Teil 1: Reglement und
Rückblick
Teil 2: Ergebnisse der
Speedwettbewerbe und technische Angaben
Teil 3: Speed-Geschichte in Bildern
Teil 4: Galerie der Speedmotoren
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1985 - Speed-Cup Hillerse / Niedersachsen

Vater und Sohn "Küppers" mit ihren Eigenkonstruktionen
und "Rossi 61 RV" - sie sind seit Jahren in der Szene aktiv
und als eingespieltes Team stets für Geschwindigkeiten über
300 km/h gut !



Selten sind Testläufe zwischen den Flug-Durchgängen so häufig
erforderlich wie beim Pylon- oder Speedfliegen. Umgebungs-Temperatur,
Luftdruck und Luft-Feuchtigkeit am Wettbewerbs-Ort sind anders als zuhause
und die hochfrisierten Motoren reagieren bereits auch auf geringste Veränderungen
während des Tages. Hier hält Hans Sagemüller das Modell
von Lothar Steinbiß.


Lothar Steinbiß und Günther Bonengel vor dem Wertungsflug.
Wenn jetzt die Triebwerks-Abstimmung nicht paßt, ist dieser Durchgang
"gegessen" - auch für geringste Änderungen bleibt
keine Zeit, höchstens die Glühkerze kann noch in aller Eile
gewechselt werden (sofern die richtige bereit liegt).



Die drei Beobachter im Hintergrund mögen es mir nachsehen - aber
aus Sicherheitgründen hat grundsätzlich (und erst recht bei
solch hochdrehenden Motoren) während des Motor-Laufs niemand seitlich
des Propeller-Drehkreises und schon gar vor dem Triebwerk etwas zu suchen
!!
Auch wenn's hinterhalb des Modells an Frischluft mangelt: "Erstunken"
ist man lange nicht so schnell als von einem zerrissenen Propeller-Blatt
durchbohrt !!

Und nochmal: Wenn man schon einen optischen Drehzahl-Messer sein Eigen
nennen kann - von hinten läßt sich's auf jeden Fall sicherer
messen und auch der Motor wird es vermutlich ohne Drehzahl-Verlust über
sich ergehen lassen !!


Die erfolgreiche Konstruktion von Achim Kaiser mit abgenommener Motor-Verkleidung.
In dieser Konstellation mit dem "OPS Super 60 SPP VAE" wurde
dann 1990 die bislang höchste Durchschnitts-Geschwindigkeit mit 381
km/h gemessen !

Jörg Sperling startet das Speedmodell von Günter Haffki zu
einem Testflug.

1986 - Hillerse
Der übliche Startablauf bei einem Wettbewerbs-Durchgang. Hier hilft
Manfred Pick bei der Vorbereitung für den Wertungs-Flug von Bernd
Schweitzer.






Noch ein prüfender Blick sowie ein Sicherheits-Rudercheck und dann
ab in die Lüfte - ein sicherer und geübter Werfer mit einem
bereits am Boden möglichst in Resonanz laufendem Motor sind die halbe
Lebensversicherung für den Start eines jeden Speed-Modells.


Das Modell von Hermann Haase wird für den Sieg-Flug vorbereitet.
Am idealsten wäre es, wenn der Pilot wie sonst üblich den Motor
nicht selbst starten müßte sondern sich abwartend auf den Flug
konzentrieren könnte. Dies erfordert allerdings ein eingespieltes
Helfer-Team und ist deshalb eher selten.





Hans Sagemüller beim Starten seines Picco's - Hubert Kresin hilft.

Manfred Pick startet das Speedmodel von Achim Kaiser.


Hans Hirschberger startet die allseits bekannte Speed-Cobra von Thomas
Ott. Auf jeden Fall ein dankbares Einsteiger-Modell fürs Speed-Fliegen.

Hermann Haase mit seinem Speedmodell. Er war der Einzige, der seine Propeller
im wahrsten Sinne des Wortes aus Holz "selbst schnitzte" !

Oben: Der Rumpf des Speedmodells von Hans Sagemüller. Deutlich
ist der komplette Motor-Einbau mit dem "Picco 60 Spezial" zu
sehen.


Unten: Ein Wertungsflug von Thomas Lindemann (den Pylon-Fliegern wohlbekannt).
Das Modell wird von "zarter Hand" seinem Element übergeben
- 334 km/h waren das Ergebnis !

Siegerehrung Hillerse
Hermann Haase mit seinen beiden Trophäen - jedoch lediglich den Pokal
durfte er letztendlich mit nachhause nehmen !!
Stehend von links: ??, Bernd Schweitzer, Ludwig Stork, Hubert Kresin,
Achim Kaiser(Pl. 2), Hermann Haase (Pl. 1), ??, Manfred Pick (Pl. 3),
??, ??, Hans Sagemüller, Klaus Böhm.

"Die Prölls" oder auch "Die schnellste Modellflieger-Familie
Deutschlands" tauchten erst Ende der achziger Jahre beim Speed-Geschehen
in Hillerse auf und waren mit ihren schnellen Modellen dann auch immer
für vordere Plätze gut.

Die Modelle sind in Voll-GfK erstellt und der interessante Bericht über
Entstehung und Bau kann in der Zeitschrift "MFI 01/91" nachgelesen
werden, aus der auch diese Fotos entnommen sind.


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