wenn man das Ergebnis sieht,
weiß man, weshalb ich normalerweise nicht lackiere, sondern einfach
beschichte, schleife und poliere.
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Stand: 25.01.2006
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