Mini 40
Klassenbestimmungen
2006
Inhalt :
1. Allgemeines
2. Rumpf und Schwimmer
3. Anhänge und Ballast
4. Rig
5. Segel
6. Segelflächenvermessung
1. Allgemeines
1.1 Die Mini 40 ist eine Mehrrumpf-Entwicklungsklasse.
1.2 Zweck dieser Regel ist es Konstrukteur und Erbauer
alle Freiheiten in Entwurf und Konstruktion im Rahmen
dieser Regel zu geben, um wettbewerbsfähige Mehrrumpfyachten zu bauen.
1.3 Alles was nicht explizit verboten ist, ist erlaubt.
1.4 Die Mini 40 Klasse ist eine Kategorie B Klasse
gemäß ISAF und darf entsprechend großen Vorbildern gestaltet
werden.
1.5 Der DSV ist der Dachverband für die Administration
dieser Klasse.
1.6 Alle Eigner sind für die Einhaltung der Klassenbestimmungen
verantwortlich.
1.7 Längenmaße werden in Millimetern und
Flächenmaße in Quadratmetern angegeben.
2. Rumpf und Schwimmer
2.1 Es sind Katamarane, Proas und Trimarane erlaubt.
2.2 Die vorderen 12 mm von Rümpfen und Schwimmern
müssen mit einem Bugfender versehen sein.
2.3 Abmessungen :
Die maximale Länge
über alles beträgt 1220 mm.
Die maximale Breite
über alles beträgt 1220 mm.
2.4 Die Länge über Alles schließt alle
Anhänge einschließlich Ruder ein.
2.5 Die Länge über Alles wird entlang der
Mittelachse der Yacht und die Breite im Winkel von 90 Grad dazu
gemessen. Dabei befindet sich die Yacht Konstruktionsschwimmwasserlage.
3. Anhänge und Ballast
3.1. Beweglicher Ballast darf zu keinem Zeitpunkt über
die Länge und Breite über Alles hinausragen.
3.2. Ballast darf nur eine Dichte von maximal 11,3 Kg/dm³
haben.
3.3. Wasserballast ist erlaubt.
3.4. Veränderungen des Ballastes sind zu jedem Zeitpunkt
auch während der Regatta erlaubt.
4. Rig
4.1. Die Anzahl der Rigs ist frei.
4.2. Die Mastfläche wird in die maximale Segelfläche
integriert, wenn der Durchmesser des Mastes größer als
20 mm ist.
4.3. Es wird nur der größte Mast vermessen.
4.4. Swing Rigs und Flügelmasten sind erlaubt.
4.5. Der größte Durchmesser von Bäumen und
Spieren ist 20 mm.
4.6. Kein Teil eines Rigs darf über die Länge über
Alles hinausstehen, wenn die Segel sich auf der Mittelachse
befinden.
5. Segel
5.1. Die maximale Segelfläche beträgt 0,9 m².
5.2. Die Anzahl der Segel, das Material, die Konstruktion
und die Form sind frei.
5.3. Der Segelplan darf aus nicht mehr als einem Großsegel
und einer Fock bestehen.
5.4. Es wird der größte Segelsatz vermessen. Alle
anderen Segelsätze müssen vollständig in die äußeren
Abmessungen dieses Segelsatzes
fallen.
5.5. Die Segel müssen Segelkennzeichnungen entsprechend
den Bestimmungen der ISAF-RSD tragen.
5.6. Das Klassenzeichen ist eine 4, die von einer 0 überlappt
wird. Die Abmessungen entsprechend der nachfolgenden
Zeichnung. Buchstabendicke ist 5 mm.

50mm
5.7. Die maximale Breite eines Kopfbretts beträgt 20
mm.
6. Segelflächenvermessung
6.1. Die gesamte Segelfläche setzt sich zusammen aus
Großsegelfläche (SG), Focksegelfläche (SF) und Mastfläche
(SM).
S = SG + SF + SM
6.2. Die Großsegelfläche wird folgendermaßen
berechnet :
SG = L x (M0 + 4 x M1
+ 2 x M2 + 4 x M3) / 12 + 2 x (M0 x E) / 3
Wobei L das kleinere
Maß von LC und LD ist.
M0 ist die Länge
des Fußlieks.
M1, M2 und M3 sind die
Längen zwischen den Viertelmesspunkten gefunden durch entsprechende
Teilung des Achterlieks
zu den korrespondierenden Punkten des Vorlieks.
6.3. Die Focksegelfläche wird folgendermaßen berechnet
:
SF = L x (J0 + 4 x J1
+ 2 x J2 + 4 x J3) / 12 + 2 x (J0 x D) / 3
Wobei L das kleinere
Maß von LA und LB ist.
J0 ist die Länge
des Fußlieks.
J1, J2 und J3 sind die
Längen zwischen den Viertelmesspunkten gefunden durch entsprechende
Teilung des Achterlieks
zu den korrespondierenden Punkten des Vorlieks.
6.4. Die Mastfläche wird folgendermaßen berechnet,
wenn der maximale Durchmesser 20 mm übersteigt :
SM = H x E
Wobei H die Länge
des Mastes ist und E die durchschnittliche Mastbreite aus 5 Messungen
verteilt über die
Mastlänge.
Skizze zur Segelvermesssung
:

Klassenbestimmungen gültig ab 1.2.2006
Übersetzung in Anlehnung an die Mini 40 Klassenbestimmungen der
MYA (GB) und der US mini 40 Klassenvereinigung.
Freigegeben für den Bereich des DSV durch
Gerhard Mentges, Obmann Ausschuss für Modellsegeln
Originaldatei als PDF zum Download (74kb) 
Und hier noch einige Bilder zur neuen Klasse.

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