Winterfliegen Melle 2006

Ralf Paehl

Es sah gar nicht gut aus. Starker Wind und kalter Regen beherrschte die Tage im Norden vor dem Winterfliegen 2006. Doch die Aussichten ließen noch Raum für ein winziges Fünkchen Hoffnung. Und wirklich, als es darauf an kam am Samstag, den 11. Februar 2006, zeigte das Wetter Erbarmen mit den beiden ausrichtenden Meller Vereinen, dem MSV und den Buschpiloten. Die Sonne schien zwar nur für etwa zwei Stunden, aber in dieser Zeit war es fast windstill und die Sicht reichte aus.

Hier also ein paar Bilder vom Winterfliegen 2006. Leider war das Licht meist nicht besonders gut, was bedauerlicherweise zu qualitativ eher zweitklassigen Bildern führt.

Die Standard J1 von „Champ“ Detlef Sewing eröffnet das Winterfliegen 2006. Fritz Eickhoff assistiert. Mehrfach wunderschön vorgeflogen, leider wurde das Modell bei der letzten Landung, die beim Ausrollen in einem Graben endete, leicht beschädigt. „Das kriegste schon wieder hin, Detlef.“

Interessantes Detail am Rande: Das ist ein F3A-X Modell mit 2,5m Spannweite aus dem Hause Delro. Komischer Motorträger, nicht wahr? Wenn man genau hinsieht, stellt man fest, dass der Motor schon drin ist: Ein brushless Außenläufer mit 5kW (!) Leistung.

Hier ein paar Daten zu diesem gigantischen Elektroantrieb.

Das Cockpit einer sehr schön gebauten ASK13. Das Flugzeug scheint derzeit richtig in Mode zu kommen. Viele Segelflieger (ich auch) haben auf diesem Muster ihren ersten Alleinflug gemacht.

Noch ein Cockpit. Diesmal, wenn ich es richtig gesehen habe, von einer Bearcat. Hervorragend gemacht!

Die Tochter von Dirk Juras. Nein, sie trägt hier nicht Papas Modell zurück. Sie hat es selbst mit traumwandlerischer Sicherheit gestartet, geflogen und gelandet.

Da staunt auch Winnie Ohlgart.

Überhaupt, Winfried: Herzlichen Dank für Dein Kommen und die großartige „Moderation“ dieser Veranstaltung. Locker wie immer, aber das Geschehen jederzeit im Griff. Halt ein Profi im besten Sinne.

Ein neuer, sehr simpel aufgebauter Jettrainer von Dirk Juras. Das Interesse war groß. Kein Wunder, denn das Modell flog wirklich spitzenmäßig. Ich habe nur am Rande mitbekommen, dass es auch sehr einfach zu beherrschen sein soll.

Das Dreamteam, Arno Donath und Friedhelm Graulich, hatte wieder zugeschlagen. Eine gigantische F18 in gewohnt perfekter Bauausführung.

Das Flugzeug macht einfach aus jeder Perspektive richtig was her. Wenn der Himmel nur nicht so trüb gewesen wäre.

Dass das Modell von Friedhelm auch perfekt vorgeflogen wurde, brauche ich wohl nicht erwähnen.

Noch eine F18, diese ist vom „Düsenopa“. Leider haben wir das Modell (noch) nur am Boden bewundern können. Die Lackierung ist äußerst beeindruckend.

Nochmal die F18 aus der Nähe.

Für mich eindeutig „Best of Show“, auch wenn es bei uns keine Pokale gibt. Ralph Losemann (Noria) war extra aus Dresden angereist. Was er mit seinem Eurofighter mit Schubvektorsteuerung gezeigt hat, verschlug uns allen die Sprache. Wenn ich persönlich auch geraden, klassischen Kunstflug lieber sehe, war dies einfach eine umwerfende Show. Seine Technik funktionierte einwandfrei und er beherrschte sie perfekt, obwohl er erst ein paar Flüge mit dem Modell gemacht hat. Allein die Geräuschkulisse bei Überschlägen und Flachtrudeln mit atemberaubender Drehgeschwindigkeit war beeindruckend. So ganz nebenbei zeigte er mit wunderschönen langsamen oder getakteten Rollen und riesigen Rollenloopings, dass er es auch ohne Schubvektorsteuerung „drauf“ hat.

Vielen Dank allen Piloten und Besuchern. Auf ein Wiedersehen in 2007.

Der Motor der riesigen Ryan steht, diese Landung muss also sitzen! (Tat sie auch)

„Kasperlefliegen“ mit der großen Delro Ultimate. Das war aber glücklicherweise nur eine kurze Einlage, der Rest des Fluges bestand aus schön anzusehendem Kunstflug.

 

Stand: 12.02.2006