F3A - Aktuell

Roland Lebherz

Der E-Mail-Dienst für F3A - Interessierte, Ausgabe Nr. 3/06 vom 26. Juli 2006


Themen dieser Ausgabe:


Editorial

Liebe F3A-Freunde,

die neue F3A-Aktuell liegt vor Euch.
Vielleicht schimmert sie beim einen oder anderen auch nur am Bildschirm. Kleiner Tipp: Ausdrucken schont die Augen.

Der Zuspruch, den ich mittlerweile erhalte, ist fast überwältigend.
F3A-Aktuell wird nicht nur in Deutschland, sondern auch in Italien, der Schweiz, Österreich, Kroatien, Irland und Kanada gelesen. Die Zugriffe über www.rc-network.de sind hier noch gar nicht mitbetrachtet. Wer hätte das vor einem Jahr gedacht?

Offensichtlich gibt es doch sehr, sehr viele F3A-Anhänger.
Wenn wir es nun noch schaffen, den Nachwuchs entsprechend zu motivieren, dann ist die Kernaufgabe von F3A-Aktuell erfüllt. Der Beitrag meines 14 Jahre jungen Vereinskollegen  Sebastian Ehinger lässt hoffen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Nicht versäumen möchte ich, mich wieder bei den Autoren zu bedanken, die an dieser Ausgabe mitgearbeitet haben. Sie haben ihre Zeit geopfert, um unser gemeinsames Hobby – unsere Leidenschaft F3A – allen Interessierten ein Stück näher zu bringen.

Ich persönlich wünsche mir noch viel mehr Beiträge von Gastautoren!
Was ist beispielsweise  mit Beiträgen aus Liechtenstein, San Marino oder Kraiwiesen?
Auch Bauberichte wären schön!
Hier haben wir alle gemeinsam noch Steigerungspotential.

Die nächste Ausgabe wird voraussichtlich in KW 33 erscheinen.

Euer
Roland Lebherz


Eine Ehrung für einen echten DAeCler

Von Adolf Middeldorff und Manfred v. Raven,  (Foto R. Lebherz)


Peter Uhlig erhält das erste Hanjo Kunze Diplom der Sportfachgruppe!

Mit dem Hanjo Kunze Diplom bedankt sich die Sportfachgruppe bei Peter Uhlig für seine langjährige Tätigkeit als Sportzeuge auf nationalen und internationalen Wettbewerben. Ebenso gilt unser Dank seinem Engagement als Ausbilder vieler Nachwuchssportzeugen und die Weiterentwicklung der einschlägigen Richtlinien, wobei sich die FAI gern seiner Fachkompetenz bedient.

Anlässlich des F3A-Ranglistenwettbewerbs in Uetze wurde Peter Uhlig das Diplom Nr. 1 vom Sportfachgruppenvorsitzenden Klaus Böckmann überreicht.

Das Hanjo Kunze Diplom
Seit kurzem hat die Sportfachgruppe Modellflug im DAeC eine eigene Ehrenordnung, die zwei Auszeichnungen für verdiente Modellflieger vorsieht.
Eine davon ist das Hanjo Kunze Diplom. Es ist  so benannt nach Hans-Joachim Kunze, der über lange Jahre als nationaler und internationaler Punktwerter höchste Anerkennung gefunden hat und das Ansehen des DAeC nachhaltig gefördert hat.
Es sollen damit Personen ausgezeichnet werden, die sich durch langjähriges, außerordentliches Engagement in Supportfunktionen für den Modellflugsport auf nationaler und/oder internationaler Ebene hervor getan haben.


Peter Uhlig ganz in seinem Element: Beim Punkten in Dreiech.
 

2. Ranglistenwettbewerb F3A (Bundesliga) 2006 in Dreieich

Von Roland Lebherz

Beim FSV Dreieich e.V., in der Nähe von Frankfurt gelegen, traf sich der deutsche F3A-B-Kader zum zweiten Schlagabtausch am 15./16.7.06. Der Wind war zwar wieder sehr stark, aber zumindest war der Himmel über die zwei Tage blau, bei Temperaturen zwischen 22 und 30 Grad. Für alle Aktiven war das Flugfenster, das schräg zur Bahn verlief – und am Samstag aufgrund des Sonnenstandes auch noch gewechselt wurde – zunächst gewöhnungsbedürftig. Aber der Mensch, insbesondere der F3A-Pilot, ist ein Gewohnheitstier – einmal auf die Linie eingeschossen, ging es dann irgendwie doch.

Wie bereits in Ausgabe 2/06 geschrieben, bestimmen mittlerweile die Elektroantriebe das Geschehen. Lediglich Rainer Seubert konnte  sich mit seinem OS140 in den Top 10 platzieren. Der E-Antrieb kommt dem Constant-Speed-Stil einfach sehr entgegen.
Hinsichtlich Leistung und Geräuschentwicklung sind die eingesetzten Hacker-, Plettenberg- und Lehner- (E-F-501) Antriebe weitgehend ebenbürtig. Am meisten Power hat wohl der Hacker C50 Aero-Competition. Am leisesten dürfte wohl der neue Plettenberg Evo-Antrieb sein, wobei auch er ordentlich „Schmackes“ zu haben scheint. Bemerkenswert sind meines Erachtens die genannten Stromverbräuche der einzelnen Systeme. Kommen Bernd Beschorner oder Manfred Greve mit ihrem Plettenberg-Evo mit knapp 3.200-3.300 mAh je Programmflug aus, liegen diese Werte bei Hacker etwa bei 3.600-3800 mAh. Beim Lehner-Antrieb fällt die Bandbreite interessanterweise am breitesten aus. Hier sind Werte von 2.900-4.000 mAh im Gespräch! Sicherlich ist hier der individuelle Flugstil hauptsächlich maßgebend. Vielleicht streuen aber auch die einzelnen Motore innerhalb der Serie. Das muss noch beobachtet werden.

Sehr eng wurde es diesmal wieder zwischen Markus Wissinger (Platz 1) und Bernd Beschorner (Platz 2). Aber auch im Mittelfeld wird um jedes Promille gekämpft, wie man der Ergebnisliste entnehmen kann. 

Eine ausführliche Übersicht der eingesetzten Technik wird nach dem dritten Teilwettbewerb erscheinen.

Wolfgang Lorenz mit seinem neuen Oxalys.
Das Modell wird inkl. Finish als Bausatz von Modelltechnik Lorenz geliefert und verfügt über eine  durchgehende Fläche.
Die Akkumontage eines LongGo Light 5000 von EMCOTEC ist trotzdem problemlos möglich, wie man sieht.

 



Bernd Beschorner mit seinem Impact. Er vertraut wie Manfred Greve auf den neuen Plettenberg-Evo-Außenläufer: Super-Leistung bei geringstem Verbrauch – und dabei auch noch leise.


Mittlerweile heißer Kanditat für die künftige Nationalmannschaft: Stefan Bautz.
Er setzt einen El Tiburon von Lorenz Modelltechnik mit Hacker-Antrieb ein (ausführlicher Baubericht siehe Ausgabe 2/06).
 

Nochmals der Oxalys von Lorenz Modelltechnik. Der „Spoiler auf dem Dach“ erinnert an McLaren-Mercedes in der F1. Ob es etwas bringt, konnte mir niemand sagen.
Aber auch ohne Spoiler ist der Oxalys ein bildschönes Modell.


 


 

2.Teilwettbewerb der Bavarian Open in Erding

von Sebastian Ehinger

Der MFG Erding -Oberding war diesmal Gastgeber des 2. Teilwettbewerbs der Bavarian Open, der am 8.7.2006 ausgetragen wurde. Geflogen wurde wie üblich in den Klassen F3A-C, F3A-B-06 und in der Klasse F3A-P07. Mit 11 Teilnehmern war die Klasse F3A-B-06 am stärksten besetzt, dicht gefolgt von der Klasse F3A-C mit 8 Teilnehmern. Nicht ganz so spannend war es vielleicht für die Teilnehmer der Klasse F3A-P07, in der nur 4 Piloten am Start waren.
An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass das Niveau, vor allem in den Klassen F3A-B-06 und F3A-C, wesentlich höher als im Vorjahr war.
Außerdem ist es sehr erfreulich, dass immerhin 4 Jugendliche an den Start gingen, die allesamt richtig gut unterwegs waren. Drei davon traten in der Klasse F3A-C und einer in der Klasse F3A-B-06 an. Ein ganz besonderer Anreiz ist für uns junge Piloten auch, dass der beste Jugendliche einen seperaten Jugendpokal erhält. In Erding war ich der Glückliche, der den Pokal entgegennehmen durfte. Ein toller Tag war es auch sicherlich für den 14-jährigen Andreas Steger, der bei seinem ersten Wettbewerb einen sensationellen 2. Platz in der Klasse F3A-C belegte.

Nun ein paar Worte zur eingesetzten Technik:
In der Klasse F3A-C dominierten Modelle der 90er-Klasse, wie zum Beispiel Tojero 90, Nemesis 90 oder Epsilon. Ganz anders sieht es dann schon in den Klassen F3A-B-06 und F3A-P07 aus, in denen bis auf zwei Ausnahmen ausschließlich 2x2 Meter-Kunstflugmodelle eingesetzt wurden. Drei davon waren elektrisch betrieben. Doch allgemein lässt sich aber sagen, dass der Trend zum Elektroantrieb nur sehr schwach ist.

Am Abend nach den Wertungsflügen war freies Fliegen angesagt, darüber hinaus bestand auch die Möglichkeit die Modelle anderer Piloten zu testen.
Ganz besonders danken möchte ich, im Namen aller Piloten, dem MFG Erding -Oberding , der den gesamten Wettbewerb perfekt organisiert hat.


Die glücklichen Sieger am Ende eines wirklich gelungenem Wettbewerbes


Erfreulicher Weise waren mit Stefan Krauskopf, Sebastian Ehinger, Andreas Steger und Jürgen Stegmann (v.l.n.r.) auch vier Jugendliche in Erding am Start.


Christoph Kauer und Bernhard Schröger (v.l.n.r.) mit ihren Elektro- Kunstflugmodellen. Beide Maschinen     werden von einem Hacker C 50 Competition Elektromotor angetrieben.


Zwei Modelle der 90er Klasse: Synergy 91-3D und Nemesis 90 (v.l.n.r.)

 

37. Innviertler Wanderpokalfliegen in der Klasse F3A in Schärding/Österreich

von Peter Uhlig

Jedes Jahr findet am zweiten Wochenende im Juni in Schärding Ranseredt das Innviertler Wanderpokalfliegen in der Klasse F3A statt. Dieser Wettbewerb ist international ausgeschrieben und in der FAI-Liste aufgeführt. Auch 2006  war ich wieder einmal als Punktwerter auf dem sehr gepflegten Modellflugplatz der Schärdinger Flieger Union. Bei recht ordentlichen Wettter, am Samstag war es meist bewölkt, am Sonntag schien die Sonne, kämpften 32 Modellflieger um die ersehnten Punkte. Diesmal war das Teilnehmerfeld „internationaler als in den Vorjahren. Die Piloten kamen aus der Schweiz, aus Polen, aus Liechtenstein und natürlich aus Österreich, und dieses Jahr hatten auch mehrere deutsche „Bundesligapiloten den Weg über die Grenze gefunden. So war die komplette deutsche Mannschaft für die Europameisterschaft 2006 am Start. Als „Punkterichter“ fungierten größtenteils ehemalige F3A-Piloten. Interessant für einen Wettbewerb in Österreich war es, dass zwei der Punktwerter aus Deutschland kamen.
Die Veranstaltung war hervorragend organisiert, auch Essen und Trinken waren zu empfehlen. Das fliegerische Niveau war rech hoch. Kurios für deutsche Teilnehmer war die große Anzahl an Viertaktmotoren. Aber auch in Österreich steigt die Zahl der Elektroflieger. Die mit E-Antrieb ausgerüsteten Modelle überzeugten durch enorme Leistung in den Steigpassagen. Am Ende des „Bewerbes“ konnte sich der deutsche Meister 2005, Markus Wissinger mit zwei Tausendern als Sieger durchsetzen. Den dritten Tausender errang der junge Gerhard Mayr aus Oberösterreich. Den dritten Platz auf dem Treppchen erzielte Günther Ulsamer aus Deutschland.
Die Siegerehrung, bei der es für jeden Teilnehmer einen Sachpreis gab, rundete die gelungene Veranstaltung ab.
Es bleibt zu hoffen, dass im Jahr 2007 auch wieder viele  F3A Piloten nach Schärding kommen, zumal die Fahrtstrecke insbesondere für Teilnehmer aus Süddeutschland nicht allzu weit ist.


Blick auf die gepflegte Piste und die Puntwerterzelte


Prestige Voll GFK aus Polen


Impression von Markus Zeiner


Die Sieger: Gerhard Mayr, Markus Wissinger, Günther Ulsamer

 

Eine Stromversorgung der informierenden Art

von Christoph Danders / EMCOTEC

Das neue DPSI BIC (Dual Power System Interface - Battery Information Center) von Emcotec ist seit diesem Jahr käuflich zu erwerben. Was uns erwartet ist momentan noch einmalig und nicht nur für den Modellbauprofi zu verwenden.

Aber was steckt jetzt in der neuen „Wunderkiste“?

In der letzten Saison merkte man doch deutlich, dass mehr und mehr auf LiPo Stromversorgungen umgestellt wurde. Viele haben schnell bemerkt, dass man Gewicht sparen kann oder mehr Kapazität mit an Bord nehmen kann, was für den Wettbewerbspiloten wie auch für den Alltagsflieger mehr als interessant ist.
Die Nennspannung von 2-zelligen Lipo Akkus liegt bei 7,2V, aber unsere Empfänger und Servos vertragen momentan leider nur einen Spannungsbereich von 4,6V – 6,0V. Viele Großflieger nutzen schon lange Akkuweichen mit geregelter Ausgangsspannung, da sie mit 5-zelligen Akkus fliegen. Doch für Piloten, die evtl. nicht die Möglichkeit haben Großmodelle zu fliegen, wird das neue DPSI BIC  interessant sein! 

Die Idee
Das DPSI BIC füllt genau die Lücke von Akkuweichen, die für die breite Modellfliegermasse interessant sein wird. Viele sehen den positiven Effekt von Akkuweichen, doch entweder bleiben viele Servoanschlüsse ungenutzt oder einigen ist der Preis für mehr Sicherheit zu hoch.
Bei Motormodellen von 2 m bis 2,5 m oder Seglern reichen meist die Servoanschlüsse am Empfänger vollkommen aus.
Um nun die Vorteile einer Doppelstromversorgung auch in dieser Klasse nutzen zu können, hat Emcotec das DPSI BIC entwickelt.
Ähnlich wie das bekannte DPSI LR, welches aber nur einen Spannungsregler mit integriertem Schalter besitzt, verfügt das BIC über eine Doppelstromversorgung und einem zweizeiligen Display!

Ein kleines unscheinbares blaues Köfferchen, in dem eine hochmoderne Elektronik sauber verpackt ist, erreicht den Käufer. Je nach Bestellung, sind noch ein zusätzlicher externer Schaltergeber und ein Zubehörset dabei. Selbstverständlich ist auch eine kleine, kompakte Anleitung, die keine Fragen offen lassen sollte, enthalten. Passend wurde zu jedem Erklärungsabschnitt das dazugehörige Menübild abgebildet und erläutert.

Lieferumfang
Zu meinem DPSI BIC habe ich noch zwei Longgo 1500mAh LiPo - Akkus dazu bestellt. Natürlich kann man auch firmenfremde Lipo Akkus anschließen. Wichtig ist aber immer, dass man zwei gleiche Akku Typen verwendet. Das DPSI BIC arbeitet auch mit 5,6,7-zellige NiCd / NiMH Zellen. Da die Longgo Akkus fertig mit einer angelöteten MPX- Hochstrombuchse geliefert werden, kann man sie sofort an das DPSI BIC anschließen. Für Kunden, die andere Akkus anschließen möchten, bietet Emcotec das Zubehörset an. Enthalten sind: Zwei MPX – Hochstrombuchsen mit Schrumpfschlauch für die eigenen Akkus, ein Ersatz- Klemmbügel und ein Empfängeranschlusskabel, fertig konfektioniert, auch mit MPX- Hochstromstecker und zwei Graupner/JR- oder Futabastecker. Um bei Stromspitzen nicht den Empfänger zu überlasten, ist es immer von großem Vorteil, ihn doppelt mit Strom zu speisen! Wenn Akkus anderer Hersteller benutzt werden sollen, egal ob NiCd / NiMH oder LiPo, ist besondere Sorgfalt beim Konfektionieren gefragt. So müssen die Akkukabel mit 3 Pins pro Pol an die MPX- Hochstromstecker angelötet werden, denn „kalte“ Lötstellen sind ärgerliche und vermeidbare Gefahrenquellen!

Welche Informationen erhalte ich nun?
Wenn alles verkabelt ist, kann man seine Neugierde endlich befriedigen. Kurz, nach dem Drücken auf den Ein-Taster, funktioniert zunächst alles wie gewohnt. Im Display wird kurz „EMCOTEC Germany“ angezeigt, dann der angeschlossene Akkutyp, optisch sowie auch akustisch. Dadurch, dass das DPSI BIC im Klartext programmiert ist, braucht man sich nicht irgendwelche Kürzel merken. Nun kann man durch die beiden Pfeiltasten (hoch, runter) durch die ganzen Anzeigen schalten, die, je nach Einstellung, entweder in deutscher oder englischer Sprache geschrieben sind.

1. Die Standardanzeige
    Man kann die aktuelle Spannung beider angeschlossener Akkus ablesen.
2. Die minimale Akkuspannung von Akku 1 in Volt.
3. Die minimale Akkuspannung von Akku 2 in Volt.
4. Die maximale Akkuspannung von Akku 1 in Volt.
5. Die maximale Akkuspannung von Akku 2 in Volt.
6. Der aktuell fließende Strom in Ampere.
7. Der maximal fließende Strom in Ampere. (Stromspitzen)
8. Den mittleren Stromverbrauch in Ampere.

Die bisherigen Werte ergeben sich aus dem letzten Einschalten und werden automatisch nach dem Ausschalten wieder auf Null gesetzt.

9. Die verbrauchte Kapazität beider Akkus in mAh.
10. Die Flugzeit (Betriebszeit) in Minuten.

Diese Werte kann man nur durch das Rücksetzen des Speichers wieder auf Null setzen. Dies geschieht, indem man beim Einschalten die Pfeiltaste nach oben 5 sek. gedrückt hält und dann Löschen wählt.

11. Die aktuelle Ausgangsspannung in Volt. (5,5V)

Danach ist man wieder in der Standardanzeige. Um das DPSI BIC auszuschalten, hält man 2 sek. die Aus-Taste gedrückt.

Eine schöne Erweiterung wäre, dass das DPSI BIC selber erkennen kann, wenn man den Akku geladen hat und automatisch die verbrauchte Kapazität auf Null setzt. Vergisst man es von Hand zu löschen, kann es schnell zu Missverständnissen kommen!
Ein weiterer positiver Punkt wäre, wenn man die Werte einzeln löschen könnte. Somit könnte man z.B. die Betriebszeit aus einer gesamten Flugsaison erhalten!

Fehleranalyse
Aber wie erkenne ich nun Fehler?

Sieht man in der Spannungsanzeige, dass eine Spannung deutlich mehr einbricht als die andere, wird der Akku defekt sein (evtl. eine Zelle).
Schwergängige Ruder findet man schnell, indem man für das verwendete Servo ohne Ruderanlenkung den Maximalstrom durch mehrmaliges Ausschlagen des Servos und einen Vergleich mit angelenktem Ruder anzeigen lässt. Steigt hier der Strom über das Doppelte, sollte man seine Anlenkung leichtgängiger bauen.
Hat man evt. nicht die Möglichkeiten einzelne Messwerte aufzunehmen, sollte der mittlere Stromverbrauch von ca. 1,0A bis 1,6A bei 5 Servos liegen!

Praxis
Natürlich sind solche theoretischen Betrachtungen nur ein sehr geringer Teil. Um einen Einblick über den Stromverbrauch in einem 2m Modell zu bekommen, wurde das DPSI BIC mit verschiedenen Analog- und Digitalservos vermessen. Die Ruheströme dieser Messungen liegen für 5 Servos deutlich unter 0,5 A (Tab.1/Diagr. 1), wobei sich die vom DPSI BIC gemessenen Werte nicht von einem Labormessgerät unterscheiden.
Auch die oben genannten 1,0A bis 1,6A beim mittleren Stromverbrauch sind großzügig bemessen, denn bei 10-minütiger gleichmäßiger Belastung von 5 Digitalservos (DS 8311) steigt der mittlere Stromverbrauch nicht über 0,9A.
Was passiert aber nun, wenn die Eingangsspannung deutlich einbricht? Schaltet das DPSI BIC irgendwann ab? Hier kann Entwarnung gegeben werden, die Stromversorgung wird unter allen Umständen aufrechterhalten, sogar, wenn die Eingangsspannung unter 3,6V sinkt (Tabelle 2). Es kommt zwar zum Ausfall des LCD-Displays und auch die Leuchtdiode am externen Schalter wird dunkler, aber steigt die Spannung wieder, dann funktioniert alles uneingeschränkt weiter.

Fazit
Wie man schon merkt, kann das DPSI BIC einiges! Es bietet nicht nur die normal Akkuweichen Funktion, sondern es ist ein Messinstrument mit ausreichender hoher Genauigkeit.
Es erleichtert dem Modellflieger die Frage: „Kann ich noch einen Flug machen?“ Wie viele Modelle würden durch diese Technik noch leben!?! Ich denke einige! Und dies sind mir 99,90€ wert!
Eine berechtigte Frage ist natürlich: „Wie ausfallsicher ist das ganze System?“ und „Baut man evtl. mehr Fehler ein?“ Da die entwickelten Systeme von Emcotec einen sehr ordentlich Eindruck machen und sie nach Aussage auch mehreren Härtetests unterzogen werden, verlasse ich mich 100%tig auf die Technik. Doch Fehler schleichen sich leider schnell ein, deswegen teste ich ausgiebig meine neue Technik auf Ausfallsicherheit, bevor sie das erste Mal fliegen darf. Dabei lernt man auch mit dem System umzugehen und muss nicht bei Hammerwetter in der Anleitung blättern. Für weitere Infos wird man unter www.emcotec.de fündig, die Anleitung ist hier downloadbar!

Preise

DPSI BIC  

€ 99,90

optionaler Schaltgeber

€ 19,90

optionales Zubehörset

€   9,80

Technische Daten des DPSI BIC

Stromquellen

5, 6, 7-zellige NiCd / NiMH Zellen, 2, 3-zellige Lithium-Polymer-Akkus (LONGGO, LiPo)

Betriebsspannungsbereich

6,0V .... 16,0V

Nenneingangsspannung

6,0V .... 12,6V

Ausgangsspannung

5,5V stabilisiert (andere Werte zwischen 5,0V...10,0V auf Anfrage)

Ruhestrom (ausgeschalteter Zustand)

< 1μA

Ruhestrom (eingeschaltet)

ca. 30mA (ohne Summerausgabe)

Max. Dauerstrom @ 5,5V

3A

(15min bei LONGGO-Akkus)

 

Max. Spitzenstrom @ 5,5V

20A

(100ms bei LONGGO-Akkus)

 

Drop-Out-Verlust @ 1A

ca. 0,5V

CE-Prüfung

gemäß 89/336/EWG

Umgebungsbedingungen (Betrieb)

-10°C .... +50°C

Zulässiger Temperaturbereich

-25°C .... +85°C

Maximale Verlustleistung (P)

5,7 Watt (P = UAkku - 5,5V * I)

Anzeigebereich Akkuspannung

0,1V ... 15,20V (bzw. > 15,20V)

Anzeigebereich Strom

0,03A ... 8,82A (bzw. > 8,82A) ab I > 4A (aktueller Strom) Anzeige „Überlast“

Anzeigebereich Kapazität

0mAh ... 9999mAh

Anzeigebereich Flugzeit

0min ... 9999min

Anzeige der Ausgangsspannung

realer Wert (Istwert)

Nichtflüchtiger Speicher (rücksetzbar)

entnommene Kapazität, Flugzeit (Einschaltzeit)

Unterspannungsanzeige

durch „IVM“ Intelligent Voltage Monitoring (irreversibel im aktuellen Einschaltzyklus)

Fehleranzeige per

LC-Display (im 5s-Wechsel mit der aktuellen Anzeige) sowie den integrierten Piezosummer durch verschiedene Summercodes

Abmessungen (Breite x Höhe x Tiefe)

104mm x 36mm x 34mm (39mm inkl. Klemmbügel)

Schraubdurchmesser für Befestigung

2x 3,1mm (für M3 Schrauben mit Stoppmutter)

Lochabstand für Befestigung

90mm

Lochausschnitt für Befestigung

78,5mm x 31,5mm

Gewicht

ca. 75g

Garantie

24 Monate

Messparameter des DPSI BIC

Spannungsanzeige

2% / 1 Digit / Auflösung 0,1V

Stromanzeige

2% / 1 Digit / Auflösung 0,01A

Kapazitätsanzeige

1% / 1 Digit / Auflösung 1mAh

Betriebszeit

1% / Auflösung 1min

Genauigkeit Ausgangsspannung

+/- 0,2% (+/- 110mV @ 5,5V)

Samplingrate A/D-Wandler

1kHz

Spitzenwertwerterfassung

arithmetisches Mittel über 10msec

Messwerte Alarmspannungen des DPSI BIC (Tab. 2)

Warnung „Akku laden“

6,8 V

Ausfall des DPSI BIC

5,4 V

Ausfall Graupnerempfänger

< 3,6 V

Kein Display

< 5,4 V

Diodenausfall am ext. Schalter

< 4,0 V

Ruheströme des DPSI BIC (Tab.1)

Angeschlossene Verbraucher

DPSI BIC Messwert

DPSI BIC

0,05 A

DPSI BIC + externer Schaltgeber

0,09 A

DPSI BIC + 1x DS8311

0,07 A

DPSI BIC + ext. Schalter + 1x DS8311

0,10 A

DPSI BIC + ext. Schalter + 2x DS8311

0,11 A

DPSI BIC + ext. Schalter + 1x C4421

0,11 A

DPSI BIC + ext. Schalter + 2x C4421

0,13 A

DPSI BIC + ext. Schalter + 3x C4421

0,15 A

Das obige Diagramm zeigt die Ruhestromstärke in Abhängigkeit der angeschlossen Servos, wobei die Messwerte einen linearen Anstieg besitzen und somit die Servos 4 und 5 extrapoliert werden können.

Startdisplay kurz nach dem Einschalten

 

Das DPSI BIC im kompletten Empfangssystem integriert

 

F3A-Inside

Einige nützliche Links:

www.modellflug-im-daec.de
www.modellflug-gallinat.de
www.rc-network.de
www.mfg-koenigsbrunn.de

Hersteller:

www.rc-electronic.com
www.f3a-lorenz.de

 
F3A-Termine 2006

National

05./06.August 2006                3. B-Kader                                         Regensburg
                                           hierin Aufstiegswettbewerb integriert

International

12./13. August 2006               Igo Etrich Wanderpokal-Fliegen              Kraiwiesen

Europameisterschaft

26.8./2.9.2006                        Buochs                                            Schweiz

 

Und hier die Nachricht in ihrer PDF-Fassung (3,4Mb)


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Stand: 05.08.2006